Beiträge von Murmelchen

    In der Bundesliga LG stehen an diesem Wochenende die letzten Wettkämpfe an. Sie bestimmen über den Einzug ins Finale und entscheiden auch über den Abstieg.

    Zumindest ein Teil der Wettkämpfe kann wieder über den Live-Ticker der Firma Meyton verfolgt werden.


    Hier die Paarungen für die Nord- und Südgruppe:


    Austragungsort: Sportpark Niederheid, Paul-Thomas -Str. 35, 40589 Düsseldorf
    Ausrichter: Post SV Düsseldorf
    Kampfrichter: Birgit Sowka

    07.01.2012 17:00 ABC Münster - SG Hamm I

    07.01.2012 18:30 Post SV Düsseldorf - SGi 1920 Mengshausen


    08.01.2012 10:00 SGi 1920 Mengshausen - SG Hamm I

    08.01.2012 11:30 ABC Münster - Post SV Düsseldorf


    Austragungsort: Kreissporthalle am Schulzentrum, 56203 Höhr-Grenzhausen
    Ausrichter: Tus Hilgert
    Kampfrichter: Norbert Czupalla

    07.01.2012 17:00 SSG Kevelaer - KKS Nordstemmen I

    07.01.2012 18:30 Tus Hilgert - ST Hubertus Elsen


    08.01.2012 10:00 SSG Kevelaer - ST Hubertus Elsen

    08.01.2012 11:30 Tus Hilgert - KKS Nordstemmen I


    Austragungsort: Sporthalle am Anger in Coburg
    Ausrichter: SG Coburg
    Kampfrichter: Edmund Seelmann

    07.01.2012 17:00 SV Petersaurach - SV Germ. Prittlbach

    07.01.2012 18:30 SG Coburg - Der Bund München


    08.01.2012 10:00 Der Bund München - SV Petersaurach

    08.01.2012 11:30 SV Germ. Prittlbach - SG Coburg


    Austragungsort: Salinen-Sporthalle Bad Dürrheim, 78073 Bad Dürrheim
    Ausrichter: SSVG Brigachtal
    Kampfrichter: Helga Apfelbach

    07.01.2012 17:00 SSG Dynamit-Fürth - HSG München

    07.01.2012 18:30 SSVG Brigachtal - SG Waldkraiburg


    08.01.2012 10:00 SG Waldkraiburg - SSG Dynamit-Fürth

    08.01.2012 11:30 HSG München - SSVG Brigachtal


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Den eisernen Grundsatz gibt es so nicht.

    DSB Laufende Scheibe 50m wurde schon immer und wird auch noch immer auf die Abbildung eines Keilers (m. Wildschwein) geschossen. Das tut der Abbildung auch nicht weh und die Wildschweine fühlen sich dadurch auch nicht wirklich diskriminiert.

    Was sich im Laufe der Jahre (Jahrzehnte) geändert hat, sind die Bezeichnungen der Disziplinen. Politisch oder irgendwie korrekt spricht man heutzutage von der Laufenden Scheibe und von den Wurfscheiben. Duell-Scheibe sagt man übrigens auch nicht mehr.

    Na ja, wenn es schön macht.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kalle,

    ich bin zwar jetzt nicht so der Auflage-Schütze, aber ein bisschen habe ich mir die Sache auch schon mal angeschaut und ein paar Gedanken dazu kriege ich auch noch hin.

    Daher zwei Fragen: Wo setzt Du denn die Kappe an und wie richtest Du dich zur Scheibe ein?

    Schon mal vorweg. Ich halte eine Position frontal zur Scheibe erst mal für die beste Ausgangsposition. Es gibt zwar auch Lehrmeinungen wie auch auf dem Poster von MEC gezeigt, mit sich schräg zur Scheibe einrichtenden Schützen, aber ich halte das immer nur für einen Kompromiss. Aus dieser Frontalstellung folgt, dass das Gewehr nahe zum Hals gebracht werden muss. Die Kappe muss also einen Platz auf dem Schlüsselbein finden. Manchmal nicht ganz einfach. Auf den Haken bei KK sollte man daher auch besser verzichten. Eine Verkantung sollte bei einer halsnahen Einsetzung eigentlich auch nicht nötig sein, aber man braucht eine ausreichend lange Visierrückverlagerung und auch die Schaftbacke muss ziemlich weit hinten stehen. Schrägstellungen und Auslagerungen von Backe und Kappe in Bezug zum Lauf sollte man in der Tat möglichst sparsam einsetzten, denn diese Schrägstellungen erschweren die wiederholgenaue Schussabgabe. So treten dann nämlich weitere Hebel auf. Bei Variationen der einwirkenden Kräfte springt dann die Waffe auch immer anders. Durch, ich nenne es mal leicht nach vorne sacken lassen, legt man den Kopf mit der Wange auf die Schaftbacke. Seite und Höhe der Schaftacke auf das Diopter ausrichten. Kopf dabei aber möglichst gerade lassen. Einen sehr hohen Druck in der 'Schulter' erreicht man so zwar nicht, aber der ist auch nicht zwingend nötig, wenn man den Anschlag von Schuss zu Schuss wiederholgenau hinkriegt. Um so aber gut schießen zu können, muss man die Nullstellung dann sehr genau über die Höhe der Auflage einjustieren. Hier mit Körperspannungen zu arbeiten, dürfte gerade bei KK fatal sein. Seitliche Abweichungen korrigiert man über die Fußstellung. Wichtig ist eben, wie immer, eine sehr sorgfältige Kontrolle der Nullstellung.

    So, das aber nur mal als Diskussionsanregung. Ich erhebe damit keinen Anspruch auf die allerletzte Weisheit. Wenn man sich mal so auch bei einer größeren Meisterschaft die Anschläge anschaut, sieht man auch bei Auflage die wildesten Variationen. Und die Leute treffen auch, manchmal natürlich auch nicht. ^^


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    es ist nicht egal! Es ist sogar, wenn man es ganz hart nimmt, auch rechtlich wackelig.

    Wenn die Kosten über den Beitrag oder Umlagen finanziert werden, dann zahlen alle Vereinsmitglieder. Wenn aber Bahnnutzungsgebühren verlangt werden, nur diejenigen, welche sich aktiv einbringen, die Fleißigsten sogar am meisten.

    Kosten für Munition (oder auch Scheiben) sind eine andere Baustelle, schon auch deswegen, weil nicht wenige Schützen ja ihre eigne Mun verwenden.

    Startgelder sind wieder eine ganz andere Sache. Aber auch hier sollte man sich mal Gedanken über den Sinn und Zweck eines Vereins machen. Ist ein Verein nicht auch eine Solidargemeinschaft, die gemeinsam etwas erreichen will. Wie passt den da die Denkweise, warum soll ich denen die Startgelder bezahlen? Warum überhaupt ein Verein, wenn jeder eh für alles selbst aufkommen soll. Sollte denn nicht eher der Gedanke vorherrschen, dass man stolz ist auf die Sportler, welche den gemeinsamen Verein auch auf höherer und höchster Ebene repräsentieren?

    Aber die Nutzung der Druckluftstände, um die es hier geht, ist sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner in einem Schießsportverein. Diese Nutzung mit Gebühren zu belegen, ist kontraproduktiv. Das Argument, damit die undisziplinierte Jugend in den Griff bekommen wollen, ist auch haltlos. Wenn man das nicht auch anders in den Griff bekommt, läuft mit Verlaub was falsch. Man kann doch nicht die Interessierten und Leistungsträger einseitig durch Gebühren bestrafen. Selbst wenn diese Gebühren sehr niedrig angesetzt sind, geht es auch ums Prinzip.


    Aber keine Sorge, ich kenne die oft dahinter stehenden Denkweisen. "Wir sind hier ein Schützenverein! Wenn Du hier schießen willst, dann aber bitte nicht auf 'unsere' Kosten, das ist dann dein Privatvergnügen, dafür musst Du dann auch selbst für aufkommen" In so einem Verein würde ich nicht schießen wollen. Dabei geht es mir nicht ums Geld - ich lasse mir meinen Sport eine Menge kosten - sondern ums Prinzip und auch um das Selbstverständnis des Vereins, für den ich schieße. Keine Sorge, ich bin kein Spitzenschütze. War ich nie.

    Findet ihr nicht, dass das etwas seltsam ist? Übertragt das bitte auch mal auf andere Sportarten, insbesondere auf unsere Sportart Nr. 1. Schon mal gehört, dass da ein aktiver Spieler eine Gebühr für die Ball- oder die Rasennutzung zahlt?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Zitat

    Wir erwirtschaften im Sportbereich jedes Jahr ein hohes Defizit


    zeigt ziemlich deutlich das Selbstverständnis und das daraus resultierende Problem.


    Aber dieser Beitragsstrang wirft andere Fragen auf. Wie sieht es eigentlich mit der Sportförderung im Schießsport aus? Für andere Sportarten werden in diesem Land ganz selbstverständlich die Kosten für die Sportstätten von der Volksgemeinschaft übernommen. Wenn die Dorf-Fußballer einen neuen Platz brauchen, springt dafür normalerweise die Gemeinde ein. Bisher wurden den Hallensportlern auch ihre Sporthallen aus öffentlichen Mitteln finanziert und gebaut und Nutzungsgebühren wurden bisher in den Kommunen auch nur ganz selten verlangt. Der hier auch schon angesprochene Schwimmverein zahlt für die Nutzung des Bades eben keine Gebühren. Jedenfalls war das in der Vergangenheit so. Da die Gemeinden und Städte heute alle klamm sind, läuft das nicht mehr ganz so selbstverständlich. Aber trotzdem wird eher in anderen Bereichen gekürzt als beim Sport.

    Bei uns Schützen sieht es dagegen bis auf wenige Ausnahmen mit der Förderung ganz anders aus. Wir müssen unseren Sport in der Regel komplett selbst finanzieren. Warum?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ein Verein ist kein Wirtschaftsbetrieb, sondern ein Zusammenschluss von Menschen mit bestimmten Interessen. Bei einem Schießsportverein besteht dieses gemeinsame Interesse nun mal in der Ausübung und Förderung des Schießsports. Zusätzlich zu den Beiträgen auch noch Gebühren für die tatsächliche Ausübung dieses Vereinsziels zu erheben, steht daher auch konträr zum Sinn und Zweck eines solchen Vereins.

    Etwas anderes ist es, wenn ich irgendwo als Gast einen Stand nutze.


    kruemelgirl

    Über die Höhe der Startgelder bei den Meisterschaften kann man sicher streiten. Aber dort werden in der Regel auch fremde Stände genutzt. Meistens verursachen bei diesen Meisterschaften auch die sogenannten Spesengelder einen nicht unerheblichen Anteil an den Kosten. Kann man sicher auch drüber streiten.

    Apropos, wenn Schwimmbäder von Vereinen genutzt werden, gibt es auch unterschiedliche Regeln. Ein Sportschwimmer wird aber sicher nicht pro Bahn zur Kasse gebeten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Bei diesen Machwerken, egal wie fragwürdig sie sind, geschieht nichts ohne Absicht.

    Beachtet, sie haben sich vier Stunden Zeit genommen, um genau die Einstellungen und Aussagen zu bekommen, die sie wollten.

    Die Einspielung des LG und KK-Schützen war in ihren Augen nötig, um den Forderungen mehr Gewicht zu verleihen und auch, um weitere Uneinigkeit unter den Schützen zu verursachen. In einer Stellungnahme würde diese Einspielung auch als Beleg für ihre Ausgewogenheit und Neutralität verwendet werden. Ein ganz Unverfrorener hat mir übrigens mal gesagt, dass auch die ganzen Fehler Absicht wären, weil man ja so authentischer und näher am Zuschauer dran sei. Noch Fragen?

    Man sieht ja hier auch zumindest ansatzweise, dass das mit der Spalterei immer noch ganz gut funktioniert.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    In dem Bericht wird klar die Nutzung aller potenziell tödlichen Schusswaffen im Schießsport in Frage gestellt, sogar deren Verbot gefordert. Das beinhaltet auch KK und wenn dann auch noch von "Lasern" die Rede ist, sogar auch Druckluft.

    Der Sportschütze Simon Wölfl, der es sicher gut meint, dient dabei den Machern als Beleg und Rechtfertigung für die Verbotsforderung, weil er ja die in den Augen der Macher (erst mal noch geduldete) einzig zulässige harmlose Variante des Schießsports zeigt. So wird Spaltpotential aufgebaut. Er wird also ganz eindeutig missbraucht bzw. lässt sich je nach Auffassung missbrauchen.

    Das kann man nicht wegdiskutieren und das sollte uns allen auch als Warnung dienen. Schuldzuweisen bringen uns hier aber auch nicht weiter.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - aber nicht 'ihr' sondern immer 'wir'

    Hallo Michael Beutel,

    dass das Machwerk aber ein gezielt konstruierter Hetzbeitrag ist, wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle sogar getürkt - für ein paar Euro bar auf die Tatze bekommt man im Prinzip jede Aussage - und dass man diesen Beitrag auch im Kontext zu den vielen bisherigen Angriffen auf den Schießsport sehen muss, sollte gerade Dir als Sportschütze aber doch klar sein, oder etwa nicht?

    Apropos, wer sagt mir eigentlich, dass Du auch wirklich Michael Beutel bist?


    Für den Rest der Truppe: Klar, wir haben da ein riesiges Dilemma. Wie sollen wir überhaupt noch Öffentlichkeitsarbeit machen können, wenn alle unsere Aussagen manipuliert und verdreht werden oder nur in einem bestimmten Kontext gesendet werden? Jedenfalls sollte jeder gewarnt sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das traditionelle Vogelschießen wird zwar mit allen möglichen Kalibern und Waffen ausgetragen, aber gerade in den sportlichen Abteilungen der traditionellen Vereine wird überwiegend mit Druckluft und KK geschossen. Das ergibst sich so einfach aus der gewachsenen Historie. Reine GK-Vereine sind hingegen oft eigenständig und ohne Bindung an das traditionelle Schützenwesen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Mareike,

    die Werke von Dr. Heinz Lösel sind Dir bestimmt ein Begriff. Neben den Büchern hat er auch etliche Artikel in den ISSF-News bzw. dem damaligen UIT-Journal geschrieben. Einige ältere Ausgaben haben ich noch, müsse aber erst mal bei Bedarf kramen.

    Dann wären noch Dr. Martin Bauer und Nuri Erol aus dem Sportkrankenhaus in Lüdenscheid-Hellersen als mögliche Ansprechpartner zu nennen.


    Vielleicht kann Dir hier auch noch unser Zebo weiterhelfen. Die Russen haben auf dem Gebiet auch einiges an Grundlagenarbeit geleistet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Also ich kann damit leben. Es geht ja auch ganz klar in Richtung Selbstironie und es kommt ja auch aus den Reihen der Schützen. ich habe das Bildchen jedenfalls auch schon als Anstecknadel an stolz geschwellter Schützenbrust gesehen.

    In den Gegenden, wo Du das Schild siehst, kann auch die Mehrheit der Bevölkerung damit umgehen und der Rest hat ja eh seine Meinung und pflegt seine Vorurteile.


    Wie sagte mal jemand so schön, Schützenfest, immer Kischee und Wirklichkeit zugleich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Claus-Dieter,

    vielen Dank für deinen gelungenen und informativen Beitrag.

    Das mit der Tenex ist ja der absolute Hammer. So ein Schussbild habe ich noch nicht gesehen und ich habe auch schon ein paar gesehen. Um diese Kombination aus Lauf und Patronenlos dürfte Dich wohl auch fast jeder Olympionike beneiden. Wenn Bernd noch aktiv wäre, hätte er Dir, statt Dir die Patronen zu verkaufen, bestimmt den Lauf abgekauft.

    Zum Thema H&N hat hier Carcano auch schon etwas geschrieben. Die scheinen zur Zeit wohl ein Problem zu haben und da sollen auch schon mal verschiedene Lose und Kopfgrößen in einer Dose zu landen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wilhelm,

    Wie kann die zuständige Behörde einem Verein die Genehmigung für einen aktiv genutzten Schießstand erteilen, wenn dieser Verein keinem anekannten Verband angehört,


    die Erlaubnis zum Betrieb eines Schießstandes hängt nicht von der Zugehörigkeit zu einen anerkannten Schießsportverband ab. Der Betreiber muss die gesetzlichen Auflagen erfüllen (Versicherung) und der Stand muss den Richtlinien für Schießstände entsprechen. Schießstände können auch kommerziell genutzt werden, es gibt Stände für Jäger, aber auch die Vogelstände (mobil oder stationär) der traditionellen Schützen.

    An welchem Paragraphen würdest Du festmachen wollen, dass die Erlaubnis von der Zugehörigkeit zu einem anerkannten Verband abhängig sei?


    die verantwortlichen Funktionäre ihre Sachkunde zu verbilligten Bedingungen über DSB-Vereine nachweisen,
    Jungschützen schießen lassen, die nicht von Personen beaufsichtigt werden, die dafür geschult und befähigt sind?


    Auch Sachkundelehrgänge und Lehrgänge für Standaufsichten sind nicht an die anerkannten Verbände gebunden. Im Prinzip kann jeder, der die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, solche Lehrgänge anbieten und durchführen. Es gibt auch kommerzielle Anbieter, aber auch z. Bsp. der SSB, der Sauerländer Schützenbund, ein traditioneller Verband ohne Anerkennung, führt solche Sachkundelehrgänge inklusive Qualifikation zur Standaufsicht durch. Zielrichtung ist hier tatsächlich das traditionelle Vogelschießen.

    Die Qualifikation zur besonderen Obhut, sprich JubBaLi, ist ein kleines Problem. Aber hauptsächlich deswegen, weil sich diese gesetzliche Forderung immer noch nicht bei allen Schützen herumgesprochen hat. Aber was spräche dagegen, auch hier entsprechende Lehrgänge anzubieten. Höchstens das bisher nicht klar umrissene Anforderungsprofil an diese Ausbildung. Nebenbei werden ja auch andere Formen der Qualifikation von den Behörden anerkannt.

    Jedenfalls beinhaltet der Gesetzestext nicht die Ausschließlichkeit über die Schiene anerkannter Schießsportverband. Das wäre auch aus übergeordneter rechtlicher Sichtweise problematisch - Stichwort Vereinszwang. Wenn man die neue Verwaltungsverordnung mal etwas genauer ließt, dann erkennt man auch, dass sich die Macher des Werks bewusst sind, dass dieses Konstrukt anerkannter Schießsportverband im Prinzip eine zusätzliche Gängelei und Hürde darstellt. Deshalb auch die Formulierung, wonach kein, ich nenne es mal so, freier Schütze besser gestellt werden darf, als ein verbandsgebundener Schütze.

    Na ja, ich sagte ja schon, überflüssig wie ein Kropf.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Yepp, zum Thema Munitionsserien und Lose gibt es hier im Forum schon ein paar sehr informative Beiträge.

    Wie gesagt, es kommt immer nur auf das spezielle Los oder die spezielle Serie an. Allerdings gibt es bei dem einzelnen Fabrikaten auch noch weitere Unterschiede. Eher weich schießend oder mit mehr Bums kann eine Rolle spielen, aber auch die Funktion und Repetierfähigkeit in einer Pistole. Oder eben auch Erfahrungen über die Zuverlässigkeit.

    Eley scheibt bei seinen besseren Fabrikaten ja auch die Geschwindigkeit der einzelnen Serien mit auf die Verpackungen, allerdings nur in Füßen. Damit kann man dann auch schon grob erahnen, wie sich die Patrone aus der Schulter schießt. Ich mag Liegend eher weichere Patronen und Stehend schnellere. Aber Stehend ist es bei meinen Künsten auch schon wieder fast egal. :wacko:


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wohl nur mit etwas Gewalt. Irgendwo, ich glaube sogar im Forum WO, hat es mal jemand näher beschrieben.

    Aber warum, Schwarz ist doch auch eine schöne Farbe. :D Bei dem gutem alten Herrn Ford konnte man ja die Autos auch in jeder Farbe bestellen, Hauptsache es war Schwarz. ^^


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Apropos, wer sich jetzt wundert, warum ich an Silvester nichts besseres vorhabe, als hier zu schreiben. Ich habe dieses Jahr Hauswache! :wacko:

    Wie dem auch sei: Ich halte dieses Werk für ein eher nicht optimales Mittel, um der unvoreingenommenen Leserschaft unser Hobby (Löcher in Pappe) näherzubringen.


    Das ist auch nicht Sinn und Zweck des Werks.

    Das traditionelle Schützenwesen hat aber (auch heutzutage noch) in vielen Gegenden einen sehr hohen Stellenwert und stellt oft auch den kulturellen Höhepunkt des Jahres dar. Speziell das Sauerland (im südöstlichen Teil von NRW mit Ausläufern bis nach Hessen gelegen), wo der von der Autorin beschriebene Verein Altena liegt, ist eine ausgesprochene Schützenhochburg. Dort gibt es in fast in jedem Dorf einen Schützenverein, oft mit Tausenden von Mitgliedern und oft mehr, als das Dorf Einwohner hat. In meiner Kleinstadt am Rande des Sauerlandes gibt es, man höre und staune, 10 Schützenvereine, in der größeren Nachbarstadt sogar 15. Diese Schützenfeste kann und darf man auch nicht nur auf das Saufen reduzieren, auch wenn man auch diesen Aspekt auch nicht leugnen kann und muss. In unserer Gesellschaft gehört das Trinken zur Kultur und manchmal wohl auch zur Unklultur. Aber getrunken wird doch bei fast jeder Feier, sogar bei Beerdigungen. Ich habe jedenfalls schon Feiern der sogenannten höheren Gesellschaft gesehen, wo es deutlich unzivilisierter zuging als auf den Schützenfesten.

    Aber das Schützenwesen ist deutlich mehr. Es kann immer noch die große Gemeinschaft sein, wenn man sich darauf einlässt. Gerade hier in Westfalen stellen die traditionellen Schützen auch immer noch eine Bank dar und auf den Schützenfesten wird sogar oft auch Politik gemacht. So mancher Politiker, welcher auf dem Schützenfest nicht punkten kann, hat auch keine Chance. Speziell unsere besonderen Freunde, die Grünen, tun sich auf dieser Ebene auch bisher noch schwer.

    Hinzu kommt auch noch, dass die meisten sportlich orientierten Vereine hier als Abteilungen in die großen traditionellen Vereine integriert sind. Das hat Vorteile, bringt aber auch manchmal Reibungspunkte mit sich. Auch mein Stammverein hat über Tausend Mitglieder und eine Menge Einfluss auch weit über die Stadt hinaus. Aber wir haben leider auch nur noch so ca. 30 aktive Sportschützen, wenn es hoch kommt und davon sind die meisten auch schon etwas älter. Aber als hier die Sache mit den Schulständen los ging, da wurde dann doch irgendwann auch von den traditionellen Schützenvereinen ein Machtwort gesprochen und es war Ruhe. Ich glaube auch, dass, wenn sich die Sache mit den Verboten und Steuern noch weiter zuspitzt, dann werden auch wieder die traditionellen Vereine und Verbände ihre Stimme erheben und die wird dann auch Gehör finden.


    Zum Buch: Sicher kein schlechtes Werk, aber 64 Seiten für 49 EUR sind doch wohl eher etwas, sagen wir mal, dünn und daher vermutlich auch eher für direkte Schützen aus Altena interessant. Für mich jedenfalls dürfte sich auch der mögliche Erkenntnisgewinn daraus in engen Grenzen halten, ohne hier jetzt einen auf arrgogant zu machen. Aber sollte ich es mal geschenkt bekommen ...


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - Glaube Sitte Heimat