Beiträge von Wollvieh

    Disziplinen, die bei der CISM nach ISSF Regeln geschossen werden, richten sich nach den ISSF Regeln. Die Sportordnung des DSB richtet sich, zumindest was die Knöpfe an der Schießjacke betrifft, nach den ISSF Regeln. Insofern haben das CISM Regelwerk und die Sportordnung des DSB schon miteinander zu tun. Glaub´s halt einfach, ich habe da schon Recht.

    Ganz sicher muss der unterste Knopf nicht entfernt werden, wenn die Überlappung der Sportordnung entspricht. Wäre ja auch widersinnig, denn bei Kniend, wo praktisch alle Schützen die Knöpfe weitgehend offen haben, gäbe es ein kollektives heftiges Geschraube.
    Das habe ich noch nie beobachtet und wird auch nicht gemacht. International sind die untersten Knöpfe auch bei den Schützen dran, die sie offen haben. Nur die Sonja Pfeilschifter wurde bei irgendeiner CISM mal disqualifiziert, weil sie den untersten Knopf an die Seitentasche geschraubt hatte. Die Regel (Sportordnung, 1.2.3, Ziffer 8) besagt aber, dass die Knöpfe dort angebracht sein müssen, wie es aus den Abbildungen hervorgeht.

    Solange wir solche Gestörte in den Schützenvereinen haben, wird die Hexenjagd leider nicht aufhören.

    "Bamberg – Auf einer Pressekonferenz teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit, dass der Täter gestanden habe. Er habe aus „Wut und Ärger“ über die Ruhestörung in der Silvesternacht auf Janina geschossen!
    Weiter hieß es: Der Justiz-Angestellte Roland E. (53) sei allein in seinem Haus gewesen und aufgrund einer Trennung von seiner Familie psychisch angeschlagen. Als er gegen 1.00 Uhr durch Böller aufgeweckt worden sei, habe er „aus Wut und Ärger über diese Störung und Ärger über seine persönliche Situation” aus seinem Keller eine Kleinkaliberwaffe geholt und aus dem Garten heraus drei- bis viermal in Richtung einer Personengruppe geschossen. Eine Tötungsabsicht habe er aber bestritten. ... Als Mitglied in einem Schützenverein habe E. die Waffe legal besessen, heißt es".

    Servus Claus-Dieter,

    das mit den "Älteren" bezog sich natürlich auf die über 40-Jährigen, die national ihr Medikament weiter nehmen dürfen. Das ist auch gut so.
    Aber um Dich in Sachen Betablocker zu korrigieren: Natürlich kann das Medikament zur Leistungssteigerung verwendet werden und das vor allem in Sportarten, bei denen eine Senkung der Nebenwirkungen von überschießender Nervosität erwünscht ist. Sonst würde damit doch nicht gedopt werden!
    Gut wäre es, wenn Du Dich einmal ein bisschen einliest siehe:
    http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/v…olol.vscml.html

    Siehe:
    http://www.sueddeutsche.de/sport/facholym…locker-1.583303

    Übrigens waren Betablocker nach ärztlicher Indikation bis ca. 1982 auch international erlaubt, so wie jetzt für die über 40 jährigen.
    Wollvieh

    Sinnvoll wäre beim Schießen nur ein Doping mit Betablockern oder vielleicht noch Epo.

    Betablocker bei hohen Wettkämpfen zu nehmen ist ausgesprochen blöd, weil das Zeug noch nach mehreren Tagen nachweisbar ist. Ich möchte aber nicht wissen, wieviel (ältere) Schützen das gegen ihren hohen Blutdruck verschrieben bekommen und auf der Deutschen "gedopt" antreten.

    Bei der Olympiade in Peking 2008 wurde ein Nordkoreaner erwischt. Vermutlich hat das Volk nur erfahren, dass er Medaillen geholt hat und nicht mehr, dass sie ihm wieder aberkannt wurden.
    Siehe:
    http://www.tagesspiegel.de/sport/medaille…pt/1302726.html

    Ausnahmegenehmigungen zu erhalten ist auch nicht einfach, wie der Fall von Nadine Ungerank beweist.
    Das Tragische daran ist, dass ihr Herzfehler tatsächlich nur mit Betablockern und nicht mit einem Ersatzmedikament behalndelt werden kann.

    Ansonsten macht man heutzutage "Mikrodoping"
    Siehe:
    http://science.orf.at/stories/1758486/

    Natürlich kann man sich von der Aufbereitung etwas abschauen, aber das kann man von allen Publikumssportarten.
    Da haben wir ja auch schon viel dazu gelernt. Die Höherstufung im olympischen Ranking ist ein Indiz dafür.
    Aber es gibt halt einen grosßen Unterschied: Während fast jeder bereits als Kind mit Freunden gedartet hat und sich deshalb als Experte fühlen kann, beginnen im Schießen nur recht wenige und die auch erst im Jugendalter.
    Das "sachverständige" Publikum bzw. das Publikum, das sich sachverständig wähnt, fehlt eben.

    Servus,

    komisch Tom, wenn ich mir die Bilder von den Auflageschützen auf der Deutschen 2013 anschaue, die mir meine Schützenkameraden, die dort oben waren mitgebracht haben, dann hat mindestens ein Dreiviertel auch so ein "Exoskelett" am Körper. Aber muss es wirklich sein, dass Auflageschützen und Freihandschützen aufeinander losgehen?
    Soweit ich die Schützenlandschaft hier in Bayern kenne, hat niemand irgendwelche Vorbehalte gegen diese Disziplin.
    Für mein Dafürhalten ist sie sogar geeignet, die älteren Mitglieder wieder an den Schießstand zu bringen.
    Die jungen Schützen aber sollten doch in erster Linie schon die internationalen Schießsportdisziplinen pflegen. Spaß an der eigenen Leistung sollte aber auch weder beim Auflageschießen noch bei den "sportlichen" Disziplinen verboten sein.

    Da hat Frank Recht. Die Geschwindigkeit des Geschoßes nimmt ab, der Drall ebenso. Das kann keine lineare Ablage ergeben.
    Im Übrigen sind die Abmessungen der Scheiben gewillkürt.
    In den 60er Jahren wurden 60 Schuss auf 100 Meter auf eine andere (kleinere) Scheibe geschossen. Da wurde man, wenn man den alten Schützen glauben kann, mit einem 9er Schnitt schon fast Deutscher Meister. Die jetzige 100 Meter Scheibe wurde irgendwann zur Vereinfachung eingeführt, man schaue sich nur mal an, welche Disziplinen sonst noch alle auf diese Scheibe geschossen werden.

    Ich habe mal einen am Pistolengriff gebrochenen LGR-Schaft zu einem befreundeten Schreiner gebracht.
    Bei der Reparatur hat der dann festgestellt, dass innen das Holz "Kernfäule" hatte. Das Zeug war ganz weich, aussen am Schaft hat man nichts gesehen, aber es standen teilweise nur noch 5 mm gesundes Holz. Der Schreiner hat dann das faule Holz entfernt, alles sauber ausgefräst und den Hohlraum mit Buchenholz verklebt, den Schaft wieder passgenau zusammengefügt. Das war vor fast 30 Jahren und das Teil nehme ich ab und zu zum Spaß immer noch her.
    Wenn er für den Arbeitsaufwand aber statt einem Tragerl Weißbier für den Freundschaftsdienst richtiges Geld verlangt hätte, hätte ich mir gleich einen neuen Schaft kaufen können.
    Ob eine Reklamation bei Walther etwas gebracht hätte, glaube ich nicht.
    Was ich sagen will: Wenn ein Schaft am Pistolengriff gebrochen ist, dann muss man sehr genau aufpassen, ob es nicht weiter fehlt.

    Servus,

    "Dem Schützen sind Probescheiben zur Verfügung zu stellen".
    Die Mehrzahl "Probescheiben" in Verbindung mit der Einzahl "Dem Schützen" bedeutet ganz klar, dass es mindestens zwei für einen einzelnen Schützen sein müssen.
    Ich kenn das seit 1974 auch nicht anders. Und das betrifft auch Liegend oder etwa KK Dreistellung, pro Anschlag zwei Probescheiben.

    Wenn jemand behauptet, das Lichtgewehrschießen wäre die Totengräberdisziplin für den Schießsport, wie wir ihn heute kennen, dann muss man ihm entgegenhalten, dass der Schießsport sich schon immer gewandelt hat. Leider nicht immer zum Besseren, meine ich.
    Bis jetzt sind da auch noch nie Disziplinen weggefallen, sondern, seit
    ich das als Schütze registrieren konnte, immer neue dazugekommen
    (Halbautomaten, IPSC, Unterhebel usw. usw.).
    Darüber hinaus vermisse ich von BBF aber auch eine Definition, was das ist, "der Schießsport so wie wir ihn heute kennen".
    Ich glaube, erst damit liefe die Diskussion einigermaßen sachbezogen, denn fast jeder kennt den Schießsport ein wenig anders.
    So muss man sich aus dem, was BBF so schreibt, sein ureigenes Bild vom Schießsport so einigermaßen zusammenreimen. Das gefällt mir zum Beispiel dann nicht so ganz. Muss es auch nicht, aber gerade mir persönlich als traditionsbewusstem Schützen sind da schon zuviele Disziplinen dazu gekommen, die aus USAland zu uns nach Deutschland herübergeschwappt sind. Der DSB hat dann irgendwann die Reißleine gezogen und sich der Aufnahme noch weiterer Disziplinen versagt, was zur Gründung der weiteren Verbände geführt hat.
    Mir macht es deshalb grundsätzlich nichts aus, wenn der Schießsport sich ändert und ein paar GK-Kurzwaffen oder Mehrlader-Disziplinen dann wegfallen.
    Und wenn ich schon mal dabei bin:
    Hat schon jemand einmal gehört, dass mit einem Großkaliber Standardgewehr oder dem Freien Gewehr jemand zu Schaden gekommen wäre?
    Nein, der dumme Bub in Bad Reichenhall damals hat mit dem K98 vom Papa herumgeballert. Wurde das nicht damals zum Anlass genommen, um über schärfere Aufbewahrungsrichtlinien nachzudenken?
    Am Großkalibergewehrschießen (ISSF) kann es also nicht liegen. Helft mir mal drauf ... mit welchen Waffen wurden doch gleich wieder die Amokläufe begangen? Warum hatte die Frau mit ihrer Spopi diese noch obwohl schon längst kein Bedürfnis mehr vorhanden war?
    Natürlich töten nicht die Waffen. Aber es gibt halt Waffen, die unter dem Begriff "Sportwaffen" laufen, die es einem sehr leicht machen, ein Massaker anzurichten. Und die Disziplinen, für die man diese Waffen "braucht", gibt es auch noch nicht ganz so lange.
    Aber genau diese Taten sind es, welche die Schießsportlaien dann mit "Schießsport so wie wir ihn heute kennen" verbinden.
    Und dann könnte man doch tatsächlich auf die Idee kommen, dass nicht das Lichtgewehr Sargnagel des Schießsports sein wird, sondern der einzige Ausweg aus der Misere, in die uns ganz gewiss nicht die Luftpumpenakrobaten hineingeritten haben.
    Übrigens: Heute habe ich im Radio gehört, dass die Privaten über die Feiertage insgesamt 55 Stunden Aktionfilmchen bringen.
    Das ist doch was, da krachts!
    In diesem Sinne Frohe Weihnachten!

    Naja, Dingo, der Hardy Schober und Du behaupten jetzt, dass Waffen nur zum Töten entwickelt wurden. Ihr vergesst, dass das Sportschießen z.B. in Bayern nie so populär geworden wäre, wenn nicht der Zimmerstutzen entwickelt worden wäre, der im weiteren Verlauf vom Luftgewehr als Wettkampfwaffe abgelöst worden ist. Die Druckluftwaffen sind immer noch unsere meist genutzten Waffen. Und die sind nun wirklich nicht zum Töten, sondern ausschließlich zur sportlichen Betätigung gebaut worden. Wer das ignoriert und hier nicht differenziert, der verleumdet Luftgewehrschützen als potenzielle Mörder. Wer also dem Schober aufmerksam zugehört hat, der hat schon merken können, wes Geistes Kind er ist, wenn er alle Sportschützen über einen Kamm schert.

    Wenn man gute Augen hat, ist das möglich, es erleichtert auf jeden Fall das Abziehen. Bei dem Raimond ist das, wie Murmelchen richtig bemerkt hat, seit mehr als 20 Jahren bekannt, dass er einer der ganz wenigen ist, die das noch benutzen.

    Lieber Karl,
    Du meinst also, dass die Tatsache, dass sie bei den letzten drei Olympiaden 395, 396 und 396 geschossen hat und als schlechteste Plazierung Peking mit dem 12. Platz stehen hat, Dir dar Recht gibt, davon zu sprechen, dass die Sonja auf Leistung verzichtet hat? Ich glaube, sie hat ihre Leistung gebracht. Dass es nicht gelangt hat ist Geschichte und sie war schließlich jeweils die beste deutsche Luftgewehrschützin bei diesen Bewerben. Aber gibt das Deiner Meinung nach dem DSB das Recht, jemanden einzusetzen, der kaum einmal über 395 kommt und, so leid es mir für die beiden tut, reell betrachtet vom Leistungsvermögen her schon mal überhaupt keine Chance auf eine Finalteilnahme hat?
    Ich denke, eine gepflegte Ausscheidung mit einem Modus, der im Nachhinein auch nicht mehr verändert wird (eine Spezialität des DSB), wäre meiner Meinung nach die richtige Lösung in diesem Fall gewesen. Dann hätte sich niemand beschweren können. Die Olympiade ist halt kein Nachwuchsbewerb, zu dem man Schützinnen zum Lernen und "Reinschnuppern" schickt. Leistung zählt.
    Und nüchtern mit Sachverstand betrachtet wäre auch nur die "nicht weiterentwickelte" Sonja überhaupt in der Lage gewesen, ins Finale zu kommen. Statt dessen lässt man sié in ihrer schwächeren Disziplin starten. Gut gemacht, DSB! Die Medaillenausbeute und auch die Plazierungen sind ein Spiegel für die Arbeit der Verantwortlichen. die sich hier als psychologische Dilettanten geoutet haben.