Beiträge von Murmelchen

    Tja Frank, so unterschiedlich sind die Meinungen.


    Mit Meinungen hat das überhaupt nichts zu tun, auch wenn Du das nicht verstehst oder verstehen willst. Ein schwacher Trost aber bleibt. Mit dem Ignorieren der Realität befindest Du dich heutzutage im Konsens mit immer größer werdenden Teilen unserer Gesellschaft.

    Ich habe wohl gerade durch meine Tätigkeit im Schützenverein (Jugendleiter, engagiertes Mitglied) Vorteile bei den Bewerbungen gehabt. Ehrenamtliche Tätigkeit wird gern gesehen. Natürlich wenn ich nur reinschreibe: Bin beim Schützenverein, weil ich Ballern so geil finde, dann ist das natürlich negativ!


    Mein Respekt vor deinem Intellekt steigert sich mittlerweile von Beitrag zu Beitrag.

    Aber seinen Schützenverein, seine Tätigkeit, seinen Sport im Ganzen darzustellen, führt zum gewünschten Effekt. Und Vorurteile sind da, um sie zu widerlegen. Darum startet und seid dabei.


    Im Gegensatz zu Dir habe ich noch eine ganz andere Schützenwelt und auch eine ganz andere gesellschaftliche Realität erfahren dürfen. Da kannst Du durchstarten, soviel Du willst, einholen kannst Du mich sicher nicht mehr.

    Im übrigen: Die Aussagen von Parteifunktionären kannst du sowieso vergessen, denn nichts ist für die älter als das Gesagte von gestern! Aber im Großen und Ganzen kann man immer noch sagen, dass die CSU, CDU und FDP tendenziell näher an den Schützen ist, als die SPD, die Grünen oder die Linksextremisten. Daher: Man muss hier das "kleinere Übel" wählen und so wie sich z.B. der Bayerische Innenminister gegenüber den Schützen präsentiert hat, kann man nicht klagen.


    Warst Du es denn nicht, der von den guten Verbindungen zu den bayerischen Politikern sprach? Der Herr Friedrich ist doch aus Bayern und in der CSU.

    Wer meint, es hilft weiter, der sollte noch schnellstens zeichnen, denn lange ist die Frist nicht mehr!


    Das heißt also im Klartext, dass Du als Schütze mit Anspruch auf Vorbildfunktion diese Petition nicht mit unterzeichnest. Solidarität sieht aber eigentlich etwas anders aus, oder?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo frank17,

    nun, über den Anlass lässt sich sicher trefflich spekulieren. Es ist die Rede von vielen Anfragen bis hin zu Serienmails. Die Arbeit der Basis scheint doch etwas Wirkung zu zeigen. Ob die ausführliche Stellungnahme wohl auch ohne diese Basisarbeit gekommen wäre, wer weiß?

    Mit der Redaktion könnte das Team der DSZ gemeint sein, vielleicht auch die Verantwortlichen für den Internetauftritt. Jedenfalls wird auf das Interview auch im Email Newsletter des DSB hingewiesen. Das scheint mir bisher auch einmalig zu sein.

    Zum Interview: Kohlheim ist bestimmt nicht das Problem, aber er ist auch in den Gesamtvorstand des DSB eingebunden. Die etwas seltsamen Attitüden (Alleinvertretungsanspruch, Maulkorb, Reduzierung auf den Kernbereich, Akzeptanz weiterer (unsinniger) Beschränkungen) kommen in der Regel von bestimmten Landesverbänden und ihren Präsidenten. Neben den üblichen Verdächtigen gehört selbst der BSSB teilweise zu dieser Riege, wenn man sich mal diese Stellungnahme zu Gemüte führt. Der NWDSB hält es ja immer noch nicht für nötig, seine Mitglieder auf der Internetseite über die Attacken aus Bremen zu informieren.


    Hoffen wir nur, dass der DSB wenigstens dieses Mal standhaft bleibt und es nicht schon bald wieder heißt "Unter den gegebenen Umständen war nicht mehr drin, aber mit den erzielten Kompromissen können wir auch weiterhin gut leben".


    Ich komme jedenfalls mehr und mehr zu dem Schluss, dass die Arbeit der Basis immer wichtiger wird. Die Verbände können es alleine nicht (mehr) packen, auch wenn das noch nicht alle so richtig wahrhaben wollen. So ein paar kleine Schubser in die richtige Richtung können doch manchmal ganz hilfreich sein. Die wenigen Entgleisungen liegen in der Natur der Medien. Man muss sie nicht überbewerten und Entgegnungen ala Aggressoren usw. sprechen eh für sich und dienen eigentlich auch nur dem Zweck, sich den Sachargumenten entziehen zu können.


    Apropos BVA: Den unnötigen Geistern, die man rief, scheint man wohl nicht mehr Herr zu werden. Vielleicht ist es ja auch nur so, das die Damen und Herren dort einfach keinen Bock mehr auf den ganzen Scheiß haben und deshalb jetzt mauern. Oder die haben dort einen Superideologen auf den Chefsessel befördert.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo dingo,

    wenn Du, wenn jemand von uns, sich heutzutage irgendwo in Deutschland um einen Arbeitsplatz bewirbt oder aber als Selbstständiger einen Auftraggeber sucht, dann kann er normalerweise nicht davon ausgehen, dass er dort überall auf Schützenfreunde trifft. Du kannst schlicht nicht ganz ausschließen, das dort auch aufgrund von Vorurteilen und Ressentiments Entscheidungen getroffen werden. Nimm nur einmal den Bereich der Headhunter. Das ist ein ziemlich großer Zoo und du würdest dich sicher wundern, wenn Du wüstest, wie von denen manche ticken und nach welchen Kriterien die teilweise auswählen.

    Ich glaube auch nicht, dass die meisten von uns es sich in der heutigen Zeit leisten können, ihren Arbeitgeber oder Auftraggeber auch nach Schützenfreundlichkeit auszusuchen. Da mag vielleicht noch klappen, wenn man sich auf seine (kleine) Heimatstadt oder die nähere Region beschränkt, aber sicher nicht in einem größeren Rahmen. Die mediale Hetze der letzten Jahre kann man nicht einfach so ignorieren. Diese Hetze hat ganz klar Spuren hinterlassen. Auch in Bayern.

    Apropos, Realität in Bayern. Die Äußerungen von Bundesinnenminister Friedrich (CSU) lassen auch nicht gerade vermuten, dass er wirklich hinter den Schützen steht. Sollte man aber doch nach euren Äußerungen vermuten können, oder etwa doch nicht so ganz?


    Egal, wie sieht es denn nun mit der Petition aus?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Der Vizepräsident des DSB, Jürgen Kohlheim, bezieht in einem aktuellen Interview Stellung zu den aktuellen Angriffen auf den Schießsport und den damit verbundenen legalen Waffenbesitz. Wie immer fundiert und lesenswert. Der DSB bezieht damit eindeutig Stellung, auch wenn die Position zum leidigem Thema Anscheinswaffen vermutlich nicht jedem so gefällt.

    Aber lest selbst: Interview mit Jürgen Kohlheim

    Eine Sache irritiert mich allerdings etwas.

    Zitat

    ... zum wichtigen Punkt der Genehmigung von Schießsportordnungen, die zur Zeit seitens des Bundesverwaltungsamtes nicht erteilt werden, ...


    Ist dieser Satz durch das Wörtchen 'nicht' nur etwas verunglückt, oder ist da zur Zeit wirklich etwas im Busch und werden anstehende Sportordnungen zur Zeit tatsächlich nicht genehmigt bzw. Genehmigungen blockiert? Geht doch eigentlich gar nicht, da das WaffG zumindest in dem Punkt doch ziemlich eindeutig ist. Weiß da jemand etwas genaueres zu zu sagen?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie auch bei den KK-Patronen kommt es bei den Diabolos nicht so sehr auf die Marke, noch nicht einmal auf das Kopfmaß, sondern in erster Linie auf die jeweilige Serie, das Los, an. Auch die Diabolos werden in Serien gefertigt und unterscheiden sich daher auch immer in Nuancen von Serie zu Serie. Die unterschiedlichen Preise begründen die Hersteller mit unterschiedlicher Qualitätskontrolle, wobei der Begriff handverlesen aber wohl eher in den Bereich des Marketings gehört. Auch die mittelpreisigen Produkte sind in aller Regel gut, wenn die jeweilige Fertigungsserie zum Lauf passt.

    Was man aber nicht machen darf, ist zu sagen, mein Lauf schießt mit Marke Soundso und Kopfmaß XY am besten. So eine Aussage gilt immer nur für die jeweilige Fertigungsserie und kann bei der nächsten Serie schon wieder ganz anders aussehen.

    Jeder Lauf ist immer ein Einzelstück. Die meisten sind gut, wenige sehr gut und manche auch schon mal zickig. Im Grunde hilft nur testen.

    Streuende Munition verschlechtert immer das Ergebnis. Aussagen, wonach ein Test erst ab einer bestimmten Ringzahl Sinn macht, sind daher im Prinzip auch nicht ganz richtig. Klar bestehen bei Lupi zwischen 380 und 350 gewaltige Unterschiede. Aber wenn so ein Test den 350er Schützen dann auch mal auf 355 bringt, ist der vielleicht auch glücklich. Egal, ab welcher Ringzahl so ein Test das (wenige) Geld wert ist, muss jeder für sich entscheiden.

    Du findest hier im Forum viele weitere gute (und manchmal auch nicht ganz so gute) Beitrage zum Thema Munition und Test.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    (natürlich ungeladenen)

    Natürlich ungeladen !


    Besser ist das auf jeden Fall, meint auch Frau Henkel. ^^

    ne diese vorrichtung giebts bei mir leider nicht ich schiesse mit einer tessro pa 10 eco


    Are you sure? TESRO schreibt jedenfalls, die Modelle PA10-2 wären umstellbar auf Trockentraining. Das bedeutet, dass man den Abzug ohne Freisetzung der Treiblandung (spannen) und auslösen kann. Es macht dann nur Klick statt Patsch.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - hört schon wieder so einen komischen Vogel trappsen. Wie hieß er noch mal? Nachtigall?

    bla bla bla muss man einfach 0,1 Ring mehr inne Mitte halten dann passt das auch :thumbup:


    Nur lässt sich die Mitte der Mitte eben nicht beliebig steigern und überall jenseits der Mitte lauert auch schon wieder die Unmitte. :whistling:

    Ein paar Fakten:

    Jegliches Streuen der Mun verschlechtert das Ergebnis. Egal, ob bei 400, 380 oder auch nur 350.

    Streuen ist ein statistischer Prozess. Eine Probe von nur 10 Schüssen ist daher auch immer nur bedingt aussagekräftig.

    Die Sache ist komplex. Überlegt nur einmal, von wie vielen Faktoren in Bezug auf das Diabolo der Bahnverlauf beim sogenannten Rollen abhängig ist. Von den Faktoren, welche die Güte einer KK-Patrone beeinflussen, will ich erst gar nicht reden. Loch in Loch kann man da jedenfalls komplett knicken.


    Aber egal, das Streben nach Erkenntnisgewinn halte ich immer noch für eine Tugend. Und wenn die Schießergebnisse dadurch auch noch besser ausfallen, um so besser.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo ROI,

    wie schon gesagt, man muss die beiden Begriffe Schießsportleiter und Schießleiter sauber trennen. Zumindest im DSB (hier nicht unbedingt gleichzusetzen mit den Landesverbänden) ist die von mir angeführte Zuordnung so Usus. Das kann man so auch anhand der Sportordnung DSB und dem Qualifizierungsplan DSB verifizieren. Leider werden die beiden Begriffe in der Praxis und landauf landab recht unterschiedlich interpretiert und auch regelmäßig durcheinander gewürfelt oder sogar synonym verwendet. Man kann also nicht davon ausgehen, das jeder das Gleiche meint, wenn er diese Begriffe verwendet.

    Die von Wilfried verlinkte Seite zum Rheinischen Schützenbund zeigt schon das Problem. Mir ist nicht ganz klar, warum man als Landesverband trotz vorliegendem Quailfizierungsplan des DSB (rechtlich aufgewertet als Teil des Anerkennungsverfahren anerkannter Schießsportverband) immer noch ein eigenes Süppchen in Bezug auf die Begrifflichkeiten kochen muss. Aber gerade der RSB hat öfters Schwierigkeiten mit der richtigen Auslegung auch gesetzlich relevanter Bedingungen. Und genau durch diesen mit Verlaub Mist kommen dann auch so unterschiedliche Interpretationen auf und hinterher weiß dann keiner mehr so genau, was überhaupt gemeint ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Nils,

    auch von mir als Landsmann (Westfale) ein herzliches Willkommen.

    Ich nehme mal an, dass deine Bruderschaft im BHDS organisiert ist. Ist deine Bruderschaft denn auch dem RSB/DSB angeschlossen? Ohne hier gegenüber den historischen Bruderschaften und ihrer sportlichen Arbeit despektierlich zu sein, so bietet Dir ein Verein, welcher über den RSB (Rheinischer Schützenbund) dem DSB (Deutscher Schützenbund) angeschlossen ist, in sportlicher Hinsicht normalerweise doch mehr Möglichkeiten.

    Vielleicht solltest Du dich mal in deiner Umgegend nach einem RSB-Verein umsehen. Kann ja auch zusätzlich sein. Beachte aber, dass es bei den Vereinen in sportlicher Hinsicht sehr große Unterschiede gibt. Das geht von gesellig gemütlich bis hin zu ausgesprochenen Kaderschmieden. Wenn Du dich sportlich entwickeln möchtest, dann ist es wichtig, in einem Verein zu sein, wo es auch andere gute Schützen gibt und wo man Dir auch Tipps und Hilfestellung geben kann. Denke auch daran, dass das sportliche Schießen nicht nur auf das Luftgewehr beschränkt ist. Vielleicht gibt es ja sogar Disziplinen, die Dir noch besser liegen und oder sogar noch mehr Spaß machen und in denen Du auch noch erfolgreicher sein kannst.

    Hier im Forum können Dir auch viele Teilnehmer gute Tipps geben, aber das ist kein Ersatz für gute Trainer und Betreuer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    hallo ROI,

    von der rechtlichen Seite benötigt der Betreiber einer Schießstätte eine Erlaubnis, der Stand muss also den Richtlinien entsprechen und abgenommen sein. Der Betreiber stellt auch die im Sinne des Waffenrechts verantwortlichen Aufsichtspersonen. Die Aufsichten müssen sachkundig und zur Aufsichtsführung qualifiziert sein (Stichwort Lehrgang). Jeglicher Schießbetrieb, auch jedes Training, auf einer Schießstätte ist nur beaufsichtigt zulässig. Die einzig zulässige Ausnahme ist gegeben, wenn ein zur Aufsichtsführung Berechtigter alleine auf einem Stand schießt. Bei Jugendlichen unterhalb bestimmter Altersgrenzen (KK und Flinte < 16, Druckluft < 14) ist zusätzlich zur Aufsicht noch die besondere Obhutspflicht (Stichwort Jugendbasislizenz) zu beachten.

    Der Schießsportleiter ist im Sinne des DSB der Organisationsleiter für den sportlichen Betrieb in einem Verein. Er muss dafür nicht zwingend notwendig durch eine Lehrgangsteilnahme qualifiziert sein, obwohl sicher wünschenswert. Es ist auch nicht zwingend vorgeschrieben, dass es im Verein so einen Schießsportleiter gibt, es sei denn, die Vereinssatzung schreibt diese Position direkt vor.

    Wilfried

    Wie schon gesagt, der Schießsportleiter ist für die Organisation des sportlichen Betriebs in einem Verein zuständig. Der DSB sieht hierfür auch einen entsprechenden Lehrgang vor.

    Der Schießleiter ist der Leiter einer DSB-Meisterschaft. Eine spezielle Ausbildung gibt es dafür im DSB-Konzept nicht. Da aber der Schießleiter nach DSB-Vorstellung den Aufsichten übergeordnet ist, ist hier zumindest eine Qualifikation zur Aussicht wohl angeraten, aber zumindest nach meiner Auffassung auch nicht zwingend notwendig. Ich finde diese Hirarchie zwischen den Aufsichten und dem Schießleiter nach DSB-Sportordnung sowieso etwas ungünstig, denn verantwortlich im Sinne des Waffenrechts und damit auch weisungsbefugt bleiben ja die Aufsichten. Disqualifizieren darf aber nach SpO DSB nur der Schießleiter. Nur wer ist dann letztendlich verantwortlich? Bei rein sportlichen Entscheidungen macht das mit dem Schießleiter ja so auch Sinn. Andererseits werden die Aufsichten so künstlich eingeschränkt, was das Waffengesetz so nicht vorsieht. Ich habe leider auch deshalb schon so Parolen wie "Mich disqualifiziert keine Aufsicht!" gehört. Dass die Aufsicht aber jeden Schützen und auch sonstige sich auf dem Stand befindliche Personen bei entsprechendem Fehlverhalten unverzüglich des Standes verweisen kann und auch muss, wird dadurch etwas ausgehebelt, zumindest in manchen Köpfen. Unschöne Diskussionen sind so leider vorprogrammiert. Das hier aber nur am Rande, da es etwas über die ursprüngliche Fragestellung hinausgeht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo neoplan,

    auf Grund deiner wenigen Angaben kann Dir hier keiner wirklich eine Hilfestellung geben.

    Warum betonst Du den Diopter so? Vermutest Du dort ein technisches Problem?

    Wie sieht es denn mit deiner eigenen Wahrnehmung aus? Gehst Du davon aus, dass deine Schüsse auf Grundes deines Abkommens, also deines Zielbildes und der Bewegung und Reaktion der Mündung bei der Schussabgabe in der Mitte liegen müssten, es aber nicht tun und Du dir das nicht richtig erklären kannst?

    Wie sieht denn überhaupt dein Leistungsstand aus? Auf welchem Level schießt Du und wie sieht deine Technik aus? Steht dein Gewehr schon recht ruhig im Ziel oder hast Du noch mit größeren Bewegungen zu kämpfen und musst regelmäßig auf Reaktion schießen? Sagt Dir das Wort Nullstellung etwas und wie sieht es bei Dir damit aus? Wie gut gelingt es Dir, deinen Anschlagsaufbau von Schuss zu Schuss zu wiederholen?

    Wie wäre es mit aussagekräftigen Fotos? Der äußere Anschlag ist zwar nicht alles, aber oft kann man so doch mögliche Probleme erkennen oder zumindest vermuten. Hier im Forum ist das sogar die einzige visuelle Möglichkeit, da wir dich ja nicht direkt auf dem Stand beobachten können. Diese direkte Beobachtung über einen längeren Zeitraum ist im Prinzip auch nur die einzige wirklich sinnvolle Möglichkeit, Probleme zu erkennen und zu lösen. Somit kann die mögliche Hilfe hier über das Forum auch immer nur eine Art Anstoß sein, oft auf Grund der mangelnden Informationen auch nur ein Stochern im Dunkel. Na ja, oft aber auch deutlich besser als überhaupt keine Hilfe.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich weiß nicht, ob es richtig ist, so klar mit der SPD zu brechen. Auch wenn es immer noch diese Verbotsforderung im Bundesprogramm der SPD gibt, so ist die Partei in der Frage sicher nicht homogen. In allen Parteien, auch bei den Grünen, gehen die Initiativen und in unsrem Fall die Attacken immer von Einzelpersonen und kleinen Gruppierungen aus. Die Mehrheit der Parteimitglieder und der aktiven Politiker interessiert sich nicht wirklich für das Thema. Abgestimmt wird dann oft nur aus Solidarität, Parteiräson und ohne sich intensiver mit dem Thema zu befassen. Selbst bei den Grünen an der Basis gibt es Menschen, mit denen man ganz vernünftig reden kann. In der SPD ist der Anteil derjenigen, die nicht generell ein Problem mit dem Thema Waffen und Schießsport haben, deutlich höher.

    Auf der anderen Seite ist auch das sogenannte bürgerliche Lager auch nicht (mehr) geschlossen auf Seite der Schützen. Hier in NRW wurde die Attacke gegen die Schulstände hauptsächlich von einer CDU Politikerin geführt, die konstruktiven Stimmen kamen hingegen hauptsächlich von SPD Politikern. Wenn ich mir die Antwort von Bundesinnenminister Friedrich (CSU) zum Thema Waffenrecht und Diskriminierung der Schützen so durchlese, kann ich darin auch keine auch nur ansatzweise wohlwollende Positionierung erkennen, im Gegenteil. Und gerade bei einem CSU Mann aus Bayern sollte man doch etwas anderes erwarten können, oder. Mit FJS wäre das wohl so nicht passiert.

    Ganz einseitig auf ein bestimmtes politisches Lager zu setzen, ist jedenfalls nicht risikolos. Wir brauchen einen größeren Konsens.

    Unser Hauptproblem ist immer noch der massive einseitige Einfluss durch die Medien. Der 'normale' Politiker 'informiert' sich genauso wie der 'normale' Wähler über diesen Weg. Hier schaffen wir es nicht, einen Gegenpol zu setzen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Große Vielfalt und daraus resultierende Inhomogenität, unterschiedliche Interessen, tiefe, scheinbar unüberwindbare Gräben zwischen den einzelnen Gruppierungen, zu eigen machen der Argumente der Gegner, anerzogene Obrigkeitshörigkeit usw.

    Wie tief die Gräben sind, sieht man ja gut daran, dass die wenigen Personen, welche selbst aktiv werden und hauptsächlich über die neuen Medien Position beziehen, von gewählten Schützenvertretern an höchster Stelle dann als Aggressoren hingestellt werden. Das sind dann auch die gleichen Vertreter, welche verdachtsunabhängige Kontrollen begrüßen. Man darf bei diesen Personen auch davon ausgehen, dass weitere unsinnige Verbote dann auch als Kompromisse verkauft werden, mit denen man (wieder mal) gut leben kann.

    So wird das Bild rund und weil das so ist, werden wir auch weiter verlieren.

    Warum werden von unserer Seite (den Verbänden, verbandsübergreifend mit einer Stimme) keine Forderungen gestellt? Warum wird die mannigfaltige Unsinnigkeit des Waffengesetzes nicht thematisiert? Warum wird nicht immer und immer wieder formuliert, dass die Missbrauchsrate in Bezug auf den privaten Waffenbesitz so minimal gering ist, dass hier überhaupt kein Handlungsbedarf besteht? Die Fakten sind doch eindeutig und liegen auch klar auf der Hand.

    Wir werden unsere Interessen nicht vertreten und schützen können, wenn es uns nicht gelingt, uns auch Gehör zu verschaffen und eindeutig Position zu beziehen. Der bisherige Weg, Verhandlungen hinter verschlossenen Türen in den Hinterzimmern der Macht zu führen, ist mit Sicherheit der direkte Weg in die Sackgasse. So können wir nur verlieren, denn jeder weitere Kompromiss (massivste völlig überzogene Forderungen auf der einen Seite, betroffene demutsvolle Haltung auf der anderen Seite) kann logischerweise nur zu weiteren unsinnigen Einschnitten auf unserer Seite führen. Ich will ja das Bildnis mit der Wurst nicht überstrapazieren, aber wenn man immer und immer wieder Scheibchen von den Enden abschneidet, hat man irgendwann keine Wurst mehr.

    Ach ja, die Ferengi mit den Stöpseln sollten wir auch nicht vergessen.

    Aber wie sieht denn zur Zeit die Realität aus? Unsere Verbände kriegen es ja noch nicht einmal hin, ihre Mitglieder über die Bedrohungen zu informieren. Wer sich nicht im Internet schlau macht (oder machen kann), der wird zwar regelmäßig durch die Medien zugemüllt, eine Gegenposition mit den Fakten erhält er aber nicht. Wie soll da überhaupt so etwas wie eine Opposition entstehen können. Noch schlimmer ist die dadurch geförderte Grabenbildung zwischen den Schützen. Da der nur durch die Medien 'informierte' Schütze ja die bösen Zustände bei sich und seinem Vereinsumfeld nicht kennt, denkt er, es müsse eben auch andere Schützen geben, welch für die ja angeblich so bösen Zustände und Missbrauchsfälle zuständig sind. Im schlimmsten Fall ist er dann sogar anfällig für die vermeintlich so wohlwollenden Verbotsforderungen, solange es ihn nicht direkt trifft. In seinem Umfeld gibt es ja keinen Missbrauch und da halten sich ja auch alle an die Spielregeln. Wie sollte er da auch die Manipulation erkennen können? Ein Teufelskreis.


    Mit trotzdem bestem Schützengruß

    Frank

    Das beredete Schweigen der Foristi hier bis auf den bekannten kleinen tapferen Rest spricht eigentlich auch Bände.

    Ich bin nicht nur traurig, sondern spüre auch immer mehr die Wut in mir aufsteigen und muss deshalb auch immer stärker aufpassen, nicht ungerecht zu werden. Ich mag ja die Schützen, so wie sie sind, aber gerade ihre sonst so positiven Eigenschaften werden uns jetzt immer mehr zum Verhängnis.


    Mit betrübtem Schützengruß

    Frank - hat sich heute noch einen Neuerwerb geleistet und damit wahrscheinlich das Apfelbäumchen im Sinne Luthers gepflanzt

    Hallo Uwe,

    vielen Dank für deinen Hinweis. Problem gelöst.

    Ich hatte bisher nur vorne in der Sportordnung unter Wettbewerbe geschaut und dann in der Tabelle nur unter 1,40 und 1.60 und der *Zusatz ist mir auch geläufig. Die unter 1.41 in der Tabelle extra aufgeführten Gewichtsangaben hatte ich allerdings doch tatsächlich bisher übersehen. :wacko:


    Aber mal unabhängig von den Regeln: Warum wird eigentlich immer noch auf dieses Gewichtsunterschiede gepocht? Ein bisschen unfair ist das ja schon. Es gibt ja auch kräftige Mädels und zierliche Männlein. Im Dreistellungskampf packt sich ja auch kaum jemand die 8kg drauf und durch die Auflage relativiert sich das Gewicht ja noch weiter. Im Prinzip werden die Mädels aber so künstlich benachteiligt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Herrschaften (SPD und Grüne) fordern das volle Programm:

    Waffensteuer

    Biometrische Sicherungssysteme

    Zentrallagerung

    Verbot GK Kurz

    Verwendung von für Menschen ungefährliche Munition


    Hat noch jemand irgendwelche Fragen? Bestehen etwa noch Unklarheiten?

    So richtig scheint das wohl mit den vertrauensvollen und sachlichen Gesprächen hinter verschossenen Türen nicht zu klappen, oder etwa doch?

    Hallo Freunde,

    ich tue mich zur Zeit etwas schwer mit der richtigen Regelauslegung KK 50m Auflage.

    Welches Waffengewicht gilt für diese Disziplin?

    In der SpO wird auf die allgemeine Gewehrtabelle verwiesen, aber explizit unter 9.10.1 nur für LG, komischerweise ist dann aber unter 9.10.1.2 auch von Hakenkappen die Rede. ?( Nicht besonders logisch, oder?

    Unter 1.41 wird der Bewerb als KK-Sportgewehr Auflage bezeichnet und auch auf die Gewehrtabelle verwiesen.

    Nach der Gewehrtabelle gilt für männliche Teilnehmer ein Maximalgewicht von 8 kg, für weibliche ein Maximalgewicht von 6,5 kg.

    Das müsste dann doch so auch für Auflage gelten, oder? Da der Begriff Sportgewehr aber auch direkt mit den 6,5 kg verknüpft ist, könnte man auch annehmen, diese 6,5 kg Grenze wäre für alle Teilnehmer verbindlich "gewünscht".


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - keine Angst, will noch nicht konvertieren, brauche die Informationen aber als Schießleiter

    Hallo Carcano,

    herrliche und humorvolle Beschreibung der Realität!

    Auch wenn man im ersten Augenblick wegen der stellenweise bewusst eingebauten Überzeichnungen gewillt sein könnte, Satire zu vermuten, so kommt deine Beschreibung der Realität der deutschen Schützenwirklichkeit doch ziemlich nahe, wobei die Übergänge zwischen den Modellen in der Wirklichkeit natürlich oft fließend und nicht immer so plakativ ausgeprägt sind.

    Dieses Bild offenbart sich aber auch nur denjenigen, welche in Sachen Schützenwesen etwas rumkommen, über den eigenen Tellerrand schauen können und sich auch den bei aller Begeisterung für die Sache immer noch hilfreichen kritischen und manchmal auch etwas distanzierten Blick bewahrt haben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie schon gesagt, national ist es bei uns nicht zulässig.

    Ich meine auch, diese Passage hätte so zumindest früher auch im ISSF-Werk gestanden, bin mir aber nicht sicher.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank