Beiträge von Murmelchen

    Hallo mexichriss,

    es ist absolut begrüßenswert, dass Du hier deine positiven Erfahrungen mit dem ZLO weitergibst, gerade auch bei einem Zubehörteil, dass bisher eben nicht die ungetrübte Zustimmung von anderen Schützen fand. Wie schon gesagt, es kann auch gut möglich sein, dass das an den Schützen selbst und nicht am ZLO lag. Dieser Austausch ist ja auch der Sinn dieses Forums und solche Hinweise können ja auch anderen Schützen helfen, ihre Probleme zu lösen.

    Diese mögliche Biegung bezieht sich auch nicht direkt auf das ZLO, sondern auf die Ausladung und die Kraft, die dann auf das Diopterlager wirkt. Wie gesagt, ich konnte diese Verbiegung (keine wirkliche Verbiegung, sondern durch tangentiales Spiel des Reiters im Diopter nicht mehr richtige Fluchtung) schon bei einem Diopter und einer Irisblende mit vollem Filterprogramm und Optik, aber ohne ZLO, beobachten. Ich kann aber auch nicht sagen, ob der schon in die Jahre gekommene Diopter nicht schon einen Schlag weg hat. Jedenfalls funktioniert er so noch brauchbar und vorher ist mir das auch nicht aufgefallen. Etwas tangentiales Spiel haben meine Diopter jedenfalls alle. Dürfte wohl aber auch je nach Ausführung des Diopters unterschiedlich sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Frank,

    die Länge und Ausladung, welche Müller-Manching da anspricht, dürfte wohl hauptsächlich ein Problem werden, wenn man das ganze Programm zusammenbastelt, also in Verbindung mit der Optik und den Farbfitern und beiden Polfiltern. Nur in Verbindung mit der Iris und eventuell der Optik dürfte es nicht ganz so heftig ausfallen und bei der Optik gibt es ja inzwischen auch das kompaktere Modell.

    Aber das mit dem möglichen Verbiegen des Diopters habe ich auch schon festgestellt. Bei einem älteren Anschütz-Diopter (die gute Ausführung aus Stahl) hat der Reiter mit der Aufnahme für die Blende etwas tangentiales Spiel. Durch das zusätzliche Gewicht einer kompletten Irisblende mit Filtern usw. biegt sich das Teil dann etwas und fluchtet nicht mehr genau. Sieht man aber nur deutlich mit der Optik.

    Wobei ich mich aber auch schon mal gefragt habe, ob die Hersteller den kleinen Neigungswinkel, der ja beim Diopter zur genauen Flucht mit dem Korntunnel nötig ist, auch berücksichtigen, oder die Teile einfach rechtwinklig fertigen. Habe es jedenfalls noch nie richtig vermessen, was aber auch mit den üblichen Hausmitteln nicht so ganz einfach wäre.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich möchte euch nicht vorenthalten, dass ich im Gegensatz zu mexichriss auch schon Stimmen von Schützen gehört habe, die mit dem ZLO von Gehmann nicht so gut zurechtgekommen sind und insbesondere die aus ihrer Sicht umständliche und komplizierte Einstellung kritisierten. Auch ein Händler bestätigte mir diese Aussagen von seinen Kunden. Kann natürlich sein, dass diese Nutzer die Funktion nicht richtig verstanden haben oder sich davon eine Lösung für Probleme versprochen haben, welche nicht durch das ZLO lösbar sind.

    Wie immer hilft hier wohl nur in aller Ruhe selbst ausprobieren. Angesichts des Preises und des Wissens, das auch dieses Teil kein Allheilmittel für alle Sehprobleme beim Schießen ist, sollte man sich immer eine Umtauschmöglichkeit vorbehalten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Volker,

    Ich lese zur Zeit das Forum etwas quer und stoße dabei auf manch interessante Aussagen. Eine passt ganz gut zum letzten Beitrag von BBF:


    Abrüstung in Privatwohnungen - Maßnahmen gegen Waffenmissbrauch - Waffenrecht - Meisterschützen

    Normalerweise verstehe ich Dinge recht schnell, diese hier aber nicht. Wahrscheinlich weil ich nicht verstehen will, weil alles in mir sagt, das siehst Du falsch, das ist alles ganz anders gemeint.


    vielleicht stehe ich ja jetzt etwas auf dem Schlauch, aber wo liegt die Besonderheit bei diesem Beitragsstrang, welche zu deinem Unverständnis führt?

    Geronimo, jemand aus dem Norden und andere unterscheiden (recht selbstherrlich) zwischen "guten" Sportschützen und angeblichen Waffennarren und Sammlern und Geronimo hatte schon damals leichte Schwierigkeiten mit dem Unterschied zwischen legal und illegal besessenen Waffen. Aber es gibt doch auch die Stimmen, welche die Zusammenhänge richtig erfassen und die sich gegen diese Spalterei und das Florians-Prinzip aussprechen.

    Im Grunde erkenne und unterstelle ich da schon die Besorgnis um die Zukunft des Schießsports. Das da dann aber auch dem einen oder anderen schon mal Holzwege und Sackgassen als vermeintliche Lösung einfallen, ist zwar unschön und manchmal auch problematisch, aber auch irgendwie menschlich. Wir dürfen ja nicht vergessen, auch die Sportschützen sind ja (meist) nur kleine Menschlein. 8)

    Im Grunde sehen wir uns und handeln doch alle als die Guten. Jetzt werden wir aber kollektiv als potenzielle Massenmörder hingestellt. Dieser Konflikt ist nicht für jeden ganz so leicht lösbar, insbesondere dann nicht, wenn man sich selbst auch in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen eingeordnet sieht und auch eine bestimmte (naive?) Sichtweise von unserem Staatswesen hat. Hinzu kommt ja auch noch, dass es viel einfacher ist, sich eine vorgefertigte Meinung servieren zu lassen, statt sich wirklich anhand von Informationen, die man sich ja auch erst mühsam jenseits des Mainstreams besorgen muss, ein eigens Bild zu machen.

    Gut, einige von uns werden die Sache erst dann wirklich verstehen, wenn auch das letzte Lichtgewehr verboten wurde. Nur ist es dann leider zu spät.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Ludwig,

    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass ein Schützenverein nicht im Keller einer Schule beheimatet sein sollte. Die Gründe sind aber andere. Wir Schützen sollten uns nicht in Kellern oder Waldhütten herumdrücken, während andere Sportvereine Fußballfelder, Stadien und Eishallen bauen und Millionenzuschüsse kassieren. Wir sind genauso Teil der Gesellschaft und sollten auch so auftreten.


    keine Frage, aber wir dürfen auch die Realitäten dabei nicht aus den Augen verlieren. Versuche heutzutage mal einen neuen Schießstand zu errichten. Offene oder teiloffene Stände kriegst Du nur in der hintersten Pampa hin und auch dort wirst Du mit derartig überzogenen Auflagen überschüttet, dass Du dir die Sache schon wegen der Kosten dreimal überlegst. Zur Not muss dann auch noch genau dort der gemeine Waldhamster geschützt werden. Hier ist ein Stand wegen der bedrohten Ameisen (kein Witz) mehr oder weniger komplett geschlossen worden.

    Zuschüsse für eine größere geschlossene Anlage in der Stadt? Da musst Du aber schon ganz viel Glück haben. Wohl auch in Bayern.

    Werden heutzutage erst mal Stände geschlossen, so kann man davon ausgehen, dass das auch für immer ist. Deshalb gilt es um jeden Schießstand zu kämpfen. Es gibt in diesem Land nicht nur bayerische Verhältnisse und auch bei euch gab es ja wegen der Schulstände Stunk.


    Emotionalen Diskussionen kann man sicher aus dem Weg gehen. Aber man muss dann leider auch damit rechnen und in Kauf nehmen, dass auch nur diese emotionalen Stimmen Gehör finden und sich mit ihren Forderungen auch durchsetzen. Die Gegner argumentieren nur emotional und irrational. Wen man dazu immer nur schweigt, dann gibt es eben auch nur diese emotionale und irrationale veröffentlichte Meinung. Mein ja nur.

    Warum sehe ich in letzter Zeit eigentlich immer mehr Windmühlen vor meinem geistigen Auge?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Martlcc und MBeni3000,

    Hauptaufgabe der (verstellbaren) Irisblende ist neben der Funktion als Zielelement die Justierung des Bereichs der Tiefenschärfe. Ihr kennt das Prinzip sicher vom Fotoapparat. Bei kleiner Blende wird der Bereich der Tiefenschärfe größer und bei großer (offener) Blende kleiner.

    Damit man diesen Effekt überhaupt nutzen kann, muss das Loch der Irisblende am Diopter kleiner sein als das der eigenen Irisblende im Auge. Daraus ergibt sich auch eine sinnvolle maximale Größe. Die Standardwerte der nicht verstellbaren Blenden bewegen sich so um 1,1 bis 1,2mm. Das hat eben auch seinen Grund. Es gibt zwar bei den menschlichen Augen und der Wahrnehmung große Unterschiede, aber ich kann mir schlecht vorstellen, dass man Blendenwerte über 1,8mm noch sinnvoll nutzen kann. Die 3mm gehören daher für mich auch eher in den Bereich Marketing.

    Eine beliebig kleine Blende (große Tiefenschärfe) geht natürlich auch nicht, da man dann ja regelrecht in die Blende hinein kriechen müsste, um das Zielbild mit Korntunnel noch richtig erfassen zu können.

    Mit einer Irisblende wird auch durch das Regulieren immer auch etwas der Lichteinfall beeinflusst. Das ist aber nicht der eigentliche Zweck der Blende und dafür sollte man auch besser auf Filter zurückgreifen. frank17 hat das ja schon schön anschaulich erklärt.


    Beni3000

    Eine "nur" verstellbare Irisblende kostet (neu) so um die 50 EUR. Mit zusätzlichen Filtern geht es dann so Richtung 100 EUR und darüber hinaus. Die Firmen Gehmann und Centra sind die Hersteller und MEC (Maik Eckhardt) bietet auf seiner Seite noch detailliertere Informationen. Zum Thema Schießbrille und Zubehör gibt es auch auf der Seite von Optiker Müller-Manching weitere gute Erklärungen.


    Apropos, Wunder darf man aber von diesen Zubehörteilen auch nicht erwarten. Das Thema ist durchaus komplex. Manchmal haben Sehprobleme auch ganz andere Ursachen und manchmal muss man schlicht auch auch mit einer gewissen Restunschärfe leben. Aber auch dann kann man die Zehn noch treffen. :)

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    http://www.ln-online.de/lokales/luebec…tzern-im-norden

    http://www.ln-online.de/nachrichten/32…ill-neue-steuer

    Es gibt also zu viele Waffen. Das alleine reicht schon, um weiter Forderungen zu stellen. Das die Zahl der legal besessenen Waffen rückläufig ist, wird im gleichen Atemzug genannt. Was natürlich wieder mal mit keiner Silbe erwähnt wird, ist die Tatsache, dass die gemeldeten und registrierten Waffen im Bereich der Kriminalität überhaupt keine Rolle spielen. Alleine die Missbrauchsrate behördlicher Waffen ist schon deutlich höher.

    Wie kommt man eigentlich zu der Bewertung, dass angeblich zu viele (legal besessene) Waffen vorhanden sind? Das scheint doch wohl nur auf ein ahnungsloses und unbestimmtes Bauchgefühl hinaus zu laufen. Hinzu kommt noch das altbewährte Motto "Kannst Du es nicht verbieten, so besteuere es".


    Na ja, wenigstens die Kommentare sind sind recht knackig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Martlcc,

    vielleicht das Abzugszüngel verstellen? In deinem Fall (als Rechtshändler?) etwas nach hinten, so dass der Teil des Fingers, mit dem Du das Züngel berührst, sich bei der Schussabgabe genau nach hinten bewegt.

    "Weicher" wohl eher nicht. Der Abzug sollte schön trocken ohne zu kriechen auslösen und je nach Leistungsstand auch nicht zu gering eingestellt sein. Bei einem Druckpunktabzug musst Du noch in der Lage sein, den Finger an diesen Druckpunkt ohne Angst vor ungewollter Auslösung legen zu können.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ach Gerhard, ist bei euch heute Fön oder was?

    Hier geht es um die Existenz ganzer Schützenvereine!

    Ihr mögt ja in Bayern diese Schulstände kaum kennen. Bei uns in NRW gab und gibt es über 160 solcher Stände. Du kannst Dir sicher vorstellen, was ein Verbot für diese Vereine bedeuten würde. Hier stand sogar die Existenz eines Bundesliga-Vereins auf dem Spiel. Hinzu kommt noch, dass durch die Hetze auch erst in manchen Regionen vor Ort lokale Gruppierungen auf den Plan gebracht wurden, die jetzt in Form von Nadelstichen den Betreibern und Vereinen auch weiterhin das Leben schwer machen.

    Du meinst, solche Verbote könnten gar nicht ausgesprochen werden. Sorry, aber dann muss ich Dir sagen, dass Du in den Fall keine Ahnung hast.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    kann es sein, dass Du Dir jetzt gar nicht mehr die Mühe machst, andere Beiträge zu lesen?

    Ihr habt in Bayern das gleiche Bundesrecht wie wir und es wird auch gerade bei euch restriktiv und oft unverhältnismäßig angewendet. Ein Verbot bestimmter Disziplinen würde auch für euch gelten. Der Hinweis ist zwar jetzt eine Binsenweisheit, aber hier scheinbar doch wohl nötig

    Was soll denn jetzt schon wieder dieses "Ihr" und die Pauschalisierungen bezüglich Schwarzmalerei? Das ist doch schon fast diffamierent. Nochmal, Ich gehöre hier keiner Gruppierung an, bin weder ein GK-Schütze noch ist SV für mich ein wirkliches Thema. Aber ich sehe sehr deutlich den Schießsport in großer Gefahr. Nicht nur das, auch mein Recht auf Selbstbestimmung und Eigentum als freier und unbescholtener Bürger wird bedroht. So sehe wohl nicht nur ich das, sondern viele Schützen in diesem Land, auch wenn sie hier nicht mitdiskutieren.

    Es gab hier gerade zarte Ansätze eines Konsens und es zeichnete sich ein durchaus möglicher und gangbarer Weg zur Verbesserung der Probleme ab. So schien es mir jedenfalls. Leider habt ihr beiden Moderatoren mit eurem hier aus meiner Schicht völlig unnötigen "Dazwischenhauen" die Sache wieder verschärft.

    Eigentlich ist es ja schon haarsträubend. Da wird nicht nur das weiterhin die Hände in den Schoss legen und mit "Friede, Freude, Eierkuchen" weitermachen postuliert, da werden auch noch die wenigen Schützen, die sich mit der Situation nicht abfinden wollen und versuchen, sich zu engagieren, als Schwarzseher und als Störer und sogar als der Sache nicht dienlich betrachtet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Zebo,

    Du kennst ja vermutlich auch die Kampagne, die hier in NRW vor zwei Jahren auch von den Grünen angezettelt und dann von der damaligen ziemlich blonden Schulministerin (CDU) vorangetrieben wurde. Hier ginge es aber nicht um 3 Stände, sondern um mehr als 160. Hier im Schützenland konnte dann zwar irgendwann auch ein deutliches Machtwort (auch von Seiten des Präsidenten des Städtetages (SPD)) gesprochen werden, aber regional wurde doch Schaden (höhere Auflagen usw.) angerichtet und begrenzt werden immer noch Auseinandersetzungen meist in der Form der Nadelstiche von Seiten "betroffener" Schuldirektoren geführt. Das sind die gleichen Rektoren, denen vorher oftmals die Existenz dieser Stände gar nicht bekannt war.

    Da ihr in Sachsen-Anhalt vermutlich nicht die gleiche Schützenlobby wie wir in NRW habt, könnt ihr wohl nur über die Schiene Sportstätte, olympischer Sport usw. etwas erreichen. Gibt es denn in eurer Landesverfassung keinen Passus Sportförderung wie bei uns? Damit könnte man schon argumentieren.


    Typisch Bild: Sportschützen trainieren auf Pausenhöfen! Ja sicher doch. Güllejounalismus in Reinkultur.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde und hier speziell dingo und Geronimo,

    selbst wenn wir es schaffen sollten, einen Großteil der Bevölkerung von den positiven Seiten unseres schönen Sports zu überzeugen, was illusorisch ist, da sich der größte Teil der Bevölkerung nun mal nicht für Schießsport interessiert, würde uns das ganz bestimmt nicht vor weiteren Verschärfungen bis hin zum Verbot schützen. Politik wird heutzutage durch Lobbyarbeit und im Wechselspiel mit den Medien gemacht, aber nicht von der Bevölkerung. Die Bevölkerung war nie unser wirkliches Problem, denn der größte Teil der Bevölkerung steht den Schießsport neutral bis uninteressiert gegenüber. Der Schießsport hatte auch nie ein wirklich schlechtes Image. Die Kampagnen haben zwar Wirkung gezeigt, aber hauptsächlich auch bei dem Teil der Bevölkerung, der eh nie viel mit Schießsport anfangen konnte.

    Ihr glaubt doch wohl nicht wirklich, dass weite Teile der Bevölkerung ihr Stimmchen erheben würden, wenn weitere durch geschickte Kampagnen anstehende Verschärfungen durch die Bundespolitik anstehen würden. Selbst die für das Volk wirklich wichtigen Entscheidungen wurden in den letzten Jahren (Jahrzehnten) fast immer gegen den Willen der Mehrheit durchgedrückt.

    In meinem Umkreis kennen mich auch alle als (vermutlich netten) Schützen. Meine Region ist eine Schützenhochburg. Trotzdem würde selbst hier wohl eine Mehrheit der Bevölkerung für Verschärfungen sein, weil sie die Zusammenhänge und Fakten nicht kennen. Die kann man ihnen aber auch nicht erklären, weil sie das nicht interessiert. Und das Bauchgefühl und das "Bild in den Köpfen" würde sich erst dann ändern, wenn Bild jeden zweiten Tag eine positive Reportage über den Schießsport bringen würde. Das ist aber wohl kaum zu erwarten.

    Mit Imagepflege kann man sicher viel für den Schießsport tun, insbesondere auch neue Mitglieder bekommen, einen direkten Einfluss auf die Politik hat das aber nicht und die Gegner beeindruckt das noch viel weniger. Wirklicher Einfluss auf die Politik geht nur über gezielte Lobbyarbeit und dazu bedarf es auch der Auseinandersetzung auf Augenhöhe.

    Imagepflege vor Ort schließt Lobbyarbeit auf Bundesebene nicht aus. Beides ist sinnvoll und nötig. Aber nur durch die Lobbyarbeit kann in Bezug auf die Gesetzgebung und auch in Bezug auf die Kampagnen wirklich etwas erreicht werden.

    Das positive Image in Bayern und zum Teil auch in NRW hat aber auch in diesen Ländern das verschärfte, handwerklich grottenschlecht gemachte, uns gängelnde Waffengesetz nicht verhindert. Auch in Bayern wird dieses Gesetz restriktiv und oft auch unverhältnismäßig angewendet. Auch sahen sich hier bei uns in NRW, aber auch bei euch in Bayern auch Politiker der CDU/CSU genötigt, Sturm gegen die Schulstände zu laufen. Und Konsequenzen haben diese geistigen Amokläufe für uns Schützen leider auch gehabt.

    dingo

    Dein vorletzter Beitrag war mit Verlaub wirklich etwas daneben. Wen meinst Du denn genau mit "Ihr" und "Eure"? Was verstehst Du unter Phrasendreschen? Ich bilde mir schon ein, recht handfeste Argumente zu bringen und die erkenne ich auch in den anderen Beiträgen. Dein Beitrag dagegen liest sich für mich eher wie unbestimmtes Bauchgefühl und "Dagegen sein". Warum siehst Du dich genötigt, hier PL oder das FWR in die Diskussion zu bringen, wo es hier doch um die Entwicklung des DSB geht? Warum der Hinweis auf das Zerfleischen? Du forderst Argumente, baust hier aber wieder selbst eine künstliche Front auf, die gar nicht zum Thema passt.

    Gerade bei diesem Beitragstrang hatte ich bisher den Eindruck, wir hätten hier diese künstlichen und herbeigeredeten Fronten überwunden und wären hier auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen für die Zukunft und den Erhalt unseres Sports. Scheint aber wohl doch nicht so zu sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Sehe ich auch so. Wobei das mit dem erschleichen bei uns ja auch nicht so ganz einfach ist.

    Das würde ja auch nicht bedeuten, dass gleich jeder eine Knarre bekommt. Die strengen und berechtigten Auflagen in Bezug auf Eignung und Zuverlässigkeit würden ja weiter bestehen. Auch hieße Besitz ja auch nicht gleich Führen.

    Eine Zunahme von Mord und Totschlag ist auch nicht zu erwarten. Das beweisen etliche andere zivilisierte Länder. Es müssen nicht immer die verzerrten und so nicht stimmigen amerikanischen Verhältnisse dafür herhalten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Geronimo,

    das Wort Dunstkreis ist alleine schon problematisch, da suggestiv und trotz seiner Schwammigkeit nicht haltbar. Es ist die Sprache der Gegner. Es ist genauso haltlos wie das berühmt-berüchtigte Restrisiko, dass z. Bsp. angeblich von Schulständen ausgehen soll. Siehe dazu Zebos Beitrag. So etwas trägt nur weiter zur Legendenbildung bei und festigt die veröffentlichte und gemachte Meinung.

    Letzte Woche hörte ich noch von einer Journalistin im Radio im Rahmen eines Interviews mit der Tat von Norwegen die folgende Fragestellung. Sie sagte, dass nach den bisherigen Amokläufen immer das Waffenrecht verschärft worden sei und fragte, ob das nicht jetzt auch wieder geschehen müsse. Ja, wo denn, in Deutschland, wenn in Norwegen ein Attentat passiert? Von Reflektion keine Spur. Das ist mittlerweile so in den Köpfen drin, nicht nur bei ausgesprochenen Dummköpfen.

    Die Täter in Deutschland waren alle keine Sportschützen. In Erfurt wurde die Erlaubnis zum Erwerb erschlichen. Einzig die Rechtsanwältin könnte man zu den Sportschützen zählen, aber auch sie war eben objektiv und auch rechtlich schon lange keine Sportschützin mehr. Den Fall würde ich aber auch eher unter erweiterte Beziehungstat einordnen wollen. Der Typ in Emsdetten hatte überhaupt keinen Bezug zum Schützenwesen oder zum Schießsport. Aber auch die anderen Täter waren keine Sportschützen. Wenn jemand sich illegal Waffen aneignet, wird er dadurch nicht zum Sportschützen. Wenn einem Sportschützen wie in Winnenden oder Bad Reichenhall die Waffen entwendet werden, dann muss man das auch so nennen und nicht nebulös von Dunstkreis sprechen. Wäre jemand bei der Bundeswehr oder bei den Behörden eingebrochen, hätte man ihm ja auch nicht dem Dunstkreis der Bundeswehr oder den Behörden zugeordnet.

    Generell ist die Anzahl dieser Taten aber gottlob auch viel zu gering, um da wirkliche Gemeinsamkeiten und Bezüge ableiten zu können. Wenn man das trotzdem tut, wie es ja in Bezug auf die Tatwerkzeuge immer wieder versucht und gemacht wird, dann könnte man auch formulieren, dass wohl alle Täter Brot konsumiert haben und da wohl die Ursache für die Tat liegen könnte. Bitte, das ist nicht respektlos gegenüber den Opfern gemeint, verdeutlicht aber bestimmte Denkstrukturen und systematische Fehler.


    Aber ich kann deinen Vorbehalt bezüglich der Positionierung der Verbände zum Teil nachvollziehen. Auch ich weiß nicht immer, ob man jeden Vorfall wirklich immer kommentieren sollte oder ob es nicht manchmal wirklich besser wäre, bestimmte Aussagen überhaupt nicht zu kommentieren.

    Nur hatten wir es in den letzten Jahren mit gezielten Kampagnen zu tun, wo durch permanentes Wiederholen von Falschaussagen, durch völlig aus dem Zusammenhang gerissene Fakten ein Bild von uns in der veröffentlichten Meinung erzeugt wurde, das mit der Realität nicht mehr das Geringste zu tun hat. Durch die ständigen Wiederholungen ist dieses Zerrbild leider in den Köpfen von nicht wenigen Mitbürgern zum Fakt geworden. Bis auf wenige unermüdliche Schreiber aus den Reihen der Schützen gab es nur ganz selten Richtigstellungen.

    Da der Schießsport keine mediale Plattform hat oder diesem keine eingeräumt wird, kann auch hier kein wirksames Gegenbild erzeugt werden. Beim Biathlon mit der Teilsportart Schießen hätte man diese Plattform, aber da wird sie nicht genutzt oder wohl besser gesagt, bewusst nicht genutzt.

    Ich habe es ja schon mal geschrieben. Unter den jetzigen Bedingungen können wir uns noch wehren und uns für den Erhalt unseres Sports in der jetzigen Vielfalt und den dazu auch zwingend nötigen legalen Waffenbesitz einsetzen, oder wir werden untergehen. Andere Optionen sehe ich nicht (mehr) und ich sehe mich normalerweise nicht als Schwarzmaler.


    Es ist doch absurd. Wir betreiben eine der friedfertigsten Sportarten, die es auf dieser Welt gibt und die mit Gewalt nicht das Geringste zu tun hat. Und gerade wir sollen als Sündenbock für alle Verfehlungen dieser Gesellschaft gerade stehen und bestimmten Gruppierungen ermöglichen, sich auf unsere Kosten zu profilieren und davon zu profitieren.


    Noch können wir uns wehren und gemeinsam für unseren Sport kämpfen. Noch sind wir viele. Wir müssen es nur wollen und auch tun.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank