Hallo Geronimo,
Da macht der DSB mal eine große Kampagne und dann ist' wieder nicht erwünscht. Und jetzt sagt nicht das müsse erst noch groß im Fernsehen beworben werden um überhaupt eine Wirkung zu entfalten, lokale Medien gibt's flächendeckend und wenn in euren noch nichts davon zu lesen ist, dann solltet ihr das schnellstens ändern.
Wo willst Du denn anhand meines Hinweises, der auf deine Äußerung mit dem Off Topic und deiner Anmerkung, es gebe außer bei den Schülerklassen wohl keinen Rückgang, dafür lägen schließlich 'Erfahrungen' vor, folgte, herauslesen, ich sei gegen die DSB-Kampagne?
Seit wann werden mir hier denn neben der fast immer unzutreffenden Lagerzuordnung, an die ich mich ja schon fast gewöhnt habe, neuerdings auch noch so nie getroffene Aussagen angedichtet?
Du erkennst den Widerspruch? Altersklasse ansprechen und Jugendarbeit aufgeben, das fordern einige ernsthaft, und wundern sich anschließend, dass die Schützenklasse ausstirbt und Jugendliche fernbleiben? Rentnerclubs als Zukunftspersektive eines Sportvereins?
Wo willst Du denn anhand meiner Aussagen den Widerspruch erkennen wollen? Dein der Frage folgender Satz erklärt den vermeintlichen Widerspruch jedenfalls nicht, denn es besteht in Wirklichkeit gar kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Jugendarbeit und der fehlenden Generation der 20 bis 40-jährigen in den Vereinen. Auch wenn das nicht jeder auf Anhieb versteht oder verstehen will.
Etwas einfacher ausgedrückt, Du kannst Jugendarbeit machen, soviel Du willst, das nützt gar nichts, wenn diese Jugendlichen dann die Vereine ab 20 oder 25 oder sogar schon viel eher wieder verlassen. Es wurden hier im Forum schon realistische Zahlen genannt über die sehr geringe Effektivität in Bezug auf die 'Ausbeute' der Jugendarbeit. Das war auch früher schon so und auch früher gab es in den Vereinen immer auch viele Seiteneinsteiger. Zudem, wer soll in den Vereinen, wo es zum Teil schon gar keine Mittelklasse mehr gibt, denn die Jugendarbeit machen?
Also, wer angesichts der gegeben Situation in vielen Vereinen und sogar ganzen Regionen immer noch meint, man müsse doch nur gute Jugendarbeit leisten und schon würden sich die Probleme lösen, der verkennt das Problem.
Eine Aussage, wie sie von Carcano kann, wonach es sogar angesichts der bedrohlichen Aussichten sinnvoll sein könnte, kurzfristig die Jugendarbeit zugunsten anderer in der gegebenen Situation effektiver erscheinender Maßnahmen der Mitgliedergewinnung zu vernachlässigen oder sogar kurzfristig auszusetzen, kann ich daher auch nachvollziehen.
Abgesehen davon, manchen Vereinen bleibt auch gar nicht anderes über, wollen sie überleben.
Bevor jetzt wieder das große Geheule des völligen Unverständnisses losbricht, das obige heißt doch nicht, dass alle Vereine ihre ja oft durchaus erfolgreiche Jugendarbeit einstellen sollen. Es geht um die kurzfristige Verbesserung von Problemen, wie sie mittlerweile in vielen Vereinen in vielen Regionen in Deutschland vorherrschen.
Es nützt jedenfalls den Vereinen gar nichts, welche jetzt hauptsächlich aus Angehörigen der Alters- und Seniorenklasse bestehen, wenn man ihnen fast schon zynisch sagt, ja macht doch Jugendarbeit, dann wird alles wieder gut, oder ihnen sogar nur aufs Butterbrot schmiert, sie seien ja selbst schuld, da sie ja in der Vergangenheit keine Jugendarbeit gemacht hätten. Letzteres stimmt auch zudem oft gar nicht. In vielen Vereinen ist der Bereich der Schützenklasse irgendwann in den letzten Jahren weggebrochen, obwohl diese eine gute Jugendarbeit geleistet haben.
Was wäre denn so schlimm daran, wenn insbesondere die Vereine, welche eher breitensportlich aufgestellt sind, sich stärker um neue Mitglieder so ab 25, 30 und im Hinblick auf Auflage auch noch deutlich älter konzentrieren würden. Selbst im Leistungsbereich ist es im Schießsport nicht zwingend nötig, schon mit 12 oder noch eher anzufangen. Es gibt genug Gegenbeispiele. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, das sich selbst mit 30 oder älter noch jemand bis in die Bundesliga hocharbeiten kann.
So, eigentlich wäre das jetzt ein Punkt, von dem aus wir versuchen könnten, möglichst konstruktiv weiterzumachen. Befürchte aber ... .
Mit bestem Schützengruß
Frank