Beiträge von frank17

    sind mir 100€ Beitrag ... zu viel


    100€ können eine Menge Geld sein. Mache um Dir selbst gegenüber ehrlich zu sein aber auch eine auf Vollkosten basierende Gegenrechnung auf: 2*25km*0,30€/km = 15€ Fahrkosten pro Trainingstag (an Stelle der 0,30€/km setze erff. einen anderen, für Dein Auto passenden Betrag ein). Allerdings ist Geld nicht das allein entscheidende Kriterium, wenn wichtige andere Dinge nicht stimmen, ging mir auch so (ich fahre statt 1,5 jetzt 22km).

    Der Begriff "Großkaliber" ist seit einem zugleich tragischen und medienträchtigen Ereignis in vieler Munde, er findet sich jedoch im gesamtem Waffengesetz nicht. § 27 des Gesetzes regelt, mit welchen Waffenarten und unter welchen sonstigen Voraussetzungen Kinder und Jugendliche schießen dürfen, es ist also ein Positiv-Katalog. Entsprechendes gilt für die Bestimmungen zum Erwerb in § 14.
    Der Begriff "Großkaliber" ist daher viel zu unscharf, um die bestehenden Bestimmungen korrekt wiederzugeben. Würden wir bspw. cal .222 oder .223 als Großkaliber bezeichnen?

    Ansonsten fällt die Einschränkung des Erwerbs auf bestimmte Waffenarten mit Vollendung des 21. Lebensjahr weg, bis zum vollendeten 25. Lebensjahr bedarf es allerdings eines amts- oder fachärztlichen oder fachpsychologischen Zeugnisses über die geistige Eignung.

    man könne ... auch einen anderen beauftragen, sofern man dessen Arbeit vorgibt und überwacht


    Ich halte diesen Ansatz für zutreffend. Es gilt nur zu bedenken, dass die Umsetzung spätestens im Schadensfall auch hinterfragt werden kann. Dann steht der/die Verantwortliche schlimmstenfalls vor dem Richter und muss diesem erläutern, dass sachgerechte und angemessene Regelungen zum einen erlassen und zu anderen deren Einhaltung auch überwacht wurde. Verantwortung lässt sich nicht beliebig ohne Restrisiko delegieren, der organisatorischen oder funktionsbezogenen Verantwortung kann man sich nicht entziehen.

    Die weit verbreitete Meinung, es reiche aus, wenn ein JuBaLi-Inhaber 'irgendwo' auf der Anlage anwesend sei, verklärt mir die Sicht zu stark. Nach meinen Wahrnehmungen kann sie dazu führen, gerade keine weiteren Regelungen zu treffen. In diesem Fall kann sich der nach dem Gesetz Obhutspflichtige (JuBaLi-Inhaber) m.E. kaum exculpieren ('aber der Verband hat doch geschrieben ...').

    Ich denke, der Entwurf der WaffVwV bringt hier mehr Klarheit. 'angemessene Anzahl' und 'ständige Beaufsichtigung' sprechen m.E. sehr eindeutig gegen die bloße Anwesenheit einer einzigen qualifizierten Person irgendwo auf der Anlage. Ich gehe davon aus, dass an dieser Stelle der Wille des Gesetzgebers erstmalig vernünftig artikuliert wird. Rechtsstaatlich unproblematisch erscheint die Verankerung an dieser Stelle allerdings nicht gerade, eine solche Regelung hätte im Interesse der Normenklarheit im Gesetz oder zumindest in der Verordnung stehen müssen. Aus meiner Sicht wird es aber wenig hilfreich sein, die Regelungskompetenz der Verwaltung in Frage zu stellen und sich auf den nackten Gesetzeswortlaut zurückzuziehen. Ein Richter wird im Zweifelsfall den Willen des Gesetzgebers ergründen und/oder darauf abheben, was ein normal verständiger Adressat der Regelung unter Obhut verstehen muss.

    IANAL

    TottoG

    Meine Beobachtungen:

    • Dein Brillenglas ist gegen die Senkrechte geneigt, das führt zu einem verzerrten Zielbild und zu Zielfehlern. Ggf. auch zu einem verlängertem Zielvorgang, weil Du das Bild nicht klar bekommt, wodurch du dann rein zeitlich wieder in eine instabilere Phase rutschst. Lass es mal von einem Helfer einstellen, währen Du im Anschlag bist.
    • Dein Gewehr liegt bemerkenswert weit links, Dein Kopf ebenso. Das kommt durch eine sehr ausgeprägte Rücklage, die vielleicht im Grenzbereich dessen liegt, wo Du noch das Gleichgewicht halten kannst. Evtl. begünstigt dieses weite Zurücklehnen eine Pendelbewegung und/oder leichte Schwenker nach rechts.
    • Verkanten halte ich nicht für ein Problem. Im Gegenteil - mit dem Kopf dem Gewehr hinterherlaufen ist viel schlimmer.

    Ich habe mal die von Dan More verlinkten Artikel auf Fundstellen von "waff" und "Schütz" untersucht. Außer beim letzten Artikel scheint es recht wenig Fundstellen zu geben und auch sonst wenig Indizien, die auf Maßnahmen gegen den Schießsport hinweisen könnten. Den letzten Artikel sehe ich nicht als schädlich an, zumal er noch nicht einmal den Begriff "Sportschützen" enthält, sondern sich ganz allgemein mit Kontrollen bei Waffenbesitzern auseinandersetzt. Er gibt Antwort auf ein legitimes Bedürfnis, das zumindest in Teilen der Bevölkerung existiert.

    Eins vorweg - beim eingangs diskutierten Artikel hatte auch ich mich sofort gefragt, wo denn der Bezug zum Schützenverein herkomme. Auch ich frage mich, ob durch diese nebenläufige Erwähnung nicht manipuliert werden soll. Ich kann auch nicht ausschließen, dass man uns mit "unterschwelliger Werbung" schaden will. Wir sollten dennoch gut überlegen, auf was wir in welcher Form reagieren. Der Volksmund sagt "Getroffene Hunde bellen.". Ich hielte es für falsch und zudem nicht für klug, wenn wir uns gegen Kampagnen stellen wollen, die (zumindest offiziell) lediglich die Verhinderung von Amokläufen zum Ziel haben. Wozu entsprechende Äußerungen führen, kann man an Hand von Reaktionen in vielen Foren bzw. zu vielen Presseveröffentlichungen erkennen. Ich halte es ebenfalls nicht für klug, wenn wir uns in massiver Form gegen Angriffe wehren, die nur wir glauben feststellen zu können.

    Auf einer gedachten Skala finden wir zwischen Sportschützen und Waffengegnern eine große Bandbreite von mehr oder weniger Interessierten bzw. Informierten (ähnlich der Gruppe der 'Unentschlossenen' vor einer Wahl). DIESE müssen wir überzeugen, bei den überzeugten Gegnern wird es uns vermutlich eh nicht in größerem Umfang gelingen. Ich denke, wir sollten jede Gelegenheit nutzen, die Vielfalt und die Vorzüge unseres Sports und die von uns beachteten Sicherheitsbestimmungen darzustellen.

    Gegen Falschdarstellungen sollten wir uns wehren, wo diese offenkundig sind, und zwar möglichst an der Quelle derselben und in aller Deutlichkeit. Allerdings sollten wir nicht überwiegend gegen Windmühlen kämpfen, die für den Normalbürger nicht sichtbar sind. Kostet nur Kraft und wirkt im Zweifelsfall wenig überzeugend.

    Mein Problem ... der Griff nicht wirklich passt


    Das habe ich auch hinter mir. Ich habe mir einen Griff aus einem Buche-Leimholzklotz selbst angefertigt. Alles, was nicht zu meiner Hand passte, habe ich weggebohrt, -gefeilt, -gefräst, -geschliffen. Zusammengerechnet mind. 1 Tag Arbeit, am meisten Zeit kosteten am Schluss die Feinarbeiten. Um bloß nicht zu viel Material wegzunehmen, habe ich zum Schluss immer max. 1 mm abgetragen. Dann grob entstaubt, wieder ans Gewehr montiert(!), Ergebnis geprüft usw. usw.
    Bei einer Vollkostenrechnung ist das unbezahlbar, selbst wenn alles Material und Werkzeug "eh da" ist. Ich wollte aber einen passenden Griff und wusste seinerzeit nicht, wie ich auf anderem Weg dazu kommen sollte.

    Natürlich kannst Du auch einen Originalgriff auf Deine Hand anpassen, da fallen dann die Grobarbeiten weg. Die vorsichtige zeitraubende Annäherung an das richtige Ergebnis bleibt aber.

    Zwischenzeitlich kenne ich ein kommerzielles Angebot: JPK-Kunst-Griff. Der Preis scheint mir angemessen zu sein, er ist niedriger als die Preise, die von den Gewehrherstellern typischerweise für die Griffe von der Stange verlangt werden. Pass aber auf, dass die Regel 1.0.6.6.3.3 der Sportordnung eingehalten wird (u.a. "Der Pistolengriff und der Schaft dürfen keine othopädischen Formen aufweisen."). Der abgebildete Griff hält diese Regel wegen der ausgeprägten Fingermulden m.E. nicht ein.

    @ tina71:
    Warum eine Alltagsbrille für das Gewehrschießen absolut ungeeignet ist. Beachte die Bilderstrecke unten auf der Seite. Beim Visieren schaust Du durch eine Stelle am Rand des Glase und zudem schräg durch das Glas. Verzerrungen und ggf. Irritationen/Reflexe durch den Rahmen sind dabei unvermeidlich.

    Eine mögliche Ursache für Schmerzen im Fuß kann eine (auch nur minimal) zu enge Schnürung sein. Bei Schmerzen, die sich häufig in der Fußsohle bemerkbar machen, einfach mal testweise im Bereich des Spanns etwas lockerer schnüren. Die Schnürung oberhalb des Knöchels kann fester bleiben.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Irisblende mit 2 gegeneinander verdrehbaren Polfiltern. Diese ermöglichen eine stufenlose Einstellung des Verdunkelungsfaktors. Mit dieser Variante kann man zudem sehr schnell auf wechselnde Lichtverhältnisse (z.B. duch wandernde Wolken) reagieren. Die nächst beste Lösung besteht aus meiner Sicht aus einer Irisblende mit mehreren einschwenkbaren Farb- u./o. Graufiltern. Beide Lösungen gibt es im Übrigen auch als Kombi-Lösung.
    Einen einzigen Filter mit fester Abschwächung halte ich für die unfexibelste Methode. Selbst bei konstanten Lichtverhältnissen will mein Auge manchmal im Verlauf des Schießens mal mehr, mal weniger Licht. Dafür würde ich nicht umbauen wollen.

    Apropos, in der Messtechnik werden die Begriffe Auflösung und Genauigkeit deutlich unterschieden.


    Aber leider meist nur bei/von denjenigen, die das auch richtig gelernt haben. Im Marketing und in der Produktwerbung (speziell bei Consumer-Produkten) sieht das leider meist ganz anders aus ;(

    Um die Diskussion für diejenigen zu entschlüsseln, die in der Materie nicht so bewandet sind: Auflösung bezeichnet die kleinste Differenz an Werten, die ein Gerät in der Anzeige unterscheiden kann. Genauigkeit bezeichnet die Übereinstimmung zwischen angezeigtem und tatsächlichen Wert einer Messgröße. In den meisten Fällen suggeriert die Auflösung eine wesentlich höhere Genauigkeit als das Gerät überhaupt besitzt. Speziell wenn bei den technischen Daten nur Ausagen über die Auflösung und nicht über die Genauigkeit stehen, ist Misstrauen angebracht. Frei nach einem meiner früheren Ausbilder: "Bei den meisten Digitalmultimetern kann man getrost die letzte Stelle zukleben.". Eine nicht nur provokative Aussage, leider oft zutreffend.

    Beim HSV braucht man ...


    interessant und befremdlich, wie die Anforderungen sich doch von Landesverband zu Landesverband unterscheiden. Beim RSV braucht man ausdrücklich keine JuBaLi vorab. Auch die Unterschiede bezüglich der ärztlichen Bescheinigung scheinen mir recht willkürlich zu sein. Schließlich basiert die Trainerausbildung auf einem Gesamtkonzept nach (mittlerweile) den Richtlinien des DOSB, wenngleich die Landesverbände die Ausführung auf C-Niveau übernehmen.

    Diese Anforderung war mir aus dem Schießsport noch nicht bekannt. Beim RSB gibt es diese Anforderung wohl auch nach der Umstellung auf das DOSB-Konzept (noch?) nicht, weder für die Basis- noch für die Leistungsstufe. Geblieben ist die Anforderung, dass der meldende Verein die sportliche Eignung und die Mitarbeit im Verein formlos bescheinigen muss.

    Welcher Verband fordert dies? Und solltest Du nicht am ehesten dort eine verlässliche Auskunft bekommen?

    C: Früher Abziehen
    Die Zeitachse verrät mir, dass ich, wenn wenn ich um 0,2 früher abziehen würde, mein Ergebnis um bis zu 20 Ringe besser werden würde. Wie verwerte ich diese Information jetzt am sinnvollstem?


    Zieh doch einfach immer 0,2s früher ab :D

    Nein, im Ernst: diese Interpretation der Scatt-Kurve wird sehr gerne gemacht, sie ist aber wenig hilfreich. Es ist auch bei Dir sicher nicht so, dass Du bei ansonsten perfekten Vorausssetzungen aus Langeweile o.ä. noch 0,2s wartest, bevor Du auslöst. Du solltest auch nicht ansatzweise versuchen, früher abzuziehen, weil Du dann einfach noch nicht dazu bereit bist. Wenn Du Dich zwingst, arbeitest Du gegen Deine innere/unbewusste Einstellung und baust Dir damit nur zusätzliche Probleme ein.
    Wenn die Kurven wie hier 0,2s nach dem Erreichen des optimalen Zielbilds wieder ansteigen, dann ist das eher ein Anlass dafür, das Haltevermögen zu verbessern. Dort vorhandenes Optimierungspotential ist wiederum gerne auf Defizite im inneren und äußeren Anschlag zurück zu führen. Ich weiß leider nur viel zu gut, wovon ich rede ...
    Dein Ziel besteht also idealerweise darin, das optimale Zielbild mehr als 0,2s aufrecht zu erhalten.

    Hier findest Du ein paar fundierte Informationen zum Scatt-Training.

    Auch hier und da und dort findest Du wichtige Informationen, die in keiner offiziellen Scatt-Anleitung auftauchen.