Ich hatte gehofft das folgende nicht schreiben zu müssen: Würdet „ihr“ anderen Sportschützen auch nur einen Finger reichen, sie würden ihn ergreifen und „euch“ unterstützen, aber darauf können wir lange warten. Ihr hattet eure Chance.
Ich fasse es einfach nicht. Da schreibt jemand wie frank17 aus echter Sorge um die Zukunft des Schießsports einen Beitrag, welcher mehr als angetan sein sollte, alle hier mal zum nachdenken anzuregen, und da kommst dann sofort wieder so ein, mit Verlaub, Schwachsinn.
Wie passen denn eigentlich so Schützen wie mein Namensvetter und ich, aber auch etliche andere besorgte Schützen, welche hier auch mehr oder weniger regelmäßig ihre Besorgnis mitteilen, DSB-Schützen, welche oftmals selbst sogar 'nur' Druckluft und KK schießen, sich aber trotzdem oder auch gerade deshalb solidarisch zeigen, sich Solidarität wünschen und die Auffassung vertreten, nur ein gemeinsamer Widerstand gegen diese Angriffe kann uns noch helfen.
Wenn man sich deine Beiträge hier so über einen längeren Zeitraum durchliest, dann kann man schon zu dem Schluss kommen, Du lauerst geradezu auf passende Gelegenheiten, diese 'anderen' Sportschützen, die ja für Dich eh eher frustrierte „Legalwaffenbesitzer“ aus dem Dunstkreis von Selbstverteidigung, Bürgerrechten und Eigentum zu sein scheinen, einseitig vorzuführen. Warum? Die hier Beiträge schreibenden Schützen, egal wie sie ihren Schießsport ausüben und welchen Verbänden sie angehören, sind sicher nicht das Maß aller Dinge.
Aber hier geht es gar nicht darum, ob man bestimmte Positionen und Beiträge einzelner Schützen nun mag oder ob die immer auch so ganz sinnvoll sind. Hier geht es darum, dass bestimmte Gruppierungen in unser Gesellschaft mit immer mehr Einfluss und massiver Unterstützung weiter Teile der Presse versuchen, unseren Sport zu zerstören und verbieten. Sie versuchen es dabei auf allen Wegen und sollte es demnächst zu einem politischen Wechsel in diesem Lande kommen, dann wird als erstes mindestens GK-Kurz, also Disziplinen, welche auch in deinem Verband von vielen vielen Tausenden Schützen mit großer Begeisterung und Passion und ohne irgendwelche Missbräuche geschossen werden, der Gesetzgebung zum Opfer fallen.
Und nun die Gretchenfrage. Wie beurteilst Du diese Situation? Auch als Bedrohung und wenn ja, was könnten 'wir' dagegen tun? Oder ist das Szenario für Dich etwa gar keine Bedrohung, weil es Dich ja nicht betrifft? Oder könnte es vielleicht sogar so sein, dass so ein weiteres Verbot in deinen Augen sogar (heimliche) Zustimmung finden könnte, weil auch Du bestimmte Waffen als ein Problem ansiehst und weil Du Dir daher auch einen Schießsport ganz ohne Feuerwaffen vorstellen kannst? Bürgerrechte und das Recht auf Eigentum scheinen ja für Dich auch eher eine untergeordnete Bedeutung zu haben, oder?
Bin schon gespannt auf die Antwort, befürchte aber, mehr als eine Art weitere rhetorische Fingerübung werde ich hier wohl auch nicht erwarten können.
Apropos, Schützen penetrant andere Disziplinen aufzunötigen, für welche diese sich gar nicht interessieren, ist auch irgendwie daneben, wenn auch sicher gut gemeint. Leben und leben lassen. So einfach ist das und so einfach könnte es auch sein. Allerdings, wer Sachen richtig beurteilen will, sollte sich auch entsprechend schlau machen.
Mit trotzdem bestem Schützengruß
Frank