Beiträge von Murmelchen

    Nur leider kommt es zu oft vor, dass man neue Mitglieder nach einem Jahr Vereinszugehörigkeit und Erhalt einer WBK eine Pistole kaufen.

    "Und dann werden sie zahlendes Mitglied und man sieht sie nie mehr wieder"

    So einfach geht das nach unserem Waffenrecht nicht und das weißt Du auch. Also, was soll das?

    Und selbst wenn, gibt es denn wirklich einen signifikanten Missbrauch dadurch? Werden mit diesen Waffen denn tatsächlich Straftaten begangen, oder ist es einfach der Wunsch der Bürger nach Besitz?

    Aber wie wäre es denn, um auch besorgte Gemüter wie Dich zu beruhigen, wenn man, statt weiterhin gesetzestreue zuverlässige Bürger zu gängeln und einzuschränken, das Bedürfnis um den Punkt "Selbstverteidigung" erweitern würde? Das geht ja in anderen zivilisierten Ländern wie Österreich oder der Schweiz auch und dann brauchtest Du leidgeplagter Sportschütze Dich auch nicht mehr ständig zu distanzieren.

    Was mir eigentlich egal ist, das aber unsere Schützenvereine hier als Sprungbrett benutzt werden und wir dann solche Änderungen vor den Latz geknallt bekommen, finde ich verwerflich.

    Sprungbrett?

    Was war nochmal der konkrete Anlass für diese erneute Waffenrechtsverschärfung?

    Etwa Angriffe mit Messern, die die Täter dort nach dem geltenden Waffenrecht gar nicht führen durften? Und da die Täter sich schon da nicht an das geltende Gesetz gehalten haben, vermutlich auch gar nicht wussten, dass es so ein Gesetz überhaupt gibt, geschweige denn es auch verstanden zu haben, wird es jetzt nochmals 'verschärft'?

    Und dabei werden dann gleich auch noch eine Reihe von weiteren Maßnahmen beschlossen, die sich ausschließlich gegen gesetzestreue zuverlässige und schon jetzt zigfach überprüfte Bürger richten, um deren Grund- und Schutzrechte weiter einzuschränken oder gar außer Kraft zu setzen.

    Aber keine Frage, man muss ja kein Sportschütze sein. Mann kann ja jederzeit damit aufhören und sich von seinem Eigentum trennen. Aber keine Sorge, selbst dann bleibt man ein ehemaliger Waffenbesitzer, also nach wie vor einer von der potentiell gefährlichen Sorte. Und den muss man auf jeden Fall auch weiterhin im Auge behalten.


    Mit bestem Schützengruß und trotzdem schönen Sonntag

    Murmelchen

    Das Schiessen in der Schweiz unterscheidet sich deutlich von dem unserer Nachbarländer.

    Hallo Hugo165 ,

    vielen Dank für deinen Verweis.

    Mir würde es gefallen, wenn sich unser Schießen insbesondere '300m' nicht so sehr von dem in der Schweiz unterscheiden würde. Und auch wenn es jetzt total OT wird, ich würde - als Altgedienter - auch ein Milizsystem für die Landesverteidigung befürworten.

    Aber wir mussten ja damals aus für mich durchaus verständlichen Gründen eine 'Auszeit' nehmen und so erklärt sich dann auch der Siegeszug des LG - und auch der LP - als Wettkampfwaffe und Sportgerät, der ja von Deutschland aus seinen Siegeszug um die Welt antrat.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Ich zitiere mal die Seite des BMI:

    Zitat

    Bessere Rechtsetzung

    Deutschland ist auf einem guten Weg zu weniger Bürokratie und besserer Gesetzgebung. Ein Methodenkanon und verschiedene Vorgaben leisten dazu den notwendigen Beitrag.

    Also, Deutschland ist auf einem guten Weg ...


    Dem Waffengesetz wird auf der Seite sogar ein eigener Punkt gewidmet.

    Zitat

    Diese Regelungen werden fortwährend überprüft und angepasst.

    Tja, wäre ich jetzt böse, würde ich ja sagen, diese Regeln, es geht hier um ein Verwaltungsrecht und kein Strafrecht, müssten gar nicht fortwährend überprüft und angepasst werden, wären sie nicht von Anfang an so ideologisch verbrämt und handwerklich schlecht gemacht und dann auch noch bei jeder neuen unpassenden Gelegenheit verschlimmbessert worden.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Tach auch oder Moin oder Grüß Gott oder Grüezi oder Hoi oder Salü,

    wie scherge schon schrieb, sind diese Teilerwertungen und Teilerschießen kein Resultat der elektronischen Auswertung und auch keine Erfindung der Neuzeit.

    Die Wertungen wurden früher mit mechanischen Messuhren durchgeführt, so wie man sie auch vom Maschinenbau her kennt. Dafür wurden dann auch etwas stabilere Scheiben mit 'genauen' Stanzungen für die Aufnahme der Messuhren verwendet.

    Ich weiß nicht, wie das in der Schweiz war oder ist, meine aber, dass diese Teilerschießen bei uns - im großen Kanton - insbesondere im süddeutschen Raum früher so in den Siebzigern und Achtzigern des letzten Jahrhunderts noch deutlich verbreiteter waren und auch einen höheren Stellenwert hatten.


    Und warum sollten wir uns hier nicht auch mal darüber austauschen. Dass die Überschrift dazu nicht ganz optimal ist, sehe ich ein. ;)

    Aber es ist ja auch nicht das erste Mal, dass Beitragsstränge hier eine andere oft auch interessante Richtung nehmen und es wird auch nicht das letzte Mal sein. C’est la vie, wie unsere Nachbarn zu sagen pflegen.


    Mit bestem Schützengruß und schönes Wochenende

    Murmelchen

    Und jetzt erzählen wir, "dass man einen Teiler unter 10 beeinflussen kann" ?

    Tach auch,

    in dieser Absolutheit habe ich das so bisher nicht aus den Antworten herausgelesen.


    Man muss bei diesen Betrachtungen aber auch wohl auch immer zwei Aspekte berücksichtigen.

    In Betracht der Streuung, die selbst aussuchte Munitionslose aus Spitzenläufen liefern, sind Abweichungen in Bereich von unter 10 Teilern - ein Teiler ist ja ein Hundertstel Millimeter - natürlich als zufällige Streuung zu betrachten. Weder das Gewehr noch der Schütze sind in der Lage, solche Werte zu reproduzieren. Es sind eher seltene Zufallsereignisse. Anschaulich kann man ja mal eine gute Streukreisfläche und dazu die Fläche für einen 10er Teiler aufmalen. Dann sieht man schon, dass so ein Treffen ein eher seltenes statistisches bzw. stochastisches Ereignis ist.

    Nur ist es aber auch so, dass die Wahrscheinlichkeit für solche Treffer größer wird, je mehr der Schütze in der Lage ist, auch viele hohe Zehner zu schießen.

    Die hier ja schon arg überstrapazierte Oma ohne Schießsporterfahrung trifft bei so einem Wettkampf vielleicht die eine oder andere Zehn, der trainierte Spitzenschütze trifft hingegen nur oder nahezu nur Zehner.

    Frage: Bei wem ist die Wahrscheinlichkeit für einen Teiler unter 10 wohl größer?


    Mit bestem Schützengruß und schon mal schönes Wochenende

    Murmelchen

    Ich glaube, dass es auch hier auf das eigene Empfinden drauf ankommt. Von der Theorie her macht vieles Sinn, ist aber in der Praxis nicht für jeden umsetzbar oder angenehm.

    Das soll von meiner Seite aus auch kein Streitgespräch werden.

    Ich fand nur die Absolutheit der Aussage bezüglich 'Gewehr in der Schulter' unpassend.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Poolbaucenter sagt es schon richtig das die Schaftkappe ja in der Schulter sitzen muss und nicht auf dem Schlüsselbein.

    Die Schaftkappe muss definitiv nicht in der Schulter sitzen. Das kann dem guten Schießen sogar abträglich ein. Die meisten Liegendschützen und selbst viele Knieendschützen setzen die Schaftkappe weiter zum Hals ein, also mehr oder weniger auf dem Schlüsselbein. Manche Schützen versetzen dafür den Haken an der Kappe sogar weiter nach außen oder lassen den gleich ganz weg.

    Es hat durchaus Vorteile, wenn der Schütze möglichst gradlinig hinter das Gewehr kommt, insbesondere beim KK.


    Und da der Auflage-Schütze ja auch mehr frontal zur Scheibe steht, bietet es sich auch bei dem Anschlag an, dass Gewehr näher zum Hals hin einzusetzen.

    Dazu könnte man sicher auch noch einiges zu schreiben, spare ich mir hier jetzt aber.


    Apropos Schränkung: Das ist auch keine Erfindung der neuen Schäfte aus Metall. Nahezu alle alten Holzschäfte hatten so eine Schränkung, nur eben im Gegensatz zu heute nicht einstellbar.


    Mir bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Nicht lachen, ich habe eine Diana 100, damit könnte man LG Auflage aufmischen.

    Warum nicht, das war ja damals kein schlechtes Gewehr. Es kam allerdings zu spät auf den Markt, konnte sich dort dann auch nicht mehr gegenüber der damaligen Dominanz von Feinwerkbau etablieren. Es blieb immer ein Nischenprodukt. Und es wurde auch nicht richtig vermarktet. Ich glaube nicht, dass es überhaupt international geschossen wurde bei einem Weltcup oder dergleichen. Und dann hat oder besser gesagt musste Diana die Match-Produktion ja leider auch einstellen.

    Aber man findet dafür sicher auch noch heute ein gutes Munitionslos. Den größten Nachteil sehe ich beim Spannvorgang. Das ist halt noch ein Vorkomprimierer. Man muss seinen Anschlag immer wieder auflösen. Auch ist die Schussentwicklungszeit etwas länger und sie hat auch noch keinen Absorber oder dergleichen.

    Aber die Waffe kann man sicher auch auf seinen Anschlag anpassen, wenn auch nicht so einfach und bequem bei heutigen Produkten. Mann muss halt mehr mit Klötzchen und dergleichen arbeiten. Der Schaft liegt durchaus satt und die Waffe ist auch gut ausbalanciert, wenn auch eher für Stehend. Und in Sachen Visierung kann man da auch alles dranschrauben, was man will oder heutzutage meint haben zu müssen.

    Also, warum nicht ...


    Und die KK-Systeme und Gewehre von Diana, die übrigens von der Firma Krico gefertigt wurden, waren zwar auch damals immer nur eine Art Geheimtipp, dafür aber absolut konkurrenzfähig und teils sogar der Konkurrenz überlegen. Namen wie Silvia Sperber, Hubert Bichler und auch Christian Klees haben solche Systeme verwendet, wenn auch fast immer etwas 'versteckt' in Anschütz-Schäften.

    Und auch heute noch sind diese Diana 820 absolut konkurrenzfähig, teils sogar immer noch der Konkurrenz überlegen.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Lieber jowerner ,

    auch ich kann deine, ich nenne es mal so, Unzufriedenheit über die Startzeiten zumindest zum Teil nachvollziehen. Nur, wie hier auch schon geschrieben wurde, da gibt es keine allgemein gültige Lösung, die auch alle zufriedenstellt.

    Was mir allerdings nicht gefallen hat, war dein Eskalationsversuch, nachdem Du wohl hier und auch beim DSB nicht die 'richtigen' Antworten bekommen hattest.

    Da mutierte dann unser schönes LLZ, um das uns Schützen aus aller Welt beneiden, zum Bunker, in dem Zustände herrschen. Das stimmt so nicht und das ist auch nicht fair.

    Aber noch problematischer fand ich dann deinen weiteren Versuch der Diskreditierung mit dem Totschlagargument unserer Zeit, der Sicherheit. Und dann ausgerechnet auch noch bei unserem Sport, wo doch diesbezüglich inzwischen in der Öffentlichkeit eh schon ein riesiges Zerrbild in der Wahrnehmung besteht.

    Dir sollte doch klar sein, dass solche Aussagen unabhängig von ihrer Richtigkeit in der heutigen Zeit geeignet sind, weitere Auflagen zu produzieren, die dann im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr realistisch umsetzbar sind und dann dazu führen, dass solche Veranstaltungen gar nicht mehr durchgeführt werden.

    Das heißt jetzt natürlich nicht, dass tatsächliche Sicherheitsmängel nicht beachtet werden sollen, nur muss man das, sollte es wirklich berechtigt sein, auch ganz sicher nicht so zur Sprache bringen.

    Zudem werden diese Meisterschaften letztlich immer noch von Schützinnen und Schützen ehrenamtlich und mit ganz viel Herzblut und Engagement getragen und auch das sollte man bei allem berechtigtem Anspruch an eine professionell durchgeführte Meisterschaft immer im Hinterkopf behalten.


    Aber ich lese gerade, Du hast ja offenbar schon die Kurve gekriegt nach den gelungenen Beiträgen von Digedag .

    Mal den Frust rauslassen ist in Ordnung und berechtigte Kritik sowieso. Ich bin auch kein Kind von Traurigkeit. Nur sollte es für alles auch Grenzen geben und irgendwann muss es dann auch gut sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Was ist so verwerflich wenn Mal jemand weiter als an morgen denkt?

    Daran ist sicher nichts verwerflich.

    Man sollte es aus meiner Sicht damit aber auch nicht übertreiben.

    Denn erstens kommt es ja fast immer anders als man denkt und zudem besteht ja nach einem gewissen Herrn Nietsche zudem auch noch die Möglichkeit, dass der Abgrund sich auch mit einem beschäftigt, wenn man sich zu sehr mit dem Abgrund beschäftigt.


    Mit heute mal leicht philosophischem Schützengruß

    Murmelchen

    die Anleitung geht also davon aus, dass man das Gewehr „dreht“ und es nicht wie HdR schreibt einmalig hinlegt und dann dann mit Finger/Faumen arbeitet;

    HdR hat also „übersetzt“

    Nö, nach meinem Verständnis nicht.

    Aber wenn Du überhaupt keinen Zugang bzw. keine Vorstellung zu diesen Beschreibungen findest, kannst Du es ja auch rein empirisch versuchen.

    Du drehst die vordere Schraube um einen bestimmten Betrag in eine Richtung, merkst Dir oder noch besser, schreibst Dir dabei Betrag und Richtung auf und fühlt danach, ob das Gewicht geringer oder größer geworden ist. Im Zweifel kannst Du dann auch wieder zurückdrehen. Aber nicht verzetteln. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Hi AndiG ,

    bei der vorderen Rändelschraube (Druckpunktgewicht) bedeutet nach 'links drehen' im Uhrzeigersinn drehen. Damit wird laut der Bedienungsanleitung von FWB das Druckpunktgewicht verringert.

    Bei der hinteren Rändelschraube (Vorzugsgewicht) bedeutet nach 'links drehen' aber gegen den Uhrzeigersinn drehen. Damit wird laut der Bedienungsanleitung von FWB das Vorzugsgewicht erhöht.

    Die beiden Rändelschrauben stehen sich ja gegenüber. Wenn man jetzt von der rechten Seite des Gewehrs mit einem Finger der rechten Hand zur linken Seite über die Schrauben schiebt, dann dreht man die vordere Rändelschraube im Uhrzeigersinn, die hintere aber gegen den Uhrzeigersinn. Da man so reine Bewegung bzw. Drehung ja üblicherweise mit der Fingerkuppe durchführt, schreibt der HdR ja auch vom Zeigefinger für die hintere Schraube und vom Daumen für die vordere Rändelschraube.

    Um bei der Uhr zu bleiben, bei der vorderen Rändelschraube legst Du den Finger an 3 Uhr und schiebst dann Richtung 6 Uhr, also im Uhrzeigersinn. Bei der hinteren Rändelschraube legst Du den Finger aber an 9 Uhr und schiebst ebenfalls Richtung 6 Uhr, also gegen den Uhrzeigersinn.


    In der Hoffnung nun alle Klarheiten beseitigt zu haben verbleibe ich mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    Freunde,

    ihr müsst unterscheiden, ob in der Klasse in dem jeweiligen Wettbewerb überhaupt eine Mannschaftswertung ausgeschrieben ist oder nicht.

    Wenn eine Mannschaftswertung ausgeschrieben ist, dann kann der Schütze auch nur in dieser Klasse in der Mannschaft starten, es sei denn, er lässt sich nach besagter Regel 0.7.1.1 höherschreiben. Dann gilt diese Höherschreibung aber auch für alle Bewerbe, wobei nach Frei*, Auflage und Bogen unterschieden wird. Und dann wird der Schütze auch im Einzel in der Klasse gewertet, in die er sich hochschreiben lassen hat.

    Wenn aber in seiner Klasse keine Mannschaftswertung ausgeschrieben ist, dann kann der Schütze auch ohne Hochschreibung in der nächst höheren Mannschaftsklasse starten, wird dann aber auch weiterhin in seiner Klasse im Einzel gewertet.


    So zumindest meine Regelauslegung. Ich will aber auch nicht ausschließen, dass auch diese Regel möglicherweise bei der einen oder anderen offiziellen Meisterschaft des DSB anders ausgelegt wird. Ihr wisst ja, nichts ist einfach.


    Und ob das so auch alles wirklich sinnvoll ist, steht hier auch nicht zur Debatte. Wobei wir uns natürlich auch darüber austauschen können.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen


    * in der SpO nennt man das inzwischen schon 'restliche Wettbewerbe'. Soweit sind wir gekommen. :stunned:

    Hallo Freunde,

    schießt die im Beitrag des DSB zur DM 24 in Hannover gezeigte Schützin Gisela Grossmann-Mast ein Diana 820 System in einem FWB-Schaft, oder vergucke ich mich da?

    Kann hier jemand eventuell näheres zu der Waffe sagen?

    Ich möchte das auf der Seite des DSB veröffentlichte Bild hier nicht einfach so ohne zu fragen einstellen, daher der Verweis auf die Seite des DSB. Es handelt sich um das zweite Foto von oben.

    https://www.dsb.de/aktuelles/arti…se-und-stimmung


    Aber womöglich ist der Artikel ja auch so für den einen oder anderen Leser hier interessant.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen

    sonder man kann jede Disziplin separat höher stufen.

    Ich zitiere mal aus der aktuellen SpO:


    Mit besten Grüßen

    Murmelchen

    Hallo jowerner ,

    auch wenn ich als bekennender Westfale mit ostpreußischem Migrationshintergrund womöglich auch etwas voreingenommen bin,

    ich halte die Schießanlage und insbesondere auch die Gewehrhalle in Dortmund nicht für einen Bunker und dort herrschen meiner Meinung nach auch keine 'Zustände'.

    Sicher gilt die Olympiaschießanlage in München zurecht als eine der besten und schönsten Anlage weltweit, ist womöglich sogar die beste und schönste Anlage, sozusagen the Home of Shooting, wie es Gary Anderson mal formulierte. Aber auch Dortmund zählt immer noch mit zu den größten Indoor-Anlagen weltweit. Und auch rein optisch und funktional kann die Gewehrhalle dort aus meiner Sicht durchaus mit der LG-Halle in München mithalten. Ich halte sie optisch sogar für etwas gelungener.


    Und über den organisatorischen und zeitlichen Ablauf einer Meisterschaft und die Zuordnung der Teilnehmer auf die Startplätze kann man eh trefflich streiten, wie man ja auch hier regelmäßig nachlesen kann. Da wird man auch ganz sicher keine Lösung finden, die allen Teilnehmern gerecht wird und die vor allem auch so von allen empfunden wird.


    Mein ja nur und mit bestem Schützengruß auch in den Süden

    Frank

    Wenn es "einfach" wäre, hieße es Fußball.

    Leider komme ich auch viel zu selten dazu, Vorderlader zu schießen. Aber Vorderlader - und Steinschloss noch ganz extra - ist die Krönung des Schießsportes in meinen Augen. Es ist die Entschleunigung par excellence. Allein das Vorbereiten eines Trainings oder gar eines Matches kostet mich (nein, schenkt mir) 1 bis 2 Stunden des Vorabends, in denen ich vor sämtlichen Störungen insbesondere durch meine Ehegattin geschützt bin (denn für sie bereite ich das ja auch vor).

    Dann geht man auf den Stand mit seinem Koffer, prall gefüllt wie ein Servicetechniker von Viessmann und baut auf. Neugierige Blicke in alle Richtungen - wer hat das cleverste Equipment? Kann man irgendwo noch was verbessern?

    Dann Das Laden - Kontemplation pur. Jeder Handgriff sitzt und die Vorbereitung wer perfekt. Man kommt in den Flow. Man geht an die Feuerlinie, setzt das Zündhütchen oder das Zündkraut, spannt den Hahn. Atmet durch. Doppelatmung. Druck leicht verstärken, denn man hat ja Stecher - Nachzielen im Pulverdampf, bis dieser sich verzogen hat. Blick ins Spektiv. Und wieder von vorn.

    Das ist wie Pfeife rauchen, wenn das Schießen mit patronierter Munition Zigarette ist und Druckluft Lolli lutschen. Nichts für Jedermann, aber einfach himmlisch. Ich liebe es!

    Whow!

    Wer seine Leidenschaft, seine Passion, denn es ist ja mehr als nur ein schnöder Sport, mit solchen Worten beschreibt,

    der kann ja gar kein schlechter Mensch sein.


    Und Vorderlader ist ja immer auch ein bisschen schmutzig, ist das nicht putzig. ;)


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen :saint:

    Den kann man auch beim liegendschießen mit Diopter ohne Optik sehen.

    Ich hatte da oft noch viel mehr 'Spaß' mit beim Kniend, zumal ich da meistens auch nicht so genau wusste, wo und wie sich der Puls nun auf die Waffe überträgt und wie ich das noch schnell im Wettkampf abstellen kann. Trial and Error führt halt nicht immer zum Erfolg. :(


    Na ja, mit bestem Schützengruß und sonnigem Gemüt

    Murmelchen