Kaufempfehlung Sportpistole

  • Der Verschluss ist sehr wohl ein "wesentliches Teil"

    Kann es sein, dass das erst neu geregelt worden ist?

    Und ist das den Schlabo aufnehmende Teil wirklich dieser waffenrechtlichen Definition entsprechend?

    Bei Schusswaffen, insbesondere halbautomatischen Pistolen, ist der Schlitten dann ein wesentliches
    Waffenteil, wenn er zugleich die Aufgaben des Verschlusses übernimmt.
    Wird hingegen der Verschluss nur in dieses Bauteil eingesetzt, so ist das verschlusslose Bauteil zwar
    waffentechnisch, aber nicht waffenrechtlich als Schlitten zu bezeichnen.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Somit ist auch der Verschluss bei Waffen mit Bauart einer Pardini per Definition ein Verschluss und damit "wesentliches Teil". Ob nun Verriegelter- oder Masseverschluss spielt dabei keine Rolle.

    Neu ist unter Anderem auch dass Langwaffen-Griffstücke (z.B. AR15) nun wesentliche Teile sind!

  • Kann es sein, dass das erst neu geregelt worden ist?

    Nein, das ist schon im WaffG von 1976 in der Version vom 21.11.1996 so gewesen:

    Zitat von § 3 WaffG vom 8. März 1976, zuletzt geändert 1996

    (2) Wesentliche Teile sind

    1. der Lauf, der Verschluss sowie das Patronen- oder Kartuschenlager, wenn diese nicht

    bereits Bestandteil des Laufes sind,

  • Somit ist auch der Verschluss bei Waffen mit Bauart einer Pardini per Definition ein Verschluss und damit "wesentliches Teil". Ob nun Verriegelter- oder Masseverschluss spielt dabei keine Rolle.

    Neu ist unter Anderem auch dass Langwaffen-Griffstücke (z.B. AR15) nun wesentliche Teile sind!

    Jetzt gibt es eine Umkehrschlussfrage.

    Wer besitzt jetzt 2 x den Verschluss einer SP PARDINI und ist der Verschluss in die WBK eingetragen.

    Ich hoffe, das hier keiner von der Waffenbehörde mit lesen kann ... :)

    Sollen wir das ganze Ding hier lieber löschen lassen ...?

    Der Sinn des Krieges ist nicht,
    für sein Vaterland zu sterben,
    sondern den Gegner für seines sterben zu lassen.

  • Kann man den Komplettverschluss, als Waffenteil so einfach erwerben ?

    Jain. Wenn Du die Erlaubnis für die Grundwaffe hast, kannst Du auch wesentliche Teile davon zusätzlich kaufen. Du mußt diese aber innerhalb 14 Tagen in die WBK eintragen lassen. Ein Voreintrag wird nicht benötigt.

  • Wegen Abzugscharakteristik: De Abzug der MG2E ist anders als bei einer Pardini oder einer Tesro. Du drückst erst gegen eine schwache und dann gegen eine stärkere Feder. Irgendwann schlägt dann der Magnet zu und der Hahn wird ausgelöst. Ab dem "Druckpunkt" ist da aber noch ein ordentliches Stück Weg bis zum Brechen des Schusses. Man erhöht also nicht nur den Druck, sondern zieht das Züngel noch ein Stück und zwar fühlbar.

    Kann sein, dass sich da etwas bei der EVO getan hat. Meine MG2E aus 2017 (ohne RF) verhält sich nicht so wie von dir beschrieben.

    Ich habe meinen eingestellten Weg bis zum Druckpunkt und ab da bewegt sich absolut gar nichts mehr bis der Schuss bricht.

  • @ Empirator

    CoolMint hat schon recht. Bei der MG2E ist es ein Öffner Kontakt um den Magnet auszulösen, also muss etwas Weg überwunden werden. Ob es so viel ist wie er sagt, hmm. Du musst aufpassen, dass du den Triggerstop nicht zu scharf einstellst, um immer ein sicheres Auslösen zu gewähren.

    Gruss

  • @ Empirator

    CoolMint hat schon recht. Bei der MG2E ist es ein Öffner Kontakt um den Magnet auszulösen, also muss etwas Weg überwunden werden. Ob es so viel ist wie er sagt, hmm. Du musst aufpassen, dass du den Triggerstop nicht zu scharf einstellst, um immer ein sicheres Auslösen zu gewähren.

    Gruss

    Was die Technik der Waffe betrifft, habe ich das auch so festgestellt. Es muß ein Kontaktabstand überwunden werden, bis der Schuß ausgelöst wird. Das bedingt einen gewissen Weg am Züngel.

    Zitat

    Kann sein, dass sich da etwas bei der EVO getan hat. Meine MG2E aus 2017 (ohne RF) verhält sich nicht so wie von dir beschrieben.

    Ich habe meinen eingestellten Weg bis zum Druckpunkt und ab da bewegt sich absolut gar nichts mehr bis der Schuss bricht.

    Wenn der Abzug sich ohne fühlbares Kratzen vom Druckpunkt bis zum Brechen des Schusses bewegt und dieser Weg nicht allzu lang ist, entsteht beim Schützen der Eindruck, daß der Schuß durch reine Erhöhung des Druckes bräche. Das wäre das Merkmal eines sehr guten Druckpunktabzugs. Damit erfüllt dieser Abzug seine Aufgabe für DICH bestens.

    Wer die MG2E ungeladen etwa auf einen Tisch legt und langsam abzieht und dabei den Abzug genau beobachtet, wird den Weg nach Erreichen des Druckpunktes beobachten können. Ab diesem Zeitpunkt wird dieser Weg auch für den Schützen beim Training fühlbar, wenn er darauf achtet, was er nicht sollte. Stattdessen sollte man das bewußt auszublenden und auch in der eigenen Vorstellung nur gegen einen "festen Druckpunkt" abziehen.

    Der Hinweis von hefle mit dem Triggerstop trifft es gut.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • Wenn der Abzug sich ohne fühlbares Kratzen vom Druckpunkt bis zum Brechen des Schusses bewegt und dieser Weg nicht allzu lang ist, entsteht beim Schützen der Eindruck, daß der Schuß durch reine Erhöhung des Druckes bräche.

    Hallo CoolMint,

    Ich tu mich echt schwer hier zu folgen auf was Ihr hinaus wollt.

    Ich kann an dieser Stelle nicht verstehen was Ihr von dem E-Abzug erwartet was er nicht können soll.


    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Hi CoolMint,

    Das kann nicht sein. Das ist A) nicht logisch und B) technisch unmöglich.

    Woher soll den der Abzug wissen das einmal ne Patrone drin ist und einmal nicht ?

    Da muß ich jetzt wohl etwas zur grundsätzlichen Funktion einer Mehrlader- Pistole ausholen. Selbstverständlich weiß der Abzug nicht, ob eine Patrone geladen wurde. Aber darum geht es gar nicht.

    Jede halbautomatische Waffe (Pistole) enthält einen Bauteil namens Unterbrecher (englisch Disconnector), der aus dem Vollautomaten einen Halbautomaten macht, indem er den Abzug nach dem Schuß beim Repetiervorgang auskuppelt. Nach dem Schuß befindet sich das Züngel in seiner hintersten Position und der Finger drückt weiterhin darauf. Der Schütze muß das Züngel so weit nach vorne loslassen, bis das Abzugsgestänge wieder einkuppelt. Meist sind das so 1 - 2 mm Weg am Zügel. Es erfolgt dann ein mehr oder weniger fühlbares Einrasten und das Züngel ist wieder mit dem Abzug verbunden und der nächste Schuß kann gelöst werden.

    Dieser Vorgang kann mit einer MG2E trocken ohne Munition nachvollzogen werden, in dem man abzieht und den Finger weiter mit Druck am Abzug hält und repetiert. Erst dann läßt man das Züngeln langsam los und kann dann nachfühlen, an welcher Stelle es wieder einkuppelt. Genau dieser Weg nach vorne muß beim scharfen Schuß überwunden werden, weil dabei ein Repetiervorgang stattfindet. Und genau diese Fingerbewegung möchte man beim Trockentraining üben, um sie ins Muskelgedächtnis zu bekommen. Und keine andere, wenn auch ähnliche Bewegung.

    Bei der MG2E kann man trocken ohne Repetieren den Abzug um wenige Zehntel mm vor- und zurück bewegen und damit den Kontakt schließen und öffnen, so daß der Abzugsmagnet anspricht. Es klickt dann. Hab ich selbst ausprobiert und ist ganz nett. Aber das entspricht nicht dem Verhalten des Abzuges im scharfen Schuß. Es ist nicht näher an der Realität dran, als bei einer mechanischen Waffe mit dem Zügel herumzuspielen, ohne jeweils händisch zu repetieren.

    Das ist jetzt etwas viel Text und ich hoffe, daß ich das nachvollziehbar und verständlich dargelegt habe. Sonst bitte nachfragen

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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  • In kurz, nur beim scharfen Schuß kannst du den Reset richtig trainieren.

    klares Nein.

    Und genau diese Fingerbewegung möchte man beim Trockentraining üben, um sie ins Muskelgedächtnis zu bekommen.

    Es ist richtig was Du beschreibst, den Vorgang das man das Züngel loslassen muss. Man merkt auch beim trockenen Präzisonsschuß wenn man am oder mit dem Druckpunkt spielt, das es ständig klickt.

    So weit so gut und richtig.

    Wo ich mein Verständnisproblem habe warum führst Du das zwingend zum Bewegungsablauf gehörende loslassen nicht aus.

    Beim scharfen Schuss gehört es zum Prozedere, warum trocken nicht?

    Wie kommt man auf die Idee weil der Abzug aus mechanischen Gründen an dieser Stelle eine Option eröffnet diese zu nutzen und nicht den Ablauf einhält der beim scharfen Schuss zwingend ist.

    Diese Option ist mir nie in Sinn gekommen.

    Die Abläufe sind doch trainiert und vorgegeben, vom scharfen Schuss da gehört es zur Funktion. wenn hier Abkürzungen genommen werden ist nicht die Waffe schuld sondern der Schütze.

    Warum lässt ein Schütze das Gedanklich und real zu?

    Da ist massiver trainingsbedarf!

    Du musst das nicht üben weil es die Waffe zu lässt, sondern weil der Ablauf schlampig und nicht gefestigt ist.

    no.limits

    Steyr EVO/E
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    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • CoolMint:

    Mit Deiner Ausführung wird ein Schuh draus, was Du meinst. Ich habe die Matchguns nicht. Kann man bei ihr den Weg zur Freigabe des Unterbrechers getrennt vom Vorzugsweg einstellen? Oder ist es wie bei der Pardini nicht trennbar und rastet erst am Ende ein, so dass ich immer den gesamten Vorzugsweg freigeben muss?

    Ich denke, dass es trotzdem ein Vorteil des E Abzuges ist. no.limits hat es zwar in seiner Erregung nicht so sehr höflich ausgedrückt, aber im Kern hat er meiner Meinung nach recht.

  • Oder ist es wie bei der Pardini nicht trennbar und rastet erst am Ende ein

    ist nicht einstellbar.

    Zu den Abzügen ist zu sagen, ein mechanischer Drückpunktabzug lebt im wesentlichen von 2 Dingen den Rastenübergriff und die benötigte Kraft dazu.

    In der Regel sind daher die Einstellmöglichkeiten begrenzt. Man benötigt für einen funktionierenden Drückpunkt genügend Kraft auf denselben da sonst beim ersten Schuss durch den Repetiervorgang ein doppeln verursacht wird.

    Was die Technik der Waffe betrifft, habe ich das auch so festgestellt. Es muß ein Kontaktabstand überwunden werden, bis der Schuß ausgelöst wird. Das bedingt einen gewissen Weg am Züngel.

    Dieser Weg den CoolMint hier beschreibt ist immer da, hier wie dort.

    Unterschiede gibt es durch Bauart und Toleranzen.

    Was aber unbestritten ist, da ein elektronischer Abzug ohne Rastenübergriff auskommt sind die Möglichkeiten ungleich größer in den Einstellungen. Hier muss das doppeln nicht mit Kraft auf den Rastenübergriff gesichert werden.

    Das Auslösen erfolgt über den Stössel im Magneten, unabhängig vom mechanischen Ablauf.

    Daher kann man mit dem ,,elektrischen,, Druckpunkt in Bereiche gelangen die mit einem mechanischen Abzug in der Regel nicht erreichbar sind.

    Man kommt auch in sensible Bereiche die nicht mehr Händelbar sind.

    Sollte das beim einen oder anderen nicht so sein, ist es in der Regel eine Einstellung Sache.

    Nochmal zurück zum Trockentraining.

    Der Kern des Trockentrainings ist ist das erlernen und optimieren des Ablaufes. Das heist alle einzelnen Phasen sollen als erstes überarbeitet und überprüft werden. Eben um festzustellen ob alles optimal läuft, Sitz des Zügels, länge und Arbeitsweg des Vorzuges, Spührbarkeit Härte und Umgang mit dem Drückpunkt.

    Diese Merkmale sollen beim Trockentrainung geübt, optimiert und verfestigt werden. Darauf liegt das Augenmerk, durch fehlen des Schusses und eines Ergebnisses sollte die Wahrnehmung von Feinheiten im Ablauf erreicht werden.

    Wenn jetzt hier eine Abkürzung eingebaut wird stimmt gar nichts mehr.

    Schon der Ursprung vom Trockentrainung, die Ausführung, das Ziel die Abläufe zu optimieren zu verfestigen sind so nicht im Ansatz gegeben.

    Der Schütze macht einen ganz anderen Ablauf, das hat nix mit den erwarteten Ergebnis zu tun. Im Gegenteil man hat ja trocken Abläufe verfestigt Zeit aufgewendet die mit dem scharfen Schuss später nix zu tun haben.

    no.limits

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  • Hallo, gibt es Unterschiede in den Baujahren?

    Ja. Gibt es.

    Alleine die Oberflächenvergütung / Oberfächenbehandlung vom "Verschluss" wurde mindestens 2 mal geändert.

    Deshalb wurde mein ("ab WERK" gekaufter) Verschluss gleich nach den ersten 5000 Schuss (?) getauscht.

    (Die Oberfächenvergütung löste sich.)

    Weiterhin kamen ein paar Feinheiten, wie der mehrfach verstellbare, breitere Abzug hinzu.

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  • Probiert mal den Abzug der (nicht mehr gebauten) Walther SSP-E. Trockener geht beim besten Willen nicht.

    Da ist nach dem mechanischen Erreichen des Drucksensors (Druckpunkt) keinerlei Weg mehr, den der Finger zurücklegen kann.

    Die Charakteristik vor dem Druckpunkt (Vorweg) ist dagegen rein mechanisch.

    Mit diesem Abzug kann man trocken relativ gut schnelle Serien wirklichkeitsnah üben. Aber natürlich ist das Gefühl allein durch das Abfeuern der Patrone im scharfen Schuss am Ende etwas anders. Darum kann ich auch mit der Aussage

    In kurz, nur beim scharfen Schuß kannst du den Reset richtig trainieren.

    durchaus konform gehen. Ist immer die Frage, wie nah man mit einer Simulation an die echten Bedingungen herangehen will.

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