Zu Nr. 89
Moin Max319. Das mit der "Feinwerkbaumafia" wird bei uns schon seit vielen Jahren scherzhaft gesagt, da fast alle eine FWB haben. Früher haben dich manche sogar ein wenig schräg angesehen, wenn du eine abweichende Meinung hattest. FWB und sonst gar nix, hieß es bei vielen. In den Nachbarvereinen gilt in meiner Gegend das gleiche Motto. Mit meiner Steyr bin ich nun so ein "Ketzer" und Exot. Macht aber nix. Hauptsache ich bin mit meiner pew-pew zufrieden.
Also, alles nicht so ernst nehmen!
Woher kommt das? Als ich vor 50 Jahren angefangen habe, gab es Anschütz, Feinwerkbau und Diana. Diana war schon auf dem Weg weg vom Sportschießen. Walther hatte damals schon das erste Gewehr mit vorkomprimierter Luft am Start. Allerdings gab es öfters Probleme mit den Dichtungen. Als dann Anfang/Mitte der 80er Jahre die Ära Vorkomprimiert begann war FWB als erster am Markt. Anschütz verschob die Auslieferung einige Male und Diana versuchte auch wieder Fuß zu fassen. Walther war irgendwie vom Markt verschwunden.
Bei den Pressluftgewehren hinkte Anschütz auch wieder hinterher und Walther war wieder da. Walther hat ordentlich Geld in die Hand genommen und hat sich an die Spitze gesetzt. Im KK-Bereich hat Anschütz seine dominierende Position verloren. Heute haben wir ein sehr viel breiteres Angebot. Vorne dran sind Walther und Feinwerkbau, den Rest des Marktes teilen sich Anschütz, Tesro, Steyer.
In der Schussleistung schenken die sich nichts. Die Auswahl wird bestimmt vom Geschmack - Design und welchen Anspruch habe ich. Wobei ich mal behaupte der schwierigste Part ist der die Ansprüche mit der Leistungsfähigkeit des Geldbeutels in Einklang zu bringen. Wenn man im Premiumbereich einkauft und eine Komplettausstattung kauft, dann sind da schon mal 7 - 8.000 € auf den Ladentisch zu legen.
Die Anschaffung ist langlebig, selbst mit den zwei Ersatzkartuschen hat mich mein P70 nur etwa 70 €/Jahr gekostet. Bei einem aktuellen Topgewehr wären es ca. so 200,- €/Jahr. Restliche Ausrüstung kommt dann dazu, ist halt davon abhängig, wie schnell man da herauswächst. Von der Seite aus betrachtet, muss man schon überlegen ob eine etwas höhere Anfangsinvestition auf Dauer nicht günstiger sein könnte.