Beiträge von Murmelchen

    Hallo hicetnunc,

    wie meine Vorgänger schon schrieben, sind Treffpunktverlagerungen normal. Solche Treffpunktverlagerungen hängen sogar nicht nur von anderen Ständen und den Faktoren Beleuchtung, Scheibenhöhe usw. ab, sondern auch von deinem Anschlag, einer möglichen Brille und sogar von deiner subjektiven Wahrnehmung. Diese Wahrnehmung muss auch nicht immer gleich bleiben, sondern kann sich sogar im Laufe eines Wettkampfs oder einer Schießserie ändern. Deshalb kann und gibt es auch nicht das sogenannte eingeschossene Gewehr. Du solltest also nicht nur auf fremden Ständen am Diopter drehen, sondern auch und gerade im Wettkampf, wenn Du merkst, dass sich deine Trefferlage verändert. Selbst wenn Du meinst, die Ursache dafür wären deine eigenen Fehler, macht das Drehen Sinn, denn im Wettkampf geht es ja immer nur um das Ergebnis. Oft sieht man als Auswertung Scheiben, wo ganz klar mit ein paar Rasten am Diopter ein deutlich besseres Ergebnis drin gewesen wäre. Mach Dich aber mit dem Diopter vertraut, damit Du nicht im Wettkampfstress in die falsche Richtung drehst. Eine einfache Merkregel lautet, immer die Schrauben dahin drehen, wo auch die Schüsse hin sollen. Den Diopter dabei ein oder zwei Rasten über das Ziel und dann zurück drehen, kann bei älteren Modellen auch das manchmal mögliche Klemmen verhindern.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Um die Diskussion wieder auf eine sachlichere und klarere Ebene zurückzuführen stelle ich folgende Frage:


    Ja sicher doch, vielleicht wieder in Richtung südeuropäische Rollerfahrer?

    Was ist denn eigentlich genau das Problem, das du (wegi82) mit Standaufsichten beim Training hast?


    Vielleicht ist man ja in Österreich der Ansicht, die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen verantwortlichen Aufsichtspersonen seien die Lösung für ein gar nicht existierendes Problem bzw. könnten im ganz seltenen Falle eines Falles auch nicht wirklich etwas verhindern.

    Bei Wettkämpfen scheinst du diese ja zu akzeptieren? Erklärs mir bitte nochmal in knappen Sätzen, da auf Grund der vielen Beiträge deine eigentliche Intention für mich nicht mehr ganz nachvollziehbar ist.


    Der Unterschied zwischen Kampfrichtern, Schießleitern und Wettkampfaufsichten auf der einen Seite und den hier in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Aufsichten sollte aber auch Dir klar sein, auch wenn das zugegebenermaßen beim DSB in der Sportordnung manchmal etwas durcheinander geht.


    Noch eine Anmerkung zum Schluss:

    Wer wie Du regelmäßig so wichtige Fakten wie die Einstufung der Versicherer, die Sportschießen regelmäßig vom Risiko her fast auf eine Stufe wie Schach stellen, oder eben auch diese Österreichische Statistik relativieren oder in Frage stellen muss, der hat doch schon ein Problem mit der Wirklichkeit.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Katja,

    ich habe mit deiner Sichtweise kein Problem. Auch wenn ich jetzt selbst keine geeignete Kurzwaffe - ich bin auch so nicht ganz wehrlos - für den Fall der Fälle besitze, so würde ich doch nie jemandem das Recht auf Notwehr absprechen wollen. Ich habe hier im Forum auch schon ein paar Anmerkungen dazu gemacht. War aber auch ein etwas wilderer Beitragsstrang. :whistling:

    Eine saubere Trennung von SV und Sportschützenbedürfnis würde ich auch begrüßen. Aber mir geht der jetzige zu eng gefasste Bedürfniszwang im Bezug auf die Aktivitätsforderung von Sportschützen oder Jäger schon zu weit. Gegen eine weitgehende Überprüfung der Eignung und Zuverlässigkeit habe ich keine Einwände, im Gegenteil. Aber ich möchte mir nicht so gerne vorschreiben lassen, wie oft und mit welcher Intensität ich meinen Sport ausübe. Selbst wenn ich meinen Sport mal ein paar Jahre nicht ausübe oder im Alter nicht mehr ausüben kann, darf das nicht bedeuten, dass ich Gefahr laufe, meine Waffen abgeben zu müssen. Ich werde dadurch ja nicht unzuverlässig und im Prinzip sind die Sachen doch besser im Tresor aufgehoben, als auf dem Stand oder auf der Straße. :D Da sollte man bei den Sportschützen besser keine weiteren Aktivitätsforderungen stellen. Kann man ja in Bezug auf SV auch schlecht, oder? 8)

    So, ich gehe jetzt ganz schnell Bubu machen. Wahnsinn, fast den ganzen Tag im Forum verbracht. Na ja, ich gönne mir ja auch sonst nichts. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Katja,

    vom Zwang und dann noch gleich drei Jahre, hat hier keiner der vermeintlichen DSBler geschrieben, sollte ich jetzt nicht wirklich etwas überlesen haben. Dieses Argument wird aber in dieser Absolutheit immer sehr gerne von (pauschalen) DSB-Kritikern gebracht. Absurd wird der Vorwurf, wenn man ihn auch auf reine Druckluftvereine anwendet. Ich habe jedenfalls meine Anmerkungen auch ein wenig begründet, aber eben auch vor dem Hintergrund eines Vereins mit bestimmter Ausrichtung.

    Was mich aber hier bei diesen Diskussionen mittlerweile stört, sind die Pauschalierungen und Lagerzuordnungen. Ich habe auch den Eindruck, nicht wenigen Mitschreibern hier geht es gar nicht (mehr) um einen Dialog sondern nur um eine Plattform für eigene Parolen. Ein Dialog würde nämlich auch bedeuten, erst mal (richtig) zu lesen, was andere so schreiben, sich damit dann auch mal auseinanderzusetzen und dann (bei Bedarf) auch mal darauf einzugehen. Damit das jetzt nicht falsch rüber kommt, ich beziehe mich damit nicht ausdrücklich auf Dich.

    Aber an wen richtest Du denn jetzt den letzten Teil deiner Fragen und warum stellt Du die Fragen denn so pauschal adressiert? Wer ist denn in dem Zusammenhang "Ihr" und "Euch"? Wäre es nicht sinnvoller, konkret diejenigen hier zu fragen, die sich mit Forderungen nach Beschränkungen oder gar Verbotsforderungen hervortun? Dieses undifferenzierte Bild von den DSBlern mit den Phobien ist doch genauso haltlos wie das Bild von den "Waffenpropagandisten" auf der anderen Seite. Auch die vermeintlichen DSBler schreiben hier schon etwas differenzierter, jedenfalls die meisten. Es ist sicher legitim, hier auch die ganz Verbohrten anzusprechen, aber bitte nicht pauschalisieren. Der kurze Auftritt von BBF war ja bisher auch unter aller Kanone. Sollen "wir" jetzt auch alle GK-Anhänger anderer Verbände aufgrund seines Benehmens in eine Schublade stecken?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Lieber MichaelBeutel,

    warum habe ich bei Dir eigentlich immer den Eindruck, dass es Dir gar nicht um die Sache an sich geht?

    Warum fällt es Dir immer so schwer, auch mal Fakten zu akzeptieren?

    Österreich ist jetzt nicht so wahnsinnig groß, dass man dort nicht die Anzahl der Schießunfälle überblicken könnte und Antis, die ja immer so gerne mitzählen, gibt es dort natürlich auch.


    Sollten wir jetzt womöglich doch weiter über südeuropäische Rollerfahrer und deren Risikokompensation diskutieren?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wir sind ein Treffpunkt für Sportschützen und nicht für Legalwaffenbesitzer.


    Ja, aber Sportschützen sind eben auch oft Legalwaffenbesitzer und damit auch von der ganzen Problematik der Gesetzesverschärfungen betroffen.

    Frage an Axel:

    Bin ich jetzt auch ein Waffenpropagandist, weil ich auch für ein liberales Waffengesetz eintrete, gegen die fortlaufende verschärfte Bedürfnisprüfung bin und auch mit den Hausbesuchen nach § 36 so meine Probleme habe?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo jojo1955,

    Frank. Bin American Eagle Fan. Schieße damit mit meiner Walther P22


    ich weiß ^^ , deshalb habe ich dazu ja auch schon was bezüglich Pistole geschrieben. Die Eagle hat erst mal zu viel Bums und sie ist als HV-Patrone auch nicht so präzise wie eine Match-Patrone. Aber wie schon gesagt, Munition ist wieder ein Sonderthema. Du kannst aber davon ausgehen, dass die Schützen, die regelmäßig vorne mitmischen, auch getestete Serien schießen.

    Wie schwer bzw leicht sollte denn so ein KK Gewehr sein?


    Wie gesagt, Du darfst beim WSB/DSB bis 8 kg gehen. Da du es ja auch Auflage nicht heben und halten musst, schadet das Gewicht auch nicht. Im Gegenteil, das Gewehr liegt dadurch natürlich auch satter und träger.

    Ach ja, mal so eine andere Frage; Was haltet ihr von der CZ452 Varmint Match? Meine 9mm ist eine CZ. Bin damit sehr zufrieden. Für die Preislage schießt sie besser als ich. :D


    Die CZ ist sicher kein schlechtes Gewehr, aber eben auch keine richtige Match-Büchse.

    @ Frank, gibt´s denn nicht auch Jagd- und andere Gewehre, die einen Pistolengriff haben? Liegt es nicht auch an der länge des Gewehrs? Ich frage nur, denn wenn´s "nur" an dem Pistolengriff liegt, müßten diese Art von Gewehr doch "ausgestorben" sein - genau wie die Dinos. :rolleyes: :D


    Es hängt sicher auch von der Länge ab, wie natürlich die Hand greifen kann. Aber ein Match-Gewehr sollte auch immer auf die (Arm)Länge des Schützen eingestellt werden. Hier mal eine kleine Daumenregel. Stell den Schaft in deine Armbeuge. Dann solltest Du ganz natürlich mit etwas Druck im Arm am Pistolengriff zugreifen können und das Abzugszüngel mit dem mit dem ersten Teil oder der ersten Wurzel des Zeigefingers so berühren können, das die Kraft dabei genau nach hinten geht. Das Handgelenk soll dabei möglichst gerade und natürlich bleiben.

    Das mit dem Pistolengriff bei der Erma ist wohl nicht so ganz richtig rübergekommen. Ich meinte, die hat gar keinen "richtigen" Pistolengriff. Schaue Dir dazu mal die Match-Büchsen an. Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich jetzt auf der Jagd mal ein paar Schüsse abgebe, oder 30 oder 60 Schuss im Wettkampf. Auch bei der Erma als Nachbau einer Infanterie-Büchse stand ja wohl der sportliche Aspekt nicht an erster Stelle. Außerdem ist die Schaftform jetzt schon 70 Jahre alt. Da sahen selbst die Sportgewehre noch anders aus.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kogge,

    warum hingt denn jetzt der Vergleich mit den Jägern? Die dürfen schließlich doch sogar in der freien Botanik ohne Aufsicht schießen und zwar mit Waffen, die aufgrund ihrer Reichweite und den jagdlich verwendeten Geschossen wirklich nicht ohne sind. Meinst Du wirklich, die Jägerprüfung ist im Bereich Sicherheit und Waffenrecht wirklich so viel umfangreicher, oder sind Jäger so per Definition generell die zuverlässigeren Menschen? Was ist denn mit dem Sportschützen, der auch Jäger ist?

    Aber warum willst Du päpstlicher als der Papst sein? Bitte nicht falsch verstehen, dass soll nicht plump oder gar persönlich rüberkommen. Als Vorsitzender und Betreiber gehst Du immer ein Risiko ein, egal wie vor- und umsichtig Du bist, gerade in der heutigen Zeit, wie Du schon sagtest. Aber bei einer legalen und völlig gesetzeskonformen Nutzung eines Schießstandes sehe ich jetzt wirklich kein Problem. Bei uns bekommt allerdings auch nicht jeder einen Schlüssel, nur weil er sachkundig ist.

    Apropos, wenn der Kripomann erst mal nach dem Sportleiter fragte, zeugt das auch nicht gerade von viel Sachkompetenz. Aber die "Jungs" kompensieren das auch schon mal gerne durch besonders forsches Auftreten. Natürlich nicht alle, aber manche schon.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Axel,

    Achtung, gerade beim Auflageschiessen kommt es sehr stark auf die Güte des Gewehres an.
    Da darf man sich eigentlich schon keine 9er mehr erlauben.
    Deshalb kommt man da mit einem mittelmässigen Gewehr schnell an seine Frustgrenze.


    Ich habe jetzt aber auch nichts anderes geschrieben, oder? Aber mit 290 Ringen ist man bei KK-Auflage (im Gegensatz zu LG-Auflage) auch schon ganz gut dabei und die Grenzen werden da doch noch eher durch den Schützen als das Gewehr gesetzt. Auflage ist übrigens gar nicht so einfach.

    Wichtig ist natürlich, dass auch die Schussleistung noch einigermaßen stimmt, denn auch bei KK-Auflage hängen die Trauben mittlerweile recht hoch.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Geronimo,


    Ich empfinde die Sicherheitsschnüre als einen sehr großen Vorteil: Die bewährten Sicherheitsvorkehrungen werden dadurch erstmals schnell kontrollierbar. Scheinsicherheit wäre darauf zu vertrauen, dass der Schütze seine Waffe vermutlich schon entladen hat und sich dann zu wundern, wenn sich doch mal ein Schuss löst.


    wir beide hatten das Thema Stöpsel ja schon öfter mal. Ich werde Dich vermutlich auch nicht wirklich von den Problemen damit überzeugen können. Aber ganz unkommentiert will ich es auch nicht stehen lassen, weil ich es für wichtig halte.

    Diese Sicherheitsvorkehrungen sind nicht bewährt, diese Idee kam erst nach dem Unfall in München, und sie haben sich auch nicht wirklich bewährt. Ich weiß jetzt nicht, ob Du in den letzten Jahren mal eine Waffenkontrolle bei einer größeren Veranstaltung durchgeführt hat. Da kommen jetzt leider regelmäßig Schützen rein, richten die Mündung auf dich und verstehen dann nicht, wenn man dann etwas sauer wird, weil es ja doch durch die Stöpsel ganz sicher ist. Sie verstehen gar nicht, dass sie damit die wichtigste Sicherheitsregel unterlaufen. Irgendwann packt nämlich doch einmal einer ein geladenes Gewehr aus und weil er ja meint, er hätte ja einen Stöpsel drin, richtet er dann die Waffe doch auf andere und spielt am besten noch mit dem Abzug und dann macht es Bumm. Scheiße, wie konnte dass denn passieren, war doch gar nicht geladen, war doch ein Stöpsel drin. Auch gibt es zumindest LGs, die kann man laden und dann den Stöpsel nachschieben und das wird auch teilweise in Wettkämpfen bei Unterbrechungen, oder wenn die Waffe aus der Hand gelegt wird, so gemacht. Aber der entscheidende Grund gegen diese Stöpsel lautet eben, dass deswegen einige Zeitgenossen wieder lockerer in Bezug auf die wirklich wichtigen Sicherheitsregeln werden. Selbst wenn eine Waffe aus Versehen geladen ist, wird es erst dann wirklich gefährlich, wenn man diese auf andere Menschen richtet und / oder am Abzug spielt.

    Wenn die Sicherheitsregeln konsequent eingehalten werden, braucht es keine weiteren Stöpsel. Werden aber die Sicherheitsregeln nicht eingehalten, können selbst die Stöpsel gefährlich werden. Außerdem tritt dadurch die schon oben beschriebene Risikokompensation auf. Menschen ticken leider oft so. Manche Autofahrer meinen ja auch, sie könnten durch ABS später bremsen.

    Wie gesagt, der DSB scheint das Problem wohl erkannt zu haben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo BBF,

    auf wie viele Teilnehmer und Disziplinen haben sich denn diese 4200 Starts verteilt? Wie sehen denn die einzelnen Disziplinen bezüglich der Schusszahlen aus? 120 oder auch nur 60 Schuss Wertung ist beim BDS ja wohl eher weniger angesagt, oder?

    Wie ich schon sagte, eigentlich finde ich diese Diskussionen doof, aber Du möchtest es ja so.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo jojo1955,

    für Auflage kannst Du sicher schon mit den von Dan genannten Match-Büchsen gut klar kommen. Bei dem ganz alten Krempel passen aber die Zubehörteile nicht mehr. Du willst sicher auch (irgendwann) Wechsekorne und eine Irisblende mit möglicherweise auch Filtern und Optik. Da musst Du halt bei den älteren Gewehren etwas aufpassen, ob das heutige Zubehör noch passt, oder sonst oft nur trickreich umbauen. Wichtig ist natürlich, dass auch die Schussleistung noch einigermaßen stimmt, denn auch bei KK-Auflage hängen die Trauben mittlerweile recht hoch. Zu den Munitionstests gibt es hier ja auch schon andere Beiträge. Für gute Match-Resultate nimmt man jedenfalls keine American Eagle. ;)

    Bei schrägen Vorderschäften ist es sinnvoll, diese durch einen Auflagekeil zu begradigen. Auch kann eine Visierrückverlagerung aus dem Zubehörhandel Sinn machen. Ob Du auch mit einem Schaft ohne verstellbare Backe klar kommst, musst Du selbst ausprobieren. Das ist aber immer eine Schlüsselstelle für gutes Schießen. Zur Not kannst Du auch ein Stück Leder oder so auf die Backe kleben und damit fehlendes Material ausgleichen. Die Schaftlänge kannst Du immer durch Klötzchen oder in die andere Richtung auch mit der Säge anpassen. Etwas mehr Masse schadet gerade beim Auflage-Schießen auch nicht. Du kannst da bis 8 kg gehen, wenn nicht anderes ausgeschrieben.

    Eine Disziplin Auflage mit Zielfernrohr ist wohl auch geplant bzw. wird wohl auch teilweise schon geschossen. Aber so aus dem Stegreif kann ich jetzt dazu nichts sagen.

    Apropos, die Erma hat ja nur einen sehr schrägen angedeuteten Pistolengriff. Da kann das mit den Schmerzen im Handgelenk schon herrühren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    PS: So ganz jung bin ich jetzt auch nicht mehr und manchmal zwackt es auch schon ganz schön. :D

    Ach Gottchen. Es wird immer abstruser.

    In München nehmen jedes Jahr über 5000 Teilnehmer an der DM teil und es werden dort so um die 9000 Starts absolviert. Die Ranglisten können über Jahre hinweg abgerufen werden. Schau Dir dazu dann auch noch die nötigen Qualifikationszahlen an. Auch in den Landesverbänden bei den Landesmeisterschaften werden zum Teil fast ähnlich hohe Starts absolviert, wobei das natürlich regional stark unterschiedlich ausgeprägt ist. Für Westfalen stimmt es aber und in Bayern hängen die Trauben noch deutlich höher. Schaue mal wie wenig Teilnehmer der Landesmeisterschaften sich überhaupt nur für die Deutsche qualifizieren. Aber auch bei dem LM gibt es wieder Qualifikationszahlen und bei den Bezirks oder Gaumeisterschaften gibt es oft auch Disziplinen und Klassen, wo sich von 50 Teilnehmern nur 4 bis 5 für die LM qualifizieren.

    Da finde ich die Ranglisten anderer Verbände doch regelmäßig sehr überschaubar, wenn auch oft konfus.

    Noch eine Frage: Selbst wenn die Zahl 40 000 beim BDS stimmen sollte, was ich bezweifle, wie viel nehmen denn davon so regelmäßig an der DM des BDS teil?


    Wie schon gesagt, ich mag eigentlich diese blöden Spielchen zwischen den Verbänden gar nicht, aber manches kann auch einfach nicht so ganz unwidersprochen stehen bleiben.

    Ich verstehe auch nicht, warum immer wieder (allerdings nur von sehr wenigen) so lautstark gefordert wird, den DSB radikal in Richtung der anderen Verbände umzumodeln. Es gibt doch diese Alternativen und wer damit glücklich ist, der soll doch auch in diese Verbände bzw. Vereine eintreten. Niemand wird doch gezwungen, auch beim DSB mit diesen doch ach so blöden Disziplinen den den den ach so blöden Säcken von Funktionären mitzuschießen, wie Du dich auszudrücken pflegtest.

    Aber so wie es aussieht, wollen das doch wohl immer noch recht viele.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    @BBF und auch Dan,

    das Argument mit der angeblichen Gängelei durch Druckluft wird auch dadurch nicht besser oder richtiger, indem man es ständig wiederholt. Das sportliche Schießen muss man sich erarbeiten, da führt kein Weg dran vorbei. Gerade moderne prellschlagfreie Druckluftwaffen bieten daher die beste und schnellste (und auch preiswerteste) Möglichkeit für ein sauberes Erlernen der Technik. Nur so kann der Schütze/die Schützin erkennen, ob und wie sauber im Halteraum ausgelöst wird usw.. Es macht schlicht keinen Sinn, einem Anfänger gleich eine Super Match, eine Freie Pistole oder eine OSP in die Hand zu drücken. Damit macht man es ihm / ihr nur schwerer. Das hat also mit Gängelei gar nichts zu tun. Und wer in einen reinen Druckluftverein oder einen Verein mit Schwerpunkt KK-Gewehr DSB/ISSF eintritt, aber nur GK-Kurz im Kopf hat, der ist halt schlicht falsch. Von mir bekäme er dann aber trotzdem eine fundierte Beratung, sofern er ehrlich zu mir wäre. Vom mir aus kann auch (fast) jeder bei uns erst mal eine Schachtel Patronen durch den Lauf jagen, dann allerdings auch auf seine Kosten. Nur weiß ich, dass das der falsche Weg ist, denn so stellt sich nur schnell Frust ein und die Wahrscheinlichkeit, dass der Interessent schnell wieder abspringt, ist so viel größer, als wenn man das behutsam macht.

    Wer aber das Luftgewehr oder die Lupi nur als Krücke auf dem Weg zur .44er sieht, der hat das Wesen des (statischen) Schießsports eh nicht richtig verstanden. Zum Thema Spaßgesellschaft und dem Wesen des Schießsports habe ich ja weiter oben auch schon etwas geschrieben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    die von Dan More verlinkten Match-Büchsen sind für den Einstieg in das sportliche Gewehrschießen nach DSB durchaus noch geeignet, die jagdlichen Gewehre aber nicht. Mit den einfachen Systemen, den dünnen Läufen und den Abzügen, selbst wenn mit Stecher, tut man sich keinen Gefallen. Zudem sind diese Gewehre fast immer als Repetierer ausgelegt. Auch das erschwert die Nutzung in Bewerben, wo nur einzeln geladen werden darf. Einfach mal eben so den Schaft wechseln geht auch nicht. Abgesehen mal von den nicht passenden Schraubverbindungen spielt die Schaftbettung eine Schlüsselrolle für die Schießleistung der Waffe. Wird so eine Bettung nicht korrekt ausgeführt, dann kann sich dadurch die eh schon schlechtere Präzision nochmals erheblich verschlechtern.

    Zu den Match-Büchsen: Auch wenn die älteren Büchsen von Walther, Hänel (Suhl) oder Weihrauch (Diana fehlt noch und ist speziell) durchaus noch brauchbar sind, so bekommt man doch damit Probleme, wenn man die Gewehre (später) mit modernen Zubehörteilen oder einem modern Schaft aus- oder nachrüsten möchte. Da sind dann die Anschütz Match 54 doch die bessere Option. Mal abgesehen von den nicht passenden Korntunneln und der UIT-Schiene bei den ganz alten Modellen aus den Fünfzigern und frühen Sechzigern bekommt man für diese Gewehre noch jedes moderne Zubehör bis hin zu den modernsten Alu-Schäften.

    Ich habe ja schon oben geschrieben, dass man mit den alten Match-Büchsen noch einsteigen kann. Aber man wird auch sehr schnell die Grenzen dieser Gewehre in Bezug auf die Schäfte feststellen. Diese Gewehre haben alle noch keine verstellbare Schaftbacke. Klar kann man sich hier arrangieren und ein Anfänger merkt womöglich auch noch nicht den Unterschied, aber irgendwann stellt man dann doch fest, das man ja speziell Liegend nicht sauber durch das Diopter schauen kann. Da wird dann doch der Wunsch nach einer verstellbaren Backe immer größer. Aber es geht noch weiter. Wenn man schon Erfahrungen mit einem modernen LGs sammeln konnte, dann möchte man auch so einen Schaft mit den vielen Einstellmöglichkeiten für das KK-Gewehr. Schießt man auch Dreistellung, so nervt irgendwann die ganze Schrauberei und schlechte Wiederholgenauigkeit der Einstellungen mit der Schaftkappe und man wünscht sich dann für jede Stellung eine Kappe, die man schnell austauschen kann.

    Es kommt aber generell auch etwas darauf an, was man schießen möchte. KK-Auflage stellt wieder andere Anforderungen an das Gewehr, als Liegend, Dreistellung oder 100m Stehend.

    Nach meiner Auffassung ist es aber auch etwas fragwürdig, bei der Auswahl einer Match-Büchse eine zu enge Preisgrenze zu setzen. Mit etwas Geduld und Glück bekommt man auch schon eine gute 1807 oder eine Match 54 in der letzten Ausführung in einem 1807 oder noch besser 1907 Schaft für 300 bis 500 EUR. Die 1807 und 1907 Schäfte (es gibt Unterschiede) sind immer noch ganz brauchbar, wenn es nicht unbedingt ein Super Match Schaft (die älteren passen auch nicht jedem Schützen) sein muss, welche auch immer etwas teurer gehandelt werden. Man darf dabei ja auch nicht vernachlässigen, dass der Wertverlust sich bei den Gewehren ja doch (noch) in Grenzen hält und daher die Investitionskosten auch nicht verloren sind, sollte man sich doch mal wieder davon trennen wollen. Man tut sich aber keinen großen Gefallen, wenn man erst mal ein Gewehr mit altem Schaft kauft, aber schon mit der festen Absicht, später auf jeden Fall aufzurüsten, denn die besseren Schäfte werden oft einzeln recht teuer gehandelt.

    So, das war es erst mal. Hier im Forum gibt es auch schon Beiträge, welche die Unterschiede der einzelnen Anschütz Modellreihen genauer beschreiben.


    @jojo1955

    Ich weiß jetzt ja nicht, wie und mit welchem Anschlag Du das M1 geschossen hast und warum die Handschmerzen gekommen sind, aber so ein M1 ist gegenüber den richtigen Match-Büchsen schon extrem leicht. Bedingt durch die Schäftung ist aber auch kein richtig guter sportlicher Anschlag Stehend möglich. Der Schaft dürfte wohl den meisten erwachsenen Schützen zu kurz sein und durch die fehlende Tiefe am Vorderschaft muss man das Gewehr wohl am besten auf die Fingerspitzen legen. Geht zwar auch, ist aber doch nicht optimal. Wenn Du mal ein Gewehr mit richtiger Match-Schäftung in die Hand nimmst, wirst Du die Unterschiede sofort merken, aber selbst die sind halt standardisiert und passen daher auch nur dann einigermaßen gut, wenn man auch Standardmaße hat.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo MichaelBeutel,

    wer ist denn jetzt der BVS? Ein anerkannter Schießsportverband?

    Du hast jetzt aber meine Anmerkungen weiter oben im Beitragsstrang schon gelesen? Ich habe kein Problem mit dem DSB und seinen Disziplinen. Im Gegenteil, ich mag diese pauschalen Rundumschläge nicht. Ich mag es aber auch nicht, wenn andere Verbände und deren Disziplinen pauschal verteufelt oder sogar Verbote gefordert werden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Königstiger und BBF,

    einen gewissen Reiz will ich der Sache nicht absprechen. Allerdings sind die Disziplinen in Deutschland (bisher) kaum bekannt und werden ja auch nur in ganz wenigen Vereinen überhaupt angeboten bzw. praktiziert. Neben der Verbandsmitgliedschaft braucht man dann auch noch einen passenden Stand dafür. Auch nicht mehr ganz so einfach heutzutage in Deutschland. Und Hunderte von Kilometern nur für eine Disziplin zu fahren, macht auch nicht jeder.

    Bezüglich der Bekanntheit ist auch noch zu sagen, dass ich erst neulich noch von einem Sachbearbeiter hörte, man könne als Sportschütze gar keine Luftgewehre über 7,5 Joule erwerben, da man ja dafür mangels Disziplin kein Bedürfnis geltend machen könne. Lassen wir jetzt mal die Sache mit der alten WBK Gelb weg; der Mann wusste gar nicht, das der BDS diese Disziplin anbietet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo BBF,

    auch ich war und bin kein Freund dieser Stöpselgeschichte. Ich habe darin auch immer nur eine Scheinsicherheit gesehen, die dabei sogar immer auch Potenzial für Risikokompensation hatte. Aber in der Sport- oder Standordnung des DSB werden die Stöpsel auch nicht mehr erwähnt bzw. vorgeschrieben. Nur ist ist das leider so noch nicht bei allen Landesverbänden angekommen. Das dauert halt manchmal.

    Auch ich fand die Begrüßung der Kontrollen nach § 36 durch WSV-Präsidentin Hannelore Lange unglücklich und in dieser Form auch nicht akzeptabel. Das darf man durchaus auch kritisieren. Nur hat sie natürlich auch das Recht, sich als gewählte Präsidentin eines Landesverbandes so zu positionieren.

    Daraus aber so pauschale Rundumschläge abzuleiten, halte ich aber auch nicht für angemessen und der Sache auch nicht wirklich dienlich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank