Beiträge von Murmelchen

    Am samstag gehts zum letzten start für mich kk3x20
    Da bin ich nur im liegend stark, aber dann kommt ein tiefes schwarzes loch wird lustig, für alle die das miterleben dürfen wie ich abkack =)


    Das ist aber nicht die richtige Einstellung. Du kannst doch sehr gut LG schießen. Dann geht auch KK. Ich war selbst zwar immer ein eher unterdurchschnittlicher Stehendschütze, habe aber in Relation mit dem KK fast immer besser getroffen als mit dem LG.

    Man kann zwar den Dreistellungskampf im Liegend- oder Kniendanschlag verlieren, gewonnen wird er aber immer Stehend. Ich habe oft noch ein paar Ringe Kniend aufholen können, da da viele schon mental ein Problem mit haben. Aber wie gesagt, Stehend trennt die Spreu vom Weizen. Ok, als Bernd Klingner damals 1968 in Mexico Olympiasieger wurde, galt das so pauschal noch nicht. Bei Bernd gab sicher die überragende Kniendserie mit 396 den Ausschlag. Er schoss damals 394 Liegend, für heutige Verhältnisse bescheidene 367 Stehend und eben 396 Kniend. Damals wurde Stehend noch zuletzt geschossen. Aber die Zeiten haben sich ja geändert. Nur ist Bernd Klingner immer noch unser einziger Olympiasieger im großen Dreistellungskampf.

    Also, Kopf hoch und "Gut Schuss"


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Andi,

    erstmal, wenn wir Sportschützen hier auf gesetzliche Bestimmungen hinweisen, dann bedeutet das nicht unbedingt, dass wir die Gesetze und Verordnungen auch immer als sinnvoll erachten. Da unser Waffengesetz mittlerweile aber sehr kompliziert geworden ist und auch fast immer sehr restriktiv ausgelegt wird, macht es Sinn, auf die Problematik hinzuweisen, gerade auch, um Einsteiger zu warnen und zu schützen. Die Konsequenzen sind nicht nur Ordnungswidrigkeiten, sondern gehen oft auch sehr schnell in den strafrechtlichen Bereich.

    Ein Beispiel: Wenn Du dein LG (das ist gesetzlich eine Schusswaffe mit allen Konsequenzen, nur frei erwerbbar durch Volljährige) nicht in einem verschlossenen Behältnis transportierst, begehst Du nach unserem Gesetz eine Straftat.

    Zu der Problematik mit dem Spitzboden: Wie schon gesagt, Du darfst mit dem Luftgewehr auf deinem Grund und Boden schießen, wenn sichergestellt ist, dass die Geschosse das Grundstück nicht verlassen können. Aber wenn Du einen festen Schießstand errichtest, dann muss dieser auch behördlich abgenommen werden. Im Grunde errichtest Du schon einen Schießstand, wenn Du einen Kugelfang an die Wand schraubst. Ist alles eine Frage der Auslegung. Natürlich gilt immer, wo kein Kläger, da kein Richter. Ich habe den Hinweis hier nur gegeben, damit Du nicht unbedarft in eine Falle tappst. Was geht und was nicht mehr geht, musst Du selbst entscheiden und im Zweifel auch selbst verantworten. Ich würde mir zu Hause keinen Schießstand errichten. Das hinter dem Vorhang doch ein Kugelfang hängen könnte, weiß und sieht ja niemand. ;)

    Das Schießen ist eine tolle Sportart, aber unser Waffengesetz ist mittlerweile eine üble Geschichte. Lass Dich davon nicht abschrecken, aber behalte die Problematik immer im Hinterkopf.


    Ich bin in deinem Alter. In meiner Kind- und Jugendzeit hat es zumindest hier bei uns auf dem Lande keinen interessiert, wenn man mit dem LG im Garten geschossen hat. Ab und zu gab es auch mal ein paar Löchle in den Verkehrsschildern. Das war dann kein Luftgewehr mehr. Damals stand auch auf den Dörfern der Drilling oft noch einfach so im Schirmständer. Amok ist damals trotzdem keiner gelaufen. Heute musst Du bei solchen Aktionen im dümmsten Fall mit einem SEK oder MEK rechnen. Aber leben wir jetzt wirklich in einer besseren oder sicheren Welt?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Na ja, die Kaderschützen werden wahrscheinlich Quali geschossen haben. Die tauchen dann zwar nicht in der Rangliste auf, belegen aber später trotzdem die Startplätze auf der DM. Ich drücke Dir trotzdem die Daumen.

    Falls es Dich trösten sollte, ein Freund von mir hat jahrelang die DM immer um einen Ring verfehlt. Als er sich dann endlich um den einen Ring steigern konnte, wurde auch prompt das Limit um einen Ring erhöht. Der arme Kerl hat erst in der Altersklasse die Quali geschafft.


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    Frank

    Hallo Andi,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    ich möchte zwar nicht gleich hier den mahnenden Zeigefinger erheben, ist aber leider bei dem Thema doch wohl nötig. Das mit dem "in den Wald gegen" würde ich an deiner Stelle bleiben lassen. Das kann in Deutschland heute einen Riesenärger geben. Selbst der Spitzboden ist nicht ganz unproblematisch. Du darfst zwar mit dem Luftgewehr auf deinem Grund und Boden schießen, wenn sichergestellt ist, dass die Geschosse das Grundstück nicht verlassen können. Aber wenn Du einen festen Schießstand errichtest, dann muss dieser auch behördlich abgenommen werden. Das Waffenrecht enthält mittlerweile für den normalen Bürger sehr viele Fallstricke bereit. Daher meine gutgemeinten Hinweise.

    Ich wünsche Dir und deinen Töchtern viel Spaß am Schießsport.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das "Traditionelle Vogelschießen" ist in einigen Regionen Deutschlands sehr verbreitet. Der Schießstand ist dabei meistens als Hochstand ausgeführt. Der Holzvogel wird dabei in einem Kasten, der als Kugelfang dient, auf einer Stange befestigt. Der DSB hat in seinen Schießstandrichtlinien auch ein eigenes Kapitel mit den Anforderungen für eine solche Schießstätte. Die Gewehre werden normalerweise auf einer Lafette so eingespannt, dass die Geschosse den Kugelfang nicht verfehlen können. Geschossen wird mit den verschiedensten Waffen, angefangen mit dem LG über KK bis hin zu Flinte und GK. Nach den Richtlinien dürfen aber nur Bleigeschosse mit einer max. Energie von 1200 Joule verwendet werden. Bei GK ist also normalerweise Wiederladen angesagt. Es gibt aber auch spezielle Flintenlaufgeschosse im Kaliber 16.

    Soll so eine Veranstaltung nur einmalig durchgeführt werden, so ist es sicher sinnvoll, sich die Ausrüstung dafür zu leihen. Es gibt mobile Vogelstangen. Auch für den Vogel wendet man sich am besten an jemanden, des so etwas schon mal gemacht hat. Der kann dann auch ungefähre Aussagen über die Schussfestigkeit des Vogels zwecks besserer Planung machen.

    Völlig ungefährlich ist die ganze Sache nicht, denn trotz aller Sicherheitsmaßnahmen können immer mal wieder Geschoss- oder Holzteile abprallen und zurück kommen. Die Richtlinien sind also sehr strikt und konsequent einzuhalten. Die Stände müssen behördlich abgenommen werden.

    Wer jetzt als Sportschütze meint, mit den aufgespannten Gewehren ist es ja sehr einfach, den Vogel zu treffen, der sollte bedenken, das es nicht wirklich das eigentliche Ziel ist, den besten Schützen zu ermitteln. Jeder, der teilnimmt, soll auch eine realistische Chance haben, Schützenkönig zu werden. Ein bisschen Glück gehört immer dazu, da ja Holz ein natürlicher Werkstoff ist.

    Sollten noch bestimmte Fragen offen sein, so kann ich die, soweit mir möglich, gerne beantworten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    So Landesmeisterschaft Start 3. Und wider hat ich super viel glück^^ zum kotzen ist es Luftgewehr 387 ringe gehabt 96.96.97.98 in der 2 serie 3x9,9 drin gehabt und insgesamt waren es 5x9,9 aber dafür 2x10.0 und 3x10,1 naja war schade um 1 ring die quali zur deutschen nicht gepackt. Frust pur, jetzt spielt gleich Deutschland ich hoff die machens besser wie ich.


    Hallo Sacky13,

    eine (sehr) kleine Hoffnung bleibt Dir ja noch. Die Limitzahlen sind ja nicht in Stein gehauen. Wenn dieses Jahr die Schützen in den Landesverbänden geschlossen schwächeln, hast Du noch eine kleine Chance. Ist zwar unwahrscheinlich und wohl in den letzten Jahren auch nicht vorgekommen, aber theoretisch können die Limitzahlen auch in der Schützen- und Damenklasse sinken.


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    Frank

    Hallo z0nk,

    ich bin zwar jetzt nicht so der Pistolenexperte, aber vielleicht hat sich ja deine Hand(größe) in letzter Zeit verändert. Eventuell durch eine intensive manuelle Tätigkeit mit den Händen. Unsere Hände sind ja nicht immer gleich groß. Da reicht im Grunde schon ein schwül-heißer Sommertag und der Griff passt nicht mehr optimal.


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    Frank

    Hallo Geronimo,

    wenn man von einer ca. 4cm kürzeren Visierlänge bei den Jugendgewehren ausgeht, dann entspricht das ungefähr -0,2mm 'Ringkorngröße. Ich habe hier mal die Standardwerte von FWB mit 780mm zu 740mm als Grundlage genommen.

    Da aber auch bei den Jugendlichen die starken Abweichungen in der Wahrnehmung vorhanden sind (mit leichter Tendenz zu den kleineren Werten), sollte man schon frühzeitig anhand eines Schaubildes über das korrekte Zielbild informieren und die Jugendlichen dann befragen, wie weit ihre eigene Wahrnehmung davon abweicht. Als korrektes Zielbild sollte man erstmal die 1/3 zu 2/3 Regel ansehen.

    Die Problematik mit zu kleinen Ringkorngrößen im Hinblick auf Anfänger wurde ja hier schon angesprochen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich liebe dieses Forum, weil hier wirklich hochwertige Beiträge gebracht werden, die zusammen sehr oft ein rundes und stimmiges Bild des jeweiligen Themas liefern. Hier kann wirklich jeder von uns noch eine Menge lernen. Wer jetzt mal ein krasses Beispiel für ein nicht funktionierendes Forum haben möchte, der werfe mal einen Blick in das WSB-Forum. Selbst der Verband schläft da. Nur als Beispiel: Da fragt eine ausländische Schützin, ob und wie sie mal im LLZ trainieren kann, und keiner antwortet ihr. :thumbdown:

    Zur Beobachtung: Ich achte sehr gerne auf die Zeichnung der Mündung. Auch wenn ich jetzt natürlich so nicht erkennen kann, ob das jeweils eine 9,9 oder 10,0 wird, so verrät mir die Bewegung doch oft viel. Das geht, wenn man noch halbwegs gucken kann, ganz einfach. Man braucht nur einen Fixpunkt relativ zur Mündung. Manchmal erkenne ich dabei sogar auch bei guten Schützen noch Dinge, die diese während des Zielvorgangs und der Schussabgabe nicht wahrnehmen oder wahrnehmen wollen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    An die beiden wichtigen Ergänzungen, die frank17 und Hootwheel in die Diskussion eingebracht haben, habe ich doch glatt bei meinen bisherigen Anmerkungen nicht gedacht. Natürlich spielen auch die Beleuchtung, die Scheibenbeschaffenheit und sogar die Tagesform eine Rolle. Wahrscheinlich verliert hier sogar jemand, der nicht konsequent das Ringkorn an die jeweiligen Bedingungen anpasst, den einen oder anderen Ring im Wettkampf. Ich selbst bevorzuge die leicht getönten Plastikkorne mit der konischen Bohrung von Anschütz und ich tausche die gerade im KK-Bereich auch.

    @Hootweel

    Gemalte Korne kenne bisher gar nicht. Wer produziert die denn und wo kann man die bekommen?


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    Frank

    Hallo Red Gecko,

    es gibt leider viel zu wenig gute Trainer. Im Grunde (mal von den Kadern abgesehen) wurschteln wir doch alle so vor uns hin. Mal weiß der eine mal etwas mehr, mal der andere. Manches Wissen beruht auf eigenen Erfahrungen, anderes auf genauen Beobachtungen und physikalischen Kenntnissen und Analysen, vieles ist leider auch nur nachgeplappert oder angelesen ohne große Substanz und damit niemals für jeden gültig und hilfreich.

    Andererseits sind wir Schützen ja fast immer sehr hilfsbereit und bemüht, dem anderen zu helfen. Gerade Anfänger werden oft mit einer Flut von Tipps und Ratschlägen überhäuft, was manchmal dann auch schon wieder ein bisschen viel des Guten ist. Was man aber auf keinen Fall machen sollte, ist, hilfreiche Tipps einfach zu ignorieren, nur weil man den Tippgeber aufgrund von zu schnellen (Vor)urteilen nicht als Tippgeber akzeptieren will.

    Man kann noch nicht mal sagen, dass alles, was hilft, auch gut ist. Es gibt auch Tipps, die zwar kurzfristig zu einer Leistungssteigerung führen können, aber langfristig den Weg nach oben blockieren. Es bleibt also schwierig. Aber wenn es nicht so wäre, würde uns dieser Sport wahrscheinlich auch nicht so faszinieren.

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    Frank

    Hallo Erzwo,

    klar gibt es die Anschläge, die einem sofort ins Auge springen. Aber es geht auch deutlich subtiler. Schaut euch doch mal das Finale Liegend in Fort Benning vom letzten Sonntag an. Achtet mal auf die Zeichnung der Mündungen bei der Schussabgabe. Da sieht man bei einigen Schützen deutlich, dass die Mündung von Schuss zu Schuss unterschiedlich zeichnet, teilweise sogar recht heftig mit seitlichen Schwingungen. Besonders deutlich wird das bei dem Amerikaner Eric Uptagrafft. Normalerweise deutet so ein unterschiedliches Zeichnen der Mündung ja auf einen verspannten Anschlag mit Abweichungen der Kräfteverhältnisse von Schuss zu Schuss hin. Normalerweise gehe ich, wenn ich so etwas sehe, dann nicht von allzu hohen Ergebnissen aus. Jetzt hat aber gerade dieser Eric mit 105,8 Ringen das eindeutig höchste Finalergebnis geschossen. Sollte uns das jetzt etwas sagen und wenn ja, was?

    Der Warren Potent ist auch so ein Kandidat. Der "spielt" teilweise sehr heftig mit seinem Abzug und löst die Schüsse sehr bewusst kurz nach der Atemphase fast noch in der Bewegung aus. Der Erfolg gibt ihm sicher recht, aber in den Lehrbüchern steht das so auch nicht.

    Schießen ist wohl auch gerade für uns deshalb so faszinierend, weil es komplex ist und weil es den einen richtigen Weg nicht gibt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo janeS,

    wenn Du mit diesen Korngrößen gut zurecht kommt, dann ist das ja auch in Ordnung. Nur dürften diese Korngrößen für die meisten Schützen schon zu klein sein. Mit deinen Werten würde ich nur noch Schwarzes im Ringkorn haben. Ich schieße LG 4.0, KK 50m ca. 3,6 und auf 100m noch etwas kleiner. Das dürften nach meinen Erfahrungen auch so Mittelwerte sein, die erstmal bei vielen Schützen gut passen. Aber wie gesagt, es gibt nicht "die" richtige Korngröße. Jeder sieht anders und die Abweichungen sind da schon heftig.

    Es wurde ja auch schon gesagt, dass es auch auf das individuelle Haltevermögen ankommt. Wer gut halten kann, der kann auch für sich ein kleineres Korn wählen. Für jemand, der noch starke Bewegungen im Anschlag hat, ist ein zu kleines Korn nicht sinnvoll.

    Ein sehr kleines Korn kann aber auch problematisch sein. Man will es zu genau machen, baut dadurch eventuell wieder Spannungen auf und löst den Abzug zu ruppig aus. Wie schon gesagt, im Grunde hilft nur testen.


    Mit bestem Schützrengruß

    Frank

    Interessante Diskussion, aber auch etwas wirr.

    Es kann keine Empfehlung für eine bestimmte Korngröße geben, da, wie ja hier auch schon gesagt wurde, jeder Mensch über eine andere Wahrnehmung verfügt. Menschliches Sehen ist nicht objektiv. Wo der eine noch deutlich Weißes wahrnimmt, sieht der andere schon komplett Schwarz.

    Aber auch die Disziplin spielt eine Rolle. Das Schwarze bei den Scheiben für 10, 50 und 100m ist objektiv unterschiedlich groß und zwar in der angegeben Reihenfolge kleiner werdend. Daher wundert mich die Aussage, dass jemand bei LG mit einem kleineren Ringkorn schießt, als bei KK, schon etwas. Denn auch wenn man keine Empfehlung für eine bestimmte Ringkorngröße abgeben kann, so ist es doch so, dass die meisten Schützen für LG ein größeres Ringkorn wählen, für KK dann einen etwas kleineren Wert und für 100m den kleinsten. Ich lasse hier jetzt mal unberücksichtigt, dass man für Liegend und Stehend natürlich auch wieder unterschiedliche Korne wählen kann.

    Wie kann man denn jetzt für sich das beste Ringkorn herausfinden? Ganz einfach, in dem man einfach mal testet. Das Hauptkriterium sollte dabei nicht unbedingt die höchste Ringzahl sein, sondern die Ringkorngröße, bei der man Treffpunktlage seiner eigenen Schüsse am besten vorhersagen kann.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Red Gecko,

    Du hast halt die Erfahrung gemacht, dass es selbst ernannte "Könner" gibt, die es dann doch nicht wirklich können. So etwas begegnet einen doch aber in jeden Lebensbereich und sollte ab einer gewissen Lebenserfahrung nicht mehr wirklich überraschen. Ich kenne etliche Vereine, wo solche "Könner" teilweise seit Jahrzehnten den Nachwuchs vermurksen. Selbst dezente Hinweise auf die erzielten Ringzahlen lassen diese bornierten Typen leider kalt. Indirekt bestätigst Du mit deinen Beispiel ja doch die These, dass es eben nicht für einen guten Trainer reicht, mal ein guter Schütze gewesen zu sein. Das sportliche Vorderladerschießen unterscheidet sich nicht so dramatisch vom modernen Sportschießen, mal generell von den Unterschieden von Kurz- oder Langwaffen abgesehen.

    Dein persönliches Fazit halte ich daher auch nicht für generell richtig oder allgemeingültig. Auch bei einem richtigen Könner in deiner Disziplin bist Du nicht davor gefeit, dass der dir Unsinn erzählt, oder dir Tipps gibt, die für Dich eher kontraproduktiv sind.

    Nochmal, das Thema "Guter Trainer" ist komplex. Zu vereinfachte Thesen und Annahmen greifen da oft zu kurz.

    Speziell im Schießsport kommt ja noch dazu, dass es nicht nur den einen richtigen Weg gibt. Selbst bei internationalen Wettkämpfen sieht man sehr unterschiedliche Anschläge und Techniken. Manchmal könnte man sogar meinen, wie Heinz Reinkemeier es mal formuliert hat, da treffen einige nicht wegen ihrer Anschläge, sondern trotz ihrer Anschläge,


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Meine Anmerkung mit der Erkrankung war nur ein drastisches Beispiel zur Veranschaulichung. Das war nicht meine Kernaussage.

    Ich habe gesagt, dass die Menschen sich deutlich in der Fähigkeit unterscheiden, feinste Steuerungen und Korrekturen durchzuführen. Das hat mit Krankheit erstmal nichts zu tun, ist aber eine der Schlüsselfähigkeiten für erfolgreiches Schießen. Natürlich kann man diese Fähigkeiten durch Training verbessern, die unterschiedliche Ausgangslage bleibt aber immer bestehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hier in meiner Ecke gibt es wohl auch noch den Verein Visier 59 Eningerloh mit Edwin Hirte. Aber ob die jetzt auch Feldarmbrust schießen, oder ob der Schwerpunkt eher auf Match-Armbrust liegt, weiß ich so aus dem Stehgreif nicht und so richtig nah liegt das für mich auch nicht.

    Mein Interesse ist aber auch eher theoretischer Natur. Für einen richtigen Einstieg fehlt mir eh die Zeit. Ich komm ja so schon kaum noch zum Schießen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Man muss hier wohl deutlich unterscheiden, ob der der Verein ein reiner Sportverein ist, oder aber ein traditioneller Schützenverein. Hier bei uns zahlt jeder nur den normalen Jahresbeitrag von zur Zeit 16,- EUR. Für Schüler und Jugendliche gibt es wohl sogar noch eine Ermäßigung. Wir sind aber auch ein alteingesessener Schützenverein mit ca. 1000 Mitgliedern. Von diesen Mitgliedern schießen aber nur 20 bis 30 wirklich sportlich und dieser Schießsport wird aus der Gesamtkasse finanziert. Außerdem haben wir auch ein paar eher wohlhabende Mitbürger in unseren Reihen, die sich oft sehr großzügig zeigen.

    Geld ist also nicht unser wirkliches Problem. Was uns fehlt, sind Schützen, die die Zeit und das Interesse haben, sich wirklich zu engagieren. Richtige Nachwuchsarbeit findet bei uns trotz guter Bedingungen nicht mehr wirklich statt und die Mehrzahl der Aktiven startet inzwischen in der Altersklasse oder bei den Senioren. Eine Situation, die sicher einigen hier bekannt vorkommen dürfte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank