Wildscheiben bei Meyton MF5R1

  • Bei unseren alten Häring Anlagen haben wir bei unseren Preisschießen (KK 50m) eine Wildscheibe angeboten.
    Nun würden wir dies gerne auch bei unserer neuen Meytonanlage machen.

    Habt wer hierzu Erfahrung? Bei Küger haben wir diese Scheiben gefunden: https://krueger-scheiben.de/article/show/m…1015-mf4r1mf5r1

    Hat diese wer im Einsatz? Wie habt ihr das mit der Programmierung gelöst? Gibt es eventuell andere Varianten von anderen Herstellern? Haben auch noch alte Häring Wildscheiben übrig. Hat irgendwer Masken für Einsteckscheiben in Auftrag gegeben? Dies wäre Aufgrund der unterschiedlichen Scheibengröße zwischen Häring und Meyton ebenfalls noch möglich.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Nein, noch nicht im Einsatz.


    Aber ich werde bei der nächsten Bestellung einen Satz dieser Scheiben mitbestellen zum Testen.


    Wir stehen aber grundsätzlich vor dem selben Problem für die großen Messrahmen (GK). Hier sind für Veranstaltungen Motivscheiben gefragt, möglichst mit Bilddarstellung aufm Monitor. Zum Beispiel Elch, Büffel oder was weiß ich…

    Dazu wurde mir geraten, im Meyton Forum den Wunsch kundzutun, wäre vielleicht hilfreich, wenn sich der ein oder andere anschließen würde.

  • Prinzipiell kann Meyton nur zentrische runde Ziele, also z.B. keine DSU Scheiben (mal so nebenbei gefragt: warum hat man da Ovale Ziele? Da hat der Schütze mit Seitenschwankung einen Nachteil gegenüber dem mit Höhenschwankung?)
    Wenn man nun diese Wildscheiben so druckt das die 10,9 im Zentrum des Waidgerechten Erlegens liegt geht das sicher auch ohne was programmieren zu müssen. Da könnte man sogar eigene Scheiben drucken und im Rahmen einsetzen.
    Klar ist aber auch das dadurch das die Scheibe kein Loch hat im Zentrum mehr Schmutz anfallen wird und die Sensoren schneller verdrecken.

    Das man aber das Bild dann auch auf dem Monitor anzeigen kann glaube ich nicht, denn dann müsste man die Grafiken auf dem Speicher des Messrahmen ablegen und ich denke das dafür zu wenig Speicherplatz vorhanden ist. Bei Meyton greift der PC auf einen Webserver zu der auf dem Rahmen läuft und zeigt nur die Webseite an die auf dem Messrahmen generiert wird.
    Da hilft es wahrscheinlich auch wenig das im Meyton Forum zu wünschen, weil es technisch auf der Hardware nicht umsetzbar ist.
    Zumindest ist das mein Kenntnisstand bei Meyton.

  • Hallo und guten Morgen,

    das scheint ja ein großer Nachteil aller elektronischen Anlagen zu sein. Es gehen nur sehr eingeschränkte Arten von Spiegeln.
    Nicht nur bei der DSU gibt es z.B. ovale Scheiben. Ich denke nur an die Benschrest Schützen. Viele kleine Ziele auf einem Spiegel.
    Oder im BDMP die großen PP1, NPA Scheiben. Alles nicht elektornisch machbar.

    Die elektronischen Anlagen sind nett, aber doch eher auf die olympischen Disziplinen ausgelegt.

    Es muss mehr geschossen werden!
    Schießsport ist Vielfalt: Mitglied im DSB, BDS, BDMP

  • tja, man muss halt wissen was man schießen möchte und die Hersteller richten ihre Entwicklungen halt nach dem Markt.

    Ich glaube nicht das die so viele Anlagen verkauft hätten oder in Zukunft verkaufen würden wenn sie sich auf die "Randverbände" festgelegt hätten.
    Prinzipiell ist alles Elektronisch machbar, aber ist auch der Bedarf vorhanden?
    DSU ca. 20.000 Mitglieder
    BDMP ca. 34.000 Mitglieder
    DBRV ?? Mitglieder
    DSB ca, 1,3 Mio. Mitglieder

  • tja, man muss halt wissen was man schießen möchte und die Hersteller richten ihre Entwicklungen halt nach dem Markt.

    Ja, die Druckluftstände wollen wir auch umstellen, aber die GK Bahnen bleiben auf jeden Fall mit Papier und Drehanlagen. Das ist einfach flexiebler.

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  • Das kann man so machen und ist "der neue Weg". Oder man hat noch "Steuer-PCs", die selbst Darstellung vornehmen und nur (via einer API vermutlich) die Daten vom Rahmen beziehen: https://meyton.info/product/esta-control/

    Den "alten Weg" umzuprogrammieren wird aber wahrscheinlich noch schwieriger.
    Klar kann man die reinen X/Y Koordinaten nehmen und daraus dann die Treffer berechnen. Die Koordinaten kann man ja bei allen Meyton Systemen aus dem Meyton Shootmaster rausbekommen und sich selbst eine Software zur Anzeige frickeln.
    Ob man das machen möchte nur um auf Bildchen schießen zu können? ich weiß nicht.

  • disag verwendet für seine spaßscheiben ein bitmap-bilddatei und zur auswertung wird ein raster mit dem >trefferwert je koordinate< darübergelegt.

    wäre das alles nicht verschlüsselt/passwortgeschützt (zur finanz. Ertragssteigerung) wäre so etwas von vielen leuten individuell umsetzbar.


    mfsg daniel

  • möglichst mit Bilddarstellung aufm Monitor.

    Das ist für uns eigentlich zweitrangig bzw. wenn man nicht weiß, dass es das gibt fällts keinem auf wenn es fehlt.
    Wir schneiden jetzt unsere alten Häringscheiben zu und geben die dort rein wo die Hintersteckscheiben eingeschoben werden.

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  • wäre das alles nicht verschlüsselt/passwortgeschützt (zur finanz. Ertragssteigerung) wäre so etwas von vielen leuten individuell umsetzbar.


    mfsg daniel

    das die Hersteller ihren Programmcode schützen kann man schon verstehen, schließlich steck da ja ein gewissess Maß an Hinrschmalz und Entwicklungskosten drin. Zudem wollen die Leute die dort arbeiten ja auch bezahlt werden. Immer alles nur für Umme haben wollen ist halt schwierig. Die Entwicklung und zulassung solcher Anlagen kostet eine Stange Geld, das muss man erstmal wieder reinholen.

    Wenn man das nicht möchte kann man sich ja am FreETarget Projekt beteiligen, da kann man in der community mitentwickeln und rumbasteln.
    https://free-e-target.com/
    Muss man halt seinen eigenen Geist und seine eigene Zeit einbringen, ist also auch nicht umsonst.
    Man hat dann aber auch keine Zulassung und auch keine Garantie und nichts. Muss man halt entscheiden was wichtiger ist.
    Wie oben schonmal geschrieben kann man sich die X/Y Koordinaten ja aus den entsprechenden Dateien ziehen und selbst was programmieren, wenn man es kann.

  • Hallo,

    ich war auch lange großer Fan von den Meyton-Anlagen, vor allem wegen der Software und weil es einfach lief.

    da aber jetzt mit NX nix mehr so einfach laufen wird, hat sich bei mir die Idee aufgetan, die Vorhandene RS232-Schnittstelle anzuzapfen, und dann eine eigene Software zu bauen.

    Aktuell läuft eine Anfrage beim DSB deswegen, mal sehen, ob die Zulassung auch dann gilt, wenn ich eine neue Software außen rum bauen, und nur den Messrahmen aufrecht erhalte.
    Wenn ich Antwort habe, dann würde ich mich hier wieder melden, evtl. gibt es ja ein paar gleichgesinnte, die Lust darauf haben.

    Gruß
    Sebastian

    PS: Das Webinterface hab ich schon, muss mal schauen, wann ich einen Komplettmitschnitt auf der RS232-Schnittstelle decoded bekomme.

    OSSS - Open Source Shooting System in Programmierung, nähere Infos findet ihr HIER

  • Halte uns mal bitte hier auf dem Laufenden was deine Programmierungen ergeben. (Eventuell kann ich dich auch unterstützen, bisschen Programmieren oder auch mit meinem Meyton Rahmen testen kann ich auch)
    Ich denke das wäre für einige Interessant.

    Meyton entwickelt die Shootmaster Software ja auch weiter, zumindest sollen neue Disziplinen usw. immer aktualisiert werden, jedenfalls schreibt Meyton/Sius das so.

    Was viel interessanter wäre, wenn du es hinbekommst einen Sius NX Rahmen als Meyton MF4 oder MF5 Rahmen in vorhandene Meyton Netzwerke zu integrieren, also ein Gateway auf Raspberry oder ESP Basis programmieren.
    Das würden dir die Vereine sicher aus den Händen reissen, denn dann wäre eine Abwärts Kompatibilität gegeben und bestehende Meyton Anlagen müssten bei Defekt nicht komplett Erneuert werden sondern nur der defekte Rahmen gegen einen NX getauscht werden.

  • Hallo Omega24v ,

    das Netzwerkprotokoll habe ich schon mehrfach versucht, zu reverseengeneeren, aber daran beisse ich mir immer wieder die Zähne aus. Insgesamt hab ich es schon 3 mal versucht, aber aus den Daten in den Netzwerkpaketen werde ich einfach nicht schlau.

    Und die Idee, über RS232 zu gehen, hatte ich auch erst vor kurzem, leider hab ich aktuell keinen Stand da, sodass ich viele Tests nicht direkt machen kann.
    Es fehlt mir aktuell vor allem ein voller Mitschnitt der ein ganzes LG40-Training, inkl. starten des Stands, Messrahmenkalibration, Probeschießen und dann auch Wertungsschießen. Dazu würde ich noch einen Ausdruck des entsprechenden Hardware-Logs benötigen, um die Daten der einzelnen Schüsse zuordnen zu können.

    Wenn du die Möglichkeit hättest, einen solchen Anzufertigen, dann wäre mir sehr geholfen. Ich könnte dir sagen, wo die beiden Signale abgreifen kannst. Software habe ich aktuell leider noch keine genau Testen können.

    Gruß
    Sebastian

    OSSS - Open Source Shooting System in Programmierung, nähere Infos findet ihr HIER

  • Hallo,

    darf ich Fragen wie Du vorgegangen bist?

    Hast Du Erfahrungen mit Assembler?

    Vielleicht kann ich ja mit ein paar Tipps helfen.

  • Hallo,

    das Problem war für mich eher, dass die Befehle und Informationen, die in den Netzwerkpaketen hin und her gingen, nicht wirklich aussagekräftig waren. Und es scheint mir auch so, dass da eine interne Verschlüsselung vorliegt.

    Die Konversion des neuen in ein altes System oder anders herum ist deswegen auch nicht wirklich machbar, weil nicht nur dieses eine Protokoll geknackt werden müsste, sondern auch noch das der neuen Stände, und ich gehe nicht davon aus, dass SIUS/Meyton uns das so einfach machen lässt. Im schlimmsten Fall bauen die dann in der nächsten Version was ein, dass die ganze Arbeit für die Katz war.

    Aus genau diesem Grund hab ich mich jetzt auch dagegen entschieden auf der Ebene weiter zu Arbeiten, und werde es rein über die RS232-Schnittstelle machen. Die hat nämlich den Vorteil, dass der Chip, der vorne im Messrahmen sitzt immer gleich kommuniziert, und auch keine neue Software erhält, zumindest nicht bei den Messrahmen, die wir daheim haben, da die noch nicht ESTA5-fähig sind.

    Mit Assembler hab ich keine großen Erfahrungen, aber gerade Netzwerktechnik kann ich ganz gut, auch weil ich es für Fachinformatiker unterrichte.

    Gruß
    Sebastian

    OSSS - Open Source Shooting System in Programmierung, nähere Infos findet ihr HIER

  • Hallo Sebastian,

    wenn keine Verschlüsselung vorliegt, dann sollte das zu knacken sein. Hast Du z.B. beim Training von einem Stand den Netzwerkverkehr aufgezeichnet und dann Anhand des Ausdrucks die Werte versucht nachzuvollziehen? Mann hat dann ja Zahlenwerte vom Ausdruck und sucht dann in den entsprechenden Datenpaketen. Man muss dann in dem Bytestrom die entsprechenden Werte Suchen (Umrechnung der Ausgedruckten Werte in z.B. Integer 16/32/64 mit/ohne Vorzeichen, Single/Float und Double Werte. Dabei aber auch die Bytereihenfolge bedenken.

    Die Daten werden ja in der Datenbank gespeichert und dort werden vermutlich die gleichen Datentypen und Teile des Formats genutzt. Das kann auch eine Informationsquelle sein.

    Gruß Rainer