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Link vom Fernsehberichts des ORF folgt sobald online.
Trotz sehr angenehmer Außentemperaturen und Sonnenschein suchten am Sonntag, 30. Oktober rund 350 Zuschauer den Weg in die Sporthalle Münster. Der Grund war der von der Schützengilde Münster (Tirol) veranstaltete Ländervergleichskampf Österreich gegen Deutschland. Dieser Umstand an sich wäre nichts Außergewöhnliches, hätte es nicht das Superfinale Mann gegen Frau gegeben. Hier setzte sich die Deutsche Sonja Pfeilschifter gegen den Österreicher Thomas Farnik durch (Foto).
Im Ländervergleichskampf trafen die besten Luftgewehr-Schützen Österreichs und Deutschlands aufeinander. „Bei welcher anderen Veranstaltung sonst sind fünf Olympiateilnehmer am Start“, meinte Landesoberschützenmeister Friedl Anrain, der federführend an der Organisation dieses Events beteiligt war. Er spielt damit auf Stephanie Obermoser und Thomas Farnik aus Österreich sowie auf die Deutschen Beate Gauss, Sonja Pfeilschifter und Tino Mohaupt an. Diese fünf Athleten konnten dem Österreichischen bzw. Deutschen Schützenbund nämlich bereits Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2012 in London sichern. Im Ländervergleichskampf siegte das deutsche Team mit 4340: 4310. Eine absolute Top-Leistung gelang Beate Gauss aus Deutschland. Sie traf 40 Mal den Zehner und erreichte die maximale Ringzahl von 400. Mit 399 Ringen war ihre Mannschaftskollegin Sonja Pfeilschifter ebenfalls sehr gut unterwegs. Bei den Österreichern waren Nadine Ungerank (397 Ringe) und Thomas Farnik (394 Ringe) die Besten.
Doch das österreichische Team setzte nach: Nadine Ungerank triumphfierte im Finale der Junioren gegen den Deutschen Andreas Geuther. Dieses wurde ebenso im K.O.-Modus ausgetragen wie die Finale bei den Frauen und bei den Männern. Im Finale der Frauen trafen die erst 19-jährige Tirolerin Lisa Ungerank und die erfahrene deutsche Sportschützin Sonja Pfeilschifter aufeinander, die dieses mit 6:5 für sich entscheiden konnte. Ungerank war mit einem klaren 6:1 gegen Viktoria Hafner (Österreich) und einem 6:4 gegen die Deutsche Beate Gauss ins Finale gekommen. Pfeilschifter schaffte es hierher durch Siege über Maren Prediger (6:4) und Isabella Straub (6:2).
Ähnlich spannend war der Verlauf bei den Männern. Im Finale traf der routinierte Wiener Thomas Farnik auf den aufstrebenden Thomas Mathis aus Vorarlberg und gewann dieses mit 6:4. Im Viertelfinale gegen den Deutschen Frank Köstel hatte es für Farnik längere Zeit noch so ausgesehen, als ob er ausscheiden könnte. Gegen Ende des Duells steigerte er sich aber sehr und trug mit 6:5 knapp den Sieg davon. Im Halbfinale setzte er sich dann relativ locker mit 6:3 gegen Julian Justus durch. Mathis war mit einem 6:5 gegen den Deutschen Tino Mohaupt und einem 6:2 gegen Stefan Reichhuber (Deutschland) ins Finale gekommen.
Im Laufe der Veranstaltung schien es so, als würde sich die Anspannung bei den Athleten in ähnlicher Weise steigern wie die Stimmung bei den Besuchern. Beim Superfinale Mann gegen Frau war sie kaum noch zu überbieten. Dabei traf Thomas Farnik (Sieger bei den Männern) auf Sonja Pfeilschifter (Siegerin bei den Damen). Sie lieferten sich einen großen Schlagabtausch, aus dem die Deutsche mit 6:4 als Siegerin hervorging. Auffallend: In den letzten drei Serien hatten Beide haargenau die gleiche Ringzahl erzielt. Pfeilschifter durfte sich als Siegerin im Duell der Geschlechter über ein Sportgewehr der Firma Steyr freuen.