Ausbilder für Menschen mit Behinderung

    • Ausbilder für Menschen mit Behinderung

      Hallo liebe Schützengemeinde,

      Ich schieße schon 5 Jahre im RSB mit Federbock und muss immerwieder festellen das nur die wenigsten Ahnung vom Behindertenschießen haben. Da bei uns nur LG oder LP sowie KK erlaubt ist stellt sich mir immer die Frage gibt es nicht eine WSK Ausbildung die für uns zugeschnitten ist. Wer weis was, was mir evtl. Weiterhelfen könnte. Ziel ist es, Ausbilder für Schützen mit Behinderung nach Teil 10 der SpO.
      Danke im Voraus
      ------ in der Ruhe liegt die Kraft------
    • Die Waffen Sachkunde Inhalte sind Sache der Behörde, bzw. von denen vorgegeben. Daher gibt es die Frage und Antworten auch im Netz auf irgendeiner Behördenseite. Es ist nur so, dass die Ausbildung und Prüfung deligiert wird... z.B. an Angehörige des DSB.
      Man könnte nach fleissigem Lernen auch zur Behörde und die Prüfung machen. Z.B. die Leute im Wassersport benötigen für die Signalleuchtpistole auch so nen Schein. Das ist der Teil, den die Sportschützen weg lassen......
      Schon deshalb gibt es nix zugeschnittenes. Wer hintert einen Behinderten auch daran 300 m GK zu schiessen...????
      Er müsste halt nur in den nicht behinderten Disziplinen schiessen.

      Bitte keine Diskussion wer was wegen seiner Behinderung kann oder nicht kann.
      Ich denke mal, es gibt ausreichend Versehrte, die trotzdem auch in den unversehrten Disziplinen antreten (können).
      Manche "Normalis" sind zwar behindert.....wissen es aber gar nicht..... :rolleyes: ... bzw. lassen sich nichts im Sportpass eintragen.....
    • Karl schrieb:

      MichaelB schrieb:

      Hallo,

      Es gibt hierfür im DSB keine spezielle Ausbildung.
      Es gibt aber einen eigenen Verband der recht eng mit dem DSB kooperiert, Schmidtchen kann da sicher was dazu schreiben.
      Karl
      Yipp, den Deutschen Behindertensportverband gibt es, das war aber nicht die Frage
      Auch hier hat keiner der Bundestrainer eine spezielle Ausbildung für das Training mit Federbockschützen, aber zum Teil sehr viel Erfahrung. Manfred Gohres zum Beispiel ist seit 2002 Bundestrainer und hat in dieser Zeit viele gute Federbockschützen wie Christiane Latzke und Wolfgang Stöckl trainiert.

      Aber wie gesagt, es gibt eine Trainerausbildung für das, was du suchst und auch keine Lehrbücher oder offizielle Technikleitbilder.
    • Neu

      Ich muss leider annehmen, dass hier einige mal wieder nicht genau die Fragestellung gelesen haben, wenn ich mir die Antworten so durchlese. Der TE schrieb:

      presswurst schrieb:

      Hallo liebe Schützengemeinde,

      ... gibt es nicht eine WSK Ausbildung die für uns zugeschnitten ist.

      Damit dürfte sich der zweite Teil

      presswurst schrieb:

      Ziel ist es, Ausbilder für Schützen mit Behinderung nach Teil 10 der SpO....
      wohl darauf beziehen.

      Es geht also rein um WSK-Ausbildung für Menschen mit Behinderung und nicht um technische Ausbildung im Sinne von Training für diese Schützen.

      Neben der Tatsache, dass der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ja gerade seinen schießsportlichen Teil weitestgehend an den DSB abgetreten hat (nur die Nationalkaderbetreuung obliegt ihm noch) hat es dort auch in der Vergangenheit nach meinem Wissen keine spezifischen WSK-Ausbildungen für Menschen mit Behinderungen gegeben. Gemäß der BVA-Liste der anerkannten Schießsportverbände gehört er auch nicht zu dieser Gruppe und kann demzufolge auch keine eigenen Befürwortungen für Waffen ausstellen. Daher muss er sich mit dem Ausbildungsthema auch nicht beschäftigen. Als "besonderes Mitglied" des DSB war es ihm schon immer möglich, auf diesen beim Thema "Ausbildung" und "Befürwortungen" zurück zu greifen.

      Womit wir dann bei der Problematik des Antragsteller wären: Es gibt auch in anderen Vereinen sehr viele Fälle, wo Schützen, egal ob behindert oder nicht behindert, nur mit Waffen des Kalibers .22 lfB schießen können und wollen und auch nur solche Waffen erwerben wollen. Auch hier stellt sich die Frage, warum ein Gewehrschütze, der sich ein KK-Gewehr anschaffen möchte, sich auch mit anderen Techniken (sei es GK-Langwaffen oder Kurzwaffen) beschäftigen muss.

      Dazu fallen mir zwei Begründungen ein:
      Die eine ist, dass der Sportschütze, der einmal eine KK-Langwaffe auf eine gelbe WBK gekauft hat, damit grundsätzlich die Berechtigung hat, sich auch ohne weitere Bedürfnisprüfung eine GK-Langwaffe (Einzellader oder Repertierer) zu kaufen. Möglicherweise könnte ihm die Behörde aber den Eintrag der Waffe in die WBK verweigern, wenn er denn nur eine eingeschränkte WSK für KK-Langwaffen hätte.

      Der zweite ist, dass eine feinere Unterteilung der WSK-Ausbildung aus meiner Sicht kaum einen Sinn macht, da die gesetzlichen Voraussetzungen zu 99% identisch sein dürften, egal ob es sich um KK oder GK-Waffen handelt. Bei der Technik besteht zwischen KK- und GK-Langewaffen ebenfalls kein signifikanter Unterschied in der Technik außer bei den Flinten (ich rede jetzt mal vorrangig über die WSK-Ausbildung beim DSB, über die anderen Verbände kann ich mir da kein Urteil erlauben). Unterschiede wären höchstens zwischen Kurz- und Langwaffe festzustellen. Hier ist der Unterschied in den technischen Teilbereichen doch erheblich größer, was oft gerade bei reinen Langwaffenschützen zu Schwierigkeiten in dem Bereich der Kurzwaffenfragen führt. Da aber viele Vereine sowohl Langwaffe wie auch Kurzwaffe schießen und später bei der verantwortlichen Aufsicht auch nicht zwischen Langwaffe und Kurzwaffe unterschieden wird, könnte eine zu enge "Vorausbildung" dann zu Problemen führen. Die Praxis zeigt immer wieder, dass man später immer mal wieder mit Teilbereichen konfrontiert werden kann, an die man früher nicht gedacht hat (z.B. Aufsicht beim Vogelschießen, weil der normale Schießmeister kurzfristig ausgefallen ist, dort wird dann ggf. mit einer Büchse oder Flinte größeren Kalibers geschossen o.ä.). Insofern macht eine Spezialausbilung KK nur begrenzt Sinn.
      Dazu kommt, dass einige Schützen mit körperlicher Behinderung ja tatsächlich auch bei den Nichtbehindertenschützen in anderen als den für sie ausgeschriebenen Klassen schießen können. Im Pistolenbereich kenne ich einige Schützen, die schon immer neben der Sportpistole beim DBS auch die Zentralfeuerpistole ( .30 - .38) beim DSB mitgeschossen haben. Eine Spezialisierung auf DBS-Disziplinen macht da keinen Sinn.

      Bei den Federbockschützen, die ja dann eine sogenannte SH2-Klassifikation haben, sieht das natürlich anders aus, weil diese ja eben nicht in den allgemeinen Klassen beim DSB schießen dürfen und insofern tatsächlich auf "ihre" Disziplinen beschränkt sind. Nur ist dieses Klientel SO klein, dass sich da ein eigener WSK-Ausbildungsgang mit Sicherheit nicht lohnt. Hab zwar keinen genauen Überblick, aber wenn ich bei den LVM oder auch früher den DM mal 20 Federbockschützen sehe, dann ist das schon viel. Und diese sind oft schon viele Jahre dabei. Neue Leute kommen da nur sehr vereinzelt, die dann natürlich nicht alle gleichzeitig eine WSK-Ausbildung benötigen.

      Im Bereich der WSK-Ausbildung muss der Federbockschütze übrigens nichts anderes beachten als der Nichtfederbockschütze auch. ;)

      Lediglich im schießpraktischen Teil der Prüfung gäbe es da eine Unterscheidung, für die ich aber kein Problem sehe, wenn der Ausbilder nicht zu sperrig ist.

      Der Teil "Federbockschießen" und ggf. auftretende Probleme ist aus meiner Sicht kein Teil oder Problem der WSK-Ausbildung.