Beiträge von Murmelchen

    Gerhard, ich versuche es noch ein letztes Mal, obwohl ich mir schon fast sicher bin, dass es nichts bringt außer einer weiteren Floskel.

    Die Anwartszeit wurde 2003 von 6 Monate auf 1 Jahr verlängert und gleichzeitig die Bescheinigung von den den Vereinen auf die Verbände übertragen. Damit sollte der mögliche missbräuchliche Erwerb verhindert oder eingeschränkt werden, obwohl es den vermeintlichen Missbrauch auch vor 2003 nie gegeben hat, jedenfalls nicht in einen signifikanten Maß. Generelles Stichwort Missbrauch - Verhältnismäßigkeit

    Tastsache ist aber, dass die Verbände eine wie auch immer geartete soziale Kontrolle gar nicht ausüben können. Das können nur die Vereine vor Ort und die Verbände müssen sich auf deren Bescheinigungen verlassen. Die Vereine bestätigen also. Aber in begründeten Fällen können sie dem Anwärter natürlich auch sagen, dass sie ihn lieber nicht in ihren Reihen sehen möchten. Das kommt aber wohl eher nur selten vor, denn die Vereine werden eben in der Regel nicht von offensichtlich nur waffengeilen Gestalten belagert. Jedenfalls nicht die Vereine, die ich kenne.

    Was macht es also für einen Sinn, wenn die Verbände jetzt auch noch weitere eigene über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinausgehende Spielregeln aufstellen. Sie schaffen damit nur eine weitere Rechtsunsicherheit der ohnehin schon komplizierten Rechtslage und sorgen auch noch für weiteren Verdruss unter ihren Mitgliedern.

    Macht das also wirklich Sinn?

    Im Grunde ergibt sich doch damit der folgende Sachverhalt: "Wenn Du etwas von mir willst, musst Du auf deine Rechte verzichten. Ich bin hier der Massa und bestimme allein, wo es lang geht. Und der DSB kann mich auch mal. Und abzocken werde ich dich dabei auch noch". Wirklich rechtsstaatlich oder wenigstens im Sinne einer Gemeinschaft kann man das doch wohl so nicht nennen, oder? Komme mir hier jetzt bitte nicht mit Legitimation durch Wahl oder so. Oder soll das etwa in Richtung "Wir sind der Verband mit den wenigsten Waffenbesitzern, wir sind sauberer als die anderen" gehen?

    Gehen wir mal hypothetisch davon aus, der RSB meint seine Forderung ernst und verlangt wirklich von jedem Schützen, dass er vor Erwerb einer neuen Waffe auf WBK Gelb einen neuen Antrag stellt, obwohl der Schütze das Recht hat, die auch einfach so in unbegrenzter Menge einzukaufen und dann innerhalb der Frist bei der zuständigen Behörde einzutragen.

    Das wäre doch eine maßlose Gängelei und zu dem auch noch aus datenschutzrechtlichen Aspekten mehr als fragwürdig, oder etwa nicht? Dafür gibt es die Behörden und die haben auf gesetzlicher Grundlage zu verwalten. Dass das System bisher funktioniert hat, sieht man doch klar an der Missbrauchsrate. Alles andere ist Ideologie.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - bitte beachten, ich besitze schon seit Ewigkeiten "nur" zwei Matchbüchsen und habe gar kein Interesse an weiteren, jedenfalls zur Zeit nicht, ich habe aber eine unbefristete und unbegrenzte Erlaubnis

    Macht ruhig alle, was ihr scheinbar nicht lassen könnt.

    Ich weiß auch schon, wie es enden könnte.


    "Autsch das haben wir aber nicht gewollt!" C 2011 Ulrich E.
    "Das war aber doch gar nicht unsere Absicht!"
    "Wir können doch nichts dafür, wenn ..."


    Mit wie immer bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    gute Ergänzung.

    Hier noch ein Bild von einem der älteren Anschütz Diopter, wo die Blende im Gegensatz zu den von Dir gezeigten neueren Modellen noch schraubbar ist.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Röhrchen nach hinten sind aber mit Vorsicht (Zielfehler) zu betrachten und eigentlich auch nur als eine Art Notbehelf für Auflageschützen ohne Visierrückverlagerung anzusehen. Mit besserer Verkantungskontrolle haben die aber nichts zu tun.

    Die modernen Diopter wie auch die von Andy angesprochenen Hämmerli haben meistens auch vorne kein Gewinde mehr für eine Gegenlichtblende, da sie ja eh tunnelförmig ausgelegt sind. Eine Gegenlichtblende kann man aber in die älteren KK-Diopter von Anschütz einschrauben und bei Bedarf hätte ich auch noch eine für Dich zum Testen.

    Aber gegen Reflexe oder auch Streulicht kann auch meistens ein Polfilter bessere Dienste leisten. Die gibt es in verschiedenen Ausführen vom einfachen Polfilter bis hin zur doppelten Ausführung auch zum kontinuierlichen Abblenden. Sollte auch Licht von hinten in den Diopter fallen, dann helfen nur Blenden, wobei da ja die (nicht mehr ganz so neuen) Regeln zu beachten sind.

    Bei der Sache mit der Verkantungskontrolle könnte dein Kumpel vielleicht auch die besseren und auch empfehlenswerten Diopter von Anschütz.der Reihe 7002 meinen. Bei denen kann man das Gehäuse drehen und so die Verkantung ausgleichen. Das hat so zwar auch nichts mit Verkantungkontolle zu tun, hilft aber beim Einstellen der Trefferlage. Man braucht dann nämlich nicht mehr die Verkantung mit zu berücksichtigen. Ein Gewinde für eine Gegenlichtblende haben die aber auch nicht mehr, wenn ich mich jetzt nicht vertue.

    Eine richtige Verkantungskontolle hast Du beim LG, wo ja bekanntlich keine Wasserwaagen und dergleichen erlaubt sind, nur durch einen schwenkbaren Korntunnel mit Querstiften oder mit klassischem Ringkorn mit Querstäben.

    Über die Qualität des Centra-Diopters kann ich jetzt nichts sagen, aber der wird wohl auch gut sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ja klar, aus der gefühlten Bedeutung wird dann die gefühlte Erhabenheit und natürlich auch die gefühlte Bedrohung.

    Du meint also wirklich, dass sich durch so einen, mit Verlaub, Scheiß, eine Art eigenständiges Profil bilden lässt? Mag sein, aber ein positives bestimmt nicht. Die hier schon angesprochen Profilierungsversuche gegenüber der Obrigkeit auf Kosten der Schützen(sache) passen da schon deutlich besser.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Leider greift aber auch bei uns, wie Du es ja auch schon mit dem Führen zum Revier beschrieben hast, die freiwillige Selbstbeschränkung oder sagen wir besser, der Selbstschutz anderer Art, um sich. Richtig offen tragen hier selbst die Jäger ihre Waffen kaum noch und das Luftgewehr in Nachbars Garten gehört auch schon lange der Vergangenheit an.

    Dafür hat hier jetzt ein alteingesessener Hühnerbauer und netter Kerl mächtigen Ärger, weil das mit den Hühnern einigen zugereisten Städtern so nicht gefällt. Ist aber wieder ein anderes Thema, oder auch nicht.

    Klar, es hat (für mich) schon noch Vorteile, auf dem Land wohnen zu können, aber so richtig heil ist die Welt da leider auch nicht mehr immer. Wenn man ehrlich ist, war sie das wohl auch noch nie, nur eben anders. Heute verwaschen sich die Unterschiede aber immer stärker.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - bei dem sich wenigstens aufgrund der Kindheit keine Hoplophobie festsetzen konnte

    Hallo Gerhard,

    ich könnte ja deine Argumentation noch etwas verstehen, hätte sich der DSB auf eine Linie festgelegt und die Landesverbände, welche ja waffenrechtlich nicht wirklich völlig eigenständig sind, würden diese auch einheitlich umsetzen.

    Aber so werkelt jeder Landesverband so vor sich hin mit den bekannten Unterschieden, mal wohl verursacht durch handwerkliche Fehler oder aber durch pure Absicht. Welche Gründe könnte es denn für Dich geben, hier unterschiedlich zu agieren? Sind die Menschen in Hessen etwa unzuverlässiger als die in Bayern oder im Rheinland oder an der Küste?

    Zu deiner Frage bezüglich Einwirkung auf die Verbände: Mir ist ein anderer waffenrechtlicher Sachverhalt (klare Falschauslegung mit möglichen Folgen für die Betroffenen) bekannt, wo ein freundlicher Hinweis und dann sogar die ausführliche Erklärung von unserem (dafür zuständigen) DSB-Vize bisher nichts gebracht hat. Das "Beweismittel" befindet sich immer noch auf dem Server des entsprechenden Verbands.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Keine Angst, diese spezielle Vorliebe für grüne Kleidung ist mir durchaus geläufig, Opa und Onkel waren (noch richtige) Förster. ^^

    Aber im Grunde ist es ja traurig, wie sich unsere Welt verändert hat. Noch in meiner Jugend (auf dem Land) war es nicht völlig abwegig, dass ein Jäger seine Ausrüstung nicht nur mit in die Pöttkeskirche, sondern auch gleich zum richtigen Kirchgang mitnahm.

    Ich wohne immer noch auf dem Land und habe auch einen großen Garten. In den guten "alten" Zeiten habe ich dort auch schon mal bei schönen Wetter Trockentraining auf die richtige Distanz und Scheibe gemacht. Auch das verkneife ich mir heute wie auch das Gewehrputzen auf der Terrasse. Ich wohne an einem Radfahrweg, der auch ordentlich von Stadtmenschen benutzt wird und auf nicht angekündigten Besuch von der Rennleitung oder noch besser gleich von den Jungs mit den schwarzen Autos, sollte da nicht gerade Nachbar Dienst tun, kann ich auch dankend verzichten.

    Aber im Grunde ist es traurig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hat sie doch schon (halb), Pistole und 340 Ringe. Da tippe ich doch mal ganz stark auf Lupi.

    Und einen allgemeinen Tipp habe ich natürlich auch noch.

    Manchmal kann auch eine kleine Auszeit mal ganz hilfreich sein. Für Detailtipps in Sachen Lupi gibt es hier aber bessere.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mist, sie war schneller.

    Das würde ich jetzt nicht ganz so stehen lassen wollen. Der Werkstoff Alu bietet dem Konstrukteur aufgrund seiner Festigkeit doch deutlich mehr Freiräume und Möglichkeiten als der Werkstoff Holz. Er kann so die Masse(n) besser verteilen und somit auch die Massenträgheitsmomente besser ausnutzen. Das alles kann dazu führen, dass der Impuls der Waffe bei der Schussabgabe deutlich geradliniger und damit auch für den Schützen besser kontrollierbar wirkt. Dadurch, dass man den ganzen Schaft auch zierlicher auslegen kann, bleibt auch mehr Platz für Anpassungen an den Schützen. Aber das wurde ja schon gesagt.

    Unterm Strich kann also so ein Schaft die Leistung eines Schützen schon verbessern, muss es aber auch nicht unbedingt.

    Aber deine und die Hinweise von Königstiger sind natürlich auch richtig und wichtig. Das fängt schon bei der Schaftbacke an. Das ist eine Schlüsselstelle für gutes Schießen, wird aber oft zu wenig beachtet. Auch die Physiognomie des Menschen bleibt nicht immer gleich und daher ist es auch nötig, hier die Backe immer wieder an die jeweilige Situation und Gegebenheit anzupassen. Einen klaren Vorteil bieten da natürlich Schäfte, bei denen das auch problemlos und ohne Fummelei im Anschlag geht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dan,

    siehe Beitrag 6 in diesem Strang. Der grüne Text stammt aus deren Antragsformular. Ich vermute, bei denen kann man noch nicht einmal (böse) Absicht unterstellen. Die verstehen es einfach nicht besser, meinen aber, selbst murksen zu müssen.


    @BBF

    Die Formulierung "Unser strammer Funktionär ..." bringt uns jetzt aber auch nicht wirklich weiter und außerdem geht das auch noch ein bisschen in Richtung Tatsachenbehauptung. Mein ja nur.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank