Beiträge von Murmelchen

    Hallo Königstiger and all,

    unser Waffenrecht unterscheidet zur Zeit zwischen der Überprüfung der Zuverlässigkeit und Eignung auf der einen Seite und der Überprüfung des Fortbestehens des Bedürfnisses auf der anderen Seite. Nur in Bezug auf die Zuverlässigkeit und Eignung schreibt das Gesetz eine regelmäßige Überprüfung mindestens alle drei Jahre vor. Der Fortbestand des Bedürfnisses hingegen kann zwar auch immer überprüft werden, wenn laut Verwaltungsvorschrift ein Anlass dazu besteht, muss es aber nach dem jetzigen Gesetz nur nach Ablauf von 3 Jahren nach Erteilung der ersten waffenrechtlichen Erlaubnis.

    Sie wollen unsere Waffen und deshalb werden sie auch über die Bedürfnisschiene angreifen, denn zuverlässig sind wir ja eh alle. Da bleibt nicht mehr soviel Angriffsfläche.

    Aber egal, wir sollten uns da besser generell keinen allzu großen Illusionen hingeben. Ich bin jedenfalls fest davon überzeugt, sollte es zu einer Verschärfung von Seiten der EU kommen, dann bleiben die bisherigen Gesetze und Verordnungen bestehen und nur die jeweiligen neuen Verschärfungen werden zusätzlich mit in die Gesetze aufgenommen. Das wird man dann schon irgendwie hinbiegen und behaupten, man hätte ja überhaupt keine andere Wahl. Und wenn uns das nicht passt, dann können wir ja klagen, wie immer halt. 8o

    Die einzige kleine Hoffnung, die ich da noch sehe, ist der wenn auch nicht gerade rühmlichen Tatsache geschuldet, dass sich das politische Klima in den letzten Jahren in Europa gewaltig geändert hat und das wissen auch die Politiker. Sie spüren längst, dass sich solche Sachen längst nicht mehr so einfach durchdrücken lassen wie noch vor ein paar Jahren. Allerdings oder gerade auch deswegen hält das aber die jeweiligen Hardliner und die völlig verblendeten Ideologen nicht von ihrem Tun ab. Nur bekommen sie von den Gemäßigten oder einfach auch nur von denjenigen, die auch noch mal wiedergewählt werden wollen, längst nicht mehr die Zustimmung und Unterstützung wie noch vor ein paar Jahren.

    Hoffentlich werden aus den Fähnchen im Wind nicht wieder Fackeln im Sturm.


    Mit weiterhin besorgtem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kogge,

    das ist wohl wieder mal dem heroischen Kampf gegen den Terror geschuldet.

    Und da ist es ja ganz logisch, dass man denen, die man wohl offenbar für die potenziellsten Terrorgefährder hält, also so Menschen wie Du und ich, gemeine Sportschützen halt, den Zugang zu den Waffen weiter erschweren will.


    Hier folgen ein paar weitere Informationen, allerdings wie immer bei unserer Qualitätspresse auch mit den üblichen Fehlern und Unschärfen gespickt:

    http://www.shz.de/deutschland-we…id13939832.html


    Weiterer Lesestoff:

    http://forum.waffen-online.de/topic/446162-w…-werden-sollen/

    und allgemeiner hier:

    http://forum.waffen-online.de/forum/2-waffenlobby/


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    ... überlege ich wirklich ob so manch einer überhaupt Ahnung vom KK hat

    ... sagt einer, der ganz offensichtlich noch nicht einmal in der Lage ist, den entscheidenden Unterschied der beiden Systeme zu erkennen, jetzt mal abgesehen von den alten Abzügen und der fehlenden Kompatibilität zu den Schäften für das Match 54 System.


    Es sei Dir vergönnt, mit dem Gewehr glücklich zu werden.

    Nur maße Dir bitte nicht an, daraus auch allgemein gültige Weisheiten ableiten zu können.


    Man kauft kein 3er System, wenn man für das nahezu gleiche Geld auch ein 7er oder 13er System bekommen kann.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    sind das echte LP scheiben

    Ja, das sind diesmal echte LP-Scheiben, sogar mit DSB-Signum. Warum auch immer, wo es doch sonst auch KK-Spiegel tun.

    Völlig unklar ist hingegen, wie die Löcher dahin gekommen sind. :D Wobei, den Scheiben ist es völlig egal, wie sie beschossen werden. Die sind da ausgesprochen tolerant.


    Egal, viel interessanter wäre ja, von Freund @ImmerWieder zu erfahren, wie denn nun sein Probetraining bei dem nebulösen Bundesligaverein gelaufen ist.

    Heute war letztes Training vor dem Probetraining bei einem Verein, der bei der Bundesliga mitmacht.
    Ich weiß nicht worauf ich hoffe, aber vielleicht darf ich als Ersatzschütze da mitmachen.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo @_Oli,

    die maximal zulässige Geschossenergie beträgt nach unserem WaffG 7,5 Joule.

    Die Formel für die kinetische Energie lautet:

    E = 1/2 m V²

    Daraus ergibt sich für die Geschwindigkeit:

    V = Sqrt(2 E / m)

    Wie man sieht, hängt die maximale Geschwindigkeit neben der hier fest vorgegebenen Energie von der Geschossmasse ab.

    Für ein Diabolo der Masse 0,5 g (Einheit beachten) ergibt sich somit eine Vmax von 173,2 m/s.

    Bei Verwendung eines Diabolos von 0,53 g verringert sich die maximal zulässige Geschwindigkeit auf 168,2 m/s und bei Verwendung eines Diabolos von 0,48 g erhöht sie sich auf 176,8 m/s.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo,

    ich beschränke mich jetzt einfach mal auf die konkrete Beantwortung der Fragen.

    Wer kann mir sagen ob ein Match 64 ein gutes und robustes kk Gewehr ist.

    Unter Berücksichtigung der Unschärfe der Frage Ja. Es ist halt die zweite Wahl, wenn es um Anschütz Matchwaffen geht und das hier schon genannte 64 MPR läuft noch nicht einmal unter Match.

    Ist es mit dem 54ér gleichzusetzen.

    Nein.

    Welchen Wechselschaft gibt es für das 64ér und Matchabzug.

    Weder noch.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo,

    ich würde mir an deiner Stelle überlegen, ob nicht eins der Top-Modelle - etwas länger sparen, dafür aber auch einen entsprechenden Wert erhalten - oder gebraucht eins der Top-Modelle der vorherigen Generation - FWB 700 oder P70, Walther 300XT Alutec , oder Anschütz älteres 9003 oder 8002 S2 oder vielleicht sogar noch 2002 Alu - die bessere Wahl wäre. Gerade Stehend profitiert man (auch als nur halbwegs ambitionierter Schütze) doch von den Möglichkeiten der modernen Aluschäfte und die moderne Technik der Top-Modelle (Absorber usw.) bringt auch noch mal etwas. Zumal bringst Du ja auch schon entsprechende Grunderfahrungen mit. Teste einfach mal die genannten Gewehre durch, frag andere Schützen, ob Du deren Gewehre mal ausprobieren kannst und treffe dann deine Wahl. Du wirst sehen, Du wirst mit diesen Gewehren gegenüber dem Hämmerli deine persönliche Leistung schon nach kurzer Zeit deutlich steigern können und hast dann nach oben hin auch alle Möglichkeiten offen.

    Die Erfahrung zeigt, dass Schützen, die mit diesen sogenannten Basis-Gewehren eingestiegen sind oder den Wiedereinstieg gewagt haben, oft schon nach recht kurzer Zeit entweder aufgerüstet haben, oder aber nie so richtig glücklich geworden sind und dann irgendwann auch oft wieder ausgestiegen sind.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo,

    auch ich bin ein wenig erstaunt über die Antworten hier, denn auch nach meinem Kenntnisstand passen die 64er Systeme nicht (so ohne weiteres) in Schäfte für 54er Systeme. Allerdings kann ich hier auch falsch liegen, denn ich bin auch nicht wirklich der Kenner, wenn es um die 64er Systeme geht.

    Ich kenne zwar jemanden, der auch mit so einer 1903 in der Lage war, hohe 80er Ergebnisse Liegend zu schießen, aber manche treffen ja bekanntlich auch mit einem Besen und zudem ändert es auch nichts daran, dass die 64er Systeme immer nur zweite Wahl sind, wenn es um Anschütz Systeme geht. Und warum soll man sich damit abgeben, wo doch der Markt voll von guten Match 54 ist.


    Wie der Königstiger schon schrieb, ab der inoffiziellen 16XXer Serie, den Übergangsmodellen zur 18XXer Serie schon mit neuem Schloss und Abzug macht man da nur selten was verkehrt. Aber selbst die Modelle der 1400er Serie noch mit dem älteren Schloss und Abzug sind auch nicht so schlecht, dass man damit gar nichts mehr trifft, können in der Regel aber deutlich preiswerter erworben werden.

    Ob schwerer Lauf oder der etwas leichtere Lauf tut sich in der Regel in Sachen Präzision nicht viel und ist daher eher eine Sache der persönlichen Vorliebe. Stehend kann der etwas leichtere Lauf in Bezug auf die Balance und den Schwerpunkt sogar Vorteile haben und auch nicht jeder mag die vollen 7 Kilo auf dem Liegendstützarm.

    Ob ein Lauf noch gut ist, muss man testen. Aber ein sanft durch den Lauf geschobener Reinigungspropfen kann erste Hinweise geben. Der Widerstand sollte dabei beim Übergang vom Patronenlager leicht, aber auch nur leicht ansteigen und danach wieder etwas geringer werden, um dann zum Mündungsende hin wieder deutlich wahrnehmbar ansteigen. Dabei sollten sich während des Verlaufes keine plötzlichen Widerstandsänderungen, weder nach unten noch nach oben hin ergeben und der Widerstand an sich sollte insgesamt noch deutlich wahrnehmbar sein, der Propfen sollte also nicht zu leicht durch den Lauf gleiten. Wenn man das ein paar Mal mit unterschiedlichen Läufen gemacht hat, weiß man, was ich meine. Hoffe ich jetzt mal.

    Das ist dann zwar kein absolutes Kriterium für einen noch gut schießenden Lauf, die Erfahrung zeigt aber, dass Läufe, auf die obiges Verhalten zutrifft, in aller Regel auch (noch) recht gut schießen.

    Zu den Schäften: Das Neue ist ja bekanntlich immer der Feind des Bewährten, ich teile aber nicht die mittlerweile gängige Auffassung, dass die Aluschäfte in der jetzigen Form immer und für jeden besser sind. Liegend und Kniend jedenfalls bevorzuge ich immer noch meinen (nur leicht modifizierten) 1813-Schaft. Nur Stehend profitiere ich wirklich von meinem Keppeler K5, war aber auch noch nie ein wirklich guter Stehendschütze.

    Fazit: Auch mit einem Super Match Schaft aus Holz kann man heutzutage noch recht weit kommen und besonders für die ersten Schritte Liegend und Kniend muss sogar noch nicht einmal ein Standardschaft die schlechteste Wahl sein, insbesondere dann nicht, wenn man als Schütze weitestgehend auf sich alleine gestellt ist und niemanden hat, der einem den modernen Alu-Schaft auch so einstellen kann, dass man damit auch erst mal eine tragfähige Ausgangsbasis bekommt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Andreas,

    Heute war letztes Training vor dem Probetraining bei einem Verein, der bei der Bundesliga mitmacht.
    Ich weiß nicht worauf ich hoffe, aber vielleicht darf ich als Ersatzschütze da mitmachen.

    In welcher Bundesliga? Die erste oder zweite?
    Welcher Verein?

    für einen kurzen Moment wahrscheinlich völliger geistiger Umnachtung habe ich jetzt wirklich gedacht, der wird doch wohl nicht wirklich auf dein Angebot eingegangen sein.


    Aber sein hier an den Tag gelegtes Verhalten hat in der Tat schon was. Nicht nur, dass er die Teilnehmer und Leser hier wohl alle für völlig beschränkt hält, nein, sein Verhalten ist zudem auch noch kackfrech.

    Ein zwar etwas herausforderndes aber doch auch nettes Angebot so umzudrehen und zu versuchen, den Eindruck zu suggerieren, es würde auch tatsächlich in der Realität stattfinden, da muss man auch erst mal drauf kommen.


    Um auch noch kurz auf @TaucherHarry einzugehen, 'dumm' ist der nicht wirklich. Ich frage mich allerdings, welche Macke man wohl haben muss, um die Motivation aufzubringen, hier so eine Nummer durchzuziehen. Und ja, ich habe da auch mal wieder so eine Vermutung..


    Mit leicht verstörtem Schützengruß

    Frank

    An Standkapazität soll es in Hochbrück nicht mangeln, 100 LP/LG und 102 KK, wird dann wohl auch ein Grund sein das die FP nicht ganz so hoch angesetzt ist wie bei euch...

    Das ist ganz sicher so und man sieht das auch noch deutlicher bei den Gewehrdiziplinen. Während der Unterschied beim LG schon echt krass (und auch ein bisschen peinlich) ist, besteht oder bestand zumindest noch vor ein paar Jahren bei den KK-Limitzahlen fast Gleichstand.

    Nur muss man natürlich auch die Mitgliederzahlen der beiden Verbände und damit auch die Anzahl der potenziellen Bewerber um einen Startplatz vergleichen, dann relativiert sich das auch schon wieder, eigentlich so gar recht stark, wo ihr doch teilweise schon fast ein Drittel der gesamten Mitglieder im DSB stellt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo,

    die Limitzahlen der jeweiligen LM sind nur sehr bedingt miteinander vergleichbar. Dafür hängt dessen Zustandekommen von zu vielen Faktoren wie Standkapazitäten, gewollte Anzahl der Durchgänge, die Anzahl der Bewerber, die Leistungsdichte in den Bezirken und Gauen und deren Größe, sogar von den monetären Interessen der Verbände usw. ab. Und sind es überhaupt immer echte Limitzahlen, oder wurden einfach nur die Ergebnisse des schwächsten Teilnehmers genommen, weil es mehr Kapazitäten denn Starter gibt. Gibt es vielleicht sogar in Bezug auf die jeweiligen Disziplinen bestimmte sportpolitische oder gar ideologische Vorstellungen oder gar Vorbehalte?

    So liegen die Limits in Westfalen (WSB) für die LP 2016 bei 340/337 für die Schützen- und Altersklasse,

    die Limits für die FP 2016 aber bei 497/ 485.


    Wie will man das jetzt deuten, sind die westfälischen LP-Schützen jetzt im Vergleich zu den Bayern die totalen Looser, während die Bayern hingegen überhaupt nichts mit der FP auf die Reihe kriegen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ja, das Foto is aus dem Internet, ich wollte zeigen welche Waffe das war, weil ich den Namen nicht wusste, habe ich S&W .22 revolver gegoogelt, unsere sieht genau so aus, ich denke das ist sie (S&W 17)

    Keine Frage, niemand hätte hier jetzt eine andere Antwort erwartet.

    Apropos, wie sieht es denn jetzt mit den Einladungen aus?


    Was bei der LM raus kommt .....abwarten ......aber glaub mir ich ziehe mich nicht an trainingsergebnissen hoch.

    Das beste ist eigentlich das ich selbst als letzter der LM "für mich" immer noch ein Gewinner bin, da ich nichts zu verlieren habe kann ich nur gewinnen.

    Ich habe auch nie behauptet das ich dort der beste sein werde noch ganz vorne mitschiesse.
    Glaub mir die Gau hat mir schon gezeigt das Training und Wettkampf zwei paar Schuhe sind.

    Ach, jetzt doch schon mal vorsorglich etwas rudern? Ist zweifelsohne auch eine sehr schöne Sportart.

    Hättest Du Dir allerdings auch ersparen können, aber nein, Du musstest hier ja unbedingt und ohne Not zum Einstieg gleich ein weiteres Fässchen aufmachen.

    Und dabei, und soviel Grips traue ich auch Dir zu, hättest auch Du erkennen können, dass hier etwas nicht stimmen kann und dabei sind es noch nicht einmal diese Ergebnisse, es sind die vielen einzelnen Punkte und es ist die Art der Aussagen, die das Bild hier mehr als rund machen. Und dass bei so einem Auftritt dann irgendwann und nach langer Geduldsphase auch mal etwas provokativer nachgehakt wird, ist doch wohl auch nicht so völlig abwegig, oder?


    Wünsche Dir trotzdem viel Erfolg bei der LM.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Daniel,

    der @wegi82 hat schon Recht, vielleicht verschiebt der Cheffe ja die Beiträge.

    Aber um trotzdem auf deine Frage einzugehen, das Training mit der Lupi verbessert im Allgemeinen sicher auch die Ergebnisse mit der FP, aber um die speziellen Feinheiten und Besonderheiten der FP zu ergründen, taucht deine Idee mit der Lupi auf 15 m sicher nicht. Das Zielen und der optische Eindruck sind ja nur ein Teilaspekt des Schießens mit der FP und wohl noch nicht einmal der wesentlichste.

    Da ist meiner Auffassung nach Trockentraining sogar deutlich besser, selbst oder auch gerade dann, wenn noch keine FP zur Verfügung steht. Irgendwann braucht man aber dann doch auch eine FP und irgendwann muss man dann auch mit ihr schießen.

    Die Feinheiten liegen ja neben der etwas anderen Haltetechnik bedingt durch die erlaubten Griffe auch beim Abzug und natürlich spielt auch der Rückstoß der FP eine Rolle. Dieser Rückstoß hat ja auch Einfluss auf die Trefferlage und hält man während der Schussabgabe nur geringfügig ungleichmäßig, variiert also die auf die Waffe wirkenden Kräfte, so ändert sich auch die Trefferlage.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo,

    vielleicht kann, ich schreibe bewusst kann, die Verwendung eines Zielfernrohrs mit sehr starker Vergrößerung helfen, letzte Feinheiten und mögliche Fehler im Anschlag zu erkennen. Man darf das aber auch nur mit Bedacht einsetzen, denn da so wirklich jeder Herzschlag und jedes noch so kleine Vibrieren deutlich sichtbar wird, oft sieht auch so erst wirklich, wie bescheiden man wirklich hält, besteht eben auch das Risiko, dass man den Abzug entweder zu ruppig bedient oder sich gar nicht mehr richtig traut, auszulösen. Liegend wird diese Methode aber selbst von einigen Weltklasseschützen mit Erfolg angewendet.

    Aber abgesehen davon kann so ein ZF eventuell in Verbindung mit einer Bench Rest auch hilfreich sein, die Munition auch nochmal zu überprüfen. Denn so ein Munitionstest ist ja in Wirklichkeit immer nur der Versuch, in die Zukunft zu schauen. Wir erhalten ja immer nur eine Aussage über die Qualität der schon verschossenen Munition. Man kann sich in der Regel zwar schon darauf verlassen, dass sich zumindest die Patronen einer Serie halbwegs ähnlich verhalten, sollte der Hersteller da nicht auch noch ein bisschen geschummelt haben, die Patronen altern aber auch und auch der Lauf kann sich ja im Laufe der Zeit verändern, z. Bsp. verbleien, sich weiter abnutzen oder aber auch durch falsche Pflege misshandelt werden.

    Aber, viel wahrscheinlicher ist natürlich, dass der Fehler bei uns liegt, wir z. Bsp. mit der Zeit wieder etwas weniger sorgfältig auf all die kleinen Dinge achten, die erst den Treffer in der Zehn möglich machen. Nur etwas weniger sorgfältig auf die Nullstellung achten, etwas weniger genau auf die Spannungen im Anschlag achten, etwas zu spät auszulösen, wo sich auch durch die Atmung schon wieder Spannungen aufbauen, etwas zu ruppig den Abzug bedienen, schon lacht einem die Neun oder gar Schlimmeres entgegen. Manchmal täuscht uns auch unsere Wahrnehmung, welche ja subjektiv ist. Und die Sache mit dem zu langen zielen dürfte ja auch bekannt sein.

    Im Grund hilft dabei nur ein sehr systematisches Vorgehen, um dieser Fehler Herr zu werden. Was man in der Phase aber besser nicht machen sollte, sind größere Veränderungen des Anschlags und damit verbunden auch größere Schraubereien am Gewehr vorzunehmen, denn erfahrungsgemäß landet man nach so einer Aktion nach vielem Umwegen oft wieder genau am Ausgangspunkt, ohne in Bezug auf das Problem auch nur einen Schritt weiter gekommen zu sein.


    Ansonsten hat Claus-Dieter natürlich auch Recht. Ergebnisse an die 295 KK-Auflage sind schon eine Ansage und so viele Schützen gibt es in diesem unseren Land auch nicht, die das überhaupt schaffen. Und da zeigt sich übrigens auch die fatale Wirkung dieser Beiträge mit seltsamen Legenden und unglaubwürdigen Ergebnissen. Irgendwann vergiften diese Beiträge nämlich die gesamte Atmosphäre hier.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank