Hallo,
wenn der Schaft wieder richtig schön werden soll, würde ich den Schaft zu erst abbeizen und danach mehrfach schleifen.
Zu erst mit 60er oder 80er Schleifpapier, danach 160er, dann 320er und zum Schluß 600er Schleifpapier, bist der Schaft schön glatt ist. Danach einen Lappen mit Wasser ordentlich anfeuchten und den Schaft abwischen.
Das nennt sich Wässern. Dabei stellen sich die Holfasern wieder auf und der Schaft wirkt rauh.
Dann wieder mit 600er Schleifpapier glatt schleifen, dann wieder Wässern, dann wieder schleifen ....
Irgendwann bleibt das Holz glatt nach dem Wässern.
Ich hatte bei meinem Schaft noch die Schaftbacke ausgeschnitten und den Vorderschaft punziert.
Für die Punzierten Flächen kannst du dann schwarze Beize nehmen und mit einem Pinsel auftragen.
Dabei aber aufpassen, das du nur die punzierten Flächen damit behandelst und nicht über den Rand gehst.
Die Beize kann auch über die Ränder etwas auslaufen. Also am Rand immer nur ganz wenig und vorsichtig die Beize auftragen. Den Vorgang kann man 2 bis 3x wiederholen.
Nachdem die Beize getrocknet ist, kannst du dann den Rest vom Schaft in dem von dir gewünschten Farbton beizen.
Je häufiger du die Beize aufträgst, desto dunkler wird der Schaft.
Wenn die Beize dann komplett getrocknet ist, muss das Holz versiegelt werden.
Ich nehme dazu gerne Leinölfirnis. Das benötigt dann aber immer etwa 48 Stunden, Licht und Luft, bis es durchgetrocknet ist.
Mann kann aber auch Hartöl für Parkett nehmen. Man muss aber 5 bis 6 mal auftragen, bis ein seidiger Glanz entsteht.
Nach 1 bis 2 Aufträgen ist der Schaft noch Matt.
Wenn der Schaft später richtig glänzen soll, kann man auch Tru Oil nehmen.
Das benötigt aber ebenfalls mehrere Schichten und auch etwas Erfahrung.
Ich habe mich bei meiner FWB 300 übrigens für die Beize Nussbaum Dunkel entschieden.
So sah das Ergebnis dann fertig aus:
Die Arbeit lohnt sich.
Schöne Grüße
Heiko