• Wünsche sind schon was feines, arbeiten müssen wir aber mit dem was kommt.

    Ich behaupte mal, in jedem Verein tauchen jedes Jahr junge Schützen mit Potential auf.

    Ja, wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben. Wobei ausreichend starke Talente gar nicht soooo selten vorkommen, wie man denkt.

    Talent ist nur der Schlüssel zur Eingangstür. Ab da ist es harte Arbeit. Und genau hier trennt sich "Spreu von Weizen". (Meine größten Talente haben sich am Ende häufig als Sternschnuppen herausgestellt. Und da hatte ich einige. Und das bei einem Kleinstadtverein.)

    Genau an dem Punkt - "für den Leistungssport geeignet oder nicht" - muss der Verein und die Trainer wissen, was sie wollen: Die, "die nicht geeignet sind" aussieben und wieder heimschicken (hat für mich so ein Geschmäckle) oder anderweitig "bespaßen". Jedenfalls kann ein Leistungssporttrainer sich nicht um diese tiefgründig kümmern, da seine Ressourcen (Zeit & Nerven) auch nur eng begrenzt sind, insbesondere, weil die meisten Trainer in unserem Sport das mehr oder weniger ehrenamtlich machen und ihr Geld im Brotjob verdienen müssen.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Da beginnen bei Schützen und Vereinen schon die Unterschiede.

    Die ersten beiden Punkte sind so, das ist mir schon klar. Nur oft ist halt die Frage was macht man draus.

    Wünsche sind schon was feines, arbeiten müssen wir aber mit dem was kommt.

    Das ist nur eine grobe Beschreibung dessen wie es funktioniert, auf der Basis meiner Erfahrungswerte.

    Ein Zeitpunkt für viele die bisher die Träume anderer erfüllt haben für sich selbst zu entscheiden.

    Dann ist aber dann so einiges falsch gelaufen. Der Grat zwischen Motivation und Zwang ist manchmal schmal.

    Manchmal geht es nun mal nicht, das sollte dann auch ein Trainer oder Verein verstehen.

    Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

    Gerade die Vereine brauchen die nicht. Die sind aber da und nur mit denen können wir arbeiten weil die Talente doch recht selten sind. Was hilft uns wenn der Kreis- Gau- und Landesmeister dann nicht für Hochbrück qualifiziert ist.

    Da muss ich dir aber massiv widersprechen, dass sind die Mitglieder die den ganzen Bums mitfinanzieren, in ihrer Freizeit das Schießhaus und die Anlagen in Ordnung halten. Die kümmern sich um die Organisation von Veranstaltungen etc. Mit den Aktiven alleine kannst du keinen Verein am Leben erhalten!

    Die Qualifikation für Hochbrück ist nicht die alleinige Messlatte. Mal so ganz nüchtern betrachtet. Im Endeffekt könnte man die BM und die DM mit je 10 - 20 Startern, pro Disziplin durchziehen. Mehr Schützen, wenn überhaupt, haben bei den Treppchenplätzen nicht mitzureden. Alle anderen sind eh Auffüllschützen, für die nur Startgeld bezahlt wird. Aber, nicht zuletzt die Qualifikation für die Bayrische oder Deutsche Meisterschaft ist eine große Motivation für die Schützen. Das darf man nicht vergessen. Ich hab jahrelang Gaumeisterschaften geschossen, das waren bessere Vereinsmeisterschaften, die Teilnehmer kamen aus zwei/drei Vereinen. Die Masse der Vereine schießt LG/LP. In sehr vielen Fällen reicht es bei der Jugend nicht mal zu Dreistellung, weil das Angebot vom Verein her fehlt. Ich traue mich zu sagen, ein gewisses Desinteresse da ist. Von KK und Zimmerstutzen brauchen wir gar nicht reden.

    Kann sein muss nicht sein.

    Mit dieser Haltung gewinnen wir keinen Blumentopf.

    Welcher Bundesligaschütze, der aus USA oder Indien? Vielleicht hat der Schütze der mehrmals die Woche trainiert auch noch andere Interessen als einen Vereinsabend.

    Schützen aus dem Ausland sicher weniger bis nicht. Aber Vereinsabend ist auch Trainingsabend. Unser Verein hat das Glück, dass zwei BL-Schützinnen bei uns trainieren und dies regelmäßig. Die geben oft Tipps, gerade der Jugend. Die fühlen sich auch so wohl bei uns. Zu Veranstaltungen kommen die mit ihren Partnern. Aber es muss ja nicht der Hochkaräter sein, Bezirksligaschützen können auch was.

    Welche Tabus? Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Es macht keinen Sinn sich Tabus aufzuerlegen. Nur zu sagen es gibt einiges und dies dann nicht zu sagen ist zu kurz geschossen.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Ja, wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben. Wobei ausreichend starke Talente gar nicht soooo selten vorkommen, wie man denkt.

    Talent ist nur der Schlüssel zur Eingangstür. Ab da ist es harte Arbeit. Und genau hier trennt sich "Spreu von Weizen". (Meine größten Talente haben sich am Ende häufig als Sternschnuppen herausgestellt. Und da hatte ich einige. Und das bei einem Kleinstadtverein.)

    Genau an dem Punkt - "für den Leistungssport geeignet oder nicht" - muss der Verein und die Trainer wissen, was sie wollen: Die, "die nicht geeignet sind" aussieben und wieder heimschicken (hat für mich so ein Geschmäckle) oder anderweitig "bespaßen". Jedenfalls kann ein Leistungssporttrainer sich nicht um diese tiefgründig kümmern, da seine Ressourcen (Zeit & Nerven) auch nur eng begrenzt sind, insbesondere, weil die meisten Trainer in unserem Sport das mehr oder weniger ehrenamtlich machen und ihr Geld im Brotjob verdienen müssen.

    Man muss differenzieren, der/die Trainer für den Leistungsbereich können sich nicht oder nur bedingt um die anderen kümmern. Aber der größte Fehler wäre, die nach Hause zu schicken. Das wäre geradezu kontraproduktiv! Die Erfahrung mit den Sternschnuppen machen alle. Aber es gibt auch die anderen Fälle, da wird nach 20 Jahren wieder mit dem Schießen begonnen. Das ist dann auch ein Beleg, dass man nicht soviel falsch gemacht hat.

    Wir gehen fast alle arbeiten, damit wir unser Hobby finanzieren können. Meist nicht nur das eigene Schießen. Ich wurde von der besten Ehefrau aller Ehefrauen auch schon gefragt, willst du dir nicht ein Bett ins Schützenhaus stellen.😃

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Ja, wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben. Wobei ausreichend starke Talente gar nicht soooo selten vorkommen, wie man denkt.

    Das ist eine Frage der Definition, da sind wir gelegentlich sehr flexibel. Im anderen Thread werden anschinend nur Medaillenplätze aus gut gesehen.

    Genau an dem Punkt - "für den Leistungssport geeignet oder nicht" - muss der Verein und die Trainer wissen, was sie wollen: Die, "die nicht geeignet sind" aussieben und wieder heimschicken (hat für mich so ein Geschmäckle) oder anderweitig "bespaßen".

    Darum geht es zumindest beim Verein noch nicht. Eine kleine Gruppe ist noch überschaubar, ich kann aber auch nicht jeden zu Veranstaltungen mitnehmen die ihn dann nur überfordern.

    Da muss ich dir aber massiv widersprechen, dass sind die Mitglieder die den ganzen Bums mitfinanzieren, in ihrer Freizeit das Schießhaus und die Anlagen in Ordnung halten. Die kümmern sich um die Organisation von Veranstaltungen etc. Mit den Aktiven alleine kannst du keinen Verein am Leben erhalten!

    Die Schützen sind ja da, die könnten auch gut schießen, dann würde halt das Limit höher.

    Wenn eure Mitglieder Beiträge wie andere Schützenverbände zahlen, so ab 150€ mag das ein Argument sein, ansonsten werden die Einnahmen doch stark überschätzt.

    Die Qualifikation für Hochbrück ist nicht die alleinige Messlatte. Mal so ganz nüchtern betrachtet. Im Endeffekt könnte man die BM und die DM mit je 10 - 20 Startern, pro Disziplin durchziehen.

    Sportlich gesehen richtig, aber warum soll der Verband nicht den Wünschen der Mitglieder nachkommen?

    Die immer behauptete Geldquelle sind Meisterschaften nur weil genügend Freiwillige mitmachen.

    In sehr vielen Fällen reicht es bei der Jugend nicht mal zu Dreistellung, weil das Angebot vom Verein her fehlt. Ich traue mich zu sagen, ein gewisses Desinteresse da ist. Von KK und Zimmerstutzen brauchen wir gar nicht reden.

    Kein Wunder wenn wie dem TE schon Aufgelegt reicht und er dafür gelobt wird.

    KK wurde sicher auch vom LG verdrängt, seit das nicht mehr nur Trainingswaffe für den Winter ist.

    Zimmerstutzen kam doch auch erst durch das WaffG wieder hoch.

    Schützen aus dem Ausland sicher weniger bis nicht. Aber Vereinsabend ist auch Trainingsabend. Unser Verein hat das Glück, dass zwei BL-Schützinnen bei uns trainieren und dies regelmäßig. Die geben oft Tipps, gerade der Jugend. Die fühlen sich auch so wohl bei uns. Zu Veranstaltungen kommen die mit ihren Partnern. Aber es muss ja nicht der Hochkaräter sein, Bezirksligaschützen können auch was.

    Schön wenn das bei euch funktioniert, gelegentlich hat aber die Jugend andere Trainingszeiten und nicht alle Jungen schätzen die Anwesenheit der Älteren auch Eltern in der Freizeit.

  • Die Schützen sind ja da, die könnten auch gut schießen, dann würde halt das Limit höher.

    Da gehört schon der darauffolgende Satz auch dazu, die Qualifikation für die Landes- oder Deutsche Meisterschaft ist auch ein Motivationsfaktor.

    Wenn eure Mitglieder Beiträge wie andere Schützenverbände zahlen, so ab 150€ mag das ein Argument sein, ansonsten werden die Einnahmen doch stark überschätzt.

    Warum 150€? Hier komme ich nicht mit, warum sollen Beiträge unterhalb stark überschätzt sein?

    KK wurde sicher auch vom LG verdrängt, seit das nicht mehr nur Trainingswaffe für den Winter ist.

    Zimmerstutzen kam doch auch erst durch das WaffG wieder hoch.

    Ein Hauptproblem sehe ich den Hürden zum Erwerb. Bei KK und ZiStu reden wir von Waffen die keinerlei Deliktrelevanz haben. Gleichwohl wurden die Vorraussetzungen für den Erwerb ständig verschärft. Dies haben wir auch einem Totalversagen unserer Verbände zu verdanken. Zusätzlich ist es so, dass die Vereine keine Bedürfnisse mehr ausstellen dürfen.

    Das der Zimmerstutzen erst durchs Waffengesetz wieder hochkam ist mir jetzt neu. Kannst du mir das ausführlicher schildern? Ich sehe da doch immer die Oldtimer in der Mehrheit.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Warum 150€? Hier komme ich nicht mit, warum sollen Beiträge unterhalb stark überschätzt sein?

    Ich meinte daß die Einnahmen die von den Verbänden durch unnötig große Starterfelder generiert werden überschätzt werden.

    Ein Hauptproblem sehe ich den Hürden zum Erwerb. Bei KK und ZiStu reden wir von Waffen die keinerlei Deliktrelevanz haben. Gleichwohl wurden die Vorraussetzungen für den Erwerb ständig verschärft.

    Kennst Du die Bedingungen vom WaffG 72 überhaupt?



    Das der Zimmerstutzen erst durchs Waffengesetz wieder hochkam ist mir jetzt neu.......

    Ich sehe da doch immer die Oldtimer in der Mehrheit.

    Was meinst Du damit, alte Männer oder alte Zimmerstutzen?

  • Ich bezog mich aber auf den Verein und die Vereinsbeiträge.

    §72 WaffG? Meinst du den § 14 oder den §27? Und ja, ich muss mich zwangsweise damit herumschlagen.

    Beides, Zimmerstutzen werden nicht mehr gebaut. Selbst in den modernsten Schäften stecken noch die alten 54er. Die Hauptfrage war aber, wie kam der Zimmerstutzen durch das Waffengesetz wieder hoch.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Ich bezog mich aber auf den Verein und die Vereinsbeiträge.

    Dann habe ich mich falsch ausgedrückt, aber auch ein Verein der angemessene Beiträge verlangt muß später nicht die Arbeit meist nur weniger williger ausnutzen.


    §72 WaffG? Meinst du den § 14 oder den §27? Und ja, ich muss mich zwangsweise damit herumschlagen.

    Ich meinte die Tatsache daß schon für die dritte WBK pflichtige Waffe ein Bedürfnis vom Verband erforderlich war, die bekam dann ein Kaderschütze für die OSP oder freie Pistole.

    Dafür konnte der OSM des LG Vereins für sich und seine Spezln den obligatorischen .357 Revolver genehmigen.

  • Angemessene Beiträge, um anfallende Arbeiten an Firmen vergeben zu können? Die dann erforderlichen Beiträge würden zu einer Kündigungswelle führen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Verdoppelung der Beiträge den Mitgliedern vermittelt werden kann. Neben dem Schützenhaus müssen wir auch noch KK-Stände 50/100 m in Schuss halten. Kerngeschäft im Verein ist halt auch unbezahlte Arbeit. In vielen Vereinen läuft es so, man muss sich für eine gewisse Zahl freiwilliger Arbeitsstunden verpflichten, oder diese mit einem Stundensatz ablösen.

    Du bezieht dich jetzt auf die 3. Kurzwaffe. Überkontingentwaffen sind ein eigener Problemkreis. Ich schrieb von den Voraussetzungen zum Waffenerwerb der ersten Waffe(n). Bedürfnisse müssen grundsätzlich vom Verband ausgestellt werden. Vereine dürfen das nicht mehr.

    Freie Pistole geht auf die „neue“ gelbe WBK, die kann daher ohne Voreintrag, wie bei der grünen WBK, erworben werden.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

    Einmal editiert, zuletzt von jomei (28. August 2025 um 17:52)

  • Angemessene Beiträge, um anfallende Arbeiten an Firmen vergeben zu können? Die dann erforderlichen Beiträge würden zu einer Kündigungswelle führen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Verdoppelung der Beiträge den Mitgliedern vermittelt werden kann. Neben dem Schützenhaus müssen wir auch noch KK-Stände 50/100 m in Schuss halten. Kerngeschäft im Verein ist halt auch unbezahlte Arbeit. In vielen Vereinen läuft es so, man muss sich für eine gewisse Zahl freiwilliger Arbeitsstunden verpflichten, oder diese mit einem Stundensatz ablösen.

    Weil das in vielen Fällen so ist bleibt die Situation wie sie ist.



    Du bezieht dich jetzt auf die 3. Kurzwaffe. Überkontingentwaffen sind ein eigener Problemkreis. Ich schrieb von den Voraussetzungen zum Waffenerwerb der ersten Waffe(n). Bedürfnisse müssen grundsätzlich vom Verband ausgestellt werden. Vereine dürfen das nicht mehr.

    Mein erste Frage dazu:

    Kennst Du die Bedingungen vom WaffG 72 überhaupt?

    Mein Antwort bezieht sich immer noch auf das WaffG 72

    Ich meinte die Tatsache daß schon für die dritte WBK pflichtige Waffe ein Bedürfnis vom Verband erforderlich war, die bekam dann ein Kaderschütze für die OSP oder freie Pistole.

    Dafür konnte der OSM des LG Vereins für sich und seine Spezln den obligatorischen .357 Revolver genehmigen.

  • Hansaxel

    Ich hatte es schon beantwortet. „§72 WaffG? Meinst du den § 14 oder den §27? Und ja, ich muss mich zwangsweise damit herumschlagen.“ Es gibt keinen Paragrafen 72 im Waffengesetz.

    Den Rest hab ich auch beantwortet, kann es sein, dass du nicht mehr up to Date bist?


    Zitat von Hansaxel

    Ich meinte die Tatsache daß schon für die dritte WBK pflichtige Waffe ein Bedürfnis vom Verband erforderlich war, die bekam dann ein Kaderschütze für die OSP oder freie Pistole.

    Dafür konnte der OSM des LG Vereins für sich und seine Spezln den obligatorischen .357 Revolver genehmigen.

    Meine Antwort:

    Zitat von jomei
    Du bezieht dich jetzt auf die 3. Kurzwaffe. Überkontingentwaffen sind ein eigener Problemkreis. Ich schrieb von den Voraussetzungen zum Waffenerwerb der ersten Waffe(n). Bedürfnisse müssen grundsätzlich vom Verband ausgestellt werden. Vereine dürfen das nicht mehr.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Das WaffG von 1972/73 war ein Traum, verglichen mit dem was wir heute haben. Die Regeln von damals gelten insowei Nicht mehr.

    -Bedürfnisbescheinigung vom Schützenmeister des Vereins

    -keine Begrenzung der Anzahl der Waffen auf die gelbe WBK

    -keine Erwerbsstreckung

    -keine Altersgrenzen

    -keine Aufbewahrungsvorschriften

    -keine Kontrollen der Aufbewahrung

    -keine Einschränkung der grundgesetzlich garantierten Unverletzlichkeit der Wohnung

    Dem können wir nachtrauern und sollten mal überlegen, was geht auf das Konto unserer Verbände? Egal welcher Verband DSB, BDMP, DJV, BDS usw. alle haben nur ihr Süppchen gekocht, teilweise gegeneinander gearbeitet.

    Dies fällt uns heute auf die Füße. Macht die Arbeit schwieriger, die persönliche Absicherung, durch immer mehr Bürokratie, immer umfangreicher.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Völlig ahnungslos lässt sich gut träumen.

    Das WaffG von 1972/73 war ein Traum, verglichen mit dem was wir heute haben. Die Regeln von damals gelten insowei Nicht mehr.

    -Bedürfnisbescheinigung vom Schützenmeister des Vereins

    Richtig für insgesamt zwei! Waffen, Langwaffen als Einzellader oder Kurzwaffen, Deshalb z.B. Der lange Lauf für die GSP. Wie schon geschrieben die dritte auf Begründung des Verbands meist erst für Kaderschützen im Verband. Mindestmitgliedschaft im Verein gab's damals auch schon für den BSSB sogar doppelt so lange.

    Sicher gab es auch Behörden bei denen die Spezeln untereinander großzügiger waren. Das wird heute gerne als Regelfall verkauft.

    -keine Begrenzung der Anzahl der Waffen auf die gelbe WBK

    Auch richtig, die Gelbe gab's noch nicht daher keine Begrenzung.

    -keine Erwerbsstreckung

    Warum auch?

    -keine Altersgrenzen

    Dafür beschränktes Angebot.

    -keine Aufbewahrungsvorschriften

    -keine Kontrollen der Aufbewahrung

    Richtig

    -keine Einschränkung der grundgesetzlich garantierten Unverletzlichkeit der Wohung.

    Der Kaminkkehrer kommt öfters und macht noch Schmutz.

    Dem können wir nachtrauern und sollten mal überlegen, was geht auf das Konto unserer Verbände? Egal welcher Verband DSB, BDMP, DJV, BDS usw. alle haben nur ihr Süppchen gekocht, teilweise gegeneinander gearbeitet.

    Welche Verbänden gab es damals?

    Nur am Rande, der europäisch geprägte Jäger kann meist auf die Kurzwaffe verzichten.

    Wann wurden denn Verbände wie BDS, BdMP und DSU gegründet?

    Manche Mitglieder erwarten dass sich ein Verband für die eigenen Interessen einsetzt.

    Dies fällt uns heute auf die Füße. Macht die Arbeit schwieriger, die persönliche Absicherung, durch immer mehr Bürokratie, immer umfangreicher.

    Früher war halt alles besser, man durfte sogar noch mit richig Druck auf dem Kessel vom Strand heimfahren.

  • Bei allem nötigen Respekt. Bei wenigstens diesen Punkten sehe ich keinen Grund diesen nachzutrauern. Bei den Altersgrenzen könnten wir evtl. streiten wenn man es nur vom Standpunkt betrachtet junge Menschen - also Kinder wohlgemerkt - zum Schießsport zu bringen.

    Allerdings; Kinder mit Schießbegeisterung gepaart mit einer laxen Aufbewahrung von Waffen im Haushalt. Das Ergebniss kenne ich aus dem Bekanntenkreis. Will keiner je erleben.... (genau aus dieser Zeit des WaffG 1972).

    Und zur Unverletzlichkeit der Wohnung merke ich an, dass bei jeder angedachten Änderung/ Verschärfung des Waffenrechts aus allen Richtungen gejammert wird, der Staat solle doch die Einhaltung der geltenden Regeln erst mal überwachen um die schwarzen Schafe aus dem Verkehr zu ziehen, anstatt per se alle unter Verdacht zu stellen. Da muss man halt da kontrollieren wo die Waffen sind. Finde ich auch nicht prickelnd, tut mir aber bei einem Turnus von rund zwanzig Jahren nicht wirklich weh.

    Wir reden bei unseren Sportgeräten nun mal von Waffen und nicht von einem Lederball für 22 Leute mit zwei Toren. Nur meine Meinung.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Angemessene Beiträge, um anfallende Arbeiten an Firmen vergeben zu können? Die dann erforderlichen Beiträge würden zu einer Kündigungswelle führen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Verdoppelung der Beiträge den Mitgliedern vermittelt werden kann. Neben dem Schützenhaus müssen wir auch noch KK-Stände 50/100 m in Schuss halten. Kerngeschäft im Verein ist halt auch unbezahlte Arbeit. In vielen Vereinen läuft es so, man muss sich für eine gewisse Zahl freiwilliger Arbeitsstunden verpflichten, oder diese mit einem Stundensatz ablösen.

    Jetzt sind wir wieder bei den Finanzen gelandet und stellen fest, dass den Schützenvereinen aufgrund mangelnder Medienpräsenz auf allen Ebenen die Sponsoren fehlen.

    Warum sollten die Leute bei einer Verdoppelung der Beiträge in Scharen austreten? Wir haben in den vergangenen zehn Jahren den Beitrag um ca 85 % erhöht, um die Finanzen zu stabilisieren und zu sichern. Eventuell wird es nächstes Jahr nochmal eine Erhöhung geben, dafür wird dann aber die Standgebühr wegfallen.

    Bei uns gab es in Zuge der Erhöhungen Austritte. Das ist normal und auch in Ordnung. So spart sich der Verein schon einige Geschenke für Runde Geburtstage und Totenkränze, die oftmals mehrere Netto-Jahresbeiträge kosten.

    Die neuen Mitglieder jucken die Beiträge nicht, sie kennen es nicht anders und zahlen einfach.

    Die Leute sind immer dazu bereit bestimmte Beiträge zu zahlen, wenn sie dafür etwas bekommen und einen Nutzen davon haben. Gibt's nur einen gammeligen Stand von anno knips und keinen Trainer würde ich auch nichts zahlen wollen.

    Aktuell haben in Deutschland rund 17 Millionen Personen Amazon Prime, das im Jahr knapp 100 Euro kostet. Kohle und die Bereitschaft die Kohle auszugeben ist also da. Es braucht daher niemand über zu hohe Vereinsbeiträge jammern.

  • Völlig ahnungslos lässt sich gut träumen.

    Auf der Basis brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, entweder bleibt es sachlich oder man kann es vergessen.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • So spart sich der Verein schon einige Geschenke für Runde Geburtstage und Totenkränze, die oftmals mehrere Netto-Jahresbeiträge kosten.

    Wenn der Verein neben dem Schießen noch so weit ins vermutlich dörfliche Geschehen eingebunden ist, mag auch der Rentner ein Einsehen in höhere Beiträge haben, dann gehen aber für diese Leistungen wieder einige Euros ab.

    Das geht bei manchen, aber nicht überall.

    Aktuell haben in Deutschland rund 17 Millionen Personen Amazon Prime, das im Jahr knapp 100 Euro kostet. Kohle und die Bereitschaft die Kohle auszugeben ist also da. Es braucht daher niemand über zu hohe Vereinsbeiträge jammern.

    Ich habe kein Prime, kenne aber Leute die es zu schätzen wissen, weil sie es nutzen und das Angebot anderweitig nicht günstiger bekommen.

    Was gibt besonders Auflgeschütze jährlich, aus, mancher 3 - 4 stellig, aber die Parkgebühr oder einige Euro mehr für den Verband sind die Aufregung wert.

    Gerade Schützen sind da recht eigen.