Beiträge von Königstiger

    @anny002

    Die Beine nicht anspannen und dies bewußt im Anschlag kontrollieren. Die richtig dosierte Spannung der Beine kann man einstellen indem man im Anschlag die Kniescheiben hochzieht und dann wieder absinken lässt.

    Auch wäre eine schlechte Balance eine mögliche Ursache. Ist zu viel Gewicht auf dem Vorderfuß/Fußballen ist automatisch auch die vordere Oberschenkelmuskulatur angespannt. Dies produziert seitliche Schwankungen.

    Also auch darauf achten daß die die Balance zwischen Vorderfuß und Ferse stimmt.

    Wer hat ein Scatt und würde mal die Größe des Prismas der Halterung (Breite, Höhe, der Winkel wird wahrscheinlich standardmäßig 60° sein) nachmessen ?

    Im vorraus vielen Dank !

    Um das Thema nochmal hochzuholen,...existiert mittlerweile ein überarbeitetes KK500 ?

    In den YT Videos der Finals konnte man verschiedene Ausführungen der Systemhülse erkennen. Einmal, wie schon bekannt, und einmal mit 3 Schlitzen im Bereich der Laufklemmung.

    Nach meinem Eindruck ist es so daß sich der durchschnittliche Sportschütze bzw. die Hälfte oder gar zwei Drittel der Sportschützen sich noch nie näher mit dem Abzug bzw. dessen Einstellung beschäftigt haben ("der Abzug ist ja in der Werkseinstellung optimal eingestellt").

    Man geht auf den Stand und schießt, freut sich gelegentlich über ein gutes Ergebnis, meistens aber wundert man sich warum die Ergebnisse nicht so ausfallen wie erhofft.

    Und warum ist das so ? Die Grundlagen fehlen, das fängt beim Anschlag an, geht weiter bei der Schafteinstellung bis hin zum Abzug. Manchmal wird sogar nicht bemerkt daß der Abzug gar nicht zufriedenstellend funktioniert.

    Fragt man dann nach warum wieso dies oder jenes so gemacht oder eingestellt ist bekommt man als Antwort , "das sagt mir eben so zu".

    Ich will das gar nicht weiter bewerten aber wie passt das mit "jeder soll das nehmen oder so machen wie es ihm zusagt" zusammen ?

    " Jeder soll das nehmen, was ihm zusagt". Mit Verlaub, eine etwas fragwürdige Aussage.

    Ab wann kann man denn die Aussage treffen, dieses oder jenes sagt mir zu ? Ab einer im Wettkampf regelmäßig erzielten Ringzahl im unteren, mittleren oder hohen Level ?

    Ist z.B. jemand der sich noch im unteren Leistungsbereich bewegt überhaupt schon in der Lage zu beurteilen daß dieses oder jenes ihm zusagt ? Vielleicht weiß er es einfach nur nicht besser weil ihm die Zusammenhänge der Schießtechnik nicht bekannt sind.

    Fakt ist daß sich ein niedriger Abzugswiderstand nicht zwangsläufig in bessere Ergebnisse niederschlägt (siehe 300m Standardgewehr, dort ist min. 1500gr. vorgeschrieben).

    Auch ist ein sehr (zu) geringer Abzugswiderstand bei kaltem Wetter oder im Wettkampf wenn die Sensorik in der Fingerkuppe nicht so feinfühlig ist wie im Training eher hinderlich genauso wie ein Druckpunktabzug nicht unbedingt erforderlich ist.

    Klar natürlich ist man gerade am Anfang neugierig, aber die Ergebnisse sind zu diesem Zeitpunkt alles andere als wichtig.

    Es würde vollkommen ausreichen alle 2 Monate mal ein sogenannte Leistungskontrolle zu schießen. Das erlernen eines stabilen und reproduzierbaren Anschlags ist nicht damit abgetan sich immer in die gleiche Körperhaltung zu begeben.

    Das "Geheimnis" 10er zu schießen liegt im inneren Anschlag.

    Um es etwas besser zu Anschaulich zu machen, man kann sich immer exakt gleich hinstellen hat aber jedesmal einen komplett anderen Anschlag wenn der innere Anschlag also die Körperspannung immer unterschiedlich ist. Aber umgekehrt, hätte man immer jedesmal den gleichen inneren Anschlag würde sich die Körperhaltung automatisch in immer die gleiche Position finden.

    Das ist das Ziel des erlernen des Anschlags aber das ist keine Sache von ein paar Monaten sondern dauert ein ganzes Schützenleben lang zumal durch verschiedene Gegebenheiten (man probiert neues Zubehör aus oder mal nimmt man z.B. ein paar Kilo zu, dann wieder ab usw.) immer Änderungen erforderlich sind.

    Sehr wichtig ist es zwar die Ringkorngröße dem jeweiligen Halteraumvermögen anzupassen aber auf ein verstellbares Ringkorn, Irisblende etc. kann man im jetzigen Leistungsstadium getrost verzichten.

    @anny002

    Ich kenne Schützen die schießen seit 30 Jahren und sind nicht in der Lage 320 Ringe zu schießen.

    Dort macht man sich aber auch keine Gedanken warum das so ist, man "wurscheltet" einfach so weiter. Aber auch das Gegenteil ist mir bekannt.

    Eine junge Schützin war in der Lage binnen 1,5-2 Jahren 390 zu schießen, zumindest im Training. Dort waren die Grundlagen aber auch anders, d.h. es waren Trainer bzw. sehr gute Schützen im Verein.

    Auch die 2 Jahre ältere Schwester welche seinerzeit im C Kader war war sehr hilfreich.

    Was ich letztlich damit sagen will daß es das "A und O" ist, Leute an der Seite zu haben die zum einen wissen was sie tun, zum anderen dies dementsprechend vermitteln zu können.

    Ich würde dir auf jeden Fall einen Lehrgang beim DSB empfehlen.