Beiträge von Murmelchen

    Hallo Simon,

    eine sehr ärgerliche Sache, in die Du da hineingeraten bist. Der Fall zeigt abermals deutlich, dass die übliche Praxis mit der Vorkasse nicht ganz ohne Risiko ist. Der größte Teil der Schützen ist zwar ehrlich, aber es sind eben auch nicht alle. Außerdem werden diese Plattformen auch gezielt von Menschen genutzt, die es darauf anlegen.

    Gut, das nützt Dir jetzt alles wenig. Daher erlaube ich mir hier mal, Dir ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Du jetzt weiter vorgehen kannst.

    Bei der Polizei warst Du ja schon. Ob Du einen Anwalt zur Hilfe nehmen solltest, musst Du selbst entscheiden. Ein Anwalt kann Dir die Arbeit abnehmen, kann manchmal auch mehr Eindruck schinden und ist sicher auch kompetenter in Bezug auf die richtige Vorgehensweise, kann Dir aber auch keine Garantie geben, dass Du das Geld zurückbekommt und lässt sich seine Dienste auch honorieren.

    Unabhängig von deiner Entscheidung bezüglich Anwalt ist der folgende Weg üblich und gangbar.

    Du solltest Du dem Verkäufer, wie hier schon geschrieben wurde, eine Frist (festes Datum) bezüglich der Lieferung setzen und dabei schon auf deinen sonst fälligen Rücktritt von Kaufvertrag bei Nichteinhaltung der Frist hinweisen. Diese Frist setzt Du am besten per Einschreiben/Rückschein. Versuche nebenbei herauszufinden, ob die Dir mitgeteilte Adresse überhaupt stimmt. Hierzu gab es ja schon ein paar Tipps. Wichtig ist immer eine gute Dokumentation.

    Sollte keine Reaktion erfolgen, so teilst Du den Verkäufer deinen Rücktritt vom Kaufvertrag mit und forderst dein Geld nebst der entstandenen Unkosten zurück. Auch das machst Du wieder per Einschreiben/Rückschein mit Angabe deiner Bankverbindung und setzt für die Zahlung wieder eine angemessene Frist. Ob Du Dir in diesem Fall den ersten Teil mit der Lieferfirst aufgrund des langen Zeitraums gleich schenken kannst, weiß ich jetzt nicht so genau, formal ist aber der zweistufige Weg wohl der korrekteste. Denk daran, die Briefe auch jeweils zu unterschreiben.

    Falls jetzt immer noch keine Reaktion erfolgt, besteht für Dich die Möglichkeit, deinen Rückzahlungsanspruch gerichtlich durchzusetzen. Du kannst dazu bei dem für Dich zuständigen Amtsgericht einen Mahnbescheid einreichen. Dafür gibt es entsprechende Vordrucke und auch Anleitungen, was dabei zu beachten ist. Sollte der Verkäufer auch auf diesen Mahnbescheid nicht reagieren, hast Du einen sogenannten vollstreckbaren Titel. Damit kannst Du dann einen Gerichtsvollzieher beauftragen, der deine Forderung dann beim Verkäufer eintreibt.

    Bliebe noch anzumerken, dass das ganze Prozedere natürlich auch für den Fall, das der Verkäufer die Summe verprasst haben sollte und auch sonst nichts hat, leider für Dich auch leer ausgehen kann. Daher auch der Hinweis mit der Abwägung bezüglich Beauftragung eines Anwalts. Ich bin selbst auch nur ein Laie und so sind meine Anmerkungen auch zu verstehen. Aber sollte ich jetzt groben Bockmist geschrieben haben, werden sich die auch hier im Forum anwesenden Rechtsgelehrten vermutlich schon zu Wort melden.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg in der leidigen Angelegenheit.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich bekomme bei Geronimos Verweis eine Seite. Das rote "Zeug" kann man aber noch ganz gut lesen. :D

    Bei deinem Verweis kommt bei mir nichts mehr. Nutze hier gerade den Firefox 6.0.2 unter Linux (Slackware). Aber das sollte in diesem Fall wohl keine Rolle spielen.


    Apropos, kann denn einer der Bayern zu der Sache mal etwas aus dem berühmten Nähkästchen plaudern? Wer hat denn da wen geritten? Und wenn ja, weshalb, warum?


    Hänge die besagte Seite mal hier an, damit auch nix verloren geht. 8)

    BSSB_JUBALI_IM.pdf


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie jetzt - Overnite teuer und dann passieren TROTZDEM so komische Sachen mit dem Überlassen?


    Wie gesagt, nur Hörensagen. Ich verfüge über keine eigenen Erfahrungen mit denen.

    Aber wenn sie in ihren Geschäftsbedingungen bestimmte Zusagen treffen, aber nicht einhalten, seht man selbst natürlich schon mal besser da. Im Falle eines Falles muss man sich aber wohl auch zumindest auf Unanehmlichkeiten gefasst machen.


    @BBF,

    In den ABG von DHL für Pakete Privat National wie International gibt es den folgenden Passus:

    "Pakete, durch deren Inhalt oder äußere Beschaffenheit Personen verletzt, ... werden können;"

    Ist natürlich schwer schwammig, aber könnte im Falle eines Falles doch eine Möglichkeit sein, den Versender dumm dastehen zu lassen.

    Was meinen denn unsere Rechtsgelehrten dazu?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo sobigrufi,

    ja, aber da muss man wohl unterscheiden zwischen Geschäftskunde und Privatkunde.

    Nach meinem Kenntnisstand schließt DHL seit einiger Zeit den Transport von Schusswaffen zumindest für Privatkunden aus. Klar kann man denen ein neutrales Paket mit auf den Weg geben. Aber was ist, wenn da mal wirklich was schief läuft? Nicht nur die Hermes-Fritzen verteilen die Pakete schon mal gerne in der ganzen Nachbarschaft. Manchmal sollen sie wohl damit zwischendurch auch noch Fußball oder Kartonweitwurf spielen.

    Des weiteren gilt ja auch noch das schon von frank17 bezüglich des Überlassens an Nichtberechtigte. Das ist zwar bei ab 18 erlaubnisfreien Waffen nicht ganz so dramatisch, bei genehmigungspflichtigen Schusswaffen kann das aber schnell haarig werden.


    Wie frank17 indirekt und red gecko schon sagte, gibt es wohl zur Zeit nur die Firma Overnite, die von sich auch den privaten Waffentransport als klare Option anbietet und selbst bei denen sollen zumindest dem Hörensagen nach auch schon mal merkwürdige Sachen in Bezug auf das Überlassen vorkommen. Und die Preise sich auch recht happig.


    Hallo red gecko,

    schön Dich auch mal wieder zu lesen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo CocaCola,

    schönes Schlusswort!

    Einen kleinen weiteren Tipp möchte ich Dir aber bei deiner Suche nach dem für Dich richtigen Verein doch noch mit auf den Weg geben.

    Die Landesverbände sind in Kreise, Gaue und Bezirke unterteilt. Schau doch mal auf deren Internetseiten in deiner Region vorbei. Auch wenn die Ranglisten usw. für einen Einsteiger nicht immer ganz einfach zu deuten sind, so erkennt man doch oft, welche Vereine sich dort regelmäßig einbringen und welche sportlichen Erfolge sie so in der Regel verzeichnen. Ach ja, die Begriffe Kreis, Gau und Bezirk bedeuten nicht in jeder Region das Gleiche. In Bayern (Franken) werden die Kreise wohl als Gaue bezeichnet und darüber gibt es dann die Bezirke.

    Auch wenn diese Aktivitäten kein allgemeingültiges Kriterium für einen guten Verein sind, so kann man daraus doch oft auf eine vorhandene Betreuung und auch auf Gleichgesinnte schließen, wenn man sich auch in sportlicher Hinsicht entwickeln möchte. Die Internetseite der Vereine muss dagegen nicht immer wirklich auch der Realität entsprechen. Auch HTML ist ja bekanntlich recht geduldig. 8)


    Für weitere Fragen ist natürlich auch dieses Forum da und normalerweise werden hier auch ganz brauchbare Antworten gegeben. Manchmal muss man aber auch etwas zwischen den Zeilen lesen. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dan,

    Der Gesetzgeber erlaubt es aber nicht. Das kannst Du aber nicht den GK schützen in dei Schuhe schieben.


    Bis vor zwei Jahren war es noch erlaubt. Es ist auch kein wirklicher Grund, mehr oder weniger komplett auf Jugendarbeit zu verzichten.

    Dem Rest deines Beitrags kann ich aber zustimmen, wenn ich dabei auch auf das Wörtchen "Bullshit" verzichten würde. ;)


    Noch eine Anmerkung: Ich halte deinen Vorschlag mit dem 1,-EUR pro Monat für sehr gut. Aber ich vermute fast, Du hast falsche Vorstellungen, was der DSB so pro Jahr und Mitglied von seinen Landesverbänden bekommt. Eine Summe von 12,-EUR pro Jahr würde den DSB-Beitrag schlagartig mehr als verdoppeln, wenn ich mich jetzt nicht vertue. Du ahnst ja nicht, welche Hürden es bei so einem Vorschlag zu überwinden gäbe. Es gab und gibt ja schon jedes Mal einen mächtigen Zwergenaufstand, wenn Ambacher auch nur um 50 Cent pro Jahr mehr bittet. Man müsste so einen Vorschlag schon verdammt gut verkaufen, damit er überhaupt auch nur eine klitzekleine Chance hätte. Ob aber das Problembewusstsein dafür bei den Schützen schon so groß ist, wage ich zu bezweifeln.


    Volker

    Du schreibst in meinen Augen recht gelungene Beiträge. Vielen Dank dafür.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Heiko,

    jetzt verstehe ich, wie deine Aussage zum Auflage-Schießen gemeint war. Damit wir nicht aneinander vorbei reden: Es gibt keine (gesetzlichen) Reglungen zum Auflage-Schießen. Es gibt nur die bekannten unteren Grenzen im WaffG bezüglich Druckluft und KK, die bei Bedarf auch noch durch Sondergenehmigungen nach unten verschoben werden können. Über Stehend oder Auflage werden aber von gesetzlicher Seite keine Einschränkungen gemacht und die Ausschreibungen der Verbände berücksichtigen ja auch das Stehend-Schießen von Anfang an.

    Wann jemand mit dem Stehend-Anschlag beginnen sollte, ist natürlich immer individuell vom körperlichen und auch etwas vom geistigen Entwicklungszustand des Kindes/Jugendlichen abhängig. Wenn die nötigen Voraussetzungen gegeben sind und auch, ganz wichtig, die Grundlagen vernünftig vermittelt werden können, sollte man damit (nach meiner Auffassung) möglichst früh und ohne großartige vorherige Wettkampfteilnahme im Bereich Auflage beginnen. Aber man trägt auch die Verantwortung, die Kinder nicht zu überfordern.

    Nicht ganz unwichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch der Zustand des gesamten Vereins. Wenn es aktive Mannschaften im Bereich Jugend, Schützen und Damen gibt, fällt es sicher leichter, den Nachwuchs für das Stehend-Schießen oder sogar für Dreistellung zu motivieren. Besteht aber im Verein fast nur noch eine reine Auflage-Kultur, wird es schwierig, zumal in diesen Vereinen oft auch schon das nötige Wissen um Anschlagsaufbau usw. verloren gegangen ist.

    Wenn Du in deinem Verein den Schießsport stärker in sportlicher und wettkampforientierter Richtung fördern möchtest, dann wird Dir das auf Dauer nur gelingen, wenn Du, wie auch frank17 schon anmerkte, einen gewissen Konsens dafür in deinem Verein findest oder schaffen kannst. Auch ist es erfahrungsgemäß deutlich besser, wenn Du dich mit diesem Jugendleiter arrangieren kannst. Wenn das aus deiner Sicht nicht geht, solltest Du dir auf jeden Fall ein paar Gleichgesinnte suchen oder zumindest einige Mitschützen von deinem Konzept überzeugen. Als Einzelkämpfer hast Du erfahrungsgemäß auf Dauer keine wirkliche Chance und wirst Dich dabei nur aufreiben mit der Gefahr, zum möglichen Buhmann für alle zu werden.

    Es kann sogar bedeuten, dass es besser für Dich ist, diesen Verein aufzugeben und Dir einen Verein zu suchen, wo dein Engagement erwünscht und auch unterstützt wird. Nicht jeder Verein ist reformierbar und wenn doch, muss man dazu auch immer eine gehörige Portion Überzeugungskraft und wohl auch "Geschmeidigkeit" mitbringen. Das Risiko, dass man selbst dabei auf der Strecke bleibt, ist aber immer sehr hoch.


    Um noch einmal auf das Ausgangsthema zurückzukommen, ich glaube, mit deiner Bewertung unserer Beurteilung tust Du uns hier als Außenstehende etwas Unrecht. So Ausdrücke wie " der Typ" und "zerstört" sprechen schon eine deutliche Sprache. Kann es nicht doch sein, dass Du den Fall überbewertest, da Dir das ganze Konzept und die Person des Jugendleiters nicht gefällt? Bist Du Dir sicher, dass das unter deiner Aufsicht nicht passiert wäre? Kannst Du überhaupt davon ausgehen, das durch die direkte Anwesenheit des (eines) Jugendleiters der Vorfall nicht passiert wäre? Gabe es in der Jugend schon vorher Spannungen, sogar offensichtliche einseitige Gruppenbildungen zu Lasten des Betroffenen, die der Jugendleiter hätte erkennen können? Gab es denn von Seite der Jugendlichen außer dem Austritt weitere Reaktionen? Es ist nicht immer ganz einfach für einen Jugendleiter, all die Feinheiten in einer Gruppe Jugendlicher mitzukriegen und auch immer richtig einzuschätzen. Wie schon gesagt, wir sind hier nur Außenstehende.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dan,

    die Leistung ist sicher das objektivste und auch wohl sinnvollste Kriterium, wenn man wettkampforientiert schießen will. Andere Kriterien wie Anwesenheit oder Trainingsfleiß sind deutlich subjektiver und werden oft auch nicht von allen als angemessen oder sogar als ungerecht empfunden.

    Aber das Teufelchen steckt dabei oft im Detail. Was macht man, wenn es zwar eine klare Abstufung in der Leistung gibt, aber der Mann / die Frau auf Platz 1 ist unzuverlässig? Auch kann es ein Problem geben, wenn nur Trainingsergebnisse oder Leistungskontrollen als Kriterium genommen werden, da es eben auch manchmal sogenannte Trainingsweltmeister gibt. Auch gibt es bei den Schützen zum Teil recht große Unterschiede in Bezug auf die Leistungskonstanz. Während einige fast immer recht konstant sind, so zeichnen sich andere wiederum durch recht große Streuungen in ihren Leistungen aus. Manchmal ist es auch so, dass es Schützen gibt, die trotz ihrer Leistungen nicht in der ersten Mannschaft schießen wollen, weil sie sich dadurch zu stark unter Erwartungsdruck gesetzt fühlen.

    Fazit: Der Job als Mannschaftsaufsteller ist nicht immer ganz einfach. Manchmal werden Entscheidungen von den Schützen einfach so akzeptiert, aber nicht immer. Ein immer gültiges Erfolgsrezept scheint es wohl nicht zu geben. Weitgehende Transparenz scheint wohl Vorteile zu haben, ist aber auch nicht immer eine Garantie für den Erfolg und generelle Zufriedenheit. Man kann sogar manchmal mit Entscheidungen aus dem Bauch Erfolg haben, aber da ist man dann auch schnell im subjektiven Bereich mit der Gefahr, dass das eben von den betroffenen Schützen als ungerecht empfunden wird, auch wenn sie das nicht immer so direkt sagen.


    clarence

    Was ist denn eine Bauwagenmannschaft?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo frank17,

    der von Dir angegebene Verweis auf die Seite des BSSB scheint nicht mehr zu funktionieren. Was hat Dich denn da vom Inhalt her so überrascht oder verwundert? Na ja, unser Lieblingsformular findet man jedenfalls noch auf der Seite der Bayerischen Jugend. Es wird dort interessanterweise auch noch als Neu deklariert.

    Das Formular zum Überlassen an einen Nichtberechtigten ist auch interessant. Auch wenn das so wirklich den Willen des Gesetzgebers widerspiegeln sollte, was ja selbst unter Fachleuten umstritten ist, so kann man damit aber auch heftig auf die Backe fallen, wohl auch im Freistaat. Oder gibt es dazu etwas Handfestes z. Bsp. vom Innenministerium?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Was nun die effektive Größe der einzelnen Verbände angeht, nun da stellt sich für mich immer die Frage, nach der Anzahl Aktiver Schützen im Verband.
    Ich kenne die Zahlen nicht und weis auch nicht, ob eine Unterscheidung zwischen Aktiv und Passiv betriebenw ird. Aber keinesfalls sind alle 1,4 Millionen Mitglieder des DSB noch Aktive Schützen.
    Ich glaube, wenn es 10% oder 20% sind, ist es viel.


    Du kennst die Zahlen nicht, siehst Dich hier aber genötigt, wilde und völlig überflüssige Spekulationen aufzustellen. Warum? Der DSB hat über seine Landesverbände knapp 1,4 Millionen zahlende Mitglieder. Weitere Unterteilungen sind nicht nötig und auch gar nicht möglich. Aber wie sieht es denn konkret mit den anderen Verbänden aus? Kommen die Verbände BDS, BdMP und DSU denn überhaupt zusammen auf über 50 000 Mitglieder? Im Grunde auch kein Problem, zumindest für mich nicht. Ich sagte ja schon, dass auch diese Verbände für mich ihre Berechtigung haben. Ich bin auch bei den Kyffhäusern. Nur wer sich genötigt sieht, hier Schönfärberei betreiben zu wollen, muss sich auch gefallen lassen, dass ihm auf den Zahn gefühlt wird.


    Auch da haben zwar die anderen Verbände noch immer weniger Mitglieder aber der Abstand, jenachdem wieviele passiven die anderne Verbände vorzuweisen haben, ist geringer.


    Und hier wird dann aus der vorangegangen haltlosen Spekulation auf einmal auf eine Tatsache geschlossen. Zugegebenerweise nicht ungeschickt, aber doch durchschaubar. Über Redlichkeit will ich gar nicht erst sprechen und den Hinweise auf die Pippi-Sichtweise* verkneife ich mir jetzt auch. Würde mich ja sonst nur wiederholen.

    Aber nun ist eine Anfrage eines Frischlings wieder in das leidige Weitpinkeln abgedriftet.


    Ich sagte ja schon, ich will mich hier nicht wiederholen. Möge der geneigte Leser selbst seine Schlüsse ziehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhelm,

    die Thesen, die der NWDSB da bezüglich der obhutspflichtigen Person insbesondere in Bezug auf vor Ort aufstellt, sind aber etwas strittig. So ganz eindeutig geht das nämlich nicht aus § 10 AWaffV hervor. Zumal der Begriff Minderjährige hier zu unscharf angewendet wird. Siehe dazu auch die Diskussion hier im Forum.

    Einige Verbände scheinen in diesem Bereich ja eh vieles ziemlich, ja wie soll ich es sagen, locker oder unbedarft zu sehen. Beachte dazu auch meine Hinweise bezüglich Einverständniserklärung nach § 27 (3) WaffG und die ganzen Chaos-Formulare dazu auf den Servern der Verbände.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dan,

    was ich geschrieben habe, sind einfach Fakten und keine unterschwelligen Botschaften. Ich weiß, das Word Fakten wird noch irgendwann mal in diesem unserem Lande zum Unwort des Jahres erklärt werden, weil sich hier fast jeder nur noch die Welt so bastelt, wie er sie gerne hätte. Ist das nicht normalerweise der Vorwurf, den wir den Antis machen?

    Die quantitative Größe und das daraus resultierende Angebot und die Verfügbarkeit kannst Du nicht wegdiskutieren und über die qualitative Größe zu diskutieren ist weitgehend sinnlos, da immer subjektiv.


    Ich halte es jedenfalls für sehr fragwürdig, jemandem, der das sportliche Schießen mit der Lupi zum Aufhänger in seinem Einstandsbeitrag macht, sofort einen der GK-Verbände als Alternative zu empfehlen. Das sind in diesem Falle keine Alternativen. Es spricht nichts dagegen, auch auf die Existenz dieser Verbände hinzuweisen. Aber dann muss man auch klar darauf hinweisen, dass eben dort das sportliche Schießen mit der Lupi keinen richtigen Stellenwert hat. In dem meisten dieser Verbände gibt es dafür noch nicht einmal eine Disziplin. Das gleiche gilt auch für andere Pistolendisziplinen. Es geht beim sportlichen Schießen nicht nur um das Lochen von irgendwelchen Scheiben mit besonders großen Kalibern. Es geht dabei (für viele Schützen) auch um die sportliche Reputation. Für nicht wenige Schützen besteht der Reiz eben genau darin, sich in einer von sehr vielen Schützen weltweit betriebenen olympischen Disziplin zu beweisen und zu messen. Das kann sogar auch Spaß machen. Ich würde da aber eher den Begriff "Freude" verwenden wollen. Manche Sachen muss man sich auch erst erarbeiten. Ist dann aber auch nachhaltiger, um mal das schon fast überstrapazierte Modewort zu benutzen. Hier trifft es aber ganz gut den Kern.


    Apropos, ich bin hier nicht der Anti.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo CocaCola, bzw. Chris,

    bitte lass Dich nicht von dieser zum Teil etwas schrägen Diskussion irritieren.

    Es gibt neben dem DSB, dem Deutschen Schützenbund und seinen 20 Landesverbänden noch weitere relativ kleine Schießsportverbände, welche sich hauptsächlich dem Schießsport mit Großkaliber verschrieben haben. Diese Verbände wie der BDS, der BdMP und die DSU haben sicher ihre Berechtigung und bieten zum Teil auch recht interessante, aber manchmal auch sehr exotische Disziplinen an, die oft nur sehr wenige Männekes in ganz Deutschland betreiben. Diese Größe bedeutet auch, es gibt oft nur wenige Vereine in der Region und für die Teilnahme an den Meisterschaften muss man dann auch oft große Wege in Kauf nehmen. Viele dieser Vereine verfügen auch über keine eigenen Stände und sind daher auf die Einmietung bei anderen Vereinen angewiesen. Dadurch entstehen oft auch höhere Kosten. Dazu später noch mehr.

    Aber auch der DSB bietet neben den olympischen Disziplinen - dazu gehört auch die Lupi - und einer Vielzahl von weiteren nationalen Disziplinen auch Großkaliber bis hin zu .45 ACP und .44 Magnum und im Bereich Gewehr auch das Schießen auf 300m an.

    Die wenigsten Vereine bieten allerdings die ganze Bandbreite des Angebots an. Es gibt etliche Vereine, welche "nur" das Schießen mit Druckluft (Gewehr und Pistole) anbieten. Dann kommen die Vereine, die auch mit Schwerpunkt eher in Richtung Gewehr einen 50m Stand für Kleinkaliber bieten. Eher in Richtung Pistole gehende Vereine haben demgegenüber oft auch einen 25m Stand, manchmal auch nur für KK, oft aber auch für GK bis hin zu einer bestimmten Energie. Es gibt auch Vereine, welche beide Richtungen anbieten und dann auch über 25m und 50m Bahnen verfügen. Schon seltener sind Vereine mit (zusätzlich) auch Bahnen für 100m (KK und GK). Stände für das Wurfscheibenschießen mit Flinte gibt es auch noch und in anderen Vereinen hat man sich schwerpunktmäßig dem Vorderladerschießen, dem Schießen mit der Armbrust oder auch dem Bogensport verschrieben.

    Zum Thema Lupi: Die Luftpistole ist bei weitem keine Einsteigerwaffe, auch wenn das einige wenige Zeitgenossen gerne so behaupten. Es ist die wohl am weitesten sportlich geschossene Pistole und man kann damit sogar Olympiasieger werden. In Deutschland kann man die Lupi in fast jedem Dorf schießen und auch das sportliche Betätigungsfeld ist groß. Es gibt neben den Meisterschaften von Kreis, Bezirk und Land bis hin zur Deutschen Meisterschaft die Möglichkeit, neben den altehrwürdigen Rundenwettkämpfen auch Ligawettkämpfe bis hin zur Bundesliga zu schießen. Wenn Du also auch, wie Du schreibst, mit einem gewissen sportlichen Anspruch an die Sache herangehen möchtest, dann bist Du in einem im Bereich Lupi gut aufgestellten Verein, welcher über den jeweiligen Landesverband dem DSB angeschlossen ist, nach meiner Meinung (erst mal) am besten aufgehoben. Es ist aber auch nicht so, dass Du dich mit dem ersten Verein gleich auf Dauer festlegen musst. Im Prinzip kannst Du (unter Berücksichtigung bestimmter Fristen) immer wechseln und es besteht natürlich auch die Möglichkeit, mehreren Vereinen anzugehören. Sogenannte Zwangsmitgliedschaften gibt es auch nicht, auch wenn hier jemand (rate mal, wer) ständig etwas anderes behauptet. Wenn Du dich einem Verein anschließt, der einem der Landesverbände angehört, dann bist Du auch dort mittelbares Mitglied. Das ist ja auch der Sinn der Sache.

    Apropos: Auch wenn dieser Punkt nicht der wichtigste bei der Vereinsauswahl sein sollte, so spielt das liebe Geld doch immer eine gewisse Rolle. Es gibt bei den Betragssätzen der einzelnen Vereine sehr große Unterschiede. Die Spanne reicht dort von 20 bis hin zu mehreren Hundert EUR Jahresbeitrag. Vereine, welche viele Disziplinen anbieten, sind oft deutlich teurer als als Vereine, welch "nur" Druckluft anbieten. Es spielt aber oft auch eine Rolle, ob es sich um reine Sportschützenclubs mit nur wenigen Mitgliedern handelt oder um große traditionelle Schützenvereine mit oft Tausenden von Mitgliedern und mit einer Schießsportabteilung. Diese Vereine betreiben manchmal eine Mischkalkulation mit dann entsprechend günstigen Beiträgen. Wie gesagt, die Beitragshöhe sollte sicher nicht das entscheidende Kriterium bei der Auswahl sein, aber manchmal lohnt sich doch der Vergleich auch in dieser Hinsicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Warum dürfen jetzt Vierzehnjährige nicht Stehend schießen?

    Heiko, Du magst ja mit deinem Problem mit dem Jugendleiter durchaus richtig liegen. Aber erstens können wir das hier nicht beurteilen und zweitens solltest Du bestimmte Vorfälle, bei denen man nur sehr bedingt von wirklicher Schuld sprechen kann, nicht als Argumente einsetzen.

    Du schreibst, es wäre nichts persönliches. Bist Du dir da wirklich sicher. Wie gesagt, das ist jetzt einfach die Frage eines Außenstehenden, der aber meistens auch ein bisschen zwischen den Zeilen ließt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank