Beiträge von Digedag

    Nicht zulässig. Von einer erlaubten Schrägstellung der Schaftkappe ist nicht die Rede, sondern lediglich: "Die Schaftkappe darf nach rechts oder links versetzt werden...". Eine Schrägstellung wäre gleichbedeutend mit: "darf nach links und rechts versetzt werden".
    Ich habe schon Schaftkappen gesehen, die so "schräg" montiert waren. Da war auf der Trägerplatte oben und unten ein Langloch in Querrichtung und dann wurde unten die maximal rechte und oben die maximal linke Möglichkeit der Fixierung gewählt. Ging aber bei der Waffenkontrolle so nicht durch. Schütze musste die Schaftkappe dann "gerade stellen".

    Das seitliche Verdrehen der einzelnen Elemente bei mehrteiligen Schaftkappen ist lt. SpO. 1.4.7 nur in eine Richtung erlaubt (also alle Elemente müssen in dieselbe Richtung zeigen). Dies kam zustande, als die ersten mehrteiligen Schaftkappen auf den Markt kamen und einige findige Schützen (aus dem "stehend frei"-Bereich) für sich entschieden haben, dass eine gegenläufige Verdrehung für sie durchaus Vorteile bringt. Da es parallel aber immer noch einteilige Schaftkappen gab (und gibt), wäre diese aus Sicht der DSB-Sportleitung ein Nachteil für deren Nutzer. Daher hat man sich damals entschieden, die Verstellung zu reglementieren. Leider (wie so oft), gibt es eine Reihe von Schützen, die sich (ob aus Unwissenheit oder Ignoranz) nicht daran halten und was noch viel schlimmer ist, die Kampfrichter bzw. Jury-Mitglieder nichts unternehmen. Wobei sich das zumindest in Dortmund dieses Jahr durchaus "gebessert" hat.

    Ich kann auch nicht nachvollziehen, wieso so viele Schützen bei der ersten Waffenkontrolle in Dortmund hinsichtlich der Einstellung ihrer Schaftkappe "durchgefallen" sind und diese korrigieren mussten. Das heißt ja im Umkehrschluss, dass sie bis hierhin nicht regelkonform unterwegs waren, also auch ihre Qualifikationsergebnisse (LM) regelwidrig geschossen haben müssen. Nur so eine Überlegung...

    Eine Schießbrille wäre eine Möglichkeit. Eine weitere wäre ein sog. Monokel (Schießglas wird am Diopter bzw. vor der Iris montiert). Dies sollte aber zwingend von einem Optiker gemacht werden, der Erfahrung damit hat. Also nicht einfach zu Apo... oder Fiel... oder wen auch immer marschieren, da die dortigen Mitarbeiter sicherlich ihr Fach verstehen, meist aber vom Schießsport keine Ahnung haben (was genau soll das Auge scharf sehen). Wenn es rein um einen Dioptrien-Ausgleich geht, wäre auch eine Iris von Gehmann (570-0 oder 575-0) eine Möglichkeit. Diese hat als einzige außer dem Dioptrien-Ausgleich keine Vergrößerung und ist somit auch in Verbindung mit einem Adlerauge zugelassen. Das verstellbare Glasringkorn würde ich durch ein festes ersetzen, da diese verstellbaren Ringkorne i.d.R. andere bzw. zusätzliche Probleme bereiten. Siehe auch: Probleme mit den Zielbild - ähnlich Spiegelung vom Ziel über dem Ringkorn - Sportwaffen - Meisterschützen

    Hier geht es ja um eine Freie Waffe.

    Bezüglich der Regel 1.5.2 vielleicht (Festlegungen für Gewehre im Wettbewerb 300 m-Standardgewehr). Das worauf sich MIZZ105 bezieht, steht in der zweiten Tabelle unter 1.5.4 - und die gilt für Luftgewehr und GK-Standardgewehr. Ist zwar der gleiche Wortlaut in umgekehrter Reihenfolge, gilt damit aber eben auch für Luftgewehr.

    Das ist wieder so eine Auslegungssache. Wenn man es wörtlich nimmt, hast du absolut recht. Gemeint ist hier aber die vormals gängige Praxis, wo die Schaftbacke nur soweit festgezogen war, dass man diese mit etwas Druck "mit bloßer Hand" verstellen konnte.

    Auch hier haben wir wieder das Problem, dass die Regeln der SpO. nicht mit dem techn. Fortschritt mithält (Schnellspanner- bzw. Verstelleinrichtungen sind schon länger am Markt). Und nur weil etwas (einfacher) geht, heißt es ja nicht automatisch, dass man es auch nutzen darf. Oder umgekehrt, dass man dann bereits die Möglichkeit verbieten muss. Wo das endet, haben wir Auflageschützen (oder zumindest ein großer Teil von uns) letztes bzw. dieses Jahr leidvoll erfahren müssen. Obwohl das Auflegen der Schaftbacke auf der Schulter bereits ganz klar durch die SpO. verboten war, hielt es der DSB für angemessen, die Regeln 1.4.6 und 1.5.1 Punkt 6 soweit "anzupassen", dass damit bereits die Möglichkeit dazu genommen wird. An Schwachsinnigkeit nicht zu überbieten.

    Nein, wieso? Man darf nur nicht dran rumstellen, sprich die Möglichkeit nutzen, die sie bietet. Wer es trotzdem macht und dabei erwischt wird, dem droht eine DQ (zu recht), sofern der Kampfrichter bzw. die Jury entsprechend reagiert.

    In der Sportordnung steht unter „Festlegungen“ Punkt H: Die Schaftbacke darf während des Wettkampfes nicht verändert werden. Der Einsatz von Werkzeug macht es für die Aufsichten leichter erkennbar.

    Prinzipiell richtig, nützt nur nichts, wenn die Aufsichten nichts unternehmen. Wir waren Anfang diesen Jahres bei einem Wettkampf, da hatte ein Schütze permanent an seiner Schaftbacke rumgestellt. Selbst als die Standaufsicht und Wettkampfleitung darauf aufmerksam gemacht wurde, haben sie nichts unternommen. Dieser Typ bzw. die Mannschaft hat dann auch noch den Wettkampf gewonnen (also mit unlauteren Mitteln). Der einzige Kommentar des Veranstalters war dann: "es hätte einfach nur irgendjemand Protest einlegen müssen...". Da fällt mir nichts mehr zu ein.

    Mein aktuelles Setup: Adlerauge 0,9 und Klarsichtkorn 13,0 - beides von KOA. Laut Angabe beträgt der Durchmesser vom Kontrastring Ø 18/20mm. In Verbindung mit meinen Gehmann 575-0 bzw. 576-0 erhalte ich ein großes und absolut scharfes Zielbild mit kreisrundem Spiegel.
    Bei Meyton-Anlagen habe ich ein minimal größeres ("gefühltes") Kontrollweiß (da setze ich schon mal ein 12,8 Klarsichtkorn ein),
    bei DISAG-Anlagen ein eher kleineres Kontrollweiß (da schiebe ich schon mal den Korntunnel 1-2 Zentimeter nach hinten, da es keine größeren Körner als 13.0 zu kaufen gibt).
    Alles in allem aber ein ziemlich brauchbares Zielbild - getreu dem Motto: "Nur was ich gut sehe, kann ich auch gut treffen".
    Am Ende hilft nur ausprobieren. Jedes Auge ist anders (auch die Tagesform- und zeit spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle).
    Wovon ich mich komplett verabschiedet habe, sind verstellbare Adleraugen und Ringkörner. Angefangen von Parallaxeverschiebungen, über eiförmige Spiegel bis hin zu unterschiedlichen Vergrößerungen - z.B. entspricht bei einem verstellbaren Adlerauge die eingestellte 0,5 nicht zwingend der Vergrößerung, die ich bei einem feststehenden AA in 0,5 erhalte.
    War ein langer und kostenintensiver "Lernprozess", der hier und da sicher auch die ein oder andere bessere Platzierung verhindert hat.

    Gestern Abend beim Training die Variante 2 noch ausprobiert.
    Ergebnis: kein (für mich) wahrnehmbarer Unterschied im Kontrast. Aber deutlich geringeres Kontrollweiß (verwende aktuell das AA 0,9 mit Klarsichtkorn 13,0 von KOA). Wie poolbaucenter schon schrieb, durch verschieben des Korntunnels lässt sich das Kontrollweiß in einem gewissen Rahmen anpassen. Macht in dem Fall aber überhaupt keinen Sinn, da ich den Korntunnel ziemlich weit nach hinten schieben müsste, was wiederum eine Verkürzung der Visierlänge bedeuten würde.

    Fazit: bleibe bei Variante 1!

    Der Effekt kommt aber auch, wenn du das Auge nicht immer gleich in der Iris zentrierst.

    Und je kleiner die Iris, um so größer ist dieser Effekt.

    Stimmt. Da wäre ein "Mirror" ziemlich hilfreich. Damit entfällt das kreisen und du siehst immer direkt, ob du mit dem Auge mittig stehst.
    Für die optimale Einstellung des Gewehrs, speziell der Schaftbacke, ist das Teil m.M.n. ohnehin unabdingbar. Man glaubt gar nicht, wie unterschiedlich die Wahrnehmung der Schützen ist. Die Wirklichkeit (korrekte Mitte des Auges vor der Iris) sind dann oft ganz anders aus.

    Im Vergleich zu seinem Seitenspanner wird das Blacktec sicher ein Sprung sein. Dennoch würde auch ich davon abraten. Zu viele Nachteile, die hier auch schon genannt wurden. Außerdem hat es m.W.n. keinen Absorber. Ich kenne einige Schützenkameraden/innen, die haben sich auch zuerst ein Blacktec zugelegt weil es sie es für eine gute Wahl hielten. Die haben inzwischen alle ein anderes Modell...
    Btw. gibt es gerade bei eGun ein gutes Angebot: Steyr Challenge E für 1800 € - einfach mal danach suchen (weiß nicht so recht, ob es hier verlinken darf). Scheint sich um ein seriöses Angebot zu handeln.

    Folglich schießt er nun sitzend freihändig bei den Stehenden mit. Bei KK-Auflage hat er aber nun festgestellt, dass er im Stehen doch besser schießt. Findet Ihr das in Ordnung?

    Das ist genau so ein Punkt, der mit obigen Ausführungen korreliert. Wir sind doch nicht bei "wünsch dir was". Entweder er "braucht" den eingetragenen Hocker auf Grund körperlicher Einschränkungen, oder eben nicht. Wenn eingetragen, muss er ihn auch benutzen.
    Siehe auch SpO. 10.2: "Ein durch den Klassifizierer genehmigter und eingetragener Hocker/Hochstuhl muss verwendet werden."
    Wie schon gesagt, da gab es bei der vergangenen DM in Garching einige DQ und es war auch eine Klassifiziererin vom DSB vor Ort.

    Ansonsten werden Leute wie du vom Neid zerfressen.

    Es ist schon immer wieder bemerkenswert, wie schnell hier Leute persönlich angegriffen werden, wenn sie mal eine konträre Meinung oder andere Sichtweisen auf bestimmte Dinge haben. Ich glaube nicht. dass poolbaucenter "vom Neid zerfressen" ist, das hat er sportlich und ergebnistechnisch gar nicht nötig. Es ging hier auch nicht vordergründig darum, körperlich beeinträchtigte Schützen zu diffamieren oder generell "ins schlechte Licht" zu rücken. Die Mehrheit der klassifizierten Schützen haben diese sicher mit Recht und sind keineswegs als "Glückspilz" zu bezeichnen. Leider gibt es aber auch da eine Reihe "schwarzer Schafe". Ich kenne persönlich auch welche. Nicht umsonst wurde die SH2/AB2-Klasse als "Schummelklasse" bezeichnet. Und nur der Umstand, dass die Möglichkeit besteht, sich Vorteile zu verschaffen, wurde "angeprangert". Da muss sich doch niemand gleich persönlich "auf den Schlips getreten" fühlen.

    Es wird halt auch überall beschissen. ^^

    Na vielleicht nicht überall, aber ein gewisser Trend ist da schon erkennbar. Daher bin ich auch kein Freund von diesen "Fernwettkämpfen".
    Das geht schon damit los, dass bei "kleineren" Pokalwettkämpfen plötzlich Leute mit Ergebnissen auftauchen, die vorher noch nicht mal in der Startliste standen und plötzlich irgendwelche Fabelergebnisse "vorgeschossen" haben wollen. Sie sind an den eigentlichen Wettkampftagen aber weder in offizieller Funktion oder sonst wie zugegen. Bei allen nachfolgenden "echten" Wettkämpfen schießen die plötzlich 10 Ringe weniger. Da kommt man schon ins Grübeln.

    Da schreiben wir hier schon mehr als 10 Jahre über Inklusion und so wichtige Begriffe und dann kommen solche Beiträge.

    Was willst du denn schon wieder? Was für Beiträge? Ich habe kein Wort dagegen gesagt. Mir ging es lediglich um den "Gegenbeweis" zu der Aussage "Sh2 Schützen dürfen nicht bei Freihandschützen mitschießen, da sie ein Hilfsmittel (=Federbock) nutzen." Das ist eben so nicht richtig.
    Lass es einfach gut sein. Im Übrigen praktizieren wir das bereits ab Vereins- bzw. Kreisebene genau so - und das auf mein Betreiben hin.