Beiträge von Murmelchen

    Aber wenn diese Sonderegeln so bei euch bestehen, ist es auch nicht legitim, sie einfach zu ignorieren oder zu unterlaufen. Würde ich mir als RWK-Leiter auch nicht bieten lassen. Etwas anderes und völlig legitim ist es natürlich, sich für eine "bessere" oder die übliche Reglung einzusetzen. Mein ja nur.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Heiko, wir waren nicht dabei und können das daher auch nicht wirklich beurteilen.

    Aber kann es sein, dass es Dir bei der Angelegenheit persönlich um etwas mehr geht als nur um den reinen Sachverhalt?

    Die hier von den Vorschreibern geäußerte Skepsis, so einen Fall zu überdramatisieren und da gleich in Richtung Grobe Fahrlässigkeit gehen zu wollen, ist sicher berechtigt. frank17 hat da schon ein paar wesentliche Punkte angesprochen, insbesondere in letzten Teil seines Beitrags, und der Beitrag von dingo ergänzt diese Punkte sehr anschaulich und praxisnah.

    Ja, auch an sich harmlose Raufereien können manchmal tragisch enden. Nur wurde so etwas früher dann auch als Eigenverschulden und Schicksal angesehen. Heutzutage braucht es immer einen Schuldigen und einen, der haftet. Oft trifft es dann das schwächste Glied in der Kette. Wenn sich jemand heutzutage wegen dem weißen Zeug, das ja speziell im Winter schon mal vorkommen kann, mit Sommerschühchen auf die Backe legt, dann ist er natürlich nicht selber schuld, sondern der, der nicht gestreut hat. Wie war das mit der Tante in Amerika, die sich mit heißem Kaffee überschüttet hatte und die dafür die Kaffeefirma verklagen wollte, weil die sie nicht vor dem heißen Kaffee gewarnt hatte. dingo spricht mir da schon ein bisschen aus der Seele.

    Ok, ich befürchte, ich habe hier jetzt etwas geschrieben, was Du nicht hören wolltest. Bitte sehe es mir nach.

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    Frank

    Hallo Asterix,

    das es auch bei den Schützen und damit auch bei den Funktionären solche und solche gibt, ist wohl klar. Was meinst Du, was ich da auch selbst schon für wilde Diskussionen erleben durfte. Bei mir war es oft der Klassiker mit der Waage über der Laufmündung oder aber in letzter Zeit auch oft die max 6,5kg auch für die Herren bei 3x20. Manchen habe ich auch schon die Sportordnung laut vorgelesen und es hat nichts genutzt. Pampige Antworten, wie ich sollte es doch selber machen, wenn ich es besser wüsste, gab es natürlich auch schon. Das liegt aber schlicht daran, dass sich immer nur wenige Schützen überhaupt bereit erklären, regelmäßig auch Aufgaben zu übernehmen. Das führt dann leider auch dazu, dass die Ausrichter gezwungen sind, die zu nehmen, die so gerade noch bereit sind. Das sind nicht immer die fittesten. Hinzu kommt ja auch noch der sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten verstärkte Hang zur Ich-Bezogenheit und die daraus oft resultierende Rechthaberei nach dem Motto "Nur so wie ich das sehe, ist das auch richtig und nur so darf das auch gemacht werden".

    Na ja, trotzdem ist es nicht richtig, hier zu sehr zu verallgemeinern und zu pauschalisieren. Wer sich bereit erklärt, den Kreis- oder Bezirkssportleiter zu übernehmen, hat eine ganze Menge Arbeit an der Backe. Richtig machen kann er es nie allen, aber jede noch so kleine Panne wird ihm angekreidet und für manche ist er nur schon alleine aufgrund seiner Position immer der Buhmann. Bitte nicht falsch verstehen, das soll hier keine (einsame) Lobeshymne auf Funktionäre werden. Aber man sollte bei solchen Betrachtungen auch immer beide Seiten sehen.


    Die Schuhe sind in meinen Augen noch das kleinste Problem. Hier ist ja nur die Sohle betroffen und das kann man bei Bedarf immer auch sauber und ohne die Schuhe zu verschandeln lösen. Wer gar nicht weiß, wie er das Material sauber bearbeiten kann, sollte halt jemanden fragen, der sich damit auskennt. Sollte man aber am besten in Ruhe zu Hause machen, und nicht in Hektik vor einer Meisterschaft. Wie schon gesagt, die Hersteller müssen keine regelkonformen Sachen anbieten. Zudem sind ja auch noch viele ältere Sachen in Umlauf. Bei den Jacken hätte ich schon mehr Bauchschmerzen, wenn ich da das Innenfutter raustrennen müsste. Hier sehe ich auch, wie oben schon angedeutet, ein wirkliches Problem. Aber wie auch schon gesagt, man muss bei aller berechtigten Kritik auch die Entwicklung sehen und wer da letztlich die Grenzen immer wieder Stückchen für Stückchen erweitert oder je nach Sichtweise überschritten hat. Eine technisch saubere Lösung ist hier sicher angebracht.


    Dein Problem bei den Liga-Kämpfen ist ja wieder eine andere Baustelle. Ich verstehe zwar deine Einstellung und kann auch nachvollziehen, dass Du als aktiver Schütze nur in Ruhe schießen möchtest. Aber andererseits kann man die Probleme nur lösen, wenn man sie aktiv anpackt. Durch private Rückzüge löst man sie nicht. Wie sieht das denn dein Umfeld? Haben die damit denn keine Probleme? Manchmal bleiben einem dann natürlich nur noch zwei Lösungen, entweder schlucken und anpassen, oder Rückzug. Kann ich verstehen. Optimal ist es aber deshalb noch lange nicht. Pauschal würde ich auch sagen wollen, die guten alten RWKs damals waren noch gemütlicher und auch stressfreier. Durch die Liga wurde es stellenweise etwas, ich sage mal, nickeliger, verursacht durch den einen oder anderen mit falsch verstandenem Ehrgeiz. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema. ;)


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    Frank

    Hallo Freunde,

    stellen wir uns zuerst mal die Frage, warum die Regeln heutzutage vermeintlich so streng sind und von manchen Schützen teilweise auch als überzogen angesehen werden. Die Regelwerk der SpO und auch das Rule Book der ISSF waren nicht immer so detailliert und kompliziert. Warum wurden diese Regelwerke mit den Jahren immer komplexer und komplizierter? Weil es immer wieder Schützen gab, die versuchten, sich durch Lücken im Regelwerk einen Vorteil zu verschaffen! Auch die Hersteller spielten und spielen dieses Spielchen. Hier stehen natürlich die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund. Auch kommt es vor, dass sich ein Hersteller eine neue so gerade noch regelkonforme Idee schützen lässt und die Konkurrenz sieht sich dann genötigt, eine davon etwas abweichende Lösung zu bieten, welche dann eben nicht mehr so ganz regelkonform ist. Diese Neuigkeiten werden dann auch von anderen Schützen gesehen und und in ihnen wird dann auch oft eine vermeintliche Vorteilsnahme gesehen und diese Bedenken werden dann auch gegenüber den Offiziellen und Kampfrichtern geäußert. Es kommt zu Streitigkeiten über zulässig oder nicht zulässig. Sehen wir ja jetzt wieder an dem Visor und dessen Auflage auf das Diopter. Was bleibt da der Jury und dem Verband da irgendwann anderes übrig, als sich mit der Sache zu befassen und diese dann möglichst klar in der jeweiligen Sportordnung zu regeln.

    Hinzu kommt noch, dass die Hersteller ja nicht verpflichtet sind, nur regelkomforme Klamotten und sonstige Produkte nach SpO oder ISSF zu fertigen und auch anzubieten. Es gibt auch andere Verbände, wo bestimmte Sachen überhaupt keine Rolle spielen. Es ist immer Sache des Schützen oder seiner Betreuer, sich um solche Dinge vor Teilnahme einer Meisterschaft zu kümmern, wie wegi82 schon richtig anmerkte.

    Viele der Punkte hier sind auch schon ein alter Hut. Die Maße für die rutschfesten Polster sind schon sehr lange so festgeschrieben. Wer da immer noch mit einer Hose oder Jacke aufläuft, bei der diese Maße nicht eingehalten werden, der muss das mit dem Hersteller abklären. Siehe oben. Selbst die Problematik mit den Schuhen gibt es länger. Auch hierfür sind nicht die Kontrolleure bzw. Kampfrichter des DBB oder der ISSF verantwortlich. Na ja, indirekt vielleicht schon ein bisschen, weil die Zeichnung nicht so ganz eindeutig ist. Mittlerweile müsste sich das aber rumgesprochen haben.

    Mal eine dumme Frage: Was soll die Waffenkontrolle denn machen, wenn da einer mit einem LG mit Tiroler-Backe ankommt? Sollte Teile gibt es noch und die in Hintertupfingen sollen wohl auch noch teilweise damit schießen.


    Kommen wir auch noch einmal auf den Visor zurück. Hier wird immer wieder behauptet, die Diskussionen darüber wären kleinlich, da das Auflegen ja überhaupt keinen Vorteil brächte. Gut, aber warum wird dann doch immer wieder der Schirm auf den Diopter gelegt und zwar oft auch noch so, dass man dass nur sehr schlecht erkennen kann. Das Spielchen wird solange betrieben, bis da eine harte Reglung kommt. Ich kann euch jedenfalls versichern, dass es nicht immer die "bösen" Aufsichten sind, die das monieren. Oft werden diese nämlich auch erst von weniger wohlwollenden Schützen auf den vermeintlichen Regelverstoß hingewiesen. Was soll die Aufsicht oder der Kampfrichter denn da machen? Genauso verhält es sich mit dem vermeintlichen Coaching (sprich Sprechen mit dem Schützen ohne formale Regeleinhaltung) während eines Wettkampfes. Ich habe persönlich auch kein Problem damit, wenn das auf kleineren Meisterschaften nicht ganz so konsequent be- und verfolgt wird. Auf größeren Meisterschaften ist es aber ein Muss, sonst würde das wirklich zu leicht zu massiven Störungen führen. Aber ich habe es schon regelmäßig erlebt, dass es eben auch Schützen gab, denen es auch wieder nicht recht war, wenn man hier etwas großzügiger war. Was soll man da denn als Aufsicht machen?

    Die Sache mit der Steifigkeit und Dicke der Bekleidung ist eine besondere Baustelle. wegi82 hat ja dazu schon einiges geschrieben. Wir brauchen hier wohl wirklich Messverfahren, die über jeden Zweifel erhaben sind. Deshalb ist die Forderung nach einer regelmäßigen Kalibrierung (Eichen ist etwas anderes) sinnvoll. Auch muss sichergestellt werden, dass die Messungen nicht durch Bedienfehler verfälscht werden. Aber unabhängig davon muss man auch hier berücksichtigen, warum diese strengen Regeln notwendig wurden. Es gab Ende der Achtziger Klamotten, die so steif waren, das man sich damit nicht mehr auf einen Stuhl setzen konnte. Dann gab es etliche zum Teil nicht wirklich gute Regelversuche, die Sache in den Griff zu kriegen. Man musste die Hose über die Schuhe mit geschlossenen Reißverschlüssen anziehen können. Oder die Sache mit der Kniendrolle, die noch unter die Jacke passen musste. Auch kurios war die Geschichte mit den Jacken und Hosen, welche zulässig waren, wenn sie nicht alleine stehen blieben. Da ist doch der Versuch, die Sache auf eine einheitliche technische Prüfung zu reduzieren, deutlich sinnvoller. Nur muss das auch richtig klappen.

    Zu den Aufsichten, Kontrolleuren und Kampfrichtern habe ich ja auch schon etwas gesagt. Ich würde hier jedem Schützen mal empfehlen, einmal die Seiten zu wechseln. Ich werdet seht schnell feststellen, dass diese Aufgaben nicht immer ganz so leicht sind. Geht man immer streng nach Regelwerk vor, ist man für die meisten ein böser scharfer Hund. Ist man aber (speziell auf den unteren Meisterschaften) etwas weniger genau bei der einen oder anderen Auslegung, kommt garantiert jemand von Seiten der Schützen oder Betreuer an und moniert das. Ja, das ist wirklich nicht immer der tollste und einfachste Job. Irgendwie hat man da immer die Popokarte, egal wie man es macht. Das ist auch mit ein Grund, warum es immer recht schwer ist und in letzter noch schwerer geworden ist, gute und qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die manchmal gezahlten paar Mark Spesen machen da den Kohl auch nicht wirklich fett, zumal dann nicht, wenn auch noch ein paar Hunderte von Kilometern dafür fahren muss. Auch das kommt vor.

    Apropos, es ist schlicht falsch, zu behaupten, die Schützen bräuchten die Funktionäre nicht. Ohne Funktionäre gebe es keine Meisterschaften. Es wäre überhaupt noch nicht einmal ein Schießbetrieb möglich. Siehe Aufsicht WaffG. Ich halte die blöde künstliche Trennung eh für unangebracht. Ich bin ein Schütze und übernehme manchmal auch Aufgaben. Aber ganz bestimmt nicht wegen der Knete oder weil mir bei den Aufgaben regelmäßig einer abgeht, wenn ich andere "schikanieren" kann, mal etwas flappsig gesprochen.

    Man könnte sich das Leben ja auch etwas einfacher machen. Rules are Rules heißt es in vielen Teilen der Welt. Wenn die Regeln nicht richtig sind, muss man sich dafür einsetzen, dass sie geändert werden. Aber pauschal die Kontrolleure für aus eigener Sicht vermeintlich unsinnige oder unfaire Regeln verantwortlich zu machen, ist unredlich. Mein ja nur.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo CocaCola,

    Grund ist, ich war vor ca. 10 Jahren mal mit nem Kommilitionen, der im Schützenverein ist (aber inzwischen zu weit weg wohnt) mal zum Probeschießen in seinem Schützenverein und die waren allgemein sehr sehr spießig und meinten auch, bevor man "scharfe Waffen" anfassen dürfte müsste man mindestens 5 Jahre Luftgewehr schießen. Ich glaube zumindest ein kleines bisschen kann man an sowas schon den Charakter des Vereins (oder zumindest des einen Mitglieds erkennen).


    nein, dass kann man nicht wirklich, zumindest nicht immer und nicht so pauschal. Es könnte schlicht auch ein Testballon gewesen sein. Ich habe ja weiter oben schon etwas dazu geschrieben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Heiko,

    wenn ich das richtig sehe, war das eine Veranstaltung eures Vereins. Haftbar ist dann immer erst mal der Vorstand. Woraus leitest Du die von Dir ja wohl bewusst in Anführungsstriche gesetzte Aufsichtspflicht des Jugendleiters ab? Gibt es bei euch im Verein ein Regelwerk, wonach das so festgeschrieben ist? Das hier die Sache mit der JUBALI so nicht greift, dürfte Dir klar sein. Ein Verein, der mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, hat aber sicher auch unabhängig vom WaffG so etwas wie eine besondere Obhutsplicht. gegenüber dieser Gruppe. Nur wie das im Verein geregelt wird, ist erst mal, wie schon gesagt, Sache des Vorstands. Vertretungen sind sicher auch zulässig, bei Personen, die nicht dem Verein angehören, kann es aber schon Probleme geben. Ich bin aber auf diesem Gebiet kein Fachmann, daher kann ich die Sache auch nicht mit der nötigen Tiefe beurteilen. Aber fast immer gilt natürlich, vieles geht solange gut, bis mal wirklich etwas passiert. Von daher sind deine Bedenken durchaus berechtigt. Andererseits sind Prügeleien unter Jugendlichen auch nicht gleich der Untergang des Abendlandes. Es gab Zeiten, da wurde da nicht viel Aufhebens drum gemacht. Na ja, kann man so und so sehen.

    Mal ne dumme Frage: Sind die Verletzungen auf dem Platz während eines Spiels entstanden und wenn ja, wie wurde das beurteilt? Foul oder sportliche Härte im Zweikampf? Oder haben sich die Jungs nach dem Spiel geprügelt? Warum ist da keiner der doch sicher anwesenden Personen dazwischen gegangen? Oder haben die das heimlich abseits des Geschehens gemacht? Wie alt waren die Beteiligten?


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    Frank

    Hallo SabineF,

    das vorgezogene Sportjahr beginnt in den Landesverbänden des DSB jeweils am 1.10. Bis dahin muss der neue Sportpass (die Ummeldung) spätestens vorliegen. Die jeweiligen Landesverbände operieren aber teilweise mit bestimmten Fristen vor dem Stichtag. Wie meine Vorschreiber sagen, wäre das beim NWDSB der 15.9. Der Ausdruck Sperre ist hier auch nicht ganz zutreffend, es sind nur keine Wechsel mehr zulässig.

    Je nach Sachverhalt und Verständnis des jeweils Zuständigen sind aber auch schon mal Ausnahmen möglich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    ... die Cracks haben in der Regel einen Wettkampfschnitt von 390-396 Ringen je Position!


    Damit hier keine Verwirrung entsteht, diese Angabe bezieht sich auf LG. Mit der Lupi ist man auch in der Bundesliga "schon" mit 380 Ringen ganz gut dabei.

    CocaCola bzw. Chris,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Meine Vorschreiber haben ja schon etliche gute und aufmunternde Hinweise gegeben. Bliebe noch anzumerken, dass Verein nicht gleich Verein ist. Da gibt es gravierende Unterschiede von gepflegt gemütlich und gesellig ohne große Schießsportambitionen bis hin zu richtigen Kaderschmieden. Die Dichte an guten Vereinen ist auch regional sehr unterschiedlich. Schau Dir also erst mal in Ruhe ein paar Vereine an und scheue auch im Zweifel nicht davor zurück, für den für Dich richtigen Verein auch etwas weitere Wege in Kauf zu nehmen. Apropos, die Sache mit dem ersten Eindruck muss nicht immer zutreffen. Manche Vereine verhalten sich gegenüber neuen potentiellen Mitgliedern erst mal etwas reserviert. Ich weiß, ist ein heikles Thema. Deshalb will ich es auch hier dabei belassen. Aber leider haben die Angriffe auf das Schützenwesen und den Schießsport manche Vereine etwas misstrauischer und zum Teil auch etwas verschworener gemacht. Nicht gut, aber auch irgendwie verständlich. Ich wollte es nur gesagt haben. Nicht überbewerten.

    Du kannst natürlich auch hier im Forum weitere Fragen stellen. Natürlich auch in Bezug auf das Training und das "Wackeln".


    Noch ein gut gemeinter Hinweis. Du darfst zwar mit deiner Lupi im Keller schießen, aber da gibt es unter Umständen eine kleine fiese Falle zu beachten. Wenn Du nämlich in deinem Keller einen Schießstand errichtest, muss der auch behördlich abgenommen werden. Klar, wo kein Kläger, da auch kein Richter. Aber man sollte es im Hinterkopf behalten. Am besten, man belässt es bei einem Provisorium und geht damit auch nicht hausieren. Mein Kugelfang befindet sich auch hinter einem Vorhang. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Carcano liegt mit der rechtlichen Beurteilung wohl richtig. Ich habe es jetzt auch verstanden. Daher auch ein Danke für die Klarstellung. Sehen wir ihm seine manchmal etwas spezielle Art der Ausdrucksweise nach. Er scheint das wohl ab und zu so zu brauchen. :whistling:

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Er erwog, aus fadenscheinigem Grund vertragsbrüchig zu werden.


    Wieso wird jemand vertragsbrüchig, wenn er den Verkauf ins Ausland ausdrücklich ausschließt und jemand versteht oder kapiert das nicht und hält sich nicht an den Hinweis? Wieso ist das dann ein fadenscheiniger Grund? Nach meinem Kenntnisstand sind solche Ausschlusskriterien auch auf den Auktionsplattformen zulässig und daher auch mit schöner Regelmäßigkeit dort zu finden. Wie war das noch mit der Vertragsfreiheit?

    Warum soll sich der TE jetzt auf eine Sache einlassen, die er aus verständlichen Gründen so gar nicht will?

    Also bitte Klartext: Würde hier ein Vertragsbruch vorliegen, wenn wayne sich nicht auf die Sache einlassen würde?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hast Du heute einen schlechten Tag gehabt, oder was. Deine Antwort ging doch voll an der Frage vorbei.

    wayne hat die Frage gestellt, wie er vorgehen soll, wenn er die Waffe, wie angeben, eben nicht ins Ausland verkaufen möchte, also eine durchaus berechtigte Frage. Ob da eine Einleitung wie "Sag mal, spinnst du?" wirklich nötig ist?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo wayne und Freunde,

    ich stimme hier frank17 voll und ganz zu. Der Verkauf einer genehmigungspflichtigen Waffe ins Ausland ist nicht nur aufwändiger sondern auch mit einigen Fallstricken verbunden, deren Nichtbeachtung oder falsche Handhabung auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Carcano ist sicher mit der Sache vertraut und im Grunde hat er auch Recht, denn im Prinzip ist es "nur" Papierkram, der da beachtet werden muss. Aber sind wir ehrlich, welcher Sachkundige, dessen Prüfung womöglich schon eine geraume Zeit zurückliegt, weiß über die Besonderheiten der Verbringung im EU-Raum schon Bescheid. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob das so aus dem Stegreif jeder kleine und große Sachbearbeiter aus Hintertupfingen überhaupt weiß. Mitlesende natürlich wie immer ausgeschlossen.

    Also zurück zur Frage von wayne: Selbstverständlich kannst Du den Verkauf ins Ausland auch ausschließen. Die Frage lautet nun, wie kannst Du vorgehen, wenn Du die Waffe, wie Du es ja in deinem Angebot auch angegeben hast, nicht ins Ausland verkaufen möchtest. Du kannst Dich natürlich erst mal direkt an egun wenden und ihnen den Sacherhalt schildern. Normalerweise sollten Sie Dir dann die Möglichkeit einräumen, das Angebot ohne weitere Kosten noch einmal ins Netz zu stellen. Ob sie das aber auch so einfach tun? Dem Hörensagen nach sind die Auktionsplattformen nicht immer sehr kooperativ. Ich verfüge in diesen Sonderfällen aber über keinerlei Erfahrungen und kann Dir da deshalb auch keinen Rat geben. Den meisten "Spaß" hatte ich bisher aber mit einem Clown, von dem ich ein Buch für einen Euro ersteigert hatte. Ach ja, eine Anschütz 1813 mit recht kunstvoll eingeschlagener "Seriennummer" wurde mir auch schon mal angeboten. ?(

    dingo

    Ganz so einfach ist die Sache mit dem Verkauf ins Ausland nicht. Die beiden Parteien brauchen dafür jeweils eine Verbringungs- bzw. Einfuhrerlaubnis. Die WBK oder eine vergleichbare Erlaubnis des Käufers reicht alleine nicht. Würdest Du einfach so nur nach Vorlage der WBK die Waffe ins Ausland (EU) versenden, würdest Du eine strafbare Handlung begehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael,

    Weiterhin ist es tatsächlich so wie Du sagst: Man stellt mich von Seiten des DSB in die braune Ecke (gezielt) um meine und die Arbeit von Pro-Legal torpedieren zu können, obwohl ich dort gar kein Funktionär bin.


    das habe ich bis jetzt in dieser Form - Stichwort "gezielt" - so noch nicht gehört und ich kann es mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen. Es mag Einzelmeinungen geben, wobei ich auch da eher von Unkenntnis und Hörensagen als von Absicht ausgehe, aber diese von Dir vermutete Denkweise spiegelt sich so sicher nicht im gesamten DSB-Vorstand wieder.

    Wie schon oft von mir gesagt, man sollte sich immer fragen, wem tiefere Gräben wirklich nutzen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Ludwig,

    vorab, wir sind wohl wieder mal schwer OT. Vielleicht sollten wir umziehen.

    Aber nun gut. Ich kann hier nur für meinen Verband, den Westfälischen Schützenbund, sprechen. Bei den anderen Verbänden fehlt mir einfach der nötige Einblick, aber auch die persönlichen Erfahrungen, um da etwas beurteilen zu können.

    Wie schon gesagt, wir haben hier in Westfalen das Modell mit der Unterscheidung zwischen passiv und aktiv. Aktiv sind alle mit einem Sportpass. Entgegen deiner Annahme geht es dabei fast ausschließlich ums liebe Geld. Wir haben hier wie gesagt viele große traditionelle Schützenvereine mit oft über Tausend Mitgliedern. Die meisten davon haben auch eine meistens eher kleine Schießsportabteilung. Diese möchten natürlich auch am Programm des WSB/DSB teilnehmen. Aber für den traditionellen Bereich (die Mehrheit) ist der WSB und auch der Schießsport oft ganz weit weg. Hinzu kommen dann auch noch üble Milchmädchenrechnungen. Da wird dann regelmäßig der Beitrag ausschließlich als Gesamtsumme betrachtet und damit dann im schlimmsten Fall auch bewusst Stimmung gegen den Verband gemacht. Statt den Mitgliedern zu sagen, es sind 5 EUR im Jahr an den Verband zu zahlen, wird dann je nach Vereinsgröße mit Tausenden von EUR argumentiert, die der Kasse, die beim Schützenfest fehlen. Dass man die Sache auch als Solidargemeinschaft und den Betrag auch als Beitrag zur Sportförderung sehen könnte, wird dabei natürlich immer unterschlagen. Ich habe hier schon Versammlungen erlebt, wo um 10 Cent Jahresbeitragserhöhung richtig heftig bis hin zu Austrittsdrohungen gestritten wurde. Das ist jetzt kein Witz. Wir haben hier in Westfalen wohl sogar dass "Problem", dass wir deutlich mehr Schützenvereine haben, die nicht im WSB organisiert sind. Ich kann hier keine konkreten Zahlen nennen, aber wenn ich mir die Anzahl der Schützenvereine hier in den Hochburgen so anschaue, hier gibt es teilweise sogar eher kleinere Städte mit 10 bis 15 Schützenvereinen, dann würde ich vermuten das die reale Quote so zwischen 1 zu 2 bis 1 zu 5 liegt. Das hießt, auf einen Verein im WSB kommen im härtesten Fall 5 weitere, die nicht dort organisiert sind. Die Einführung der passiven Mitgliedschaft hat nach meinem Kenntnisstand auch nicht zu einem weiteren Zulauf geführt. Es ist sehr schwierig, diese traditionellen Vereine von einer Mitgliedschaft zu überzeugen. Ein Hauptargument sind immer die (wie schon gesagt eigentlich lächerlich niedrigen) Kosten im Verhältnis zum Nutzen. Dabei würden oft schon die dadurch eingesparten Kosten in Sachen Versicherungen die zu zahlenden Beiträge wieder rein holen. Hinzu kommen so Sachen wie Rahmenverträge mit der GEMA. Aber es fehlt halt zumindest hier bei uns bei den meisten traditionellen Schützen schlicht das Verständnis für eine solche Solidargemeinschaft in Sachen Schießsport. Wir müssen uns da wohl auch die Frage gefallen lassen, warum wir es nicht schaffen, selbst unsere Schützenbrüder vom Sinn des Schießsports zu überzeugen.


    An die Freunde des Begriffs der Zwangsmitgliedschaft:

    Eure Sichtweise ist und bleibt schlicht falsch, egal wie oft ihr das noch wiederholt.. Es gibt keine Zwangsmitgliedschaft. Ich könnte euch jetzt auch noch etliche Gründe erklären, warum es sinnvoll ist, dass Verbände nur komplette Vereine oder Abteilungen als Mitglieder aufnehmen. Das geht über das "weil sie es so wollen und angebliche Machtsicherung" weit hinaus. Da spielen auch rechtliche und selbst organisatorische Gründe eine wichtige Rolle. Aber da ihr diese Argumente ja eh nicht hören und akzeptieren wollt, schenke ich mir das jetzt auch. Vielleicht solltet ihr aber trotzdem mal über die vermeintlich so altmodischen und scheinbar aus der Mode gekommenen Begriffe Solidarität und Gemeinschaft nachdenken.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Michael Kuhn,

    wie Du ja weißt, bin ich nicht der größte Bedenkenträger. Ich verstehe und honoriere auch deine redlichen Absichten.

    Aber die Art der Gestaltung "Achtung Sportschütze" kann missverstanden werden. Nicht alle unsere Zeitgenossen sind wirklich gebildet. Sie sehen die Schrift und die Aufmachung und kapieren überhaupt nicht, worum es da geht, denken sich aber, da besteht eine Verbindung zwischen Sportschütze und der braunen Ecke. Klar ist das krude, aber so ganz von der Hand weisen kann man solche "Denkweisen" auch nicht.

    Wir haben ja eh das Problem, dass außer uns Betroffenen kaum einer die ganze Problematik kennt. Selbst die meisten Politiker sind doch in der Sache ahnungslos und holen sich ihre Be- und Verurteilungen auch nur aus der sogenannten Qualitätspresse oder über die jeweils eigene Propagandaabteilung. Da ist es schon möglich, dass sich die dann auch in ihren Vorurteilen bestärkt sehen.

    Manchmal ist es sicher nicht verkehrt, auch mal etwas mehr zu poltern. Aber man sollte dabei auch immer im Hinterkopf behalten, dass solche Sachen immer sehr zweischneidig sind. Manches kann auch mehr Schaden anrichten als nützen. Ok, das hört sich jetzt wirklich nach Bedenkenträger an. Muss aber deshalb trotzdem nicht gleich falsch sein.

    Ich würde das T-Shirt auch nicht anziehen wollen, weil ich da einfach die Gefahr sehe, damit in die braune Ecke gestellt zu werden. Das möchte ich persönlich nicht, aber ich möchte auch nicht das Risiko eingehen, dass unser Sport damit in Verbindung gebracht wird.

    Wie gesagt, ich verstehe deine Botschaft. Aber ob sie wirklich auch alle so verstehen oder so verstehen wollen? Hinzu kommt ja auch noch, dass die Antis das bewusst als weiteres Argument gegen uns einsetzen könnten.


    Apropos, das Editorial in der BSSB-Zeitung stufe ich nach wie vor weiter als problematisch und auch unnötig ein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    @BBF

    Dein Verein ist Mitglied im Landesverband, weil die Mehrheit deiner Kameraden das wohl so möchte. Euch zwingt niemand dazu und wenn Dir das nicht passt, musst Du dich um Mehrheiten bemühen oder den Verein verlassen und bei Bedarf einen neuen gründen.

    Die Sache mit dem Verbot in anderen Verbänden stimmt so auch nicht. Meine Vereine sind zum Teil auch Mitglieder in mehreren Verbänden.


    Ludwig und Johann

    Hier im WSB unterscheiden wir zwischen aktiven und passiven Mitgliedern. Das macht bei unseren teilweise recht großen traditionellen Schützenvereinen auch Sinn. Aber trotzdem gab und gibt es wohl immer noch Vereine, die es mit den Meldungen nicht so ganz genau nehmen. Wenn man nur mal bedenkt, dass im aus meiner Sicht im Vergleich zu anderen Sportverbänden lächerlich geringen Jahresbeitrag ein recht umfassendes Versicherungspaket als Leistung enthalten ist, finde ich Schummeleien in dieser Hinsicht schon mehr als unredlich.

    Die Verbände sind auch nur dann in der Lage, diese günstigen Verträge abzuschließen, wenn sie ihre Mitgliedsvereine pauschal als feste Größen komplett angeben können. Sollte man auch mal bedenken. Abgesehen davon, was ist bei den Strukturen im Schießsport eigentlich so verwerflich, wenn die Verbände sagen, sie nehmen nur komplette Vereine oder zumindest Abteilungen auf. Das ist doch in anderen Sportarten oder im kulturellen Bereich auch nicht anders.


    Oh Johann, jetzt bist Du aber wirklich ein bisschen sehr hart zu unserem BBF. Er wird sich sicher wieder diskriminiert fühlen. 8o


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Dies steht aber so nicht in der RWK-Ordnung des BSSB.


    Sehe ich jetzt auch so. Allerdings möchte ich mich da auch gar nicht zu tief rein knien. Ist ja auch in erster Linie eure bajuwarische Angelegenheit. Hinterher behalte ich davon noch zu viel im Hinterkopf und schmeiße das dann mit unseren Regeln durcheinander. Und das ist nicht gut. :wacko:


    Mit bestem Schützengruß nach Bayern

    Frank