Beiträge von Karlchen

    Hätte Matt Emmons in seinem berühmten Finale diese eine Patrone durch Wiegen erkennen können ?

    Emmons hat aber in dem Finale keine schlechte Patrone gehabt, er hat auf die Scheibe vom Österreicher Christian Planer geschossen.

    Warren Potent hat mal was geschrieben, dass er bei einem Wettkampf eine Patrone ohne Pulver hatte und seit dem die Patronen wiegt.

    Wenn ich aber den Anteil des Pulvers sehe mit nur ca. 2%, dann frage ich mich, ob die normale Küchenwaage das überhaupt mitkriegt und was genaueres hat man üblicherweise nicht Zuhause, oder?

    Ich sehe vielleicht noch ein wenig Potential bei der Gewichtsverteilung. Leider ist das bei der LP 400 Carbon ein wenig schwierig, da Zusatzgewichte nur an der Mündung angebracht werden können, was sie sehr kopflastig macht. Ich werde wohl eine Bastellösung suchen müssen. :/

    Am Ende des Tages wirst du feststellen, dass man Ringe nicht kaufen kann.

    Ich möchte Deinen Einwand, ich würde nur "Ringe kaufen" wollen ungern so im Raum stehen lassen. Ich habe in den drei Jahren sehr viel probiert, am Abzug und vor allem auch am Griff. Der Rink-Griff ist wirklich gut, er passt auch.

    Mit der Freien Pistole hatte ich den Einbruch übrigens nicht.

    Und mit einer neuen LP Schiesst du direkt 8Ringe mehr? Die Rechnung wird nicht aufgehen. Was hast du für einen Rink-Griff?

    Tja, das ist eben die Frage ob ich wieder an meine alte Leistung rankommen würde, wenn ich mir ne neue Pistole kaufen sollte, die mir besser liegt. Der Einbruch kam sehr abrupt mit der LP 400, ich vermute, daß die Pistole schon ein Grund war, auch der Rink-Maßgriff hat meine Ergebnisse nicht wieder in die Spur gebracht.

    Ich habe auch seit drei Jahren eine LP 400. Die Probleme mit dem Abzug traten bei mir auch auf, wurde aber vom Walther-Service auf der Bayerischen Meisterschaft auf Kulanz erledigt. Trotzdem werde ich mit dieser Pistole nicht so recht warm, mein Ringdurchschnitt ist in den drei Jahren massiv um ca. 8 Ringe abgestürzt.

    Trotz verschiedener Zusatzinvestitionen, wie Rink-Griff überlege ich mir ernsthaft auf eine andere Pistole umzusteigen. Ich warte aber noch ein wenig ab, wie denn so die Erfahrungen mit der FWB P8x oder der Steyr EVO sind.

    Erscheint Euch die Doppelatmung, hm, intellektuell anstrengender? Sprich: Muß man konzentrierter schießen und stärker auf die einzelnen Schritte achten als bei der Einfachatmung?

    Es ist generell von Vorteil, sein Augenmerk sehr stark auf jeden einzelnen Schritt zu legen. Ich bin gut damit gefahren, mir einen klar definierten Bewegungsablauf einzutrainieren. Bei jedem Schuß achte ich auf jedes Detail, das fängt vom Anheben der Pistole an und geht bis zum Nachhalten nach brechen des Schusses. Stimmt ein einzelnes Detail nicht, wird abgesetzt. Die Atmung ist nur ein Detail, bei Doppelatmung muß man sich genau so stark konzentrieren, wie bei der Einfachatmung.


    Mein Bewegungsablauf sieht so aus:
    1. Anheben der Pistole über die Scheibe, dabei einatmen, Blick auf den Handrücken
    2. Leichtes Absenken der Pistole bis kurz über den Spiegel, während des Absenkens leicht ausatmen, kurze Kontrolle, ob Korn grob mittig in der Kimme steht
    3. kurz über dem Spiegel anhalten, erneut leicht einatmen
    4. Pistole laaaangsam durch den Spiegel absenken bis in den Halteraum, Korn möglichst nicht durchsacken lassen, während des Absenkens bereits Druckpunkt nehmen, Auge auf Korn, ganz leicht ausatmen
    5. Im Halteraum anhalten, Zielbild kontrollieren und Druck auf den Abzug verstärken bis der Schuß bricht
    6. Nachhalten

    Ja, so habe ich das vor 20 Jahren bei uns im Verein auch noch gelernt, genau unten am Spiegel anhalten. Ich habe mir dann aber mangels Trainer mal in der Bücherei ein wenig Pistolenliteratur geholt, da stand das mit dem Kontrollweiß auch schon drin.

    Die Lehrmeinung ändert sich aber mit der Zeit immer wieder mal. So wurde bis vor ca. 3-4 Jahren der extrem steile Anschlag propagiert. Mittlerweile ist sogar Jan-Erik Aeply wieder davon abgekommen und empfiehlt nun den leicht geöffneten Anschlag. :thumbup:

    Das Ziel wird dabei zwar etwas unscharf, aber bei richtig eingeschossener Waffe (Spiegel exakt aufgesetzt) ist das unerheblich.


    Entschuldigt bitte, daß ich diesen Beitrag wieder aufwärme, aber ich habe nach längerer Zeit mal wieder im Forum mitgelesen.

    Das mit dem Spiegel exakt aufzusetzen, das versuche ich meinen Schützlingen im Training immer auszutreiben. Da das Korn scharf gesehen wird und der Spiegel eher unscharf ist, verschwimmen das Ziel und das schwarze Korn gerne ineinander. Man merkt nicht, ob man nicht schon ein wenig das Korn im Spiegel hält. Dadurch entstehen gerne Hochschüsse. Ich predige im Training immer ein gewisses Kontrollweiß und bin damit gut gefahren.

    Auf diese alte deutsche LG-Scheibe wird heute noch bei den Schießen des Bayerischen Soldatenbundes und des Kyffhäuserbundes geschossen. Beim KK-Gewehr und in den Pistolendisziplinen haben sie aber auch die international gültigen Scheiben übenommen. :whistling:

    ...solche elektronischen Spielereien ...


    Nun, als eine "Spielerei" würde ich elektronische Stände nicht abqualifizieren wollen. Für unseren Verein hat die Anschaffung der Meyton-Anlage schon einen Mehrwert bedeutet. Bisher waren für die Durchführung der Bayernligawettkämpfe immer mehrere Leute erforderlich, einer der die Streifen in die Auswertung trägt, einer der sie in die Auswertemaschine schiebt, einer der die Ergebnisse in die Excel-Datei für die Zuschauerdarstellung einträgt. Ich mußte das alles mal alleine machen, da niemand sonst da war. Es war Streß hoch 3 und man kommt auch leicht ins Schleudern. Mit der elektronischen Anlage reicht eine Person und wir können uns auch an den verschiedenen Wettkämpfen abwechseln.

    Seit wir die Anlage haben, ist auch eine deutliche Zunahme des Trainingsfleißes zu verzeichnen, auch einige der älteren Schützen kommen nun wieder ins Schießhaus. Bei der Beteiligung am Bürgerschießen war nach Jahren der Rückläufigkeit das erste Mal wieder ein Zuwachs von 20% zu verzeichnen.

    Bei der Auswahl der Anlage kamen Meyton und Disag in die engere Wahl. Wir haben uns bei anderen Vereinen die Anlagen zeigen lassen. Die Software war bei beiden Marken übersichtlich und gut zu bedienen, den Ausschlag gab letztendlich aber der Meßrahmen, der bei Meyton einen etwas wertigeren Eindruck gemacht hat.

    Es ist immer sehr schwierig, eine Empfehlung für eine Luftpistole abzugeben. Als ich mir meine Pistole gekauft habe, wollte ich ursprünglich eine Steyr LP10. Zum Glück habe ich sie vorher getestet, denn ich kam überhaupt nicht zurecht damit. :cursing: Ich bin dann bei der Feinwerkbau P40 gelandet mit der ich auch nach fünf Jahren noch sehr zufrieden bin. :thumbup:

    Deshalb wenn mich jemand frägt: Mehrere Modelle ausprobieren und dann entscheiden :/

    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    ich bin neu hier im Forum und möchte auch ein wenig meinen Senf zu dem Thema abgeben.

    Die Frage war ja, welche Auswirkungen die Munition bei der Luftpistole hat. Ich bin der Meinung, daß bei der LP der Streukreis eher durch die technischen Fähigkeiten des Schützen bestimmt wird und hier vor allem die Handruhe die größte Rolle spielt. Wenn ein Schütze die Waffe ruhig halten kann, ein richtiges Zielbild im Halteraum hat und sauber abzieht, dann ist das die 10, egal welchen Durchmesser die Kugel hat. :thumbup:

    Wir LP-Schützen bei uns im Verein verwenden die günstigen Stelljes- oder Holme-Kugeln, die reichen völlig aus, man kann auch mit denen im Wettkampf richtig gute Ergebnisse erzielen. :thumbup: