Beiträge von Murmelchen

    Hallo mecano,

    erst mal nachträglich ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Hier wirst Du sicherlich auch den einen oder anderen Tipp bekommen, der Dir weiterhilft.

    Vom Schlumpfschützen wie meiner einer 8) bis hin zum Weltrekordler ist hier alles vertreten.

    Natürlich auch Menschen aus Nordhessen. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Am besten lässt Du dir mal von einem anderen Schützen direkt auf dem Stand die Funktion des Schlosses zeigen und erklären. Das ist deutlich einfacher als hier über das Forum. Bei den KK Match-Büchsen ist es eigentlich egal, wenn man mal von ein paar (alten) Exoten mit Blockverschuss absieht, ob Anschütz, Walther oder Feinwerkbau. Die Verschlüsse sind im Prinzip alle mehr oder weniger gleich aufgebaut und das trifft so auch auf die meisten Jagd-Repetierer zu. Natürlich nicht für kombinierte Waffen.

    Kammerstengel wird normalerweise der Hebel genannt, mit dem der Verschluss geschlossen oder geöffnet wird. Bei Gewehren mit Magazin spricht man auch von repetieren. Am Ende des Hebels sitzt fast immer eine (schwarze) Kugel, oft auch schraubbar. Modebewusste Schützen und natürlich auch besonders Schützinnen tauschen diese schwarzen Kugeln auch schon mal gerne gegen bunte Kugeln aus. Idealerweise natürlich passend zum Nagellack. :thumbup: Ok, ok, ich kassiere gerade Chauvi-Punkte.

    Pssst, das bringt auch mindestens fünf Ringe, wenn man nur kräftig genug dran glaubt.

    Mit bestem Schützengruß und guten Rutsch

    Frank

    Irgendwie weiß man nicht mehr, ob man lachen oder heulen soll.

    Vielleicht hat der Zirkus aber auch etwas Gutes an sich. Die Steuergeschichte ist auf jeden Fall dazu angetan, auch diejenigen gründlich zu verärgern, die bisher die Bedrohung für sich persönlich noch nicht so wahrgenommen haben und auch mit den vermeintlichen Randgebieten wie "GK" nicht so viel anfangen konnten. Nicht falsch verstehen, Randgebiete ist nicht meine Auffassung.


    Aber was mich ja wirklich mal interessieren würde: Hier gab es ja auch in den letzten Jahren teilweise sehr gegensätzliche Meinungen und Diskussionen zu den Bedrohungen und wie man mit ihnen umgehen sollte. In letzter Zeit ist es in dieser Hinsicht ja etwas ruhiger (eintöniger) geworden und im Prinzip tauschen sich ja jetzt fast nur noch diejenigen hier aus, welche zumindest ähnliche Sichtweisen teilen.

    Aber wie sieht es mit anderen Foristi und auch den stillen Mitlesern hier aus? Hat sich bei dem einen oder anderen auch schon die persönliche Sichtweise geändert, vielleicht auch wegen der vielen Informationen, welche hier gebracht wurden oder wegen der ja mittlerweile fast schon täglich einschlagenden neuerlichen Verbots- und Gebührenforderungen.

    Generell, wie empfinden die Foristi hier die Bedrohung für sich persönlich und wie sollte damit (auch von den Verbänden) umgegangen werden.

    An die Mitschreiber eine Bitte: Nicht gleich wieder sofort "draufschlagen", wenn bei den möglichen Stellungnahmen auch kritische Töne angeschlagen werden. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir hier auch noch einen breiteren Konsens als bisher finden könnten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Jedenfalls sind Lapua, Eley und RWS keine Waffenhersteller. ;)


    Unter dem Markennamen RWS wurden schon mal welche vertrieben. Das aber auch nur für die ganz Spitzfindigen unter uns. ;)


    pustefix

    Für eine FP dürfte es doch nicht so schwer sein, auch eine gut schießende Patrone aus dem mittleren bis günstigen Preissegment zu finden. Muss ja auch nicht unbedingt immer Pistol draufstehen. Auf dem Weg nach London 2012 würde ich aber auch wohl zur Tenex greifen.

    Auch wenn ja RWS bekanntlich Rheinisch-Westfälische Sprengstofffabriken heißt, so bevorzuge ich doch eher Produkte von Eley oder Lapua.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Aber das Prinzip des Schlosses, wie es Anschütz verwendet, wie es aber auch bei den meisten Repetierern, auch beim K98 Usus ist, ist Dir schon bekannt. Natürlich gibt es auch noch andere wie den von Dir genannten Martini- oder Blockverschluss, bei denen das Herausnehmen nicht oder nicht so einfach oder ohne Werkzug geht.

    Hier zwei Bilder: Wie Du siehst, gibt es sogar so eine Art Schutztaschen oder Bolt Protektoren für diese Verschlüsse. Ja, und bunte Kugeln für den Kammerstengel. :D

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Etliche Schützen nehmen das Schloss zum Transport aus der Waffe oder lagern es zu Hause getrennt von der Waffe, manchmal, weil es Parolen gibt, nach denen das so vorgeschrieben sei, aber auch, um immer mögliche Diebstähle oder Missbrauch zu erschweren. Manche legen deshalb das Schloss zu Hause im Tresor in das B-Fach.

    Wenn man dann ein bisschen schusselig oder in Hektik ist, dann ...


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    dingo war schneller

    Ok, ich versuche ich es noch mal.

    Nehmen wir an, Du hast zwei typgleiche KK Matchbüchsen von Anschütz, z. Bsp. zwei 1907. Die werden ja industriell gefertigt und die jeweiligen Einzelteile, z. Bsp. die Verschlüsse sehen auch völlig identisch aus. Diese Verschlüsse lassen sich trotzdem fast nie einfach so tauschen, weil die jeweils von Hand auf das jeweilige Gewehr, genauer auf das Patronenlager und den Sitz des Laufes im System, angepasst werden. Man sieht es nicht, aber man kann es nachmessen.

    Diese Schlösser haben übrigens auch (Teil)nummern an der Kopfseite eingeschlagen oder graviert und da das Schloss nach deutschem Waffenrecht zu den wesentlichen Teilen einer Waffe zählt, darf man das Schloss auch schon von daher auch nicht einfach so tauschen.

    Mein Beispiel bezog sich auf die Situation, wo jemand bei einem Wettkampf sein Schloss zu Hause vergessen hatte und wo ihm/ihr dann andere Schützen ein vermeintlich identisches Schloss leihen wollten. Das klappt dann aber fast nie.


    Aber bei Waffen mit größeren Toleranzen, z. Bsp. aus dem militärischen Bereich, kann man z Bsp. das Schloss meistens schon tauschen und die Waffe funktioniert dann auch weiterhin. Nur hat man dann keine nummerngleiche Waffe mehr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Nicht ganz, ein Anschütz-Schloss z. Bsp., kann man nur selten einfach so mal eben von Büchse zu Büchse tauschen, weil der Verschlussabstand dort immer für jedes Einzelstück eingestellt wird. Wenn man viel Glück hat, passt es, aber meistens löst entweder das Schoss nicht mehr aus oder man bekommt es erst gar nicht zu.

    Schon öfter selbst bei Meisterschaften erlebt, wenn jemand mal wieder sein Schloss vergessen hatte. Ok, den Experten, welche mit der Super Match zum LG-Wettkampf anreisen, kann man eh nicht wirklich helfen. :sleeping:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhlm,

    wie ich weiter oben schon schrieb, die meisten dieser Vereine machen wohl noch so weiter. Viele haben aber dabei auch ein ungutes Bauchgefühl, weil sie nicht mehr wirklich durchblicken.

    Es gibt aber auch keinen Passus im WaffG, welcher das so explizit verbietet. Die Sache mit dem Bedürfnis in Bezug auf Erwerb ist auch meist kein Thema, da Schützen mit erlaubnispflichtigen Waffen auch fast immer mehreren Vereinen und damit auch Verbänden angehören. Es hängt aber auch (wie immer) ein bisschen von der jeweiligen Behörde vor Ort ab, denn Bedürfnisbescheinigungen nur nach § 8 gehen ja auch noch.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Zitat

    am Beispiel einer westfälischen Kleinstadt


    deutest schon auf die Beschränktheit des Werkes hin, was dem aber auch nicht unbedingt Abbruch leisten muss. Der Begriff 'kultureller Sonderfall' kann auch ein Hinweis auf eine gewisse Voreingenommenheit sein.

    Das Schützenwesen und das damit verbundene Schützenfest ist so vielfältig und umfassend, dass man sich wohl über Jahrzehnte und dann wohl auch noch in entsprechender Position damit beschäftigen muss, um es wirklich zu durchdringen. Der ehemalige Geschäftsführer des WSB, Ferdi Grah, war so jemand, der auf dem Gebiet mit umfangreichem Wissen punkten konnte. Aber ich gehe auch bei ihm davon aus, dass er nicht den Anspruch hatte, dass Thema wirklich komplett erfasst zu haben.

    Wie gesagt, das Buch, welches ich nicht kenne, muss deshalb nicht wirklich schlecht sein. Aber es dürfte wohl wie fast alle Werke zu dem Thema nur einen beschränkten regionalen Blick ermöglichen. Oft gibt es zwar regionale Gemeinsamkeiten, aber oft unterscheiden sich die Vereine auch schon von Dorf zu Dorf oder Stadt ganz erheblich, oft begründet durch die Historie und den Anlass der Gründung.

    Natürlich gibt es auch Gemeinsamkeiten, aber man muss da auch immer aufpassen, dass man nicht in Allgemeinplätze abrutscht.

    Na ja, lesen könnte man es ja mal. Aber 49 EUR ist auch schon eine Ansage. Ist es eine Promotionsarbeit? Die lesen sich erfahrungsgemäß oft eher so naja. :S


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - der Name "Nadine Hampel" kommt mir irgendwie bekannt vor. Muss mal schauen.

    Oh, weites Feld. Ich fürchte, ich bin dafür nicht der richtige Ansprechpartner.

    Vielleicht kann kann Dir der eine oder andere hier im Forum mehr dazu sagen.

    Aber ein Wechselsystem ist ja (in der Regel) auch als eigenständig zu betrachten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Klar macht das BVA einen auf wichtig und natürlich kann man zur Zeit die Hürden für die Anerkennung beliebig hoch schrauben und dafür auch genügend juristische Argumente finden, politisch ist es ja auch so gewollt, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass das ganze Genehmigungsverfahren in Wirklichkeit überflüssig wie ein Kropf ist.

    Wir erinnern uns (schwach), es gab auch mal eine Zeit, wo wir alleine über unsere Sportordnungen bestimmen konnten und wo wir auch keine gesetzlich anerkannten Schießsportverbände brauchten. Sind wir damals (vor 2003) etwa nicht auch gut klar oder sogar besser klar gekommen, oder gab es damals etwa Mord und Totschlag?

    Es gab und gibt auch heutzutage noch viele Schützenvereine, welchen keinem oder keinem anerkanntem Verband angehören, in denen aber trotzdem auch Schießsport betrieben wird. Oft haben sich diese Vereine dann regional zusammengeschlossen, um sich nach ihren Vorstellungen (fast immer an die oder Teile der SpO des DSB angelehnt, aber meistens vereinfacht) untereinander im sportlichen Vergleich zu messen. Auch gibt es große traditionelle Schützenverbände ohne Anerkennung und viele Stadtmeisterschaften laufen auch so ab. Diese Schützen haben jetzt aber ein Problem, nicht nur weil sie keine Bedürfnisse (nicht wirklich) mehr befürworten können, sondern weil sie jetzt auch oft in anderen rechtlichen Dingen bei der Ausübung des Schießsports wackeliger dastehen, sollte es mal hart auf hart kommen.

    Ich weiß, dass gerade die großen Verbände dieses Anerkennungsverfahren zumindest insgeheim ganz gerne angenommen haben, weil sie sich dadurch eine Festigung ihrer Position und auch mehr Zulauf erhofft hatten. War aber ein Denkfehler. Gebracht hat es außer einem weiteren Verlust unserer Autonomie, weiterer Bürokratie und damit auch oft verbundener Gängelei nichts und nicht wenigen Schützen und wahrscheinlich auch dem gesamten Schützenwesen hat es sogar geschadet.

    Ich sagte ja schon, so unnötig wie ein Kropf. Daher sollten wir auch alle auf eine Rücknahme drängen. Wir brauchen diesen ganzen Gesetzeswust nicht wirklich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - manchmal auch noch Träumer

    Hallo pustefix,

    nummerngleich bedeutet (in der Regel), dass die Waffe noch aus den selben Einzelteilen bestehend angeboten wird, wie sie mal gefertigt wurde und nicht aus Teilen verschiedener gleicher Waffen zusammengesetzt. Wesentliche Teile von Schusswaffen werden und wurden eigentlich auch schon immer mit Nummern oder Zeichen versehen, aber auch nie wirklich nach einem einheitlichen System. Andere Länder, andere Sitten kommt natürlich auch noch hinzu.

    Bei begehrten Sammlerwaffen muss man daher aber immer auch ein bisschen aufpassen, da die Nummerierungen (insbesondere in den Kriegsjahren) nie einheitlich waren und es natürlich auch schon mal (auch gut gemachte) Fälschungen gab und gibt.

    Wenn man in das interessante Gebiet der Sammlerwaffen oder der Waffensammlung einsteigen möchte, sollte und muss man sich auch intensiv anhand von entsprechender Literatur damit beschäftigen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wir müssen selbst Forderungen stellen

    Hallo Freunde,

    auch wenn Michael Kuhns Initiative zur Stärkung einer unabhängigen Interessengemeinschaft wie prolegal begrüßenswert ist, so glaube ich nicht daran, dass es in absehbarer Zeit möglich sein wird, rein durch die Zahl der Mitglieder dieser Organisation ein solches Gewicht zu geben, wie es der DSB zur Zeit (noch) hat. Ich will damit die Initiative nicht zerreden, sie ist sicher gut, aber wir müssen auch versuchen, den DSB anders zu positionieren.

    Wir brauchen einen Verband, welcher selbstbewusst unsere Interessen und auch unser Ansehen vertritt. Dazu gehört auch, und das ist ganz wichtig, dass auch von unserer Seite aus Forderungen gestellt werden. Bisher war es doch immer so, dass einseitig aufgrund von einzelnen Anlässen, in Wirklichkeit aber ohne Berücksichtigung der Wirklichkeit und der Fakten, verschärfende Forderungen gestellt wurden und dann wurde immer eine Art Kuhhandel betrieben und es kam immer ein fauler Kompromiss zu unseren Lasten dabei heraus. Es wurde sprichwörtlich immer ein Stücken mehr von der Wurst abgeschnitten, unsere Freiheit, Selbstbestimmung und Autonomie immer stärker eingeschränkt. Nie wurden die Maßnahmen und Verschärfungen auf ihre Wirksamkeit überprüft, selbst die hirnrissigsten Paragraphen wurden nie lautstark in Frage gestellt und leider gab es immer auch genug Schützen, welch die Maßnahmen auch noch begrüßten oder aber mit ihnen gut leben konnten.

    Damit muss Schluss sein. Wir brauchen einen DSB, der selbst Forderungen stellt Dazu gehört auch die Forderung an die Politik, endlich die wirklich relevanten Zahlen der tatsächlichen Missbrauchsfälle ohne Trickserei und Zahlenschieberei zu veröffentlichen. Dazu gehört auch eine klare Positionierung gegen so fragwürdige Sachen wie die verdachtsunabhängigen Kontrollen und das verschärfte Bedürfnisprinzip. Dazu gehört auch die Forderung, das gesetzliche Genehmigungsverfahren bezüglich der Sportordnungen und der Anerkennung der Schießsportverbände in Frage zu stellen bzw. im Sinne eines autonomen Sports für dessen Abschaffung einzutreten. Nur durch Forderungen von unserer Seite können wir ein Gegengewicht zu den ganzen fast immer haltlosen und unberechtigten Forderungen, welche immer wieder von den Gegnern vorgebracht werden, schaffen. Dazu muss auch endlich die Einsicht gehören, dass ein Missbrauchsfall, egal wie spektakulär und wie stark von den Medien aufgebauscht, keinen Schluss auf die Zuverlässigkeit der Gesamtheit der Schützen zulässt. Legal besessene Schusswaffen spielen in unserem Land keine deliktrelevante Rolle. Das ist einfach Fakt, eindeutig belegbar und das war auch schon immer so und muss deshalb auch endlich die Messlatte für jedwede Forderung nach sogenannten weiteren Verschärfungen werden. Es sind nur die Bilder aus den Medien, welche solche Gedanken und Meinungen hervorrufen. Mit der Wirklichkeit hat das aber nur ganz selten etwas zu tun.

    Nun, wie kann das gesehen? In meinen Augen nur von "unten" über die einzelnen Schützen und Vereine. Hier gilt es für Mehrheiten zu sorgen und über die Kreise und Bezirke auf die jeweiligen Landesverbände einzuwirken. Und ja, dazu gehört auch, sich im Zweifel und als Gegenentwurf zum bisherigen "Gutheißer" um bestimmte Vorstandspositionen zu bemühen und sich auch wählen zu lassen. Das ganze darf aber immer nur durch sachliche Argumente und Überzeugung laufen und nicht durch Krawall oder Polemik ala 'Grüne Jacke, roter Kopf'. Wer so tickt, schadet der Sache genauso wie die Aussitzer und Gutheißer. Jedenfalls ist die Basis, welche sich einen stärkeren DSB wünscht, deutlich größer, als viele denken. Die große Gefahr, neben allen anderen, besteht darin, dass sich irgendwann immer mehr Schützen, enttäuscht durch die Untätigkeit ihrer Verbände und frustriert durch die ganzen Angriffe und Gängeleien, von ihrem Sport, ihrem Hobby abwenden und aufgeben. Auch das sollte den Handelnden in den Verbänden klar sein oder werden.

    Der DSB wird durch die Landesverbände bestimmt und auch legitimiert und deshalb muss auch von dort der Anstoß zu neuen Initiativen kommen.


    Die Befürchtung, der DSB könne nicht so, wie er gerne wolle, weil dann die Fördergelder in Gefahr sein, teile ich so auch nicht, schon deshalb nicht, weil die Fördergelder in der Regel nicht aus den Ecken kommen, wo die Antis (bisher) größeren Einfluss haben. Auch heißt politisch neutral nicht, dass man nicht selbstbewusst auftreten darf oder sich nicht gegen bestimmte auch politische Gegner wehren darf.


    In diesem Sinne mit bestem Schützengruß und guten Rutsch

    Frank

    Ach Du Scheiße, dieser Sigismund Kobe ist Prof. für theoretische Physik. Gut, auch bei den Profs gibt es ja bekanntlich einen großen Zoo und gerade bei den Theoretikern glitscht die Sache dann oft irgendwann doch wieder ins Metaphysische, Religiöse oder Esoterische ab. Aber von einem Physiker sollte man doch eigentlich erwarten können, dass er an eine Sache, welche man im Prinzip auch durch schlichtes Zählen von Ereignissen durchdringen kann, mit der bei seinem Berufsstand vorausgesetzten und auch unterstellen Distanz und Rationalität rangeht.

    Jedenfalls möchte ich bei dem gerne mal Mäuschen spielen. Was will er denn mit der Glockenkurve in Bezug auf das Thema zeigen? Das es Ränder gibt? Weiha.


    Kennt jemand seine Thesen? Im Netz habe ich bisher noch nicht viel gefunden, außer einem Beitrag, wo er mit akademischer Arroganz und dem Hinweis auf Äpfel und Birnen versucht, den Vergleich zwischen den jährlichen Verkehrstoten und den Opfern durch legal besessene Schusswaffen für unzulässig zu erklären, natürlich ohne richtige Begründung.

    Ich vermute mal, wieder ein Gutmensch, der von der, von unserer Wirklichkeit keinen blassen Dunst hat.


    villa_carlotta

    so selten bist Du gar nicht. Ich kenne in meinem direkten Umfeld mehrere Lehrer, schieße sogar mit einem seit Jahrzehnten, und wir haben auch eine waschechte Theologin.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Doreen,

    Es ist so, die Kartuschen lassen sich relativ leit so weit eindrehen, bis Ventil ( nennt man das so? ) in die Waffe kommt. da wird es sehr schwer, besonders wenn Kartusche und Waffe kalt sind.


    dann liegt es vermutlich weniger am Gewinde, sondern an der Gängigkeit des Ventils. Kann natürlich viele Ursachen haben. Schlechtere Fertigung, Dreck oder auch Korrosion. Da wird möglicherweise die Fettung des Gewindes, welche auch FWB empfiehlt, das Problem nicht oder nur bedingt lösen.

    Ging das Einschrauben denn immer schon so schwer, oder ist es erst mit der Zeit immer schwerer geworden?

    Wie sieht es denn aus, wenn die Kartusche auf den Adapter (original von FWB?) der Füllflasche geschraubt wird? Geht es dann auch so schwer? Wenn ja, würde ich die Kartusche überprüfen lassen. Nicht, dass Du dir damit auf Dauer noch die Pistole beschädigst. Die Möglichkeit, dass das Gegenlager an der Pistole, welche auf das Ventil einwirkt, nicht mehr richtig greift, ist wohl eher unwahrscheinlich.

    Hast Du die Möglichkeit, Dir mal eine original FWB-Kartusche zum Vergleich auszuleihen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Krümelchen,

    wie der Joker schon andeutete, muss die Schwergängigkeit ja einen Grund haben, denn normalerweise lassen sich die Kartuschen ganz gut nur mir der Hand eindrehen. Ursache könnte verharztes Fett, eine gequollene Dichtung, oder es könnte sogar sein, dass das Gewinde einen Schlag weg hat. Letzteres müsste man aber normalerweise auch spüren können, da es sich dann meistens beim drehen auch unrund anfühlt.

    Einfach nur ölen könnte zwar die Sache verbessern, würde aber die Ursache nicht beseitigen. Schau Dir daher die Gewindestelle mal genau an. Vielleicht kannst Du dann ja auch schon sehen, ob dort noch Harz sitzt oder ob die Dichtung irgendwie komisch aussieht.

    Apropos, diese Schraubverbindung soll nicht zu fest angeknallt werden. Denn es ist die Dichtung, welche dort dichtet und nicht das Gewinde.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Philippe,

    Du kommst aus Frankreich. Jetzt verstehe ich. Ich habe aufgrund deiner (für einen deutschen Schützen) etwas ungewöhnlichen Wortwahl (Iris anstatt verstellbares Ringkorn) erst gedacht, Du wärst ein Einsteiger und dächtest, man müsse diese ganzen Zubehörteile kaufen, ohne genau zu wissen, wozu sie gut sind.

    Jetzt macht deine Anfrage für mich auch Sinn. In deinem Falle kann Dir das Duplex möglicherweise helfen. Mitch schreibt ja auch, dass es ihm geholfen hat. Am besten ist es aber sicher, Du findest eine Möglichkeit, das Teil mal in Ruhe zu testen. Dann siehst Du vermutlich auch, welche Einsatzgröße Du brauchst. Ohne ausführlichen Test wäre mir das Teil auch zu teuer, da ja immer auch die Möglichkeit besteht, dass es einem selbst nicht so viel nützt.

    Apropos, Liegend ist für mich immer noch die wirklich haargenau eingestellte und angepasste Schaftbacke die Schlüsselstelle für gutes Liegendschießen. Diese Einstellung muss auch nicht immer gleich sein. Wenn man nicht sauber mittig durch das Dioter schauen kann, stimmt meistens was mit der Backeneinstellung nicht. Unsere Physiognomie ist auch nicht immer gleich. Ideal ist daher eine Schaftbacke, welche man sehr leicht und fein auch im Anschlag justieren kann. Ich habe da für mich übrigens auch noch keine optimale Lösung gefunden.


    Dein Deutsch ist übrigens ganz ausgezeichnet. ich würde das in Französisch nicht so hinkriegen. Aber sollten Dir einige der speziellen Begriffe aus dem Schießsport nicht so ganz geläufig sein, dann frag ruhig nach. Manchmal kann man die Dinge auch anders be- und umschreiben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Stop, Stop, Stop,

    streng genommen brauchst Du den ganzen Zusatzkrempel nicht. Man kann auch "nur" mit einem ollen Blechkorn und der serienmäßigen Irisblende ohne Verstellmöglichkeit etwas treffen. Der mögliche Nutzen und Vorteil dieser Zusatzteile wird auch oft etwas überschätzt und nicht jedes Sehproblem lässt sich damit auch lösen.

    Erstmal sollte Dir der Zweck und die möglichen Verbesserungen, welche man durch diese Zubehörteile erreichen kann, klar sein.

    In diesem Beitragsstrang geht es um ein noch relativ neues Hilfsmittel, mit dem sich die Zielgenauigkeit verbessern lassen kann, wenn man dazu neigt, nicht wirklich gerade durch das Diopter zu schauen. Wie gesagt, es kann dazu beitragen, die Schießleistung zu verbessern, muss es aber auch nicht unbedingt und kann sie sogar verschlechtern, wenn man sich zu sehr auf das Ding konzentriert und dann im Anschlag (auch unbewusst) zusätzliche Spannungen aufbaut.

    Ich nehme an, Du sprichst erst mal von einer verstellbaren Irisblende am Diopter und dem passenden Ringkorn vorne im Korntunnel. Mit der Irisblende regelt man die Tiefenschärfe (siehe Blende Fotoapparat) und indirekt auch den Lichteinfall. Das macht man nach Gefühl und natürlich auch in Abhängigkeit von der Scheibenbeleuchtung und der Gesamthelligkeit, so das man erst mal das Korn scharf sieht. Eine kleine Unschärfe der Scheibe ist dabei normal und auch nicht weiter schlimm. Da der Größenwert der Irisblende auch vom Durchmesser der eigenen Iris im Auge abhängt, gibt es auch so einen Standardwert, und der liegt so bei 1,1 - 1,2mm, wie Du schon richtig angedeutet hast. Es hängt auch etwas vom eigenen Augenabstand zum Diopter ab.

    Für extreme Lichtverhältnisse (insbesondere auf offenen Bahnen, wenn sehr grell oder zu dunkel und ohne Kontrast) nutzt man besser Filter. Es gibt dabei zwei Ausführungen, einmal Farbfilter und auch Polfilter, beides auch als Kombination. Ich bin der Auffassung, man sollte dabei gerade auch als Brillenträger immer so wenig wie möglich an Filtern einsetzen und nur soviel wie nötig. Man muss sich aber mit der Sache auf jeden Fall auch etwas beschäftigen, um die richtigen Filter und Einstellungen für sich herauszufinden.

    Zum Ringkorn: Auch da gibt es mittlerweile eine große Auswahl an unterschiedlichen Ausführungen. Die Glas- und Plastikkorne bieten etwas mehr Kontrast ohne den störenden Übergangsschleier bei den alten Metallkornen. Es gibt auch verstellbare Korne. Zur Größe kann man aber keine festen Angaben machen, da jeder Schütze das Zielbild unterschiedlich wahrnimmt. Wo der eine noch deutlich Weißes sieht, ist für den anderen schon alles Schwarz. In Bereich KK 50m geht die Spanne von deutlich unter 3,0mm bis deutlich über 4,0mm. So eine Art Durchschnittswert sind aber die auch schon von Dir genannten 3,6mm für Liegend. Die Größe hängt auch von der Lauflänge ab. Eine Faustformel sagt, mal soll das Ringkorn so wählen, dass man ca. 2/3 Schwarz und 1/3 Weißes sieht. Manche Schützen wählen Liegend auch etwas kleiner, aber man sollte nicht denken, das kleiner immer auch genauer ist. In Prinzip muss man die Größe selbst austesten. Ideal ist die Größe, wo man die Trefferlage der Schüsse am besten vorhersagen kann, oder speziell bei Liegend, womit man das kleinste Schussbild hinkriegt. Die so gefundene Größe muss dann aber auch nicht für immer Gültigkeit haben, sondern kann auch variieren, auch je nach Tagesform und natürlich auch nach der jeweiligen Beleuchtungssituation. Zum Beispiel kann man bei elektronischen Scheiben aufgrund des guten Kontrasts oft ein bis zwei Zehntel kleiner wählen, während man bei nur schlecht ausgeleuchteten herkömmlichen Scheiben und Dämmerlicht besser etwas größer wählt. Es gibt aber auch Schützen, die verändern die Korngröße nicht oder nur ganz selten und arbeiten bei Bedarf nur mit der Irisblende und den Filtern.

    Die Sache ist also sehr individuell. Was dem einen hilft, muss dem anderen noch lange nicht helfen und auch bei leicht verschwommenem Zielbild kann man die Schüsse in die Mitte setzten, leichter mit etwas größerem Ringkorn. Man sollte aber immer nur kurz wirklich zielen, einmal um die Augen zu schonen und zweitens, um sich nicht von Gehirn täuschen zu lassen. Zielt man nämlich zu lange, kann es passieren, dass das Gehirn mit einer Art Speicherbild arbeitet und dann wundert man sich, wo die Schüsse hin fliegen.

    So, ich hoffe, das war es erst mal. Bei weiteren Fragen stehe ich Dir gerne und sicher auch andere hier im Forum weiterhin zur Verfügung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank