Den Sport attraktiver machen? Wie denn? Wenn ich mir überlege, wieviele Schützenvereine es bei uns in Deutschland gibt, sollte das wohl kein Problem sein!?
Wenn ich erlebe, daß es selbst viele Mitglieder aus den BSV´s, BSG´s usw. gibt, die ebenfalls nicht schießen gehen, kann es für mich nur zwei Gründe geben. Entweder sind das alles nur Partybiester, oder sie haben sehr schnell gemerkt, daß es doch sehr viel Zeit und Mühe erfordert halbwegs konkurenzfähig zu werden. Da is nix mit peng peng und Sieg!
Und nun muss man sich mal unbedarfte Zuschauer vorstellen. Die wissen überhaupt nicht, was in den Schützen vorgeht. Was alles notwendig ist um dahin zu kommen wo die Schützen sind. Egal auf welchem Niveau die auch immer schießen mögen. Dies den potentiellen Zuschauern nahe zu bringen, ist da noch schwieriger.
Was in den Filmchen aus Korea zu sehen ist, hat mir gut gefallen. Und die haben auch nicht auf sehr hohem Niveau geschossen. Und dennoch war in den Hallen eine super Stimmung. Was für mich aber wohl eher an der Aufmachung der Veranstaltung(en) und der Mentalität der Menschen dort liegt. "Alte Säcke", die eher der Vereinsmeierei verfallen sind, habe ich da auch nicht gesehen. Bei uns ist das meinen eigenen Erfahrungen nach oft der Standard.
Wenn ich die Atmosphäre bei unseren Veranstaltungen so betrachte.... ebenfalls meinen eigenen Erfahrungen nach, ich schiesse wettbewerbsmäßig aber auch erst seit Sommer ´23, hat das sehr wohl mit unserer eigenen Mentalität zu tun. Bei meiner ersten Kreismeisterschaft hat mir mein Schießleiter im Vorfeld schon gesagt/gewarnt, daß am dortigen Veranstaltungsort keine Wand oder so vorhanden ist. Anders als bei den Schießständen in meiner Gegend. Das es dort ziemlich "rummelig" zugeht. Direkt hinter den Schützen wird diskutiert, laut geraunt, gejohlt und/oder gelacht. Bei meiner ersten LM in Dortmund war es ähnlich. Das auszublenden fiel mir aber erstaunlicherweise recht leicht. Inzwischen habe ich mir mal Filme von BuLis angeschaut. Kevelaer usw., da war es noch krasser mit der Lautstärke. Davon dürften sogar "unbedarfte" Zuschauer angetan sein.
Aber der Umgang mit Waffen jeglicher Art hat in D keinen besonders guten Ruf/Stand. Als ein Nachbarverein einen neuen Schießstand in einem Nebengebäude einer Schule fand, hättet ihr mal erleben sollen, was es da für einen Aufruhr in der Öffentlichkeit gegeben hat! Komisch, die gleichen Leute gehen aber gerne zu den Schützenfesten samt Umzug durch den Ort. Und sie schauen sogar beim Vogelschiessen gerne zu. Und dennoch kommt da gar kein Massensport bei raus. Dann noch von ordentlichen Pubikumszahlen zu träumen...? Hmm.