Hallo Freunde,
ganz wichtig in dem Zusammenhang erscheint mir die Forderung an die kontrollierenden Behörden, detailliert offenzulegen, wie diese angeblichen und teilweise immens hohen Beanstandungszahlen bei den bisherigen Kontrollen zustande gekommen sind, sprich nach welchen Kriterien die Kontrollierten ausgewählt wurden, welche Erlaubnisse nach welchen Bedürfnissen die Kontrollierten hatten und ganz detailliert anhand der aktuellen Gesetzeslage, welcher Art die Verstöße waren und welche Konsequenzen sich daraus ergaben.
Im Grunde müssten diese Verstöße doch zu einem massiven Anstieg von Widerrufen bestehender Erlaubnisse geführt haben bzw. führen. Wie viel Erlaubnisse wurden denn bisher wirklich widerrufen?
Ich bin mir angesichts der komplexen Regelungen der sicheren Aufbewahrung ziemlich sicher, dass dort auch Kontrolleure unterwegs waren bzw. sein werden, welche selbst mit der jeweils richtigen Auslegung und Anwendung des Gesetzes so ihre liebe Not haben und daher im Zweifel auch (erst mal) Sachen beanstanden, welche in Wirklichkeit gesetzeskonform sind. Ich denke da an so Dinge wie die gemeinsame Lagerung von Kurzwaffen nebst zugehöriger Munition im B-Fach eines A/B-Schranks oder die gesetzliche Forderung nach Verankerung, welche erst unter bestimmten Umständen (Stückzahl) greift. Ist der Kontrollierte da selbst nicht so ganz sattelfest, so bleibt so eine 'Beanstandung' stehen. Wenn es ganz dumm kommt, vertritt auch die zuständige Behörde dazu auch noch eine falsche Rechtsauffassung. Wäre ja auch nicht das erste Mal. Wenn dann auch noch die Dose Diabolos als Munition im Sinne des WaffG herhalten muss, nimmt das Schicksal unweigerlich seinen Lauf.
Wir haben ja hier im Forum auch den Bericht aus Baden-Württemberg mit seinen auf den ersten Blick und so auch in den Medien postulierten erschreckend hohen Verstößen behandelt, welcher sich dann auch Dank Katja Triebels gewissenhafter Analyse als Blendwerk erwies. Hindert leider solche Spezialisten wie den Herrn Grafe* nicht daran, diese falschen Zahlen immer wieder gebetsmühlenartig zu nennen.
Deshalb sollten wir auch in Bremen, wo ja zur Zeit noch heftigere Verstoßzahlen ohne nähere Angaben verbreitet werden, auf eine detaillierte Aufarbeitung und Offenlegung der Kontrollen pochen. Es kann doch nicht sein, dass scheinbar jeder, der sich berufen fühlt, mit wilden Zahlen ohne Belege gegen uns Politik machen darf. Es kann auch nicht sein, dass wir Schützen für Verfehlungen nicht informierter Altbesitzer oder ahnungsloser Freizeitkapitäne mit ihren SigPis zur Rechenschaft gezogen werden.
Mit bestem Schützengruß
Frank
* zur Erinnerung, Herr Roman Grafe ist auch der, welcher bisher ungestraft unseren Vizepräsidenten Jürgen Kohlheim als einen "Propagandisten des Todes" bezeichnete