Beiträge von MiSawi

    Hm, wo fange ich da am besten an?

    1. Meine Füße stehen wie es gelehrt wird. Der linke 90° zur Scheibe und der rechte etwas nach hinten versetzt und etwas nach außen gedreht. Dabei habe ich eine Breite von linker äußerer Fußspitze bis rechter äußerer Fußspitze von 62-66 cm. (Bei einer Körpergröße von 180 cm)
    2. Ich setzte die Schaftkappe nicht mehr außerhalb der Schulter ein, sondern davor. Soll heißen: vor dem Gelenk.
    3. Ich verkante das Gewehr nun mehr. Dadurch erreiche eine (fast) gerade Kopfhaltung
    4. Die Schaftbacke ist sehr hoch, die Visierlinienerhöhung ebenfalls. Dadurch erreiche ich eine, wie bereits erwähnt, beinahe gerade Kopfhaltung.
    5. Der Bewegungsablauf ist nun minimiert. Die Hüfte wird leicht nach vorne geschoben während der Kopf schon nach vorne guckt. Dadurch habe ich kaum noch seitliche Schwankungen. Der Ellbogen wird mit dem Gewehr nur noch eingesetzt und es sitzt.
    6. Ich habe eine Kopfhaltung gefunden, mit der ich immer wieder gleich auf der Backe liege und sofort durchblicke (kostet aber immer noch Konzentration)
    7. Ich nutze den Druckpunkt aus. Dadurch verreiße ich nicht mehr so dermaßen. Oder kann mir sicher sein, dass der Schuss auch dort ist wo ich abgedrückt habe.
    8. Der Ellbogen wird jetzt direkt unter das Gewehr gesetzt, was das ständige "rechts stehen" von früher eliminiert

    Fazit:
    1. Ich habe gar keine Rückenbeschwerden mehr. 150 Schuss und mehr sind am Stück möglich :)
    2. Der Haltebereich ist nun sehr klein. Ich stehe viel länger auf der Scheibe als vorher.
    3. Das Gewehr ist viel schneller ruhig.
    4. Ich schieße viel schneller, weil ich einen komplett neuen Ablauf habe. [in den Anschlag gehen, innere Spannung fühlen, dabei den Druckpunkt suchen, durch das Diopter blicken, Druckpunkt erhöhen und dann fällt auch schon der Schuss]
    5. Denn Nullpunkt finde ich nur sehr, sehr schnell. Und dieser befindet sich mittlerweile auch um die Scheibe herum. Etwas rechts, links oder hoch.

    Meine Schussbilder sind mittlerweile sehr gruppiert und auch wieder in der Mitte. Mein Problem ist bislang, dass ich mich extrem auf die Hüfte konzentrieren muss. Diese darf nicht zu weit nach vorne. Ansonsten landen die Schüsse mit 99% Wahrscheinlichkeit hoch. Jedoch in der Mitte.
    Alles in einem ist es noch sehr anstrengend sich auf alles zu konzentrieren. Aber ich sehe Besserung. Zumal mir meine Gesundheit dafür danken wird ;)

    Grüße
    Michael

    Mein Stativ steht so nach an mir, dass ich das Gewehr kaum bewegen muss. Das Gewehr liegt waagerecht. Beim Einsetzen wird es nur minimal hochgehoben und der Ellbogen wird aufgesetzt, wobei vorher die Hüfte nach vorne geht. Wenn das Schuss dann gefallen ist, wird das Gewehr einfach gerade nach oben und auf das Stativ gelegt. Da kann nichts umfallen :P

    hm.. merkwürdig. Versuch doch mal ein Element aus deinem Anschlag zu trainieren. Zum Beispiel den Nullpunk. => Einrichten, Nullpunkt suchen => fünf Schuss auf einen Spiegel machen => Anschlag auflösen und wieder von vorne das ganze..

    Oder Abziehen: Ohne durch den Diopter zu gucken ein paar Schuss auf eine LP-Scheibe machen und dabei den Druckpunkt fühlen und ausreizen. Dann auf LG-Scheiben umsteigen und immer fünf Schuss auf einen Spiegel. Dabei ist es egal, ob du unten rechts oder hoch triffst. Konzetriere dich nur auf den Druckpunkt und dass du ihn ausreizt und wenn der Schuss dann bricht nicht sofort wieder nach vorne mit dem Finger schnellen, sondern ihn so belassen, als der Schuss brach.

    Nachhalten bringt außerdem wahre Wunder :P

    Training und Wettkampf sind zwei verschieden Paar Schuhe. Bei dem einen bedeutet die Zehn etwas. Bei dem anderen nicht. Und dir ist unterbewusst klar, dass du möglichst genau schießen willst (im Wettkampf). Daher versuchst du es perfekt zu machen, zielst länger und verwackelst umso mehr. Daher die Ausreißer. Möglichweise auch von Spannungen, die du im Training nicht bemerkst, weil die Aufregung fehlt. In einer Wettkampfsituation sind Muskeln auch anders angespannt als im Wettkampf.

    Je mehr Wettkämpfe du schießst, und diese auch ernst nimmst, desto besser wirst du damit klarkommen. Und schieße im Training doch bitte keine stumpfen Ergebnisse. Was bringt dir das?

    Das Schießen mit dem Stativ entlastet den Rücken doch ein wenig, weil die Waffe nicht mehr angehoben werden muss. Zudem bewegt sich dann deine Hüfte auch nicht mehr. Das führt zur erhöhten Wiederholungwahrscheinlichkeiten. Natürlich kann man auch ohne Stativ super Ergebnisse schießen. Nur muss man dann mehr auf die Hüfte, den Ellbogen etc. achten, weil diese sich vermehrt beim Einsetzen vom Tisch bewegen.

    Möglich ist es aber dennoch. Gesehen habe ich noch keinen Spitzenschützen ohne Stativ. Aber ich bin noch jung und vielleicht wissen die anderen mehr :)

    Wenn das Gewehr springen würde würde er das bemerken. Die Schüsse sind ja nicht nur ein wenig hoch sondern viel zu hoch!!!!

    Außerdem versteh i nit ganz warum er seinen Anschlag komplett ändert wenn er davor doch 386 getroffen hat.


    Vielleicht liegt es an der Trainingsmunition. Ist nur 0,45 g schwer und für Lufpistolen. Und hinzu kommt noch mein Anschlag. Im Wettkampf benutze ich eine normale LG Munition von RWS. Meisterkugeln.

    386 habe ich getroffen. Auch die 390+. Aber nur selten. Ich hatte keine Konstante drin. Manchmal waren es auch nur 373. Zudem, wie schon gesagt, stand ich zu extrem. Meine Hüfte war zu extrem nach vorne geschoben. Da war Kraft im Spiel. Und wirklich jeder hat gesagt, dass ich vielleicht in den nächsten paar Jahren keine Schmerzen haben werde. Aber wenn ich älter bin, dann werde ich schon merken, was ich da für einen Schmarn angestellt habe.

    Ich habe jetzt hier jemanden gefunden, der eine Menge Ahnung hat und mich über die nächsten Wochen anschauen wird. Ich werde euch über meine Fortschritte unterhalten.

    Du hast Recht Frank, wenn es unkompliziert wäre, dann würde es gar keinen Spaß machen. Ich liebe diesen Sport :]

    Im Moment wollte ich nicht drehen, da es doch ziemlich egal ist was ich im Training schieße. Hauptsache der Nullpunkt stimmt und das Schussbild ist immer gleich. Bevor ich dann Richtung Wettkampf gehe, dann kann ich das ja grob einstellen. Oder für's Stammschießen. Dann am Wettkampfort wird es genau eingestellt.

    Wie gesagt, im Training bringt mir eine Zehn nichts. Aber wenn die Schussbilder sitzen, dann kann man schön in die Zehn "drehen" (Wettkampf).

    Sonntag geht es nach Borgfeld bei Bremen. 100 Schuss Marathon. Da kann ich mal gucken, wie gut ich das automatisieren kann :]


    Ich würde so schnell nicht am Diopter drehen. Probier das ruhig noch einige Trainingseinheiten aus und beobachte, ob der Versatz nach oben stabil bleibt. Du kannst Dir sicher sein, dass der Lauf nicht permanent springt, weil sich Spannungen entladen?

    Ansonsten braucht Dein Körper Zeit, sich an den veränderten Anschlag zu gewöhnen. Ablauf und Wahrnehmung muss sich automatisieren, das braucht seine Zeit. Vermutlich bist Du ob des Neuen doch (noch) etwas angespannt.


    Spannungen kann ich noch nicht genau sagen. Das wird sich zeigen, wenn ich mich auf andere Dinge konzentrieren kann, als auf den Anschlag. Mit der Zeit wird es sicherlich besser. Drehen werde ich da im Moment nichts. Und angespannt bin ich bestimmt, weil alles so neu und ungewohnt ist. Das wird aber nicht mehr so gute Ergebnisse beim Stammschießen geben ;(

    Oh je.. was mache ich da nur. Ich war mit einer Freundin, die Ahnung hat, auf dem Stand. Wir wollten das Problem mit dem "rechts stehen" beheben. Geht nicht.

    Dann habe ich folgendes gemacht:

    Ich hebe das Gewehr viel höher und es liegt nun gute 4 cm höher in Richtung Kopf. Ich merke das insbesondere daran, dass ich den Kopf sehr gerade habe. Und auch das Thema rechts war damit teilweise gegessen. Ich habe meine Stützhand mehr nach rechts gesetzt. Ist genau unter dem Gewehr. Wie es auch sein sollte. Auch liegt es viel näher am Körper.

    Es fühlt sich sehr gut an. Ds einzige Problem ist, dass wenn ich nicht genua richtig einsetze, ich sehr weit rechts stehe. Dann muss ich absetzen und immer wieder einsetzen. Für einen Schuss habe ich bestimmt 5 - 6 Anläufe gebraucht.. Aber wenn ich dann durch den Diopter schaute, war ich im Schwarzen. Nicht ganz. Aber das Korn war gut 50 % vom Schwarzen gefüllt.

    Ich denke, je äfter ich den Ablauf trainiere, desto automatischer wird er ablaufen. dann werde ich immer wieder an der selben Stelle ansetzen und immer in der Mitte stehen :)

    Mein Schussbild ist hoch. Aber drückte immer in der Mitte ab. Liegt wohl am Diopter. Sollte ich drehen - aber beim Training ist das egal :whistling: Außerdem sind die Schussbilder gerade ziemlich egal. Erst einmal muss der Anschlag sitzen..

    grüße