Ich vermute aber, dass sich die Zahl der "Kaderschützen" im BDMP ebenfalls im unteren einstelligen % Bereich bewegen wird.
Wenn aber der DSB bei 1,35Millionen Mitglieder auf gerade mal 150 Kaderschützen zurückgreifen kann, ist in meinen Augen ein Konzentrieren auf genau diesen Bereich nicht mehr gerechtfertigt. Natürlich braucht es weiterhin auch hier den Nachwuchs in den Leistungszentren, keine Frage, aber diese Schützen sind es nicht, die Mitgliederzuwachs bringen, das macht die Basis in den Vereinen. Die gilt es deutlich mehr zu fördern.
Nur haben wir, wie Carcano es schrieb, das Problem, dass der DSB am Tropf des Innenministeriums hängt. Das ist bei den anderen Verbänden, außer evtl. beim VdRBW nicht so, da die anderen Verbände eben nicht olympisch sind.
Im BDMP sind die Kaderschützen, bzw, die Schützen, die im Auftrag des BDMP z.B. nach Südafrika zu den WMs fliegen oder in die USA, meist eine eher eingeschworene Gemeinschaft und, weitestgehend in ihren Disziplinbereichen, die gleichen Schützen.
Disziplinen im Kurzwaffenbereich wie PPC1500, PP1 bis 4, NPA, Bianchi oder im Langwaffenbereich F-Class, also Longrange Schießen, sind da das Portfolio. Sehr viel mehr wird es da nicht geben.
da ich nicht im BDS bin, kann ich da nicht viel zu sagen.
Aber wie gesagt, da die anderen Verbände eben nicht am Tropf des Innenministeriums hängen, sehe ich nicht so den Druck in diesem Bereich tatsächlich nennenswert zu investieren, also sich weiter zu entwickeln.
Richtig, außer der DSU vermutlich, kommen die anderen Verbände nicht an die Ausbildungsvielfalt heran. Außer die Ausbildungen zum Schießleiter, Range Officer in unterschiedlichen Disziplinen oder der JuBali gibt es nicht wirklich viel Ausbildungsangebote. Warum auch, es gibt ja keine Not wie beim DSB.
Natürlich werden, meist auf den Verbandseigenen Schießanlagen, Verbandstrainings durch die Landesreferenten abgehalten, um Einsteigern und Interessenten an neue Disziplinen heranzuführen oder eben auch unter Aufsicht und Anleitung der "Leistungsschützen" die Disziplinen zu vertiefen. Diese werden aber nicht wirklich so stark besucht, was aber auch regional abhängig ist.
Meistens ist es eher so, dass in den meisten SLGn Langjährige Schützen auch sind, die in den SLG Trainings unterstützen und dann geht es auf die Wettkämpfe, Ranglistenturniere, Landesmeisterschaften und bei entsprechender Qualifizierung zu den DM`s.
Es gibt auch Disziplinen, die nicht in Deutschland in der Form geschossen werden können, da es dafür keine Stände gibt, aber dennoch im Sporthandbuch vertreten sind. Hierfür geht es dann in das benachbarte Ausland, um z.B. F-Class auf Ständen größer 300m zu schießen.
Der BDS wird da auch gut auf der LREC in Polen vertreten, auf militärischen Schießanlagen, die für die Zivilisten extra geöffnet werden, wo bis 1000m und mehr geschossen werden kann. Auch Dänemark bietet das an, sowie Schweden. Und diese Disziplinen, insbesondere aber auch der Lonrange Rimfire, also .22lr Longrange, ist da stark am kommen, wo 600m und mehr mit der KK Büchse geschossen wird.
Das sind aber in der Form keine Kaderschützen.