Beiträge von Zebo

    .....auch wieder mit Frankreich...........die scheinen da sehr aktiv zu sein, aber die anderen Länder ?

    Mir ist bekannt, daß einige Schützenvereine in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Partnerschaften mit polnischen Vereinen pflegen - inkl. gegenseitigen Besuchen, Teilnahme an Wettkämpfen usw. Dabei scheint oft eine Städtepartnerschaft im Hintergrund zu stehen. Anders dürfte es auch schwierig sein, erstens überhaupt Kontakte aufzubauen und zweitens diese zu verstetigen. Denn Reisen ist nicht ganz billig, vor allem mit Jugendgruppen, doch für die Pflege von Städtepartnerschaften kann man wohl oft ein wenig Geld im Rathaus locker machen.

    Nachtrag: Die PSSG Dresden hatte ich vergessen. Dort pflegt man Beziehungen zu tschechischen Schießsportvereinen, aber wohl ohne Städtepartnerschaft, sondern auf rein vereinsmäßiger Basis. Auch hier stellt die Teilnahme an Wettkämpfen des jeweils anderen Partners einen Höhepunkt dar. Besonders stark sind die Tschechen im Nachwuchsbereich (vgl. hier).

    Ich habe es jedoch bisher nie geschafft, einen Sportredakteur mal zum Schießen zu bringen, damit er selber feststellen kann, was Schießsport ausmacht. Ich werde nicht aufgeben und diesen Artikel als Anlass nehmen, erneut einzuladen.

    Diese Idee ist super. Ich hatte in meinem Blog im Frühjahr über ein solches Projekt in Rußland berichtet (hier). Kürzlich bin ich über zwei Berichte aus der Ukraine (inkl. Videos) gestolpert, die etwas ähnliches zeigen: Ein Schießsportklub hatte einen Wettkampf für Journalisten organisiert. Also nicht bloß ein unverbindliches Schnupperschießen, sondern einen Wettstreit zwischen den "Schreiberlingen". Und es scheint ganz gut angenommen worden zu sein. Nachfolgend die Links:

    » Գ-

    Кто из журналистов лучше всех стреляет (ВИДЕО)

    Wilhelm hatte schon auf die Quelle verlinkt. Hier findest Du das komplette Programm der VBG.

    Vielleicht bin ich ja nicht in der Lage, über eine Internetseite zu navigieren, aber auf der VBG-Seite findet auch deren eigene Suchfunktion nichts zum Thema Schießstände. Somit scheint Murmelchens Kritik durchaus zuzutreffen: Es fehlen klare und öffentlich bekannte Richtlinien, was wiederum der Willkür Tür und Tor öffnet.

    1. Befindet sich der Eingang zu den Schießständen auf dem Schulgelände oder außerhalb?

    In unserem Fall außerhalb des Schulgeländes, sogar von einer anderen Straße aus. Sportanlage und Schulgelände sind baulich völlig voneinander getrennt.


    2. Haben diese Vereine mal versucht bei einem Elternabend oder einem Tag der Offenen Tür die Eltern auf ihre Seite zu ziehen? (Sonderkonditionen für Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Schule, wenn sie dem Verein beitreten)

    M.W. nicht. Es gab allerdings in der Vergangenheit immer wieder Gespräche mit der Schulleitung, damit man dort weiß, was wir so "treiben" und nicht erst aus der Zeitung von der Existenz eines Schießstandes erfährt. Dabei sind m.W. keine Beanstandungen laut geworden. Ein aktives Hineingehen in die Schule halte ich angesichts der politischen Großwetterlage derzeit leider für unmöglich.


    3. Welches Gefahrenpotential hat es in der Vergangeheit, ausgehend von den Vereinen, gegeben?

    Von den Schießständen gingen und gehen keine Gefahren aus. Das sehen sowohl die Unteren Waffenbehörden als auch das Landes-Innenministerium so.


    4. Was hat sich verändert, dass das Gefahrenpotential größer geworden sein soll?

    Die Grünen wittern angesichts hoher Umfragewerte Morgenluft und fühlen sich in ihrer kruden Ideologie bestärkt. Das ist die einzige relevante Veränderung. Hier im Land (2,3 Mio. Einwohner) haben die Grünen nur rund 500 Parteimitglieder, doch allein im Landesschützenverband sind etwa 18.000 Schützen organisiert.

    Auch heute gibt es nicht viel neues zu berichten. Die Presse im Land ignoriert das Thema nach wie vor weitgehend.

    Deshalb nachfolgend ein Auszug aus der Originalpressemitteilung der Grünen vom Donnerstag, in der die pure Anti-Waffen-Ideologie noch einmal deutlich wird:

    Zitat

    "[...]

    „Schießstände haben an Schulen nichts zu suchen – Punktum!“

    [...]

    „Schon allein diese Fakten müssten doch eigentlich genügen, damit die Landesregierung aktiv wird. Deshalb habe ich auch noch gefragt, ob denn die Landesregierung meine Ansicht teilt, dass dies nicht wünschenswert ist und deswegen das Waffengesetz geändert werden müsste“, erklärt Dalbert. In ihrer Antwort betont die Landesregierung zwar, dass „durch das Einlagern von Waffen und Munition in Schulen letztlich auch bei aller Vorsorge ein Restrisiko nicht auszuschließen ist“. Schulen seien daher als „Verwahrort ungeeignet“. Dalbert: „Und – Maßnahmen? Keine! Ich fordere die Landesregierung auf, hier aktiv zu werden und die Schießstände an Schulen zu verbieten.“"

    Mein Fazit: Diese Partei hat sich als Gesprächspartner der LWB-Verbände selbst disqualifiziert, zumal jetzt schon gerüchteweise von einem "Bannkreis" von 1 km um Schulen herum die Rede ist. Die Grünen halten uns Sportschützen für jugendgefährdender als ein Bordell.


    Abgesehen von der Bildzeitung und der oben verlinkten DPA-Meldung wurde der grüne Vorstoß bisher nur vom MDR Fernsehen aufgegriffen. Die Sendung vom Freitag kann hier eingesehen werden:

    Schießanlagen auf dem Schulgelände | MDR.DE

    Ärgerlich ist, wie selbstverständlich die grüne Meinung von den Journalisten geteilt wird: "Schulkinder und Waffen - passen nicht zusammen", so der MDR. Auch ist hier von Schießanlagen auf Schulgeländen die Rede - dem ist jedoch nicht so.
    Ansonsten ist das Video wieder ein Negativbeispiel für schlechte Pressearbeit der Schützen. Wie kann man nur vor einem Fernsehteam den Waffenschrank öffnen und denen so genau die Bilder liefern, die sie unbedingt bekommen wollen?! :thumbdown:


    Die bis dato insgesamt eher dürftige Ausbeute der grünen Kampagne wird von der Partei selbst mit Zweckoptimismus stark übertrieben, wenn sie von einem "großen Echo auf kleine Anfrage" sprechen.


    In den Vereinen selbst herrscht wohl zumeist eine gespannte Ruhe. Einerseits weiß man, daß die Schießstände weder auf ordnungs- noch zivilrechtlichem Wege einfach so beseitigt werden können. Anderserseits befürchtet man, daß sich profilierungssüchtige grüne Lokalpolitiker des Themas annehmen werden und daß der in der Wolle grün gefärbte SPD-Kultusminister weitere Eigenmächtigkeiten unternimmt, indem er Druck auf die zuständigen Kommunen ausübt.


    PS: Abschließend noch der Hinweis auf einen Beitrag in meinem Blog vom gestrigen Tage:
    Backyard Safari: Magdeburger Polit-Platsch-Quatsch

    Wie steht denn die Schulleitung, das Kollegium und die Eltern der Kinder (und ehemalige) zu dem Thema?

    Die meisten Schüler und Lehrer wissen vermutlich nicht einmal, daß es diese Stände gibt. Unserer ist in einem ehem. Nebengebäude der Schule untergebracht und sehr dezent gehalten, keinerlei Werbung außen, völlige Abtrennung vom Schulgelände, separater Zugang von einer anderen Straße usw. Mithin kann keine Rede sein von einem Schießstand "in der Schule" oder "auf dem Pausenhof". X(

    Das einzige Printmedium in Sachsen-Anhalt, das bisher die Kampagne der Grünen aufgegriffen (und positiv kommentiert) hat, ist übrigens die Bildzeitung:

    Schützenvereine trainieren auf Pausenhöfen: Aufstand gegen Schießstände an Schulen -
    Leipzig -
    Bild.de

    Die beiden anderen großen Regionalzeitungen (Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung) schweigen bis jetzt.

    Die Sau wurde ja schon mehrfach durchs Dorf getrieben, jetzt ist es wieder soweit, diesmal hier in Sachsen-Anhalt: Die Grünen, Waffenhasserpartei Nr. 1, fordern im Landtag ein Verbot von Schießständen auf Schulgeländen. Und Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD, Theologe), der als kleiner Partner in einer Koalition mit der CDU regiert, geht sofort auf diese Forderung ein. Ungeheuerlich! :cursing:

    Mehr steht hier:

    Zitat

    [...]

    Die Grünen fordern ein Verbot von Schießständen auf oder neben dem Gelände von Schulen. In Sachsen-Anhalt gebe es an drei Schulen Schießstände von Schützenvereinen, teilte Fraktionschefin Claudia Dalbert am Donnerstag mit. Das gehe aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage an die Regierung hervor und sei auch den Schulleitungen bekannt. Diese hätten aber keine Informationen darüber, ob und wenn ja in welchem Umfang dort Waffen und Munition gelagert würden.

    [...]

    Grüne fordern Verbot von Schießständen auf Schulgeländen in Sachsen-Analt - Mitteldeutschland - Nachrichten - LVZ-Online


    Konkret betrifft der Vorstoß drei Schießstände im ganzen Land (darunter ist auch mein Verein), m.W. alles nur 10-m-Bahnen. Angesichts dessen sind die Einlassungen der Grünen und des Kultusministers absurd:

    Zitat

    [...]

    Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) kündigte an, in enger Abstimmung mit dem Innenministerium Abhilfe schaffen zu wollen. Auch wenn es keine akute Gefahrenlage gebe, gelte es, „in den Schulen jedes vermeidbare Risiko für Leib und Leben von vornherein auszuschließen“, erklärte er in Magdeburg.

    [...]

    Ungeachtet dessen sei ein Restrisiko nicht auszuschließen, sagte der Kultusminister. Er wolle daher auf die jeweiligen Schulträger zugehen und darum bitten, andere Räumlichkeiten für die Schießstände zu finden.

    [...]

    Worin soll denn das angebliche "Restrisiko" bestehen? Daß böse Schüler bei einem Einbruch ein Luftgewehr stehlen, um auf die Äpfel in Nachbars Garten zu schießen? Oder sieht der Minister etwa im regelgerecht ausgeübten Schießsport ein "Risiko für Leib und Leben"? :rolleyes:

    Wir sehen erneut: Dummheit macht Schule, mit irrationaler Angst wird in Deutschland erfolgreich Politik gemacht. Vielleicht sollte man doch über eine Auswanderung nachdenken, mir graut langsam vor meinen Mitbürgern. X(
    Des weiteren zeigt sich, daß die Hoffnung einiger älterer Schützen (-funktionäre) hier im Land, daß man mit einer CDU-geführten Landesregierung ohne den Störenfried Hövelmann ohne Konflikte könne, ein Trugschluß war.

    Bleibt die Frage: Was tun? Der Minister will das vermeintliche Problem durch die Kommunen lösen lassen. Fragt sich nur, ob dabei für die Schützen akzeptable Lösungen gefunden werden. Viel schlimmer wäre jedoch der öffentliche Ansehensverlust, wenn wir das widerstandslos schlucken würden, denn damit würden Sportschützen auf die gleiche Ebene wie Prostituierte gestellt, deren Etablissements man auch nicht in der Nähe von Schulen duldet.


    PS: Ich spiele ja ungern den Propheten, aber vor ein paar Monaten haben wir hier über die Zukunftsaussichten von Schießständen auf öffentlichem Grund diskutiert. Und nun kommt es knüppeldick.

    ... das NWZ ist so überflüssig wie ein Kropf und gefährlich dazu.

    Ja, ist es. Aber es wird trotzdem kommen, denn die 27 Regierungen der 27 EU-Mitgliedsstaaten haben es gemeinsam so beschlossen. Deshalb interessiert auch die Sinnfrage nicht.
    (Allerdings würde mich schon interessieren, wie das NWR in anderen EU-Staaten aussieht. Vermutlich nicht so weireichend und überperfektionistisch wie in D.)

    Seit zweieinhalb Jahren wird die Waffenaufbewahrung im Verein von (gottlob kleinen) Teilen der Politik als erstrebenswertes Ziel formuliert. Noch ein Schritt weitergedacht, und man ist beim Verbot von Privatwaffen. Das hieße, der Schießsport dürfte nur noch mit Vereinswaffen betrieben werden (was in anderen Staaten schon Realität ist). Doch selbst die Vereinswaffen sind mittlerweile der Obrigkeit ein Dorn im Auge, zumindest in NRW:

    Schtzen sollen Waffen abgeben - Kölnische Rundschau


    PS: Der Fall zeigt auch sehr gut, wie unsinnig das deutsche Bedürfnisprinzip ist.

    Herzlichen Dank für Eure Antworten, die mir schon ein ganzes Stück weiterhelfen. :)

    Hier in Sachsen-Anhalt gibt es nur die vom LSV organisierte Verbandsliga; Rundenwettkämpfe führen lediglich einige Kreisverbände durch. Deshalb stellen sich solche Fragen wie Auf- oder Abstieg hier praktisch nicht, denn kaum ein Verein in der Verbands- oder Regionalliga ist noch in der Lage, seine Mannschaft nur mit eigenen Schützen zu besetzen. Das hat m.E. zur Folge, daß die sehr guten Schützen ohnehin früher oder später zu den wenigen Liga-Vereinen abwandern (auch wenn sie dort nur Zweitmitglied sind) und der "Rest" sich selbst überlassen bleibt.

    PS: Hier die RWK-Ergebnisse 2010/11 aus dem KSV Altmark West:
    RWK%204_Durchgang0001.pdf

    Danke für Eure Antworten! :) Mittlerweile habe ich mich an die Doppelatmung gewöhnt, allerdings in dem von frank17 bezeichneten Sinn. Das hat mir auch ein befreundeter Schütze so gezeigt. Ich bin einfach nicht fähig, mit gefüllten Lungen sauber abzuziehen.

    Hallo allerseits! :)

    Wir sind im Verein derzeit dabei, die Durchführung von Rundenwettkämpfen LG und LP in unserem Kreisverband anzuregen. Dergleichen gibt es bis dato leider nicht. Deshalb sind verschiedene Fragen aufgetaucht, für deren Beantwortung ich auf Eure Mithilfe hoffe:

    1. Wodurch unterscheiden sich RWKs von den Ligen? Gibt es u.U. eine Webseite, auf der die Regeln etc. kurz und leichtverständlich erklärt werden?
    (Einige RWK-Ordnungen habe ich bereits gesichtet, allerdings ist es für Leute, die mit dem Thema noch nie befaßt waren, schwer, manche Bestimmungen richtig zu verstehen.)

    2. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Inslebenrufen von RWKs? Welche organisatorischen und sonstigen Aspekte sind zu beachten?
    (Wir wollen das ganze hier zum Anfang eher "flach" halten. Also kleine Mannschaften (3 Schützen), offene Klasse, keine Verbote für Schützen, die in einer Liga schießen usw.)

    3. Wären zusätzliche RWKs für Auflageschützen (nur ab Altersklasse) sinnvoll?

    Dank vorab! :)