uodalrich
Das hab ich tatsächlich anders verstanden.
Das die Gefährlichkeit am Aussehen aufgehangen wird, dass hat vermutlich auch damit zu tun, dass hier eine unheilige Allianz aus ideologischen Vorurteilen, berechtigtem Interesse an Regulierung und Angstmacherei besteht.
Wobei, stellen wir uns ein KK Gewehr in Schwarz vor. Da beginnt der Unterschied, für den Laien, schon zu schwinden.
Da sind Haltungen ins Waffengesetz eingeflossen, die teilweise von den Verbänden stammen. Schon Anfang der 70er Jahre war man sich nicht grün. Der DSB vertrat die Meinung, nur Einzellader taugen zum Sportschießen. Der DJV forderte, dass Feuerwaffen generell der Jägerschaft vorbehalten sein sollen.
Aber genau da beginnt doch die Aufgabe unserer Verbände, Übertreibungen möglichst verhindern. Ein Teil des Waffenbesitzes fällt durchaus in den Bereich Traditionspflege. Es gibt ja auch Schützen, die durchaus uralte Schätzchen im Waffenschrank haben. Scheibenstutzen, Zimmerstutzen die zum Teil über 100 Jahre alt sind. Da wird nicht mehr so oft geschossen, die werden eher gehegt und gepflegt. Zum Schießen hat man die modernen Nachfolger.
Man kann mit überbordenden Regulierungen auch alles abwürgen. Regulierung so wenig wie möglich und soviel wie nötig. Im Wettbewerb werden sich immer die am besten geeigneten Waffen durchsetzen. Warum man sich den §6 AWaffV zu eigen gemacht und diesen in die Sportordnung geschrieben hat, ist nicht nachvollziehbar.
Aber auch das Aussehen von Sportwaffen unterliegt der Weiterentwicklung, der Mode. Jahrzehntelang war der Holzschaft das Maß der Dinge. Heute mehr die Ausnahme als die Regel. Beim Bund hatte ich ein G3 mit Holzschaft, optisch nicht vergleichbar was heute Stand der Technik ist. Im Endeffekt gab es bei Repetierern und Mehrladern eine ähnliche Entwicklung wie bei den Einzelladern. Auch hier ging es hin zu immer besserer Anpassbarkeit an den Schützen. Bevor mich jemand falsch versteht, nein ich will kein Sturmgewehr im Waffenschrank und auch keine Achtacht im Geräteschuppen haben.