Olympiade

  • Wahrscheinlich kommt jetzt noch jemand auf die Idee dass die desolate Bilanz des DSB bei diesen wie auch den letzten Olympischen Spielen an der Auswahl der Disziplinen liegt…..

    diskutiere nicht mit Ignoranten.....sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung!

  • An meinem Motorrad habe ich einen Schalldämpfer, wenn es etwas ähnliches für Waffen gabe?

    Du wirst lachen, "Mündungssignaturreduzierer" gibt es schon lange und wurden - wenn ich mich richtig erinnere - bereits von den Nazis für Zivilisten verboten. Für Jäger nach und nach wieder erlaubt.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Du wirst lachen, "Mündungssignaturreduzierer" gibt es schon lange und wurden - wenn ich mich richtig erinnere - bereits von den Nazis für Zivilisten verboten. Für Jäger nach und nach wieder erlaubt.

    In so einem Forum kann man immer noch was lernen.

  • Wahrscheinlich kommt jetzt noch jemand auf die Idee dass die desolate Bilanz des DSB bei diesen wie auch den letzten Olympischen Spielen an der Auswahl der Disziplinen liegt…..

    Ich habe keine Ahnung, warum unsere Spitzenathleten seit 2016 keine olympischen Medaillen - außer im Bogenbereich - mehr gewonnen haben. Denn ich bin nur ein kleiner C-L-Trainer und der DSB bildet jedes Jahr weniger B-Trainer aus, als es Landesverbände gibt.

    Aber zumindest unsere Olympiakader werden von Top-Trainern (und das meine ich nicht ironisch!) betreut, sind aber auch z.T. inzwischen in die Jahre gekommen.

    Die Luft "da oben" ist so dünn, da entscheidet der Bruchteil eines Haarquerschnittes an mentaler oder technischer Stärke über Sieg oder Niederlage.

    Der Chinese kann seine Top-Kader aus Hunderttausenden Anwärtern destillieren, der Südkoreaner ist hartes Arbeiten gewohnt - bei uns müssen halt aus den vergleichsweise wenigen leistungsorientierten Nachwuchsschützen (*) die Top-Leute selektiert und dann entwickelt werden.


    (*) es lohnt sich für viele einfach nicht, in die recht unsichere Sportkarriere zu investieren, auch, wenn es für unsere guten Leistungssportler nach Karriereende gute Jobs in BW, Zoll, Polizei oder unseren Waffenherstellern gibt. Gute, aber eben keine richtig super Jobs. Wer in anderen Ländern Olympiasieger wurde, muss sein Lebtag nicht mehr arbeiten. Bei uns gibt es, so erfuhr ich letztens, 30.000 € für Olympia-Gold. Pro Sportler, nicht pro Medaille. OK, die DDR war da noch schofliger, da gabs eine Kaffeemaschine und ein Päckchen Rondo - aber dafür einen Reisepass.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Ich habe keine Ahnung, warum unsere Spitzenathleten seit 2016 keine olympischen Medaillen - außer im Bogenbereich - mehr gewonnen haben.

    OK, die DDR war da noch schofliger, da gabs eine Kaffeemaschine und ein Päckchen Rondo - aber dafür einen Reisepass.

    Irre ich, oder stammen die deutschen OSP- Spitzenschützen bis einschließlich Christian Reitz großteils aus der DDR?

    Die DDR gibt es samt sportlicher Frühförderung nicht mehr. Das hat Vorteile aber auch Nachteile.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Wahrscheinlich kommt jetzt noch jemand auf die Idee dass die desolate Bilanz des DSB bei diesen wie auch den letzten Olympischen Spielen an der Auswahl der Disziplinen liegt…..

    Aufgelegt oder eine Art Mehrkampf wie bei den Sportlern, also 10 oder mehr Waffen pro Starter könnten zumindest am Anfang schon Vorteile bringen.

  • ich muss Califax recht geben.

    die Chinesen haben einen riesigen Pool an "Spielermaterial" da kann man aus dem Vollen schöpfen und daher sieht man auch sehr selten die gleichen Chinesen mehrere Jahre auf der Internationalen Bühne.
    Ähnlich ist es mit Korea und Indien. Unsere Sportler sind teilweise schon Jahrzehnte dabei. Christian Reitz hat 2008 schon Bronze bei Olympia gewonnen, vor 16 Jahren! Barbara Engleder war 4x bei Olympia, Sonja Pfeilschifter gar 5x, also über 20 Jahre hinweg, die aktuelle Olympiasiegerin im LG aus Korea ist 16 und die Zweite aus China ist 17!

    Wenn man in Deutschland Leistungssport abseits von Fußball oder Biathlon macht ist man doch verloren.
    Bis auf sehr wenige Sportsoldaten, Zöllner oder Polizisten ist doch alles komplett Eigenregie und vor Allem auf eigene Kosten. (bis man eventuell mal in einen Kader kommt?)
    Kinder die man heranführt und die auch gute Leistungen bringen sind spätestens auf dem Weg zum Abi dann wieder weg weil die Schule vorgeht, Führerschein oder Berufliche Ausbildung stehen ebenso im Weg.
    Das wir in D immer das Superintelligentespitzensportkind haben wollen ist auch ein Problem. Wenn du in USA oder China dumm wie Brot bist aber halt Schießen oder Rennen kannst dann wirst du eben Leistungssportler, bist du Hochintelligent aber Bewegungslegastheniker wirst du halt Ingenieur. Bei uns sieht das leider anders aus, unsere Kinder müssen immer Alles können, und wenn das nicht so ist sind Lehrer oder Trainer schuld.

    Zudem ist gerade Schießen auch nicht günstig wenn man Olympische Disziplinen schießen möchte, dafür haben auch nicht alle Eltern das nötige Kleingeld übrig.
    Apropos Geld: Wenn man schon als Teilnehmer auf einer LVM 4€ für den Parkplatz am LLZ bezahlen muss, dann ist doch schon ein Fehler im System! Auf der DM das Gleiche, aber da kommt noch hinzu das man als Teilnehmer mit dem Busshuttle kommen muss und die hohen Herren parkieren in Erster Reihe und kostenlos! Aber das nur am Rande.
    Das Schießen in der Bevölkerung gerade bei uns ein sehr schlechtes Bild hat kommt erschwerend hinzu, da würde ich mir eher eine Akzeptanz wie in der Schweiz, Italien oder Österreich wünschen.

  • Zu den Kommentaren von Callifax und Omega24V.

    Also .... erst einmal vorab, ich denke es gibt auch Ingenieure die zumindest so einigermaßen mit Sportwaffen ins Ziel treffen (oder trafen in meinem Fall :P ).

    Ansonsten gebe ich Euch im Grunde Recht, möchte das Ganze aber dennoch ein wenig differenzierter betrachten.

    Natürlich haben die Asiaten ein deutlich größeres Grundpotenzial, aber das ist in allen Sportarten so. Und klar kann man in vielen Ländern dieser Welt mit sportlichem Erfolg, vor allem in Randsportarten mit Olympiasiegen, einen sozialen Aufstieg hinlegen. Aber: ist das nicht der Fall und man holt die geforderte Medaille nicht dann gibt es in China denke ich auch keine soziale Hängematte, die den Sportler auffängt. In einem Sport, in dem der Kopf eine so entscheidende Rolle für Erfolg oder Mißerfolg spielt sicher ein nicht zu unterschätzender Faktor!

    Zum Thema Trainer bzw. sportliche Verantwortliche ..... ob momentan gut oder schlecht mag ich gar nicht beantworten, dazu habe ich mittlerweile viel zu wenig Einblick. Aber ganz generell - wie kommt man beim DSB oder seinen Landesverbänden in sportlich verantwortliche Position? Ein Trainerschein ist ja vergleichsweise einfach zu bekommen. Hilfreich ist dann unter Anderem noch, wenn man ordentliche eigene Schiesssporterfolge vorweisen kann. Und dann ist zwingendes Muss, dass man sich gegenüber den hohen Herren immer genehm und duckmäuserisch gezeigt hat! Einmal in die Position gekommen hat es dann auch anscheinend nichts mehr mit den Ergebnissen zu tun, ob man den Posten behält, sondern nur, wie lange man ihn selbst machen möchte (außer man verhält sich eben nicht so, dass einem die Gunst des Präsidiums erhalten bleibt).

    Und abschließend noch etwas zum Thema Geld. Hier sehe ich es so, dass starke Ähnlichkeiten mit unserem Staat vorhanden sind. Geld (zum Beispiel zum Erhalt oder Ausbau von Infrastruktur, Bildungssystem etc.) wäre viele Jahre lang genug da gewesen, nur jetzt isses weg .... ausgegeben für anderes, unter Anderem (wenn ich mir die ein oder andere Geschäftsstelle von Landesverbänden so anschaue) für einen aufgeblähten Verwaltungsapparat (in dem vieles noch nicht mal funktioniert, ich erspare mir hier Details zu einzelnen Verbänden oder Vorgängen, aber es gibt da einige von). Jetzt muss man eben sehen, wie man mit den begrenzten Mitteln klarkommt, vielfach hilft da nur ein hartes Tal der Tränen.

    Und auch die Sportler sind oftmals ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Ich erinnere mich noch, wie wir uns seinerzeit als junge Schützen einen Schießstand im Keller meiner Eltern aufgebaut hatten. Fast jeden Tag in der Woche nach der Schule wurde erst einmal auf Kurbelanlagen 2 Stunden LG trainiert. Dann Hausaufgaben und anschließend noch 2x die Woche zum offiziellen Training ins Schützenhaus. An Wochenenden, an denen keine Meisterschaft stattfand, wurden die Möglichkeiten nach Pokalschießen abgegrast etc., so dass auch mindestens 40 Wochenenden im Jahr dem Schießsport gewidmet waren. Und das alles nicht, um Olympismedaillen zu gewinnen oder in Nationalkader berufen zu werden .... der Aufwand wurde betrieben, um zumindest jedes Jahr zur Deutschen nach München zu fahren! Ohne eine gewisse Leistungsbereitschaft (und das gilt eben lange nicht nur für den Sport, das beobachte ich in der Wirtschaft Tag für Tag) wird es in unserem Land nur eine Richtung geben ....

    So, habe fertig.

    diskutiere nicht mit Ignoranten.....sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung!

  • stammen die deutschen OSP- Spitzenschützen bis einschließlich Christian Reitz großteils aus der DDR?

    Sogar das aktuelle Technikleitbild, von J.-E. Aeply wieder in den Verkehr gebracht, stammt aus der DDR.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • .... ausgegeben für anderes, unter Anderem (wenn ich mir die ein oder andere Geschäftsstelle von Landesverbänden so anschaue) für einen aufgeblähten Verwaltungsapparat (in dem vieles noch nicht mal funktioniert, ...

    Hier muss ich meinen LV in Schutz nehmen: Die, die dort in der Geschäftsstelle arbeiten, tun das mit großem Engagement und fast ehrenamtlich. Da wird jeder halbe Groschen 3x umgedreht und möglichst dem Sport zugeführt.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Hier muss ich meinen LV in Schutz nehmen: Die, die dort in der Geschäftsstelle arbeiten, tun das mit großem Engagement und fast ehrenamtlich. Da wird jeder halbe Groschen 3x umgedreht und möglichst dem Sport zugeführt.

    Sehr vorbildlich, geht also ;)

    diskutiere nicht mit Ignoranten.....sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung!

  • Zum Thema Trainer bzw. sportliche Verantwortliche ..... ob momentan gut oder schlecht mag ich gar nicht beantworten, dazu habe ich mittlerweile viel zu wenig Einblick. Aber ganz generell - wie kommt man beim DSB oder seinen Landesverbänden in sportlich verantwortliche Position? Ein Trainerschein ist ja vergleichsweise einfach zu bekommen. Hilfreich ist dann unter Anderem noch, wenn man ordentliche eigene Schiesssporterfolge vorweisen kann. Und dann ist zwingendes Muss, dass man sich gegenüber den hohen Herren immer genehm und duckmäuserisch gezeigt hat! Einmal in die Position gekommen hat es dann auch anscheinend nichts mehr mit den Ergebnissen zu tun, ob man den Posten behält, sondern nur, wie lange man ihn selbst machen möchte (außer man verhält sich eben nicht so, dass einem die Gunst des Präsidiums erhalten bleibt).

    Ein Trainer kann den Schützling nur ein Stück weit "schieben". Spätestens wenn die Leistungen des Schützen in die Größenordnung kommen, wo der Trainer seinen eigenen Gipfel hatte, muß der Schütze selbst und aus eigenem Antrieb und mit dem eigenen Verstand vorankommen. Der Trainer wird noch als Vertrauensperson und fachliche Unterstützung hilfreich sein. Aber den Weg zur schießsportlichen Spitze geht der Schütze aus eigenem Antrieb, Interesse an der Sache und mit einem eisernen Willen oder gar nicht.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Ein Trainer kann den Schützling nur ein Stück weit "schieben". Spätestens wenn die Leistungen des Schützen in die Größenordnung kommen, wo der Trainer seinen eigenen Gipfel hatte, muß der Schütze selbst und aus eigenem Antrieb und mit dem eigenen Verstand vorankommen. Der Trainer wird noch als Vertrauensperson und fachliche Unterstützung hilfreich sein. Aber den Weg zur schießsportlichen Spitze geht der Schütze aus eigenem Antrieb, Interesse an der Sache und mit einem eisernen Willen oder gar nicht.

    sehe ich bisschen Anders.
    Bei meinem Trainerschein war meine Abschlußarbeit der Liegendanschlag KK.
    Ich habe danach dann einige Schützen im Liegend weiter gebracht als ich selbst jemals im Liegend geschossen hätte.
    Aber es gibt auch das genaue Gegenteil, Superschützen die Ihre Erfahrungen einfach nicht rüber bringen können.

    Ich denke das auf dem "Olympia Level" Sportler und Trainer sehr gut zusammen passen müssen und dann auch der Erfolg heraus springt.
    Soweit mir bekannt, war das vor der Olympiade in Rio sogar so das die Schützen eine Trainingsgruppe "Burning Eyes" gebildet und zusammen trainiert haben. Der Teamspirit hat ja dort ein paar Medaillen gebracht.

    Ein super Schütze und ein Supertrainer die sich nicht leiden können werden wahrscheinlich auf Dauer keinen Erfolg haben.