Mondlandschaft im KK Lauf - was kann das sein?

  • Hallo zusammen,

    Ich habe eben meine FWB 2700 geputzt und anschließend zum ersten mal mit dem Endoskop in den Lauf geschaut.
    Dabei sehe ich Bereiche, die so aussehen als wären sie belegt, oder vernarbt. (?) Davon habe ich die beiden ersten Bilder gemacht.
    An anderen Stellen sieht der Lauf so aus wie ich es erwartet hatte. (Siehe das dritte Bild)

    Sind das Bleiablagerungen oder Rostnarben ????
    Feuchtigkeit ist es sicher nicht.


    Vielen Dank für eure Hilfe !

  • Hi Zorgi in welchen Bereichen sind die Bilder aufgenommen? Es könnte eventuell daran liegen das es ein gehämmerter Lauf ist. Ich würde bei mir ja auch nachsehen habe aber kein Endoskop. Rost ist es glaube ich nicht.

    Gruß

    LG800X / QY 4,50
    LG900 Alu / H&N / 4,49 / QY 4,49
    KK2700 Super Match / RWS Rifle Match / Rifle Match S

    KK2800 Alu / Lapua Midas+

  • Super Bilder. Rost wird es nicht sein, da wäre auch bei allerbester Reinigung wahrscheinlich immernoch der eine oder andere roströtliche Fleck zu sehen.

    Rostnarben sind es denke ich nicht, da würde ja dann Material fehlen, das hier wirkt nach einem Überzug aus Blei, vergleichbar mit einem dünnen Eispanzer nach einem sofort vereisten Sprühregen auf dem Auto.

    Da das so gar nicht blättrig wirkt, nehme ich mal an, wäre es aufgeschmolzenes Blei. Reinigung macht klug :)

    Ich hatte mal das Laufinnere eines Enfield in .303 betrachtet, wo man dachte die Felder sind flachgefressen. Nach Reinigung mit Messingbürste, Ballistol und Filzpropfen waren wieder scharfe Übergänge und tiefe klare Züge zu sehen.

    Mit dem Thema Bleiablagerungen entfernen kenne ich mich nicht aus.

    Versuche Dich doch z.B. hier https://www.wiederladeforum.de/index.php?thread/2968-waffe-reinigen-anfängerguide/

    einzulesen

  • Hallo!

    Als Mondladschaft würde ich das nicht bezeichnen, da siehts in GK-Läufen ganz anders aus. Das sind meiner Meinung nach Bleiabschmierungen.

    Sind denn die Treffergruppen auseinandergegangen?

    Wenn nein: nix machen.

    Wenn ja: reinigen, dannach wirst Du aber einige Schüsse brauchen bis sich die gewohnte Treffgenauigkeit wieder einstellt.

    Gruß Nobbe.

  • Hallo Nobbe,

    wie viel sind einige Schüsse?

    Ich habe eine 1903 und brauche etwa 12 Schüsse damit der Lauf 'warm' ist.

    Linksschütze
    P8X
    GSP Atlanta
    FWB 800 Wood Basic
    Anschütz 8002
    Anschütz1903

  • Ramle

    In den 7 - 10 cm hinter dem Übergangskegel ist nichts, und in den 20 cm vor der Laufmündung auch nicht.
    Dazwischen ist der Belag (mittlerweile glaub ich auch, dass das Blei ist) unterschiedlich stark, am stärksten in der Mitte des Laufs. Das ist aber schwer zu quantifizieren. Eindeutig ist aber, dass der untere Bereich es Laufs erheblich stärker betroffen ist als die obere Seite. Ganz oben (So im Bereich von 10:00 - 2:00 ist nur sehr wenig bis gar nichts.

    Ich hab in der Zwischenzeit zwei Bürsten mit jeder Menge Rimfire Blend von Boretec kaputt geputzt, aber eine klare Verbesserung habe ich noch nicht gesehen.


    Helldriver
    Die Schussleistung des Gewehrs ist O.K.
    Es möchte nur gerne wissen was das ist. Deshalb habe ich gefragt.
    Ich hab selbst einige GK Gewehre, aber so etwas habe ich in denen noch nicht gesehen. Risse, Kerben, Kupfer, Tombak, ausgebrochene Ecken der Felder, ... aber nichts, das in den Lauf hinein zu ragen scheint.

  • AndreasJ

    Damit meine ich die Schüsse die es braucht um wieder einen präzisionsfördernden Film aufzubauen. Das kann je nach Kanone bis zu ca.50 Schuss brauchen.

    Zorgi

    Blei ist so weich und schmierig das die Bürsten wohl einfach darübergleiten ohne einen Angriffpunkt zu finden.

    Schau mal hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=S4kjx7r0NZ8

    Ausprobiert hab ich das selber allerdings noch nicht, da ich das Problem noch nicht hatte. Aber der Typ ist kein Idiot.

  • Manchmal kommt die Chemie nicht durch, da ist nicht nur Blei, sondern ein Gemisch aus Blei/Wachs/Schmauch/wasauchimmer.

    Da musst du mit abrasive Mittel dran !

    Etwas in Richtung JB Bore Cleaning Compound. Also abrasiv genug um den Dreck rauszuschleifen und gleichzeitig weich genug um den Lauf nicht zu beschädigen.

    Am besten in combi mit VFG Filze.

  • Ich kenne einen Fachmann, der hat mich gefragt wie ich den Lauf vom KK nach dem schießen reinige. Ich erklärte ihm mit der Weichen Bürste und hinterher mit dem weichen Filz oder was das ist. Er belehrte mich eines besseren , man nehme die Dochte und zieht den Llauf durch und das reicht. Das soll man aber gleich nach der Beendigung des schießens machen, zuhause natürlich richtige waffenpflege aber den Lauf nur mit den Docht. Ich hatte maleschen mit den Lauf und das kann teuer werden.



  • Ja kann gut sein, dass ich mit den Bronzebürsten einfach nicht durch die Oberfläche des Bleis komme...

    Ich überlege, ob ich einfach mal ein bissche Kupfer um die Bürste wickele (von einem Topfreiniger aus Kupferfäden) und damit durch den Lauf gehe.
    So wird das bei verbleiten Kurzwaffen Läufen gemacht, und Kupfer ist immer noch deutlich weicher als Stahl. )

    Vermutlich probiere ich aber erst mal die IOSSO Paste. Die hab ich da, und unter den BR Schützen in den USA ist die weit verbreitet.


    Aber wir sind uns soweit einig: Das was ich da sehe ist Blei, oder?

    Danke
    Klaus

  • Ach, Leute... *Seufz*. Reinigungslust um ihrer selbst willen? Borescope, aufgrund dessen man unbedingt etwas tun "muss", damit sich die schöne Anschaffung doch dann auch gelohnt hat?

    Ich zitiere mal einen durchaus fachkundigen Poster aus dem "Rimfirecentral Forum", der Telegrammstil ist halt seine EIgenheit:
    "borescope will only show what bore looks like - does not show dimension + if barrel will be accurate or not - (...) - majority of barrels shoot much more accurately when dirty + not when clean - unless you are an expert barrel maker a bore scope is just an expensive solution to non existent problem - know several target shooters that after buying a borescope + looking at their barrels , had guns rebarreled + found that accuracy was better with original barrels that looked bad when scoped -"

    Ihm folgte ein weiterer Poster:

    "With the Teslong and other economy borescope choices entering the market over the last year or two we seem to have started a fad on RFC with some mistaken belief (IMO) that you must have a borescope to properly clean a firearm. That's just not true (IMO).
    Again, a borescope is a nice adjunct tool for determining initial condition of a purchase and diagnosing problems should they arise but if a firearm is shooting well the owner should just carry on with whatever regimen has worked.
    Frank"

    Carcano

  • Carcano
    20Joschi13

    Bitte kapert nicht diesen Faden und macht daraus eine Diskussion um Endoskope und die Reinigung von KK Läufen, denn von diesen Beiträgen haben wir schon genug.

    Bitte erlaubt, dass ich eine Frage stelle die auch andere Leute hier interessieren könnte.
    Es geht dabei um die Auffälligkeiten im Lauf meiner KK Büchse und derer Herkunft. Das Thema der Laufreinigung ist eigentlich nur relevant, weil es ein möglicher Nachweis für Blei ist: Wenn das Reinigen dazu führt, dass der Lauf wieder so aussieht wie ich einen Lauf erwarten würde, dann war es wohl Blei. Wenn nicht, dann war es wohl was anderes.

    Habt ihr denn eine Idee was es ist?

    Vielen Dank
    Klaus

  • Bitte kapert nicht diesen Faden und macht daraus eine Diskussion um Endoskope und die Reinigung von KK Läufen, denn von diesen Beiträgen haben wir schon genug.

    Genau darum geht es hier, das Forum betrifft ja Sportschießen und nicht "Werkstofftechnik unter besonderer Berücksichtung von Dünnschichtenmetallurgie".
    Die KK-Büchse hat nach deiner eigenen Beschreibung dort wenig optische Unebenheit (Übergang einerseits, mündungsnaher Bereich andererseits). wo es u.U. von (negativer) Bedeutung sein kann. Und Probleme mit der Präzision beschreibst du auch nicht, ebensowenig wie Maßabweichungen.
    Also was soll der Zinnober dann?

  • Zorgi Hast du die Gelegenheit, mal ein anderes 2700 anzuschauen? Zwecks Vergleich.

    Wenn Messingbürsten das Blei nicht abkratzen oder zumindest deutliche Kratzspuren in der Schicht hinterlassen, dann zeigt das Bild etwas anderes als Blei. Pasten mit Schleifwirkung wären dann wohl eine Möglichkeit, die Oberfläche zu polieren.

    Bleiben denn Ballistol-Filze sauber? Die gibt's auch mit eingearbeiteten Messingfäden. Wirken dann wie eine Einweg-Boresnake. Apropos, hast du einen "Sonderposten Baumarkt" in der Nähe? Die führen billige Snakes im Sortiment. Wenn das auch nichts hilft, dann bleiben nur noch abrasive Pasten.

    Solange das Gewehr gut trifft, würde ich mir da aber keine Gedanken drum machen.

  • für meine ZS und KK ziehe ich fetzen von Toilettenpapier durch.
    die haben, in der richtigen Größe gewählt, heftigen anpressdruck

    und nehmen so das schmierige Blei mit auf.

    aus dem KK sind das gerne mal 20,30 Fetzen bis sie alle sauber sind.

    dann den geölten lauf abstellen.
    und vor dem nächsten schießen, werden nochmal 2-3 Fetzen grau.

    mfsg daniel

  • Statt sich erstmal richtig dem Lauf zu widmen, wird hier direkt so ein Hasenfurzthema eröffnet. Sind dann nicht die passenden Antworten dabei, wird ja gleich der Faden gekarpert.