Ich habe mal die von Dan More verlinkten Artikel auf Fundstellen von "waff" und "Schütz" untersucht. Außer beim letzten Artikel scheint es recht wenig Fundstellen zu geben und auch sonst wenig Indizien, die auf Maßnahmen gegen den Schießsport hinweisen könnten. Den letzten Artikel sehe ich nicht als schädlich an, zumal er noch nicht einmal den Begriff "Sportschützen" enthält, sondern sich ganz allgemein mit Kontrollen bei Waffenbesitzern auseinandersetzt. Er gibt Antwort auf ein legitimes Bedürfnis, das zumindest in Teilen der Bevölkerung existiert.
Eins vorweg - beim eingangs diskutierten Artikel hatte auch ich mich sofort gefragt, wo denn der Bezug zum Schützenverein herkomme. Auch ich frage mich, ob durch diese nebenläufige Erwähnung nicht manipuliert werden soll. Ich kann auch nicht ausschließen, dass man uns mit "unterschwelliger Werbung" schaden will. Wir sollten dennoch gut überlegen, auf was wir in welcher Form reagieren. Der Volksmund sagt "Getroffene Hunde bellen.". Ich hielte es für falsch und zudem nicht für klug, wenn wir uns gegen Kampagnen stellen wollen, die (zumindest offiziell) lediglich die Verhinderung von Amokläufen zum Ziel haben. Wozu entsprechende Äußerungen führen, kann man an Hand von Reaktionen in vielen Foren bzw. zu vielen Presseveröffentlichungen erkennen. Ich halte es ebenfalls nicht für klug, wenn wir uns in massiver Form gegen Angriffe wehren, die nur wir glauben feststellen zu können.
Auf einer gedachten Skala finden wir zwischen Sportschützen und Waffengegnern eine große Bandbreite von mehr oder weniger Interessierten bzw. Informierten (ähnlich der Gruppe der 'Unentschlossenen' vor einer Wahl). DIESE müssen wir überzeugen, bei den überzeugten Gegnern wird es uns vermutlich eh nicht in größerem Umfang gelingen. Ich denke, wir sollten jede Gelegenheit nutzen, die Vielfalt und die Vorzüge unseres Sports und die von uns beachteten Sicherheitsbestimmungen darzustellen.
Gegen Falschdarstellungen sollten wir uns wehren, wo diese offenkundig sind, und zwar möglichst an der Quelle derselben und in aller Deutlichkeit. Allerdings sollten wir nicht überwiegend gegen Windmühlen kämpfen, die für den Normalbürger nicht sichtbar sind. Kostet nur Kraft und wirkt im Zweifelsfall wenig überzeugend.