Beiträge von FreddyS

    Wir haben unter unseren Schützen zwei, die sich "zum Spaß" ein günstiges LG gekauft haben um neben Pistole auch LG schießen zu können. Für das Geld darf man nicht viel erwarten. Einstellmöglichkeiten sehr marginal, der Abzug grausam. Jetzt kommt das aber: Eine Dame schießt damit immer wieder 100er Serien auf Zehntel (Freihand). Ihr reicht es vollkommen aus, um just for fun und ein paar RWK sowie Bezirks- und Landesmeisterschaft mit zu schießen.

    Wenn jedoch wirklich jemand ambitioniert LG schießen möchte, würde ich das Gewehr auf keinen Fall empfehlen. Man erreicht schnell die Grenzen und je nach Körperstatur, lässt sich das System nur so la la anpassen.

    Also ich sehe auch keine Probleme bei der Reinigung. Zeitlich gesehen brauche ich bei beiden (Pardini) gleichlang mit dem Vorteil an der GSP die Abzugseinheit komplett entfernen zu können zum Reinigen.

    Ja, es sind vorn ganze 4 Schrauben um den Lauf zu lösen wo andere Hersteller nur 1 Schraube haben. Das Plastik Tool verrichtet wunderbar seine Arbeit und mir ist bis dato nicht einmal was um die Ohren geflogen. Ich reinige die GSP500 alle 500 Schuss, stelle aber selten eine hohe Verschmutzung fest (SK Standard Plus Muni).

    Züngel Alu/ Kunststoff... Ja, aber die Spritzgussform war schon da ;) sicherlich ein Kostensenker. Die GSP500 ist halt zur Konkurrenz hin einiges günstiger. Das muss von irgendwo her kommen.

    Gestern war ich am Stand, die ersen Schuss mit der GSP500 machen. Ich bin sehr angetan. Kein vergleich zu meiner Erma ESP.
    Ich habe RWS Pistol Match SR und S&K Pistol Match verschossen, liefen beide einwandfrei. An die niedrige Visierline muss ich
    erstmal gewöhnen, das Auge landet immer zu hoch über dem Korn. Schussentwicklung, Abzugsverhaltn usw. gefallen mir ausgsprochen gut.
    Einziges Manko sind die mitgelieferten Abzugszüngel. Ich habe nach den ersten 10 Schuss gleich das breitere verbaut. Allerdings könnte der Stift länger sein. Ich würde das Züngel gern noch 3-4mm weiter vor stellen. Dafür ist es aber leider zu kurz. Mal sehen wie ich da Löse.

    Weis jemand, ob es schon Züngel von Fremdherstellern gibt?

    Bzgl. des Züngels kannst du auch vorerst mal eine feste Platte, z.B Leder, in 4mm Stärke auf das Züngel kleben. Das passt sich den Rundungen an und gibt dir zumindest mal das Gefühl, ob es damit besser läuft. Ist natürlich erstmal nur eine quick and dirty Variante. Ansonsten gibt es zur Zeit auf dem Markt keine wirklich deutlich längeren Züngel für die GSP500. Du kannst es bei Lotte mal probieren und nach einer Sonderanfertigung fragen. Auf Adapter auf dem Markt würde ich verzichten. Das macht es am Ende nur instabil. Und genau das möchtest du am Abzug nicht haben.

    Ich würde nicht davon ausgehen, daß ein Scan für einen LP-Griff ohne Weiteres zur Herstellung eines SP-Griffes genutzt werden kann. Es gibt wohl keine SP, welche die gleichen Voraussetzungen (schräger Griffwinkel, lange Handkantenauflage usw.) für die Griffanpassung bietet wie eine LP. Benötigt werden sehr wahrscheinlich jeweils die Modelle beider individuell angepaßter Griffe.

    So ist es. Soweit ich weiß bietet C3D das auch nicht an und zwar genau aus dem Grund. Eine exakte Kopie auf einen anderen Aufnahmepunkt ist sehr schwer zu realisieren und manchmal auch gar nicht möglich im Beispiel von Elektronik Modulen im Griff etc.

    Beim Deutschen Schützenbund in den News gesehen und auch auf Wettkämpfen bei einigen Kaderschützen (Florian Peter z.B) sind mir die 3D gedruckten Griffe von C3D aufgefallen. Neugierig wie ich bin (Ich teste gerne neue Produkte um mein eigenes Wissen auszubauen und als Trainer weitergeben zu können), habe ich die Jungs dort einmal kontaktiert um meinen gespachtelten und geschliffenen GSP500 Griff in schön zu erhalten.

    Nach sehr angenehmen hin- und herschreiben, einsenden meines Griffes für den 3D-Scan sowie der Vorgabe meiner Wunschfarben habe ich einen Entwurf erhalten der mir sofort zusagte. Also gab ich diesen zum Drucken frei und war gespannt, was mich einige Wochen später erwarten würde.

    Die Kunst ist, dass der Scan wirklich 1:1 wie das Original und nicht in einer der Achsen verdreht ist oder andere Maße aufweist.

    Nun kam das Paket und der Griff sah von den Strukturen her 1:1 wie sein Original aus. Ab an die Pistole, in den Anschlag, und... passt. Die Qualität des Griffes ist außerordentlich gut. Ich kann hier mit Meshpro vergleichen. C3D verwendet ein komplett anderes Druckverfahren das dem jenem in keinster Weise nachsteht. Die "Punzierung" gibt ein tolles Feedback an die Hand und ist dominant, keineswegs jedoch störend mit guter Griffigkeit. Keine Schweißhände wie z.B beim gekitteten Griff. Man hat nicht das Gefühl Kunststoff in der Hand zu halten.

    Gewicht Original Griff gekittet: 192g

    C3D Griff: 164g (Waffe wird also Kopflastiger)

    Preis für Griff inklusive 3D Scan: 229,98 EUR (einfarbig wären 199,99 EUR gewesen)

    Zum Vergleich, Griff + Scan bei den beiden Konkurrenten: 329,13 EUR bzw. 414,00 EUR


    Wer es also schön mag, hat eine neue Alternative auf dem Griffmarkt zu fairen Preisen :) Anbei noch ein paar Fotos.


    Sie mag sicherlich ein Topgerät sein aber es stört mich seit Jahren das alle paar hundert Schuss der Schlagbolzen bricht. Und Pardini kriegt das nicht in den Griff. Oder man will es auch gar nicht.

    Im Kader mag das vielleicht egal sein weil die den für Lau kriegen, aber wir als Normalos legen da mal schlappe 45 Euronen auf den Tisch.

    Bei mir im Verein haben inzwischen fünf Leute die GSP500 und es werden mehr. Pardnini nur unsere Kaderjungs und Mädels

    Da muss ich auch widersprechen. Ja, es gibt diese Thematik, egal welche Fertigungsserie... Aber ganz so drastisch ist es nicht. Mir selbst ist tatsächlich noch keiner gebrochen, habe aber auch nach 9500 Schuss einfach mal vorsorglich getauscht. Gutes Werkzeug braucht eben Pflege und Wartung. Wenn ich als Normalschütze 1x im Jahr die 45,00 EUR für den Schlabo investiere, sei's drum. Man darf auch nicht vergessen wie viele von den Pardinis draußen unterwegs sind. Da kommen Ausfälle natürlich vor und es wirkt "mehr", als es vielleicht ist. Wer die Zweifel aus dem Kopf nicht rausbekommt, kann ja im Training einen alten nutzen und im WK einen neuen nehmen und dann wieder zurücktauschen.

    Ich möchte auch gerne von meinen Erfahrungen mit der GSP500 berichten. Nach gut 3000 Schuss (April '25 bis heute, SK Standard Plus) muss ich wirklich sagen, dass die Waffe sich vor rein gar nichts verstecken muss. Über Vor- und Nachteile wurde hier auf vielen Seiten bereits berichtet. Da möchte ich gar nicht weiter kommentieren sondern einfach meine eigenen Eindrücke schildern.

    Aufgerüstet habe ich die GSP mit den 4 Einschub Gewichten samt Federn vorne sowie dem grünen Puffer. Die 4 Gewichte sind für meinen Geschmack ausreichend Kopflastig und bringen bei den schnellen Serien die gewünschte Ruhe ins System. Der grüne Puffer hat mehr Wirkung als ich es gedacht hätte. Zu beachten ist hier nur das dieser eine kürzere Lebensdauer als der Originale rote hat. Daher immer wieder mal den Schlitten nach hinten ziehen und schauen, ob der Puffer noch dämpft. Nach ca. 2000 Schuss mit dem grünen jedoch noch keinerlei nachlassen zu spüren.

    Da ich zuvor und immer noch ebenso die Pardini RF schieße, ziehe ich natürlich gerne einen Vergleich. Vom Material und der Aufmachung her wirkt die Pardini deutlich wertiger. Bei gleicher Munition ist die GSP ein kleines bisschen knackiger, kommt aber so schnell wieder zur Ruhe, dass es kaum einen Unterschied macht bei den normalen SpoPi Disziplinen.

    Demontage/ Reinigen gefällt mir bei der GSP sehr gut. Ja, es ist anders als bei der Pardini und mit mehr Schrauben und Aktionen verbunden. Jedoch ganz und gar keine Stolpersteine.

    Bei den neuen Preisen der Pardini muss ich die GSP500 ganz klar als Preis/ Leistungssieger setzen. Sollte das am Ende ausschlaggebend sein? Nein, natürlich nicht. Auffällig ist, das vielen im Verein beim direkten Vergleich Pardini/ Walther die GSP "einfacher" vor kam. Dabei war es egal ob es der Jungschütze oder alte Hase war. Ich hab denen die Waffe einfach in die Hand gedrückt.

    Es ist wie mit so vielem im Leben. Man wird es nicht allen Recht machen können aber jeder Topf findet seinen Deckel ;)

    Hier zumindest schonmal der Ausschnitt aus den ISSF Regeln:

    "Athletes may place pistol support stands or boxes on the bench or table to rest their pistols between shots. The total height of the bench or table with a support stand or box on it may not exceed 1.00 m (see Rule 6.4.)"

    In den DSB Regeln finde ich dazu keinen Passus. Also bist du in der Höhe nicht limitiert.

    Die Sauer Ablage gefällt mir echt gut, die hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.

    Was mir an dem Gitarren Hocker nicht so gefällt ist das die Kante nicht gummiert ist, so das die Kartusche dann da drüber reibt und mit der Zeit diese wahrscheinlich stark zerkratzt wird. Oder Abdrücke bekommt. Die Einstellmöglichkeit dagegen wohl besser besser ist als mit der Sauer Ablage.

    Den Kreissportleiter dazu zu befragen ist auch eine Möglichkeit, werde ich tun.

    Diesbezüglich habe ich einfach dünnes Moosgummi einmal komplett drumherum gelegt. Verkratzt absolut nichts. Andere legen ein kleines Handtuch drüber.

    Die Sauer Ablage is super, kostet aber mit verschiedenen Höheneinlagen um auf jedem Schießstand klarzukommen, das 8-fache.

    Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und das obwohl ich mit 15 Min eher im Sprint geschossen habe.

    Puh, 40 Schuss in 15min. Da machst du meiner Schützenjugend ja Konkurrenz. Die haben am Anfang auch immer "Schnellfeuer" trainiert :D

    Noch einen Tipp. Versuche zu Hause den Ablauf wie auf dem Schießstand zu erlangen. Setzt du nach dem Schuss die Pistole auf dem Tisch ab? Simuliere ein Diabolo einzusetzen, spanne die Waffe, usw. usw. Es bringt dir nichts, wenn du daheim alles in 15min erledigst und auf dem Schießstand bzw. während eines Wettkampfes dann Aufgrund eines anderen Ablaufes mal mindestens die doppelte Zeit verwendest. Ansonsten trainierst du quasi zwei verschiedene Rhythmen und musst dich je nachdem, immer umstellen.

    Um mal auf deine Fragen zurück zu kommen:

    - Der mechanische Abzug der P8X ist wirklich erste Sahne und staub trocken. Konstant über alle Temperaturen hinweg und individuell auf nahezu alle Wünsche einzustellen.

    - Die P8X ist sehr ausgeglichen und deutlich weniger Kopflastig als z.B die Steyr. Mit den Laufgewichten natürlich dementsprechend nach vorne hin anpassbar.

    Tja, warum wird sie nicht so viel International geschossen? Aus Deutschland sind es zumindest Doreen Vennekamp und Josefin Eder die mir spontan einfallen. Wie schon geschrieben wurde, sind sich viele Schützen ihrer Pistolen treu obwohl es von einigen Herstellern/ Sponsoren bereits neuere Modelle gibt wie Steyr mechanischer Abzug obwohl es die E-Version gibt, Morini 162 zu 200, bei Walther fällt mir Damir Mikec ein der sein ganz altes Eisen sehr erfolgreich schießt obwohl die LP500 da ist, die zumindest in der Bundesliga ganz weit vorne bei den Schützen zu finden ist.

    Es spricht auf jeden Fall ganz viel für die P8X, vor allem Preis/ Leistung stimmt hier.

    Ein Frage beschäftigt mich zur Zeit noch: mich blendet seit dem ersten Mal im September unheimlich die Beleuchtung der Meyton-Anlage. Ich empfinde das als wahnsinnig störend, bin aber sonst nicht sonderlich lichtempfindlich.

    Meine Lösung war bisher die Irisblende meiner Schießbrille zu schließen, was aber den Kontrast erhöht und meinen Fokus zwischen Korn und Spiegel springen lässt. Aber ein öffnen der Blende sorgt für ein verschwimmen der Kimme/Kornumrisse und macht sauberes Zielen nicht leicht bis nicht möglich. Ich habe mir jetzt mal Farb- und Tönungsfilter für die Olympusbrille bestellt.

    Aber: ich kann mich aber nicht wirklich erinnern dass ich in all den Videos aus der Bundesliga die ich gesehen habe Schützen mit Farbfiltern vor dem Glas wahrgenommen habe….

    Bin ich der Einzige dem das so geht oder mache ich etwas falsch, dass es mich so blendet?

    Bei den "großen" abschauen ist in Ordnung, aber nur danach zu beurteilen, falsch. Lass dich nicht so viel davon leiten. Jeder findet für sich selbst das passende Setup. Einige der Spitzensportler schießen mit Farbfiltern. Beliebt sind z.B Amethyst, gelb und braun. All diese Farben haben einen anderen Effekt, der aber auch individuell anders ist. Hier heißt es try and error und vor allem von Stand zu Stand das passende Setup finden. Für mich persönlich ist Amethyst im hellen LED Licht super dämpfend (hochgedrehte elektronische Stände) und gelb für draußen, wenn es etwas mehr Kontrast benötigt. Braun gerne wenn die Sonne auf die Scheibe scheint.

    Das Schulter hochziehen wird auch "russischer" Anschlag genannt. Auch viele Osteuropäische Schützen sind so Unterwegs. Großer Nachteil: Es geht unheimlich auf die Muskulatur. Viele dieser Schützen arbeiten mit Physio im Hintergrund, da wird man halt einfach wieder gerade geknetet nach dem Training/ Wettkampf. Ich vermute diesen Service hast du nicht :)

    Versuche also die Schulter in einer natürlichen Position zu lassen. Auf Dauer wird dir das dein Körper danken und du umgehst Verspannungen während oder vor allem nach dem Schießbetrieb. Alles weitere hat Hugo165 bereits gesagt.

    Hallo Hawkeyes.177,

    ich vermute dein Problem mit dem mechanischen Abzug wirst du nur mit einem reduzierten Klinkenüberschnitt beheben können, ansonsten bekommst du das Abzugsgewicht nicht weiter gesenkt. Ich empfehle Dir jedoch nicht einfach so daran rumzuspielen. Im schlimmsten Fall lösen sich Schüsse bei kleinen Erschütterungen der Waffe wenn der Überschnitt zu knapp gewählt ist. Werksseitig sind bei allen Herstellern die Überschnitte sehr konservativ gewählt.

    Ruf doch einfach mal bei Walther direkt an und schildere dein Problem. Da wird dir sicher unkompliziert geholfen und du traust dich anschließend auch "mehr" zu drehen.

    Beachte jedoch, dass du die 520g Gesamt Abzugsgewicht welche du aktuell hast nicht deutlich reduzierst. Ansonsten kann bei Temperaturschwankungen oder ähnlichen Einflüssen mal bei einem Wettkampf das Gewicht plötzlich nicht mehr halten. 20g drüber ist absolut in Ordnung und auch die Regel, eher sogar mehr.