Beiträge von Murmelchen

    Hallo ChrissySV1919,

    die zweistellige Nummer neben dem Beschusszeichen, die der Stanzer beschreibt, gibt ganz korrekt das Beschussjahr und damit nicht zwangsläufig das Baujahr an. Das Einschlagen der zweistelligen Jahreszahl neben dem Beschusszeichen wurde, wir schon von Stanzer angegeben, ab ca. 1958 praktiziert. Ab ca. 1968 wurde dann für die Jahreszahl eine Kodierung in Form von zwei Buchstaben verwendet. So bedeutet z. Bsp. HF Beschussjahr 1975 und ID Beschussjahr 1983. Für das I wurde teilweise auch ein J verendet, um Verwechselungen zu vermeiden. Weiter geht es dann mit K für 9. Das A steht für die Null.

    Schau doch mal, ob Du zwischen dem Beschusszeichen, das ist der kleine Bundesadler normalerweise mit N drunter, und dem Zeichen des Beschussamtes, das ist für Ulm das stilisierte Geweih, eine zweistellige Nummer findest. Buchstaben dürften wohl bei dem geschätzten Alter nicht mehr zutreffen. Wenn Du keine zweistellige Nummer findest, dürfte das Gewehr von vor 1958 sein.


    @Stanzer

    Ich finde, die Mitteilung der Altersangabe anhand der Herstellernummer, ist ein Service, den man bei solch einer Firma wie Anschütz und insbesondere bei einem Produkt wie einer Schusswaffe, eigentlich schon kostenlos erwarten könnte. Ich kann Dir jedenfalls versichern, dass es andere Firmen (in anderen Branchen) gibt, die das so handhaben.

    Wenn da die Firma Anschütz in den frühen Jahren bei der Vergabe der Seriennummern, sagen wir mal, etwas kreativ vorgegangen ist, dann wäre es doch an der Zeit, da mal etwas Systematik reinzubringen. Wäre doch eine schöne Aufgabe für einen Praktikanten, z. Bsp. einen angehenden Archivar oder so. Am Ende hätte man dann eine schöne Liste oder noch besser, gleich ein Programm, welches nach Eingabe der Seriennummer die Jahreszahl ausspuckt. Ist ja jetzt nicht wirklich besonders schwierig. Man hat jeweils einen Pool von Nummern, zu denen eine bestimmte Jahreszahl gehört.

    Aber natürlich, warum kundenfreundlich, wenn man sich die Sache auch fürstlich (50,- EUR) bezahlen lassen kann. Ich habe ja schon mal an anderer Stelle gesagt, dass die Firma Anschütz in den letzten Jahren bei mir deutlich an Sympathiepunkten verloren hat, und das sage ich als langjähriger Anschütz-Schütze.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Dann hier noch mal kurz der Hinweis, wie es jetzt weiter gehen sollte.

    Meine Zitate lauten:

    "Wer ist er denn?" "Er ist ein Zeichen des guten Willens" "Versteht er unsere Sprache?" "Kein Wort"

    Der Film, aus dem die frei aus dem Gedächtnis zitierten Sprüche stammen, ist auch schon etwas älter. Sollte aber eigentlich trotzdem leicht sein, da doch sehr bekannt.

    Wegen der besseren Übersichtlichkeit hier also am besten immer erst die Antwort geben und dann erst auf Bestätigung neue Zitate angeben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mag sein, aber zumindest die Firma Sutter hat wohl bisher nicht bei allen Kunden die totale Begeisterung hervorgerufen.
    Wer möchte, kann ja mal im Forum WO die Suchfunktion bemühen.


    Die schon sehnsüchtig erwarteten fundierten Testberichte vom mattias_mv alias Norddeutscher fehlen ja auch noch immer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    Man soll nicht gleich immer alles verteufeln, nur weil es neu und anders als das gewohnte. Das Laserschießen an sich finde ich ok, vor allem da es nahezu ohne Sicherheitsauflagen in der Öffentlichkeit durchgeführt werden kann. Dadurch ergeben sich neue Wege für die Akquise neuer Mitglieder.


    ich glaube, diejenigen, welche die Versuche, den Zielsport mit Lasern usw. weiter zu etablieren, kritisch sehen, machen dass nicht, weil es neu und ungewohnt ist oder, weil sie generell eine eher konservative Sichtweise pflegen. Es besteht die nicht ganz unberechtigte Sorge, dass durch Einführung solcher vermeintlicher Alternativen, natürlich immer erst nur als Ergänzung gedacht, der Schießsport, zumindest mit Feuerwaffen, über kurz oder lang weitere Einschränkungen bis hin zu einem totalen Verbot erfahren könnte.

    Deine These mit der möglichen Akquise neuer Mitglieder teile ich auch nur bedingt. Ich habe hier schon mal etwas ausführlicher meine Sichtweise bezüglich Medienpräsenz und Gewinnung neuer Mitglieder dargelegt.

    Hier noch eine etwas pointiertere Stellungnahme zum Zielsport von mir.


    Ich betone aber, es ist nur meine persönliche Sichtweise. Man muss das nicht auch so sehen. Man sollte aber immer beachten, dass es zur Zeit durch die veröffentlichte Meinung in unserem Land eine bestimmte Grundstimmung gibt, bei der auch redliche Bemühungen unsererseits nur zu gern pervertiert und gegen uns eingesetzt werden.

    Zum Schluss noch eine Anmerkung: Der Schießsport lebt bisher von seiner Vielfalt und vom Mitmachen. Schießsport ist nicht nur das mittlerweile doch weitgehend klinische Schießen - ist nicht abwertend gemeint - mit LG und LP, auch wenn das LG aus bestimmten Gründen das Sportgerät Nr. 1 zumindest hierzulande im Schießsport ist. Selbst wenn man persönlich den Schießsport nur aus dieser Perspektive kennt, sollte man das nicht zum alleinigen Maßstab machen. Das Schießen mit Feuerwaffen kann nicht einfach so durch Laser usw. ersetzt werden, da es nicht ausreicht, einfach nur gut zu zielen und dann zum richtigen Zeitpunkt den Finger krumm zu machen. Das wäre dann Zielsport. Der Einfluss der Munition, das sorgfältige Abstimmen von Waffe und Munition, bei offenen Ständen auch der Einfluss von Wind und Wetter, die Kräfte, die auf die Waffe wirken, all diese und teilweise sogar noch weitere Faktoren bestimmen das Ergebnis und den Erfolg. Eine Simulation kann das nicht wirklich ersetzen. Dann müssten schon zufällige Parameter einfließen und dann wäre man sicher nicht mehr weit vom Würfeln entfernt.

    Ach ja, dass hinter bestimmten Aktionen auch Ferengi-Logiken und Motive stecken könnten, sollte man nie völlig ausschließen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hihi, hasse keine Angst, dass Frauchen hier heimlich auch mitliest? Aktion Nudelholz?

    Von mir aus darfste auch gerne mit dem "Alten Sack" kokettieren. Ich gönn Dir das.

    Nur klappt das bei mir noch nicht so recht. Meine Mami sagt nämlich regelmäßig, ich wäre oft noch ganz klein und sie hätte ernsthafte Bedenken, ob dass noch jemals besser würde. Da kann ich das mit "Alter Sack" ja dann wohl knicken.


    Außerdem hat gestern wieder der Älteste von uns, mal abgesehen von den Mädels, aber die schießen ja bekanntlich immer besser, das höchste Ergebnis erzielt.


    Mit bestem Schützengruß und Spaß muss auch mal sein

    Frank

    Nöpp, dingo ist raus. Der lag ja falsch. :D

    Aber erstmal wäre ja noch zu klären, ob ich überhaupt richtig liege.


    Wir können es ja künftig so machen, dass man erst die Antwort schreibt und dann, wenn man damit richtig lag, in einem weiteren Beitrag ein neues Zitat bringen darf.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dago,

    ja dann mal herzliche Willkommensgrüße.

    Zu deinen Anmerkungen: Auch in der Altersklasse hängen die Trauben für uns Schützen in den meisten Disziplinen noch ganz schön hoch und bei euch in Bayern ja bekanntlich noch ein Stückchen höher. Da ist die erfolgreiche Teilnahme an der BM auch schon eine Leistung und außerdem soll Schießen ja auch Spaß machen. Wir haben alle ein bestimmtes Leistungsvermögen und wenn wir uns in diesem Rahmen bewegen und ab und zu auch mal übertreffen, dann ist das auch in Ordnung so. Das es mit zunehmendem Alter nur selten einfacher wird, liegt ja auch irgendwie in der Natur der Sache. Ist aber kein Grund, die Freude daran zu verlieren. Das passiert nur, wenn man zu verbissen ran geht. Den Spagat zwischen Funktionär und Aktiver kenne ich auch nur zu gut. Das geht immer zu Lasten des Schießens.


    Sag mal, kann es sein, dass der Sohnemann hier in diesem Forum kein ganz Unbekannter ist? ;) Och, Christian war schneller. :D


    Mit bestem Schützengruß aus Westfalen

    Frank - auch schon Altersklasse

    Also wirklich, Du hast noch fast zehn Jahre in der Halbstarken-Klasse vor Dir und redest schon jetzt von "Alter Sack".
    Wo soll das denn noch hinführen? Das kann doch nur böse enden.

    Aber auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch zum tollen Ergebnis.


    Gestern BM KK 3x20 Männer und Ladies, sprich Alt, Sen und Damen-Alt. Die Sprüche jedenfalls waren teilweise wieder herrlich. Hier ein kleiner Auzug:

    "Oh, den habe ich jetzt aber verrissen" "Du bist ja auch doof"

    "So schlecht habe ich ja noch nie geschossen" "Ja, dann herzlichen Glückwunsch zum BM-Meister"


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - Smileys waren heute leider aus

    Hallo thomas123,

    deinen Anmerkungen in Bezug auf den Preis kann ich nur zustimmen. Obwohl der alte Ami-Spruch "You get what you pay" natürlich in seiner Absolutheit falsch ist, so ist da doch oft ein Körnchen Wahrheit dran. Klar, gerade bei uns Schützen sind die Kosten immer ein heikles Thema und das ist sicher auch manchmal ganz gut so. Aber Einsparungen an der falschen Stelle können auch dazu führen, dass man sich hinterher jahrelang oder sogar Jahrzehnte mit Problemen herumschlagen muss. Auch können nicht berücksichtigte Folgekosten ganz schnell und leicht die vorher gemachten Einsparungen wieder auffressen.

    Aber ob die Bedienung der Meyton-Anlage jetzt wirklich komplizierter ist, kann ich nicht beurteilen, habe aber doch so meine Zweifel an der Allgemeingültigkeit dieser Aussage.

    Möglicherweise liegt es ja auch nur daran, dass manche Zeitgenossen, die so gerade die Basics von "Microsoft for runaways" drauf haben, gerne ganz schnell dicht manchen, wenn die einstudierten Mouse-Clicks an den bekannten Stellen bei anderen Betriebssystemen wie Unix oder Linux nicht den erwarteten Effekt zur Folge haben. Abwertende Bewertungen, welche auf solche Art zustande kommen, sind erfahrungsgemäß nicht immer wirklich hilfreich. Die Sichtweise, das etwas nur gut sein kann, wenn auch Microsoft drin ist, ist jedenfalls Quatsch.

    Bitte, das soll jetzt kein Startschuss zum Glaubenskrieg über Betriebssysteme sein und dafür bin ich auch nicht zu haben. Für mich ist eine Software oder ein Computersystem dann brauchbar, wenn es die Aufgabe gut löst. Die Erfahrung zeigt aber, dass Systeme, bei denen alles so vermeintlich leicht geht, auch oft nur für einfache Aufgaben zu gebrauchen sind.

    Ich kenne jedenfalls Schützen ohne weiterführende Computerkenntnisse, die mit Meyton sehr gut zurecht kommen und damit auch etwas kompliziertere Schießsportveranstaltungen ohne große Verrenkungen meistern können.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    PS: Bekomme von Meyton keinen Kalender und betreibe auch solche Anlagen selbst nicht, schieße aber ganz gerne drauf.

    Wenn man auch noch in Sachen Dreistellungskampf unterwegs ist, hat man wohl keine andere Option, als den Stengel an der jeweils außen liegenden Seite zu wählen. Da man im Anschlag Liegend und Kniend eh schon etwas stärker in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und zu große Turnübungen da auch aus anderen Gründen vermeiden sollte, ist wohl nur der der Stengel außen liegend sinnvoll. Dann muss man aber Stehend mit Stativ zwangsläufig übergreifen. KKs mit doppelt ausgelegten Bedienelementen gibt es nicht und es dürfe aus technischen Gründen auch nicht sinnvoll sein, denn damit würde das System nicht nur deutlich komplizierter werden, sondern würde in dem Bereich auch noch unnötig geschwächt.

    Wer also auch mit KK liebäugelt, sollte daher wohl besser auch den Hebel beim LG an der Außenseite wählen, um so nicht immer mit verschiedenen Bewegungsabläufen konfrontiert zu werden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    nur einen wönzigen schlock


    Die Feuerzangenbowle mit dem unvergesslichen Heinz Rühmann

    Zitat: „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt.“

    Der Film ist genial. Aber möglicherweise hat man einen besseren Zugang, wenn die eigene Penne(zeit) schon ein paar Jährchen zurückliegt.


    Weitere Sprüche, jetzt mal so aus dem Gedächtnis, daher nicht unbedingt ganz wortgetreu, aber vermutlich doch einfach.

    "Wer ist er denn?" "Er ist ein Zeichen des guten Willens" "Versteht er unsere Sprache?" "Kein Wort"


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo wegi82,

    ich habe Dir auf deine erste Frage hin wohl etwas zu flappsig und albern geantwortet, weil ich deine Frage der Art her auch so verstanden hatte. Also das von mir weiter oben geschriebene bitte nicht so ganz ernst nehmen.

    Jetzt mal etwas seriöser:

    Wer bei uns in Deutschland eine genehmigungspflichtige Schusswaffe erwerben will, muss neben weiteren Voraussetzungen sachkundig zu sein. Diese Sachkunde wird normalerweise in Form von Lehrgängen mit anschließender Prüfung vermittelt. Es geht dabei weniger um Büchsenmacherkenntnisse, sondern um die rechtlichen Grundlagen und die sich daraus ergebenden Pflichten und den sicheren Umgang mit den Waffen. Einen gewissen Sinn kann man daher der Sache sicher nicht absprechen, über Details in Form und Fassung aber, wie natürlich immer, trefflich streiten. Sachkundig müssen auch diejenigen Personen sein, die die Aufsicht beim Schießen übernehmen.

    Hier mal die passende Verordnung:


    § 1 Umfang der Sachkunde

    (1) Die in der Prüfung nach § 7 Abs. 1 des Waffengesetzes nachzuweisende Sachkunde umfasst ausreichende Kenntnisse
    1.
    über die beim Umgang mit Waffen und Munition zu beachtenden Rechtsvorschriften des Waffenrechts, des Beschussrechts sowie der Notwehr und des Notstands,
    2.
    auf waffentechnischem Gebiet über Schusswaffen (Langwaffen, Kurzwaffen und Munition) hinsichtlich Funktionsweise, sowie Innen- und Außenballistik, Reichweite und Wirkungsweise des Geschosses, bei verbotenen Gegenständen, die keine Schusswaffen sind, über die Funktions- und Wirkungsweise sowie die Reichweite,
    3.
    über die sichere Handhabung von Waffen oder Munition einschließlich ausreichender Fertigkeiten im Schießen mit Schusswaffen.

    (2) Die nach Absatz 1 nachzuweisenden Kenntnisse über Waffen und Munition brauchen nur für die beantragte Waffen- und Munitionsart und nur für den mit dem Bedürfnis geltend gemachten und den damit im Zusammenhang stehenden Zweck nachgewiesen werden.

    (3) Wird eine Erlaubnis nach § 26 des Waffengesetzes beantragt, so umfasst die nachzuweisende Sachkunde außer waffentechnischen Kenntnissen auch Werkstoff-, Fertigungs- und Ballistikkenntnisse.

    Carcano

    Auch wenn es mittlerweile allgemeiner Konsens zu sein scheint, das das praktische Demonstrieren ausreichender Fertigkeiten im Schießen mit Schusswaffen Teil der Prüfung sein muss,

    so lese ich da immer noch, dass ausreichende Kenntnisse über ausreichende Fertigkeiten nachgewiesen werden müssen. Kenntnisse über Fertigkeiten nachweisen heißt aber zumindest für mich nicht zwangsläufig, dass die Fertigkeiten praktisch demonstriert werden müssen. Klar, ist naheliegend, aber generell auch zwangsläufig? Zumal man ja auch fragen kann, was die Abgabe eines oder mehrere Schüsse hier wirklich bringt.

    Aber, abgesehen mal davon, was sind eigentlich ausreichende Fertigkeiten im Schießen? Ist das irgendwo näher definiert oder wird es irgendwo erläutert? Die Frage nach einer möglichen B-Note verkneife ich mir jetzt mal. Will ja seriös sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das ist jetzt wieder so eine Besonderheit bei uns Piefkes. Das kannst Du in deiner Alpenrepublik nur schwer verstehen. ;)

    Im Prinzip geht es aber, wie der Name ja schon sagt, darum, dass die Waffen bei uns alle sachkundig sein müssen. Wäre ja auch schlimm, wenn es nicht so wäre. Was da alles so passieren könnte. Gar nicht auszudenken. 8)


    Apropos, müsst ihr nicht alle vorher zum Kopf-Klempner? :P


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Micha,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Ich komme auch aus Westfalen, bin aber normalerweise in einem anderen Bezirk unterwegs.

    Vielleicht kann ich Dir hier ja schon mal einen kleinen Tipp für die künftige Vereinssuche geben. Im Bereich LG (und auch LP und Bogen) wird mittlerweile neben den altbekannten RWKs und Meisterschaften auch nach einem speziellen Liga-Modus geschossen. Möglicherweise hast Du davon inzwischen ja auch schon etwas gehört. Jedenfalls kann man in der Regel schon sagen, das Vereine, wenn sie mit Mannschaften am Liga-Betrieb teilnehmen, und sei es "nur" auf Kreisebene, das sportliche Schießen schon etwas leistungs- und wettkampforientierter betreiben. Unter diesen Vereinen wirst Du möglicherweise, auch in Bezug auf deine Anmerkungen, eher einen für dich passenden Verein finden.

    Am besten schaust Du dazu mal auf der Internetseite des WSB nach. Dort sind auch die aktuellen Tabellen der einzelnen Ligen (etwas konfus) zu finden und dort werden auch Vereine aus deinem Kreis Soest-Lippstadt aufgeführt. Wenn Du auch bereit bist, geringfügig weitere Anfahrten in Kauf zu nehmen, dann gibt es mit dem SV Deiringsen (bei Soest), der SG Hamm und St. Hubertus Elsen (bei Paderborn) auch Vereine, die in der höchsten Liga, der Bundesliga, mitschießen bzw. zur Zeit für Deiringsen, mitgeschossen haben. Keine Angst, diese Vereine haben auch Mannschaften in den unteren Ligen. Aber Du findest in diesen Vereinen auf jeden Fall viele Gleichgesinnte und normalerweise auch ein halbwegs professionelles Umfeld mit erfahrenen Trainern und Betreuern.

    Die Kosten (Beiträge usw.) können in den Vereinen übrigens teilweise stark differieren. Das hängt von den jeweiligen Strukturen ab und auch oft, ob es große Schützenvereine oder reine Sportschützenclubs sind. Also ruhig auch mal in dieser Hinsicht schlau machen und vergleichen.

    Die Möglichkeit, außer LG auch mal andere Disziplinen schießen zu können, sollte man bei der Vereinssuche vielleicht auch im Auge behalten. LG ist natürlich das Sportgerät Nr. 1, aber möglicherweise liegen Dir ja andere Disziplinen wie Dreistellung oder Liegend bis hin zur Kurzwaffe sogar noch mehr, ohne dass Du das jetzt schon weißt.

    Vielleicht kannst Du ja auch mal in Lippstadt bei Hermann Hasselhorst vorbeischauen. Der ist erstens sehr nett und hat als Händler sicher auch einen guten Einblick in die nähere Schießsportszene um Lippstadt und Erwitte. Passende Ausrüstungen verkauft er natürlich auch. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Major Tom,

    die von Dir genannten Preisangaben schwanken innerhalb der Kreise und Bezirke der jeweiligen Landesverbände des DSB, teilweise sogar recht stark. Knapp 100.- EUR sind aber ein guter Richtwert für die allgemein gültige Sachkunde inklusive Berechtigung zur Standaufsicht. Aber es geht auch deutlich deutlich preiswerter, wie die anderen Beiträge hier ja zeigen.

    Selbst bei den kommerziellen Anbietern halte ich 250.- EUR für leicht überzogen. Auch dort gibt es Angebote im Bereich von 100.- EUR.

    Die kommerziellen Anbieter sind auch nicht die einzige Alternative, wenn man als Schütze keinem anerkannten Schießsportverband angehört. Es gibt auch traditionelle Schützenverbände, welche Sachkundelehrgänge für ihre Mitglieder anbieten, z. Bsp. im Hinblick auf das Traditionelle Vogelschießen. Diese Lehrgänge werden auch oft erstaunlich preiswert angeboten und der Teilnehmer erhält normalerweise eine behördlich uneingeschränkte Sachkundebescheinigung inklusive Berechtigung zur Standaufsicht.

    Dein Hinweis, dass sich einige Landesverbände mit der gegenseitigen Anerkennung der Sachkunde im Hinblick auf weiterführende Lehrgänge und teilweise auch in Bezug auf die Berechtigung zur Standaufsicht etwas schwer tun, ist wichtig und sollte von den Aspiranten je nach gegebener Situation auch berücksichtigt werden.


    Ach ja, wie man auf so günstige Preise kommt, ist ganz einfach. Man macht es ehrenamtlich ohne Spesen. Der sichere praktische Umgang mit den Schusswaffen kann auch ohne jegliche Schussabgabe demonstriert und geprüft werden.


    Die Gelbe WBK kann es auch ohne anerkannten Verband geben. Mir ist jedenfalls so ein Fall bekannt. Ist aber immer sehr stark von der jeweiligen Behörde und dem zuständigen SB abhängig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich glaube, wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir die Ernsthaftigkeit unseres Sports von der Empfindlichkeit unserer Sportgeräte anhängig machen. Wir tun uns wohl generell keinen guten Gefallen, wenn wir immer nur die eigene Sichtweise und die eigenen Disziplinen als Maßstab für ernsthaftes Schießen nehmen. Wir schränken uns damit nur immer weiter ein und überlassen damit auch den Gegnern des Schießsports die Option, zu entscheiden, was Sport ist und was nicht. Der Schütze, der mehr oder weniger regelmäßig zum Stand kommt und dort seine Schüsse ohne große Wettkampfambitionen und ohne ernsthaften Gedanken an Olympia abgibt, weil ihm das so Freude bereitet, hat die gleiche Berechtigung wie der Kaderschütze in den olympischen Disziplinen, zumindest nach meiner Sichtweise.

    Ein Schweizer, der sein SIG 550 oder Stgw 90 zum Feldschießen schleppt, wird auf die Frage nach dem fehlenden Futteral möglicherweise antworten, das Gewehr sei nicht so empfindlich und müsse daher auch nicht besonders geschützt werden. Aber nur die wenigsten würden wohl auf die Idee kommen, das Eidgenössische Feldschießen nicht auch als einen großen sportlichen Wettkampf anzusehen.

    Auch mit einer Glock oder einer anderen Gebrauchspistole kann man - auch "noch" in Deutschland und auch nach DSB-Regeln - durchaus ernsthaft sportlich schießen und sogar zu Meisterehren kommen.


    Zum Thema Notwehr und Selbstverteidigung wurde hier wohl schon das Wesentliche in Bezug auf die rechtlichen Grundlagen und auch auf mögliche Konsequenzen hin gesagt. Daher möchte ich es auch jetzt dabei belassen.


    Mit bestem Schützengruß, meint Frank, der auch immer nur mit den empfindlichen Teilen schießt

    Das brauchst Du dir gar nicht mehr patentieren lassen. Das wird Dir möglicherweise sogar schon ab zu mal völlig ungefragt und ohne explizite Bestellung verkauft. Es wird auch nicht speziell beworben und es ist jetzt auch nicht nur Sauerstoff, sondern, sagen wir mal, eher echte frische lufthaltige Luft, gegebenenfalls auch echte Landluft. Selbst Stadtluft geht. Ist also mehr so eine Art stiller Service. 8o Muss man aber streng von der gesiebten Luft trennen. ;(

    Warum das bisher nicht wirklich beworben wird, weiß ich jetzt auch nicht. Müsste doch eine gute Tuning-Maßnahme sein, denn bekanntlich rennt doch so eine Verbrennungsmaschine, die ordentlich Luft kriegt, viel besser.


    Wie immer mit bestem Schützengruß

    Frank