Beiträge von Hans48

    Die Alltagsbrille - ich nehme an, es ist eine Gleitsichtbrille - ist für den Schießsport ungeeignet.

    Für den Schießsport gibt es speziell Schießbrillen. Einer der Pioniere bei der Entwicklung von Schießbrillen war die Firma Knobloch. Es gibt abe noch andere Markenhersteller, z.B. Champion. Die Entscheidung für einen Hersteller sollte wohlüberlegt sein, denn mit dem Brillengestell legt man das damit verwendabere Zubehör fest. (Blenden, Justierhilfen, Irisblende u.s.w.) Als Einstieg eignet sich die Homepage von Knobloch:

    https://knobloch-schiessbrillen.de/Knobloch-Schiessbrillen-Karlsruhe

    Die Schießbriillen unterscheiden sich nach der Bestimmung: Pistolenschießen, Gewehrschießen, Flintenschießen.

    Die Schießbrillengläser müssen vom Optiker auf den Verwendungszweck abgestimmt werden. Es sind regelmäßig Einstärkengläser. Ausgangspunkt sind immer die Werte für die Ferne (Sphäre, Zylinder, Achse). Die Pistolenschützen benötigten ein Schießbrillenzuschlag, der 1,0 dpt, 1,25 dpt oder 0,75 dpt beträgt. Der Schießbrillenzuschlag wird zum ermittelten Wert der Sphäre addiert. Die Werte für Zylinder und Achse bleiben davon unberührt. Welcher Zuschlag am besten paßt, muß der Optiker mit dem Schützen ausprobieren. Der Pistolenschütze möchte am liebsten die Kimme , das Korn und die Scheibe scharf sehen. Das geht aber nicht. Am wichtigsten ist dabei die Visierung, insbesondere das Korn der Pistole. Es ist im Anschlag bei ausgestreckter Hande mit der Pistole etwa 1,0 Meter vom zielenden Auge des Schützen entfernt. Beim Pistolenschießen ist es nicht wichtig, die Scheibe genauso scharf wie die Visierung zu sehen. Wenn der Schütze die Kimme schärfer sehen möchte, wird ein Zuschlag von 1,25 dpt genommen. Wenn er die Scheibe etwas schärfer sehen möchte, beträgt der Zuschlag 0,75.

    Beim Gewehrschießen liegen die Dinge etwas anders. De Gewehrschütze möchte das Korn und die Scheibe scharf sehen. Bei den Gewehrschützen ist der Schießbrillenzuschlag (ADD) deutlich geringer. Ausgangspunkt ist ein Zuschlag von 0,5 dpt.

    Ich bin Pistolenschütze und habe eine Schießbrille von Knobloch, das Modell K1 P. Die Schießbrille habe ich per Versand gekauft. Das Schießbrillenglas habe ich mir beim Optiker ausmessen und anfertigen lassen. Beim ersten Mal habe ich die LP zum Optiker mitgenommen. Die Optikerin hat mir im Flur verschiedene Gläse vorgehalten, von denen das passende ausgewählt wurde. Beim letzten Mal - Neuverglasung einer Lesebrille und der Schießbrille - habe ich der Optikerin nur erklärt, daß ich das Korn der Pistole beim Schießen scharf sehen mächte. Sie hat zunächst die Entfernung des Korns vom Auge gemessen. Ich hatte einen Gegenstand in der Hand gehalten und ging damit in Anschlag. Er hatte die Länge einer Pistole. Dann hat sie mir verschiedene Meßbilder vorgehalten und ich muße entscheiden, mit welchem ich an m besten die Meßbilder sehe. Der Lesebrillenzuschlag beträgt 2,5 dpt, Schießbrillenzuschlag 1,0 dpt. Ein einfaches Glas (Brechungsindex 1,5) kostet etwa 35 Euro, ein besseres (Brechungsindex 1,6) etwa 65 Euro.

    Die Schießrille von Knobloch verwende ich zum LP-Schießen. Beim Sportpistolenschießen setze ich lieber eine zweiglasige Brille (ähnlich dem Modell K5 von Knobloch) mit dazu passenden Brillengläsern (Einstärkengläser mit dem Schießbrillenzuschlag) auf.

    Da neue Schießbrilengestelle recht teuer sin, würde ich nach eine gebrauchten Schießbrille suchen und diese dann vom Optiker neu verglasen lassen.

    Wilhelm, danke für die Richtigstellung!

    Beim Aufbruch zum Training war ich in Gedanken schon woanders. Ich habe das Ergebnis zwar realisiert, war aber beim Schreiben unkonzentriert. Die Aufzeichnung wollte ich mir für später aufsparen.

    Auch Veronila Major schießt mit beiden offenen Augen, ohne eine Blende für das nichtzielende Auge. Außerdem ist ihr Anschlag offen. Das läßt sich heute überprüfen.

    Yusuf Dikec ist 51 Jahre alt. Er hat an der Sportakademie studiert. Von Beruf ist er Soldat. Er hat sportlich viele große Erfolge erzielt: bei Weltmeisterschaften (4 Medaillen), Europameisterschaften (11 Medaillen) und ISSF-World Cups (8 Medaillen). Seine größten Erfolge hat er mit der LP und der FP errungen. Immerhin steht er im World Ranking LP an achter Stelle. Er wurde 2014 in Granada mit der Standardpistole Weltmeister (581 Ringe) und mit der Zentralfeuerpistole Weltmeister (588 Ringe). Alle Achtung, was für ein Sportler!

    Sein Stil als Pistolenschütze würde ich als klassisch bzw. old school (leicht offener Anschlag, beide Augen offen) bezeichnen.

    Die Schießbrille wird am Kopf über den Nasenbügel und die Ohrbügel gehalten. Die Konstruktion dieser Brille läßt es zu, den Nasenbügel seitlich und in der Höhe zu verstellen. Ansonsten lassen sich die Ohrbügel etwas formen. Optiker erwärmen dazu das Material (Kunsstoff, Metall) leicht.

    Ich habe mir gerade die oben genannte Schießbrille (MEC Ultra Light) angesehen. Die Konstruktion scheint mir - im Vergleich zur Knobloch K1 mit dem Doppelsteg - in sich sehr instabil zu sein. Die Wackelimpulse müssen aber vom Schützen kommen. An der Nase und an den Ohren läßt sich der Puls nicht fühlen. Dazu muß man schon tiefer ansetzen.

    Im Übrigen sind die meisten Optiker mit Schießbrillen nicht vertraut.

    Wenn der Pulsschlag sich auf die Schießbrille überträgt, würde ich fragen, wie der Anschlag des betreffenden Pistolenschützen aussieht: offen oder steil.

    Bei einem steilen Anschlag wird der Kopf und damit der Hals stark in Richtung der Scheibe gedreht, so daß die Halsarterie mehr oder weniger gequetscht wird. So kommt Bewegung in das System. Bei einem offenen Anschlag ist m.E. diese Gefahr geringer. Dabei spielt sicher auch die körperliche Kondition und das Alter des Schützen eine Rolle. Als älterer Pistolenschütze würde ich nicht versuchen, den steilen Anschlag der meisten Spitzenschützen zu immtieren. Ein offener Anschlag - z.B. Fußstellung in einem Winkel von etwa 45 Grad in Scheibenrichtung - wäre unter diesen Umständen günstiger. Ein ungehemmter Blutfluß und damit eine gute Sauerstoffversorgung des Kopfes wirkt sich positiv nicht nur auf das Sehvermögen, sondern auch auf die Konzentration des Schützen aus.

    Das Finale gab es in der Standardpistole Mixed Team der European Championship, nicht im Einzel.

    Auf den Seiten des ESC sind etliche früher vorhandene Videos nicht mehr aufgeführt. Für das genannte Finale gibt es zwar im Archiv für Bologna 2019 immer noch eine entsprechende Überschrift. Beim Anklicken erscheint aber nur eine Fehlermeldung. Für eine genauere Recherche müßte man die Ergebnislisten der letzten EM reinschauen.

    Interessant fand ich, daß die Frauen bei der Standardpistole Mixes Team eine recht gute Vorstellung geben, während sie in der Schnellfeuerpistole Mixed Team zumeist ziemlich schlecht abchneiden. Das liegt wohl daran, daß die Frauen auch im Einzel Standardpistole antreten und daß die Ringwertung bei der Standardpistole gnädiger als die Punktewertung bei der Schnellfeuerpistole ist.

    Bei den Europameisterschaften gibt es ein Finale in der Standardpistole. Es werden die 20 - und die 10 - Sekunden Serien geschossen und eine Zehntelwertung angewandt. Wen es interessiert, der kann es unter https://esc-shooting.org/video nachschauen. Auch Christian Reitz und andere. prominente Pistolenschützen sind in einem Finale zu sehen.

    Beide Vorschläge sind m.. besser als die jetzige OSP-Veranstaltung.

    Bei der Standardpistole sollten im Finale Serien in 150, 20 und 10 Sekunden geschossen werden. Die Punktezählung sollte aufgegeben werden, zugunsten einer Zehntelwertung - analog zu den LP- und LG-Disziplinen. Es gäbe nur selten Shootouts und der Zeitrahmen wäre besser planbar.

    Ja, das mit dem Transport von Gewehren ist nicht einfach zu lösen.

    Zweimal in der Woche Schießtraining ist aber gar nicht so wenig. Es gibt etliche Vereine, die nur einmal in der Woche ein Trainingabend veranstalten.

    Ein weiteres Hobby, das mit dem man das Gleichgewicht und die Feinmotorik trainiert, wäre - angesichts der Situation - als Ergänzung nicht schlecht. Bei mir war es das Geigen- und das Mandolinenspiel. Sherlock Holmes soll auch neben dem Schießen mit dem Revolver zur Geige gegriffen haben. Es kann aber auch umgekehrt gewesen sein.

    Im Finale der 10m LP Männer waren:

    1. Platz Xie Yu mit Steyr, 2. Maldini mit Morini, 3. Monna mit Pardini, 4. Lee mit Morini, 5. Reitz mit Pardini, 6. Walter mit Morini, 7. Mikec mit Walther LP300XT und 8. Enkhtaiven mit Morini.

    In der Qualifikation hatte Damir Mikec den 1. Platz eingenommen.

    Im Finale der 10m LP Frauen waren:

    1. Oh Y.J. mit Morini, 2. KIm Yeji mit Morini, 3. M. Bhaher mit Morini, 4. Trinh mit Morini, 5. Li Xue mit Steyr, 6. Ranxin Jiang mit Steyr, 7. Tarhan mit Steyr und V. Major mit Steyr.

    In der Qualifikation hatte Veronika Major den 1. Platz eingenomem.

    Ich habe Einiges an Literatur zum Pistolenschießen gesammelt. Der Einstieg erfolgte mit dem Büchlein "Sportliches Schießen mit Faustfeuerwaffen" von Lew Weinstein. Das zweite Büchlein war "Die Psyche des schützen" von M.Umarow. Beide Autoren waren international erfolgreiche Pistolenschützen und Pioniere in der einschlägigen Fachliteratur. Seitdem sind viele neue Arbeiten erschienen. Die Lektüre der Fachliteratur vermittelt Wissen über die Grundlagen der Technik des Schießens. Je mehr man über den Sport liest, desto besser lernt man ihn kennen und sich über ihn zu verständigen. Das kann ein Trainer anfangs nicht viel besser machen.

    Ein Trainer kann aber Antworten auf spezielle Fragen des Schützen geben und Rat im konkreten Fall erteilen, was ein Buch oder ein Aufsatz nicht kann. Wenn eine Trainer im Verein zur Verfügung steht, ist es am Anfang sicherlich hilfreich. Ein Lehrgang beim DSB wäre ein guter nächster Schritt. Aber einen individuellen Trainer beim Einstieg in den Sport zu engagieren, halte ich für übertrieben. Es sei denn, man will sehr schnell an die Spitze kommen.

    Ich würde für die Stärkung der Kondition regelmäßiges Laufen und Schwimmen empfehlen.

    Für das Schießtraining würde ich das Trockentraining zuhause empfehlen. Bewegungsablauf, Atmung, Anschlag, ruhiges Halten, sauberes Abziehen, Nachhalten kann - am besten durch tägliche Trainingseinheiten - geübt werden. Einfach eine Scheibe oder ein Schußpflaster an der Wand befestigen, mit dem Gewehr in Anschlag und trocken - d.h. ohne einen scharfen Schuß abzugeben - abdrücken. Sinnvoll ist es, sich vorher Gedanken zu machen, was man jeweils trainieren will.

    Die Olympischen Spiele können sicherlich kritisch betrachtet werden. Auch die olympischen schießsportlichen Disziplinen und deren Darbietung in den Medien sind kritikwürdig. Einen Gesichtspunkt darf man bei aller Kritik nicht vernachlässigen: durch die olympischen Disziplinen gewinnt der Schießsport an Ansehen und Akzeptanz. Es gibt politische Gruppen in vielen Ländern der Welt, die den privaten Besitz von Waffen weiter einschränken möchten. Die internationale Verbreitung und Anerkennung des Schießsports ist ein Gegenargument für derartigen Bestrebungen. Dabei nehmen die großen Verbände - IOC, ISSF und DSB in Deutschland - traditionell eine wichtige Funktion wahr. Dem IPSC und den kleineren nationalen Verbänden würde ich in der politischen Diskussion nicht die gleiche Bedeutung beimessen.

    Der ESC = European Shooting Confederation hat auf seinen Seiten u.a. die Videos der vergangenen Wettkämpfe.

    https://esc-shooting.org/video

    Die ISSF hat die Links zu YT inzwischen nicht mehr durchgängig auf seinen Seiten eingestellt. Der Interessierte muß sich bei der Suche selbst behelfen.

    Leider sind die Kameraleute und die Regisseure durchweg unorganisiert. Es wird beispielsweise das Makeup bzw. die Pickel im Gesicht in Großbild oder die Hand am Pistolengriff mit den lackeierten Fingernägeln dargestellt. Die Stellung des Schützen im Anschlag und der Bewegungsablauf interessiert nicht. Nervig ist der häufige und unmotivierte Bildsprung beim Schnellfeuerschießen. Auf die Idee, jemanden zu holen, der ihnen erklärt, wie ein Wettkampf am besten mit der Kamera eingefangen werden sollte, kommen sie nicht.

    Die Übertragungen der Schießwettbewerbe aus Paris 2024 waren ein Tiefpunkt des Sportfernsehens.

    Bei den ESC-Europameisterschaften wurden den Kommentatoren der Finals Experten - Trainer oder Spitzenschützen - zur Seite gestellt. Insbesondere die Kommentare der einbezogenen Trainer waren meistens sehr interessant. Die Trainer können die technischen Besonderheiten der enzelnen Schützen und die psychische Belastung im Wettkampf sehr gut einschätzen. Das ist eine Bereicherung für die Zuschauer. Die Kommentare der Spitzensportler waren dagegen nicht immer eine Bereicherung. Das lag aber vorwiegend an deren geringen englichsen Sprachkenntnissen.

    Bei den ISSF-World Cups werden seit geraumer Zeit immer dieselben Kommentatoren eingesetzt. Sie haben zwar selbst keine Erfahrung im Schießsport. Mit der Zeit haben sie aber die Regularien der Wettkämpfe kennengelernt. Sie wiederholen dauernd einzelne Bestimmungen der Sportordnung, was auf die Dauer auch nicht wirklich eine Bereicherung darstellt.

    Eine gründliche Reinigung der Pistole sollte selbstverständlich regelmäßig erfolgen. Für das Ölen des Schlagbolzens und des Ausziehers verwende ich Nähmaschinenöl.

    Meine Vermutung ging in die Richtung, daß der Rastenübergriff zwischen dem Hahn und dem Abzugsstollen zu gering ist. Dadurch wiürde der Hahn nach einem Schuß nicht zuverlässig durch den Abzugsstollen gehalten werden und stattdessen hinter dem zurücklaufenden Verschluß nach vorne schnellen.

    In der Bedienungsanleitung werden die entsprechenden Schrauben mit Nummern bezeichnet. Sie sind aber in der darin enthaltenen Zeichnung aber nicht leicht zu identifizieren. Der Blick in die Ersatzteilliste schafft hier Klarheit.

    Falls die Schrauben in der Abzugsgruppe sich zu leicht drehen lassen, würde ich sie mit einer Schraubenfixierung (Loctite, Liqui Moly, mittefest) versehen, damit sie sich nicht von selbst verstellen.

    Die Ursache dsr gelegentlichen Doppels muß nicht der Verschleiß sein. Es kann auch einfach eine Verstellung der Schrauben in der Abzugsgruppe als Folge der vielfachen Erschütterungen beim Schießen sein. Ich würde als Erstes die EInstellungen in der Abzugsgruppe überprüfen. Wie die Grundeinstellung vorzunehmen ist, wird in der Bedienungsanleitung auf Seiten 4-6 erläutert.

    Wenn das nicht hilft, muß man weitersehen und die eventuell vorliegende Schwachstelle suchen.