Beiträge von Sherlock80

    Hallo zusammen,

    ich habe zwischenzeitlich meinen Bastelgriff bearbeitet und wollte Euch hiervon berichten. Da der Griff nicht zu meiner P8X passt, habe ich mir einen Pistolendummy gebaut, mit dem man zwar nicht schießen kann, der von Masse / Gewichtsverteilung her aber einer Lupi nahe kommt.

    Nachfolgend findet Ihr einige Fotos, die die Entstehung des Griffs dokumentieren. Meine Vorgehensweise orientiert sich an den Empfehlungen hier in diesem Thread.

    Die Ausgangssituation war wie folgt. Man sieht einen großen Spalt am Handballen, bedingt durch meine verdrehte Griffhaltung infolge kreuzdominanter Augen. Außerdem passte die Fingeranlage überhaupt nicht.

    Da die "Rille" an dem Griff bereits ansatzweise vorhanden war und von der Lage her einigermaßen passte, habe ich mich entschieden, diese als erstes markanter auszuarbeiten. Zudem habe ich den Griff an Handkanten- und Mittelfingerauflage durch Anleimen kleiner Nussbaumklötzchen etwas verlängert.

    Danach habe ich in drei Schritten die Handballenanlage gespachtelt, um den enormen Spalt aufzufüllen. Besonderes Augenmerk habe ich darauf gelegt, dass das Korn sauber mittig steht.

    Anschließend habe ich im Bereich der Fingeranlage erst mal Platz geschaffen und die vorhandenen Rillen entfernt, da diese nicht zur Position meiner Finger passten. Insbesondere im Bereich des Kleinfingers musste ich einiges an Material abtragen.

    Danach habe ich wiederum in mehreren Schritten die Fingeranlage gespachtelt. Da ich lange Finger habe, musste ich insgesamt einiges an Borma auftragen, um eine passende Position der Finger zu erreichen.

    Dabei habe ich festgestellt, dass sich die Fingerkontaktflächen durch reines Hineingreifen und Zudrücken nicht sauber abbilden. Es entstehen abgeplattete, eher konvexe als konkave Flächen, die kein gutes Griffgefühl bieten. Ich habe die Fingeranlage daher nochmals abgefräst und neu aufgebaut. Anschließend habe ich die Griffflächen konkav ausgefräst.

    Abschließend habe ich noch den "Knubbel" im Bereich der Handinnenfläche etwas voluminöser gestaltet.

    Den aktuellen Stand seht Ihr auf den folgenden Bildern. Der Griff fühlt sich jetzt sehr gut an :) Beim Hineingreifen rastet die Hand quasi an der Rille ein, so dass das Korn stets sauber mittig steht. Dieses "Einrasten" vermisse ich sowohl beim Original-FWB-Griff wie auch bei meinem Rink-Standardgriff.


    Über Eure geschätzte Meinung zu meinem Werk / Verbesserungsvorschläge freue ich mich natürlich.

    Den Pistolendummy werde ich künftig fürs statische Haltetraining unter der Woche nutzen (bin Wochenendpendler).

    Viele Grüße,

    Matthias


    PS

    Zum Fräsen habe ich gute Erfahrungen gemacht mit dem lilanen Proxxon-Raspelfräser und einem Pferd-Hartmetallfräser.

    Hallo zusammen,

    da ich nicht ohne jedwede Vorerfahrung Hand an meinen Rink-(Konfektions-)Griff legen wollte, habe ich mir Fimo Air Wood und Borma K2 besorgt und einfache Griff-Dummys damit modelliert (siehe Fotos).

    Man erkennt auf den Fotos recht deutlich, dass der Borma-Griff viel stärker konturiert ist als der Fimo-Griff. Dies liegt daran, dass Fimo deutlich zäher als Borma ist. Borma hat imho eine gute Konsistenz für die Griffmodellierung: Es ist weich genug, dass es sich der Hand gut anpasst, aber nicht so flüssig, dass es überall herausläuft. Zudem lässt es sich im ausgehärteten Zustand gut bearbeiten.

    Nachfolgend noch einige Hinweise zum Umgang mit Borma:

    • Eine Feinwaage zum Dosieren des Härters ist hilfreich.
    • Hände vor dem Hineingreifen in die weiche Masse gut eincremen. Die Creme dient einerseits als Trennmittel und schützt andererseits die Haut vor den (sicherlich nicht ganz gesunden) Inhaltsstoffen.
    • Nach dem Hineingreifen muss der Griff einige Minuten gehalten werden. Sobald die Masse anfängt, spürbar warm zu werden, kann man vorsichtig die Hand herausnehmen. Nach ca. einer halben Stunde ist die Polymerisationsreaktion dann abgeschlossen und die Masse fest. Danach kann die spanende Bearbeitung der Masse erfolgen - also Kanten brechen usw.
    • Durch Schleifen wird die Borma-Oberfläche (vorübergehend) weißlich - wie man auch auf vielen Fotos hier erkennen kann. Mit etwas Handcreme kann man die braune Farbe aber wieder zum Vorschein bringen.

    Vielleicht ist dieser kurze Bericht für den ein oder anderen Schützen interessant, der sich (so wie ich) noch nicht an den richtigen Griff herantraut.

    Ich werde jetzt mit einem Bastelgriff weitermachen, den ich sehr günstig bei eGun erwerben konnte.


    PS

    Ich habe mich übrigens für den Proxxon IBS entschieden (wg. Metallgehäuse und Spannzangen). Bisher bin ich zufrieden - das Gerät macht einen wertigen Eindruck und läuft sehr ruhig.

    Danke für Eure Rückmeldungen :)

    Hallo Mathias,

    ich arbeite wie die Zahntechniker auch gerner mit Spannzangen. Ich habe mit den früheren Geräten die Bohrfutter hatten keinen Spass. Die haben den Fräser nicht so stabil gehalten. Möglich das die heutigen etwas zuverlässiger sind.

    Zur Farbe vom Kitt, der sollte eben zum Griff passen.


    no.limits

    Als Maschinenbauer sind mir Spannzangen irgendwie auch sympathischer. Werde ich mir mal im Baumarkt anschauen ...

    Hallo zusammen,

    ich möchte jetzt auch die Anpassung meines Griffs angehen. Bei ersten Versuchen mit Bildhauerraspeln habe ich gemerkt, dass das nicht so optimal ist. Ich möchte mir daher einen Proxxon-Schleifer zulegen.

    Aktuell schwanke ich zwischen dem IBS/E und dem MICROMOT 230/E. Der IBS/E ist zwar das robustere Gerät (Metallgehäuse) und hat etwas mehr Leistung (100 W statt 80 W), ist dafür aber auch deutlich wuchtiger.

    Welche Schleifer nutzt Ihr denn zum Bearbeiten Eurer Griffe bzw. was würdet Ihr empfehlen?

    Haltet Ihr den Schleifer direkt in der Hand oder nutzt Ihr eine Flexwelle?

    Danke Euch!

    Grüße,

    Matthias


    PS

    Auf meiner Einkaufsliste steht auch noch die Borma-Spachtelmasse. Welchen Nussbaum-Farbton (hell, mittel, dunkel) nehmt Ihr?

    Hallo Dirk,

    danke für Deine prompte Rückmeldung! Ich werde jetzt noch ein paar Woche im Links-Links-Anschlag schießen und mich dann auch entscheiden müssen, wie es weiter geht.

    Die Herausforderung das dominante Auge (regelkonform) sauber abzudecken, hast Du ja auch angesprochen. Aktuell nutze ich hierfür ein Stirnband mit Blende (zusammen mit meiner normalen Korrektionsbrille). Allerdings muss die Blende hinter dem Brillenglas direkt vor dem Auge sitzen - was suboptimal ist.

    Falls ich mich für die Umstellung entscheiden sollte, wird wohl auch eine Schießbrille fällig werden. Ich hoffe, dass die Abdeckung des dominanten Auges damit gut gelingt.

    Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit dem neuen Schießstil!

    Grüße,

    Matthias

    Hallo Dirk,

    ich bin ebenfalls kreuzdominant (als Linkshänder allerdings umgekehrt) und habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich beim Zielen mit dem nicht-dominanten (d. h. linken) Auge irgendwie ruhiger im Halteraum stehe und sauberer abziehe. Vermutlich ist das dadurch bedingt, dass ich Arm / Handgelenk im Links-Links-Anschlag schön gerade halten kann. Ich habe zwar einen Rink-Griff mit 7°, der die Verdrehung im Links-Rechts-Anschlag ausgleichen sollte, aber der Links-Links-Anschlag fühlt sich dennoch "richtiger" an.

    Allerdings muss ich mein dominantes rechte Auge schon sehr gut abdecken, damit ich mit dem linken Auge zielen kann. Sobald auch nur ein kleiner Spalt vorhanden ist, übernimmt wieder das rechte Auge. Und wenn ich mit dem linken Auge ziele, sehe ich auch etwas unschärfer als mit rechts. Wobei das kein Problem zu sein scheint - mir sind mit dem nicht-dominanten Auge einige erstaunlich gute Serien gelungen.

    Ich wollte Dich nun nach Deinen Erfahrungen fragen. Du hast Dir ja letztes Jahr Deine Schießbrille speziell hierfür anpassen lassen.

    Wie ist es Dir denn damit ergangen? Hast Du jetzt dauerhaft auf Rechts-Rechts-Anschlag umgestellt?

    Danke Dir,

    Matthias

    Hallo zusammen,

    ich möchte Euch noch ein abschließendes Update zu meinem Thread geben:

    Nach längeren Versuchen mit dem linken / rechten Auge und mit unterschiedlichen Blenden bin ich zum Ergebnis gekommen, dass das Zielen mit dem kreuzdominanten rechten Auge einfach besser klappt.

    Bzgl. der Griff-Thematik habe ich mich dann doch entschlossen, einen Rink-Standardgriff in der Ausführung SLB7D zu bestellen. Von den Erfahrungen mit dem Rink-Griff möchte ich Euch nachfolgend berichten:

    Grundsätzlich passt der Griff sehr gut, obwohl es sich nicht um einen Maßgriff handelt. Insbesondere die 7°-Ausführung ist hilfreich für das Zielen mit dem kreuzdominanten rechten Auge. (Auf der Homepage von Thomas Rink habe ich dazu noch den hilfreichen Tipp gefunden, nicht nur am Griff, sondern auch an der Kopfhaltung zu arbeiten.) Und die dicke Ausführung des Griffs kommt meinen langen Fingern entgegen.

    Allerdings war ich mit dem Griff anfangs überhaupt nicht zurechtgekommen, da die Handkantenauflage relativ kurz - und somit das Widerlager für den Mittelfinger nicht optimal - war. (Der P8X-Seriengriff hat eine deutlich längere Handkantenauflage.)

    Dies führte bei mir zu einer verkrampften Griffhaltung, die wiederum in sehr bescheidenen Ringzahlen resultierte.

    Ich habe mir dann dadurch beholfen, dass ich die Handkantenauflage durch Anleimen eines Nussbaumklötzchens um knapp 1 cm verlängert habe (natürlich unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften). Bei der ersten Übung mit dem so modifizierten Griff habe ich gleich eine neue persönliche Bestleistung geschossen!

    In der Summe ist der Griff zwar noch nicht perfekt, aber auf jeden Fall schon mal eine deutliche Verbesserung ggü. dem serienmäßigen P8X-Griff :)

    Mittelfristig werde ich fürs Feintuning vielleicht doch noch zu Feile und Spachtelmasse greifen ...

    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,

    wir überlegen im Verein auch gerade, einen Kompressor (Bauer PE100) zu beschaffen. Leider konnten wir aber noch keine Infos über die laufenden Betriebskosten (neben dem Stromverbrauch) in Erfahrung bringen. Ich denke da an Dinge wie

    • regelmäßig durchzuführende Wartungen / Kundendienste
    • Verschleißteile
    • gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen (z.B. Druckbehälterprüfung)

    Mag vielleicht jemand von den Kompressor-Nutzern von seinen Erfahrungen berichten?

    Danke Euch!

    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,

    ich wollte Euch nochmals ein Update zu meiner Griff-Problematik geben:

    Gestern habe ich mehr oder weniger zufällig herausgefunden, dass ich - als Linksschütze - mit dem rechten Auge ziele (Kreuzdominanz).

    Insbesondere die Tatsache, dass das Korn bei mir immer nach rechts zieht, erscheint jetzt natürlich in einem anderen Licht.

    In der Vergangenheit hatte ich auch immer wieder mal Serien, bei denen - urplötzlich und für mich nicht erklärbar - der Haltepunkt nicht mehr gepasst hat. Ich vermute, dass hier unbewusst das zielende Auge gewechselt hat.

    Eigentlich war ich schon kurz davor, mir bei Rink einen neuen Griff zu bestellen. Das werde ich jetzt aber zurückstellen und mich erst mal um das Augen-Thema kümmern.

    Ich möchte im ersten Schritt nun herausfinden, ob es für mich besser ist, mit dem linken oder dem rechten Auge zu zielen. Da ich ohnehin Brillenträger bin, werde ich eine alte Brille gezielt mit (einem nicht allzu breiten Streifen) transluzenter Okklusionsfolie abkleben, um das nicht-zielende Auge abzudecken.

    (Ein schneller Versuch mit einem Kartonstreifen war nicht zielführend, da durch die komplette Abdeckung eines Auges der Gleichgewichtssinn massiv leidet.)

    Hier im Forum habe ich schon zum Thema Kreuzdominanz recherchiert. Weitere Tipps / Empfehlungen sind aber natürlich willkommen ...

    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,

    zunächst einmal vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten - da waren einige gute Punkte dabei :)

    Und sorry für meine späte Rückmeldung, aber die Woche war sehr turbulent.

    Erstens solltest Du mit deinem ''Master'' Arm schießen also links. Du bist ja nicht umsonst Linkshänder. Auf das warum und wieso müssen wir glaube ich nicht tiefer eingehen, es macht schlicht keinen Sinn den rechten Arm zu vergewaltigen nur weil die LP einen Rechtsgriff montiert hat.

    Ich habe damals schon mit dem linken Arm geschossen - nur halt mit einem Rechtsgriff. Was logischerweise suboptimal war ...

    Ich bin auch Linksschütze und habe die P8X. Habe sie gleich mit Linksgriff M bekommen.

    Auch ich habe das System nach links geschwenkt.


    Bei mir ist Luft zwischen Handinnenfläche und Griff, ich werde mit Fimo Material aufbringen.

    Genau so ist es bei mir auch.

    Eine Rückfrage sei mir erlaubt: Was ist denn "Fimo"?

    Das größte Problem ist aber auch, dass man oft beim Anpassen eines Griffes nicht Probe schiessen kann. Da würden sich viele Dinge gleich zeigen. Also beim Thema Rink Griff auf Maß bin ich zwiegespalten.

    Sinnvoller finde ich den Weg einen Griff mit Schleifen und Spachteln anzupassen, und den dann (bitte möglichst exakt) kopieren zu lassen.

    Diesen Gedanken hatte ich auch. Die Auswirkung von Griffänderungen merkt man oft nicht gleich so direkt, sondern erst nach einer gewissen Anzahl an Schuss.

    Was mir helfen könnte zu Beurteilen wo die Probleme bei Deinem Griff liegen wären Schussbilder. Immer so 10 bis 20 Schuss auf eine Scheibe. Aus den Wolken oder den Schrotschüssen kann ich zumindest einige Problemstellen identifizieren und Dir Hinweise geben wonach Du schauen solltest.

    Weiterhin Bilder von Deinem Griff mit der Hand drin von vorn, von der Seite und von hinten.


    Aus welcher Ecke kommst Du ?? Ich meine Du hättest da was geschrieben, weiss aber nicht in welchem Thread.

    Ich bin beruflich bundesweit unterwegs und vielleicht ergibt sich die Möglichkeit mal über Deinen Griff zuschauen. Oder Du wagst einen Ausflug in die Gegend von Hameln und wir nehmen uns Deines Griffes an. Zwischen 1,5 und 5 h incl. Probeschiessen muss man allerdings rechnen bis wir ein vernünftiges Ergebnis erhalten.

    Vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort und Dein Angebot für weitere Unterstützung :)

    Schussbilder stelle ich Dir gerne zusammen. Sollte kein Problem sein, hier was aus TargetScan zu exportieren.

    Bilder mache ich auch noch, werde allerdings wohl erst nächstes WE dazu kommen.

    Ich komme aus dem Großraum Ulm. Falls Du mal in die Gegend kommen solltest, würde ich Dein Angebot, über den Griff zu schauen, gerne annehmen. (Einen Besuch bei Dir in Hameln würde ich mir erst mal im Hinterkopf behalten, da es halt über 500 km sind.)

    Hier mal ein paar Bilder von meinen überarbeitetn Rinkgriff, von der verstellmöglichkeit ist der Feinwerkbaugriff besser.

    Wie oben schon geschrieben, spiele ich auch mit dem Gedanken, mir einen Rink-Griff zu holen (Größe S, 7°-Variante, dicke Ausführung).

    Könntest Du vielleicht näher erläutern, inwiefern die Verstellmöglichkeiten des Rink-Griffs schlechter sind als die des FWB-Griffs?


    Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag,

    Matthias

    Hallo liebe Schützenkameraden,

    ich wende mich an Euch mit einem Griff-Problem an meiner P8X. Kurz zur Historie:

    Als langjähriger LG-Schütze hatte ich vor einigen Jahren auch Gefallen am LP-Schießen gefunden. In der ersten Zeit musste ich als Linksschütze dabei mit einem Rechtsgriff schießen, da wir in unserem Verein keine LP mit Linksgriff haben.

    Ende 2020 habe ich mir dann endlich eine eigene LP mit Linksgriff gegönnt - eine Feinwerkbau P8X. Grundsätzlich bin ich mit der P8X sehr zufrieden und meine Ergebnisse haben sich seither auch durchaus positiv entwickelt, doch hadere ich nach wie vor mit dem Griff meiner Lupi.

    Bei meiner Schießleistung stört mich - trotz des positiven Trends - die enorme Schwankung der Ergebnisse. Beispiel: Gestern mit 363 R. meine persönliche Bestleistung eingestellt, vorgestern nur schwache 344 R. Ich frage mich dabei immer wieder, ob dies mit dem suboptimalen Griff zu tun haben könnte.

    Hier gibt es, glaube ich, mehrere Baustellen.

    (Die Internetseite von Thomas Rink war dabei für mich recht interessant, weswegen ich mich gelegentlich darauf beziehe.)

    1. Der Griff ist eigentlich zu groß. Ich habe eine Handbreite von 84 mm, mein Griff hat Größe M. Da der Verstellbereich der Handkantenauflage nicht ausreicht, habe ich diese mit einem Nussbaumbrettchen aufgedoppelt. Die Handkantenauflage passt jetzt zwar, dafür passen die Fingermulden am Griff nicht mehr so wirklich (insb. am Kleinfinger).

    (Die Größentabelle von Thomas Rink würde für meine Handbreite Größe S empfehlen).

    2. Als ich die neue P8X (mit neutral eingestelltem Griff) erhalten hatte, habe ich zuerst Blindanschläge gemacht, um zu sehen, wo die Visierung steht. Dabei zeigte sich, dass das Korn deutlich rechts neben der Kimme steht (als Linksschütze). Um dies auszugleichen, habe ich dann das System im Griff nach links geschwenkt. Das hat allerdings immer noch nicht genügt, um das Korn ohne aktives Gegenhalten in die Kimme zu bringen. Ich habe daher provisorisch an der Handballenauflage punktuell Material aufgefüttert. Wobei mir Verdrehung des Griffs UND zusätzliche Auffütterung schon irgendwie übertrieben vorkommen.

    (Thomas Rink rät davon ab, zu stark aufzufüttern, da die "Waffenachse sonst zu stark aus dem Arm herausläuft".)

    3. Das Abzugszüngel habe ich momentan recht weit vorne und stark ausgeschwenkt eingestellt, da es sich so für mich am brauchbarsten anfühlt. Allerdings wird ja immer empfohlen, das Abzugszüngel nicht aus der Laufachse zu schwenken, da dies beim Abziehen zum Verreißen führen könne.

    Ich vermute, meine aktuelle Züngeleinstellung ist eine Folge der oben beschriebenen verdrehten Griffhaltung. Dazu kommt noch, dass ich relativ lange Finger habe (Mittelfinger-Länge 86 mm > Handbreite 84 mm).

    Ich experimentiere nun schon seit geraumer Zeit an Griff und Griffhaltung herum. Das funktioniert jetzt zwar schon irgendwie, aber gut anfühlen tut es sich nicht. Die beigefügten Bilder zeigen die aktuelle Griff- / Züngeleinstellung meiner P8X.

    Ich frage mich nun, was ich tun kann, um hier zu optimieren.

    Insbesondere frage ich mich, ob ein Rink-Griff sinnvoll für mich wäre. Die Optionen, die es hier gibt, lesen sich auf jeden Fall gut. Da 200 € aber eine nicht ganz unerhebliche Summe sind, möchte ich diese Investition nicht leichtfertig übers Knie brechen.

    [Da Ehringshausen für mich über 400 km Anfahrt sind, hätte ich einen konfigurierbaren Standardgriff ins Auge gefasst.]

    Mir ist klar, dass eine Ferndiagnose schwierig ist, aber ich würde mich trotzdem über Tipps / Empfehlungen von Euch freuen.

    Vielen Dank!

    Beste Grüße,

    Matthias