Ich habe eine Ersatzfeder für eine Browning-Pistole nach langem Suchen über Waffen-Braun bekommen.
Beiträge von Hans48
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Bei der Kreuzdominanz liegt das Problem im Bereich des Handgelenks. Der Schütze muß bei einem normalen Griff (0 Grad) das Handgelenk verdrehen, um eine Linie Zwischen dem zielenden Auge, der Visierung und der Zielscheibe herzustellen. DIe dabei entstehende Spannung ist für das präzise Schießen kontraproduktiv. Der Griff mit der 7 Grad-Drehung bietet in dieser Hinsicht eine Lösung, denn die bei modernen mögliche Drehung der Griffstellung reicht bei weitem nicht aus. Es kann aber trotzdem sein, daß auch ein solcher Griff im hinteren Bereich der Handballenauflage noch etwas nachgearbeitet werden muß, um ein im Handgelenk verspannungsfreie Zielen zu ermöglichen.
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Pistolenschützen schießen üblicherweise in einer aufrechten und in Richtung Ziel ausgerichteten Kopfhaltung. Für sie stellt eine zweiglasige Brille eine Alternative zu einer einglasigen Schießbrille. (z.B. Yusuf Dikec) Die einglasige Schießbrille bietet aber den Vorteil, daß sich an dem Gestell leicher das dazu passendes Zubehör - wie z.B. Blenden (u.a. Irisblende) - anbringen läßt.
Die Kopfhaltung der Gewehrschützen ist wesentlich komplexer. Bei ihnen kommt es darauf an, daß die Stellung des Glases der individuellen Körper - und Kopfhaltung angepaßte werden kann. EIne zweiglasige Schießbrille mit einem höhenverstllbaren Nasensteg bietet hier zu wenig Spielraum.
Eine Irisblende wird von hinten auf den Glashalter aufgesetzt, um störende Reflexe des Glases zu vermeiden. Die Irisblende soll die Teifenschärfe des Zielbildes erhöhen. Bevor sie dazu eingesetzt wird, sollte die richtige Korrektur des zielenden Auges durch das Schießbrillenglas überprüft werden. Das Schießbrillenglas gleicht eine vorliegende Hornhautverkrümmung durch einen entsprechenden Schliff (Zylinder) aus.
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Eine Computerbrille ist auf jeden Fall besser als eine Lesebrille zum Pistolenschießen geeignet, insbesondere wenn sie auf eine Entfernung von 80 - 100 cm (Brillenglas mit einer Addition 1,0 - 1,25 dpt) abgestiimt ist.
Mit Brillen aus dem Drogeriemarkt kommt der Pistolenschütze nicht zurecht, da bei diesen Brillen der Ausgleich einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) nicht berücksichtigt wird. Bei Schießbrillen sollte die Horhautverkrümmung (Brillenglas: Zylinder, Achse) sehr genau ausgeglichen werden. Die Hornhautverkrümmung bewirkt, daß die Umrisse der Visierung (Kimme, Korn) nicht durchweg scharf gesehen werden und das schwarze der Schießscheibe nicht kreisrund, sondern oval erscheint..
Zur Anfertigung des Schießbrillenglases führt kein Weg am Optiker vorbei. Ein Optiker, der mit den Anforderungen des Schießsports vertraut ist, ist die erste Wahl. Es kann aber auch ein Optikermeister sein, der sich vom Schützen die Anforderungen an das Schießbrillenglas erläutern läßtt.
Das Brillengestell für eine Schießbrille kann man neu oder gebraucht kaufen. Als Pistolenschütze braucht man nicht unbedingt ein Schießbrillengestell von Knobloch oder Champion. Nicht nur Schnellfeuerschützen, sondern auch etliche LP-Schützen benutzen eine zweiglasige Brille beim Schießen.
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Warum sieht man die P8X so gut wie nicht in EM und WM bzw. OS?
Ein Grund dafür könnte sein, daß die FWB PX8 - im Gegenatz zur Steyr LP10 evo, Morini LP 200 und Walther LP500 - nicht mit einem elektronischen Abzugssystem angeboten wird. Etliche der Profischützen benutzen LP mit einem elektronischen Abzugssystem, wie es in den Aufzeichnungen der Finals internationaler Wettbewerbe zu sehen ist.
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Eine Lesebrille dient dazu Schriftstücke in einer Entfernung von in der Regel etwa 40 cm scharf zu sehen und damit ermüdungsfrei zu lesen. Zum Einsatz beim Pistolen- oder Gewehrschießen ist sie nicht geeignet.
Der Pistolenschütze will insbesondere das Korn und die Kimme der Pistole scharf sehen. Die Schießscheibe darf durchaus verschwommen im Zielbild wahrgenommen werden. Das Korn ist etwa 1 m von dem zielenden Auge entfernt. Für das Pistolenschießen wird demnach eine Brille mit einem anderen Focus (z.B. Brillenglas Addition 1,0 dpt) als die Lesebrille (z.B. 2,5 dpt) benötigt.
Der Gewehrschütze will ebenfalls das Korn scharf sehen. Die Schießscheibe soll aber aber nicht völlig verschwommen im Zielbild erscheinen. Dazu braucht er ein auf die speziellen Verhältnisse angepaßtes Schießbrillenglas (z.B. Addition 0,5 dpt).
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Vor den olympischen Spielen Im Jahre 2012 hat Visier 6 Luftpistolen getestet. ImTest haben die Feinwerkbau P44, die Steyr LP10 und die Walther LP400 am besten abgeschnitten. Das bedeutet doch, daß zumindest schon damals die LP von FWB zu Spitzenleistungen zu gebrauchen war. Die FWB P8x taucht schon relativ häufig in den Finals intenationanler Wettkämpfe auf, auch wenn die Steyr LP10 und die Morini LP weiterin allgegenwärtig zu sein scheinen.
Als Amateur würde ich mich nicht unbedingt an dem Arbeitsgerät der Profis bei der Auswahl meines Sportgerätes orientieren. Zunächst sollte die LP dem Schützen liegen und gefallen. Dann sollte der Service und die Ersatzteilversorgung des Herstellers gut und preiswürdig sein. Spätesten bei dem Ersatz der Kartuschen nach 10 Jahren könnte eine Ernüchterung eintreten.

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Ich schraube die Kartusche der LP bei regelmäßigen Gebrauch nur zum Befüllen ab. Wenn ich die LP voraussichtlich eine längere Zeit - d.h länger als zwei Wochen - nicht gebrauchen werde, schraube ich die Kartusche ebenfalls ab. Dieses Verfahren wurde ich einer früheren Gebrauchsanleitung (Hämmerli AP 40) empfohlen. (In der letzten Gebrauchsanleitung ist dieser Passus gelöscht. In der Gebrauchsanleitung der Walther LP500 wird dieser Punkt nicht angesprochen. Es wird nur festgestellt, daß die Kartusche jederzeit ab- und aufgeschraubt werden kann.)
Ein Grund für diese Empfehlung ist - wie bereits oben von Königstiger erwähnt - die Schonung der Gewinde. Ein anderer ist die Schonung der Dichtungen.
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Die Treffer im Bild 1 in Richtung (rechts, oben, 2 Uhr) können darauf hindeuten, daß die Haltekraft der Hand beim Schuß nachläßt, der Druck der hinteren Handfläche (Handbalen) beim Abziehen steigt oder eine Reaktion des Schützen in Erwartung des Schusses erfolgt.
Die Treffer im Bild 2 unterhalb des Scheibenzentrums können darauf hindeuten, daß die Konzentration des Schützen bei der Ausführung des Schusses nachläßt, ein Nachhalten der Pistole ausbleibt, die Haltekraft der Hand in Erwartung des Schusses nachläßt oder ein Zielfehler (Feinkorn) vorliegt.
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Vielleicht hilft eine gründliche Reinigung der Büchse bei der Lösung des Problems. Die Verbrennungsrückstände samt dem abgestreiften Schmierfett der Geschosse verfangen sich sehr leicht in dem Verschlußbereich.
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Ich habe einen SP-Griff mittels zurechtgeschnittener und aufgeklebter Lederflecken angepaßt. Damit habe ich die etwas zu tief liegende Daummenauflage angehoben. Die Lederflecken sowie die Spuren des Klebers ließen sich später beseitigen.
Später habe ich einen LP-Griff im Bereich der Daumenauflage und des Handballenbereichs auf die gleiche Art angepaßt. Es war aber auch in diesem Fall nur ein Provisorium.
Im Bereich der Handkantenauflage müßte es noch ewas einfacher gehen.
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Das Leitbilld des DSB bietet als Ausgangsbasis eine gute Orientierung zur Gestaltung des Ablaufs.
Letztendlich sollte der Trainer und der Schütze den individuellen Ablauf den konditionellen Voraussetzungen des Schützen anpassen. Bei einem Leistungssportler ist von anderen Voraussetzungen auszugehen als bei einem Amateur. Dabei spielt das Alter und die sonstige sportliche Betätigung des Schützen eine Rolle. Insbesondere beim Atmen sollte den körperlichen Voraussetzungen Rechnung getragen werden. Es kann u.U. sinnvoll sein, in der Startphase wie auch in den anderen Rotphasen ein- oder zweimal Ein- und Auszuatmen. Der Schütze sollte immer das Gefühl haben, daß er genügend Luft hat. Eine Sauerstoffnot wäre kontraproduktiv.
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Ein schönes Bild, sozusagen ein Stillleben aus dem Bereich des Schießsports!
Solche Schießschuhe (außen und innen Leder, Lederbrandsohle, genäht und nicht geklebt) würden heute aus einer Manufakturproduktion zwischen 500 - 1.000 Euro kosten. Ein Maßschuhmacher würde über 2.000 Euro verlangen.
Die modernen Schießschuhe sind nicht schlecht, wenn die meisten nur nicht so fürchterlich nach Chemie stinken würden.
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Zum Bewegungsablauf beim Duellschießen:
Das zielende Auge ist in Richtung des Zielfläche gerichtet und erwartet dort die Visierung. Der Arm wird schnell gehoben und bei der Annäherung an den Zielfläche abgebremst. (vgl.: Anatolij Poddubnyj, https://www.shooting-ua.com/arhiv_sorevnovaniy/methods_26.htm ) Diese Methode ist bei den ISSF-Finals bei den meisten Schützen (25m-Pistole, Sportpistole Frauen, Schnellfeuerpistole Männer) zu beobachten.
Zur Atmung beim Duellschießen:
In den Rotphasen zweimal tief Ein- und Ausatmen, bei Grün im Einklang mit dem Heben des Arms leicht einatmen und erst beim Erreichen des Zielraums das Atmen einstellen. Das Einatmen beim Heben des Arms unterstützt den natürlichen Bewegungsablauf. Einfach die drei Methoden versuchen: 1) Arm heben und ausatmen, 2) Atem anhalten und Arm heben und 3) Arm heben und dabei bis zum erreichen der Zielfläche leicht einatmen. Die letzte Methode ist diejenige, die m.E. den natürlichen Ablauf unterstützt und die wenigsten Spannungen erzeugt.
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Danke für die Korrektur!
Übrigens: Die Zahl "35" in der Modellbezeichnung der TOZ -35 steht für ein Projekt, nicht für ein Jahr. Die Konstruktion der Pistole durch Efim Chaidurov von ihm selbst auf das Jahr 1962 zurrückgeführt.
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TOZ steht für die Tusla-Waffen-Fabrik, natürlich in russischen - d.h. in kyrilischen - Buchstaben. Tusla ist der Ort, an dem sich die Fabrik befand. Die Waffenfabrik in Tusla wurde 1712 gegründet.
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Hier ist eine Quelle für die Benutzeranleitung::
https://archive.org/details/gunmanual_Vostok_Toz_35/mode/2up
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Abgesehen von einem möglichen orthopädischen Befund - sind Sneaker zum Gehen oder Laufen ausgelegt. Dabei spielt das Abrollen des Fusses eine wichtige Rolle.
Die meisten Schießschuhe dagegen sind im Hinblick auf bestimmte schießsportliche Betätigungen konstruiert. In den Pistolen- und Gewehrdisziplinen geht es darum eine stabile Unterstützung des Körpers über eine Wettkampf- bzw- Trainingsdistanz herzustellen. Deshalb sind die Sohlen der Schießschuhe flach und rutschfest. Die Form des Schießschuhes entspricht der natürlichen Form des Fusses. Der Schuh darf nicht drücken; er darf aber auch nicht zu locker sitzen, sondern er muß den Fuß von allen Seiten stützen. Es gibt keinen Schuhabsatz im üblichen Sinn. Gleichwohl wird die Fußferse um 2-4 cm höher gebettet als der Fußballen. Das Fußgewölbe wird durch Ausformung des Schuhbodens gestützt. Die Innere Polsterung darf nicht zu dick und zu weich sein. Der Schuh soll das Gleichgewichtsempfinden des Schützen nicht blockieren. Beim statischen Schießen kommt es schließlich wesentlich auch auf Balance und Gleichgewicht an.
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Es wird wohl so sein, daß der Kompensator Light (Aluminium, 50 g, 131 Euro als Ersatzteil) dem Serienstand entspricht. Der Kompensator Heavy (Edelstahl, 110 g, 259 Euro als Ersatzteil) ist neu im Ersatzteilangebot.
Der Kompensator Heavy ist sicher ein interessantes Tuningangebot. Aber der Preis ist relativ zu hoch. Der gleiche Zweck läßt sich mit einem geringeren Aufwand (Laufgewichte) erreichen.
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Es gibt ein Video von einem Webinar zum Auflageschießen mit Fred Keller:
https://www.youtube.com/watch?v=6YLNXc-uyDg
Es ist auch über die Homepage des DSB erreichbar.
Für mich ist es sehr lehrreich gewesen.