Beiträge von DJChriz

    Hallo Jürgen,

    ich kenne den Diopter zwar nicht, habe mir aber einmal ein Bild im Internet dazu angeschaut. Danach sieht es wirklich so aus, als wenn der Diopter "2-Teilig" ist. Die Gegenlichtblende ist vorne fest verschraubt und im hinteren Teil ist die Iris/Diopterscheibe verstellbar gelagert, um bei H/T und bei R/L drehen zu können.

    Je nach Augenabstand zur Iris wäre es danach, wie Du es schon beschreibst, möglich den Innenrand der Gegenlichtblende beim Blick durch die Iris zu sehen. Damit wirkt das Zielbild mit dem Korntunnel "unrund".

    Ist das Dein Diopter, den ich dort im Bild gefunden habe?

    Die Idee mit der Gummiblende hatte ich auch, dank Hornhautverkrümmung und Befestigungsproblematik usw. aber verworfen. Ich würde Dir zu einem Monokel raten und das Korrekturglas dafür einschleifen lassen. Die meisten haben 23mm (MEC) oder 24mm (TEC HRO) und kosten zwischen 60 und 80 Euronos.

    Hallo Reisser,

    ich kann zwar nur für LG Auflage sprechen und auch noch nicht von vielen Wettkämpfen, mir hat man aber immer vorgepredigt: Als Kontrolle
    gilt die „Rutschprobe“: wird die aufgelegte Waffe, nur mit deren Eigengewicht (im vorderen Schaftbereich) Richtung Geschossfang geschoben, darf sich der Auflagebock nicht bewegen.

    Geschätzt würde Sandstrahlen wahrscheinlich gehen, Panzertape und Heftpflaster nicht. Bei Schrumpfschlauch käme es wahrscheinlich drauf an. Im LG-Bereich kenne ich einige Schützen mit Auflagen aus lackiertem Holz (Standardauflageschiene von FWB z.B.), unbehandeltem Weichholz, Plastik (3D-Druck), Aluminium und Stahl.

    Von mir noch ein Tipp, der aber etwas Ausdauer benötigt.
    Diverse Händler bieten immer mal wieder Sondermodelle zu einem attraktiven Preis an.
    Ich habe z.B. im Herbst bei Holme zum 60jährigen Bestehen von Holme ein FWB 800X für knapp 2600,- EUR gekauft.

    Sorry für die Verbesserung, aber Augen Auf beim Sportgerätekauf:

    Bei Holme wurde ein 800 Alu im "X-Design" mit folgenden Addons angeboten

    • Modell 800 Alu mit dem Vorderschaft vom 800 X
    • 800 X Ladehebel von links auf rechts umbaubar! Viele Ablage- und Auflage-Schützen laden links!
    • X-Line Schaftkappe wie beim 800 X

    Es ist kein komplettes 800X mit schränkbarem Hinterschaft und Untergriff gewesen. Der Preis war aber trotzdem unschlagbar gut und bei dem Angebot konnte man einfach zuschlagen, wenn man eh gerade auf der Suche nach einem eigenen Sportgerät war.

    Ich habe bisher von keinem Unfall in Europa Kenntnis.
    In Asien gab es einen Unfall beim Auffüllen der Kartusche. Sie ist geplatzt und da hat jemand den halben Daumen verloren.

    Wir wollen so einen Unfall NICHT noch einmal erleben, egal in welchem Teil der Welt.
    Ein Unglücksfall kann passieren und in so einem Fall wird die Versicherung den Schaden regulieren, so hoffe ich.

    Wir hatten schon einmal ein ähnliches Thema, es hat jemand geantwortet, der sich mit hohen Luftdrücken auskennt.
    Er meinte das Alter der Kartusche ist weniger relevant, aber die Anzahl der Füllungen spielt eine Rolle.

    Bei jedem Auffüllen hat man in kurzer Zeit eine relative grosse Druckänderung, das klingt für mich plausibel.

    Hat da jemand Erfahrungswerte?

    https://www.merkur.de/lokales/region…and-267693.html

    Hier gab es mal einen Unfall.

    Ich verstehe die ganze Diskussion betreffend der Kartuschen nicht. Es gibt halt Regeln, die man einhalten sollte. Ob das Verkehrsregeln, Regeln im normalen Leben oder Regeln im Sport sind. Über die Sinn- oder Unsinnhaftigkeit haben sich bestimmt viele hoch bezahlte Menschen Gedanken gemacht, so dass man nicht alles erneut in Frage stellen muss. Unser Sport ist teuer, keine Frage. Aber 2€ pro Monat in das Sparschwein werfen ergibt in 10 Jahren 240€ für eine neue Kartusche. Dafür hat man die Regel eingehalten und falls etwas passiert springt die Versicherung ein.

    Moin Peter,

    eine eindeutige Empfehlung wirst Du wahrscheinlich leider nicht bekommen. Der eine Schütze schwört auf FWB, der nächste auf Walther und der letzte auf Steyr oder Tesro.

    Du kannst meiner Meinung nach mit allen „aktuellen“ Sportgeräten FWB 700/800/900, Walther 400/500, Tesro RS100 oder Steyr Challenge gute Ergebnisse erreichen. Viel wichtiger wäre, dass es persönlich zu Dir passt. Es sollte sich an Deinen Körperbau anpassen lassen können (ggf. Visierlinienerhöhung/-verlagerung, Schaftkappe/-Backe, etc.). Jeder von uns kann Dir seine persönlich empfundenen Pro und Contras zu den Sportgeräten weitergeben, Du musst daraus dann Deine eigenen Schlüsse ziehen. Die Entscheidung können wir Dir nicht abnehmen.

    Natürlich könnte es helfen vor Ort zu einem Händler zu gehen und alle einmal in den Anschlag zu nehmen, um ein Gefühl dafür zu erhalten. Aber entweder sind die Händler weit weg oder die Auswahl ist gering, da sich auch Händler auf verschiedene Hersteller spezialisieren. Somit bleibt einem fast nur die Möglichkeit sich hier auf Aussagen zu verlassen und einfach blind zu kaufen.

    Ggf. musst Du Dir auch erstmal sicher sein, wie Du mit dem Sport weiter verfahren möchtest. Möchtest Du ihn nur zum Hobby und Spaß ausüben oder ernsthaft auch mit dem Gedanken an Wettkämpfen teilzunehmen. Unsicherheit macht einem die Entscheidung viel Geld für etwas auszugeben noch schwerer als es eh schon ist.

    Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung: Kaufe Dir ein gutes Gebrauchtes. Wenn sich dann Deine sportlichen Interessen gefestigt haben, kannst Du es mit weniger Verlust wieder verkaufen und dann beim Neukauf richtig zuschlagen.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag

    Ich würde für den Start das allseits bekannte Video von Iris Zimmer vorschlagen. Man sollte nur die aktuellen Regeln für die Schaftkappe kennen:
    https://www.youtube.com/watch?v=MCU-Hnsk1Mc

    Ansonsten sieht man hier auch noch gut die Fußstellung:
    https://bruderschaftgymnich.de/blog/schiessle…ewehr-aufgelegt

    Im Endeffekt muss aber auch hier jeder seinen persönlichen äußeren Anschlag finden, bei dem er entspannt steht und der Nullpunkt stimmt.

    Wie würdet ihr starten, wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet?

    Lieber Gruß

    Peter

    Hi Peter,

    ich habe hier lange mitgelesen und eigentlich wurde schon alles zu dem Thema erwähnt. Die Entscheidung ein eigenes Sportgerät zu nutzen ist jedenfalls der richtige Weg. Vereinsgewehre lassen sich meist nie persönlich anpassen, da diese auch immer von anderen benutzt werden. Zum Start möchte man auch keine 4000€ ausgeben, da man sich ggf. noch nicht sicher ist ob das Hobby auf Dauer betrieben wird oder weil man zu wenig Erfahrungen hat oder einem einfach die finanziellen Mittel fehlen.

    Als ich nach einem eigenen Sportgerät gesucht habe, war mein Budget auch in Deinem gesetzen Bereich. Ich habe mich ebenfalls hier im Forum schlau gelesen, aber auch vor Ort in einem Geschäft gut beraten lassen. Meine Intention war damals ein Walther LG400 oder FWB 800 in der Basis Auflage-Variante im Holzschaft. Zum Glück ist es dann aber doch ein FWB 800 im Aluschaft geworden, da die Verstellmöglichkeiten (Schaftkappe, -backe und Visiererhöhung/-verlagerung) um weiten besser waren als mit dem Holzschaft.

    Eigentlich könnte ich jetzt sagen, dass ich die Zeit nicht zurückdrehen müsste, aber es ist wie es ist: Hätte ich gewusst, dass ein schränkbarer Hinterschaft, ein einfaches umsetzen des Ladehebels von rechts nach links, eine neigbare Schaftbacke, sowie ein passender Untergriff einem noch per Anpassungsmöglichkeiten gibt, hätte ich gleich ein 800X für einen Aufpreis nehmen sollen.

    Als Gedankenansatz würde ich Dir jedenfalls mitgeben: Wenn Du Dein Budget nicht extrem überreizen möchtest, dann lege Dir für diesen Kurs ein gutes gebrauchtes mit einigen Einstellungsmöglichkeiten zu. Solltest Du weiterhin Spaß an dem Hobby haben und feststellen, dass Dir das ein oder andere Feature am Schaft fehlt, kannst Du es mit weniger Verlust wieder verkaufen, als wenn Du ein "neues" nach kurzer Zeit versuchst loszuwerden. Wer zweimal kauf, kauf öfters :inspired:.

    Hallo Peter,

    bei der Visierung gibt es bestimmt viele Tips und auch viel Equipment, jedoch gibt es dort keine Musterlösung für jeden Schützen. Das Auge eines jeden Schützen ist anders und das persönliche Empfinden kommt dann noch obendrauf.

    Die generelle Funktion einer verstellbaren Irisblende ist zum einen die Anpassung an verschiedene Lichtverhältnisse und zum anderen zur Regulierung der Schärfentiefe/Tiefenschärfe (ähnlich der "alten" Fotografie mit Objektiven und der Einstellung der Blende). Je nach Stand ist zumindest eine Schirmmütze oder ein Neopren Visor/Cap zu empfehlen um Streulicht von oben zu vermeiden.

    Beim Diopter kann man mit der Serienausstattung schon eine Menge schaffen. In diversen Youtube Videos sieht man Profis, die damit sehr gut zielen können. Ich kenne persönlich auch einen Schützen, der mit dem Serien FWB Diopter regelmäßg seine 319,x Ringe schafft. Ob einem die Anschaffung eines SPY oder SPY BR weiterbringt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ein verstellbares Ringkorn kann jedoch viel bringen. Es lässt sich auf das tägliche persönliche Sehempfinden, aber auch auf andere Stände einstellen. Den einen Tag benötigt man ggf. mehr oder mal weniger Kontrollweiß um den Spiegel. Dazu gibt es auch ein schönes Video von Heinz Reinkemeyer auf Youtube, auch in Bezug auf die genutzten Sehzellen. Ob man dann jedoch ein freies Ringkorn lieber mag, als eines mit Querbalken oder gar ein Square (mit Quadrat um den Ring), ist auch wieder das persönliche Empfinden.

    Farb- und/oder Graufilter können den Kontrast und die Helligkeit beeinflussen und einem damit ein besseres Zielbild vermitteln. Aber auch hier ist ausprobieren angesagt. Bevor man dort viel und regelmäßig Geld in die Hand nimmt, fragt man lieber einmal bei anderen Schützen nach, ob man einmal durch den Diopter schauen kann, um sich davon ein eigenes Bild zu machen.

    Hier kommt es wahrscheinlich zu einen auf das persönliche Empfinden und den "Level" an, auf dem man sich gerade befindet und zum anderen auf die eigene "Körperstabilität".

    Ich kenne Schützen, die mit einer Weste, Jeans und Straßenschuhen regelmäßig > 319 Ringe erreichen und andere Schützen, die mit einer Jacke und Hose an den 315 Ringen kratzen.

    Übertrieben würde ich sagen: Einen schlechten äußeren Anschlag kann weder eine Weste, noch eine Jacke ausgleichen.

    Leider ist der Halteadapter nicht der günstigste. Per Suche bei Google findet man den teilweise um die 38,50€ oder 40€. Dazu kommen immer verschieden hohe Versandkosten, die für das kleine Teil meist überzogen sind. Kannst Du Dich ggf. mit Schützenkollegen zusammentun, um Dich bei einer Bestellung einfach mit dranzuhängen?

    Beim 800er (nicht X oder W) könnte das schon etwas anders aussehen. Da muss man wohl erst das System aus dem Schaft nehmen, bevor man an die Feder kommt. Und beim zusammensetzen muss man auf die richtige Einsetz und - Drehrichtung der Feder achten. Das kürzere Ende kommt in das System und das längere Ende zum Spannhebel, da man sonst nicht mehr spannen kann und die Feder dort im Weg ist.

    Ich muss mich an dieser Stelle einmal selbst zitieren und von einem Überraschungsmoment berichten: Wenn man beim normalen 800 Alu den linken Spannhebel verbaut und die schwarze Prismenschiene auf der Variovisierung ganz links und vorne/hinten bündig verschraubt ist, dann kann man mit dem Spannhebel nicht mehr spannen. Dieser stößt sehr unglücklich gegen die schwarze Prismenschiene ;). Der Verschluss geht zwar noch auf, aber nicht mehr bis zum "Klick".

    Für Auflageschützen sollte das meist egal sein, da die Prismenschiene meist weiter nach hinten gesetzt wird, um den Diopter zurückzusetzen.