Beiträge von Samson

    Das geht auch mit besserer Munition

    Natürlich. Es geht eben aber auch mit günstigerer Munition - und eine der Aufgaben bei der Betreuung von Anfängern sehe ich nunmal darin, diese Anfänger nicht anzulügen und ihnen vorzugaukeln, dass die paar mm einer besseren Munitionssorte sie direkt zu Freitagabend-Olympioniken macht. Sonst kommt eben genau das raus, was Backtotheroot beschrieben hat.

    nur ist strukturiertes Training halt mit einem gewissen Aufwand verbunden

    Richtig, unter Anderem Denkaufwand.

    war aber der Überzeugung einen Munitionstest machen zu müssen und kam dann schlussendlich mit Eley Match Pistol um die Ecke. Er schießt immer noch 240-260 Ringe.

    Genau deshalb mag ich diese Tendenz nicht, erst einmal alles und jeden einen Munitionstest machen zu lassen. Jetzt zwingt er sich selbst, das Dreifache an Munitionskosten sinnlos auf der Scheibe zu verteilen und wird langfristig wohl eher stagnieren, als wenn er einfach weiter Schönbeck oder sonst eine günstigere Sorte geschossen und dafür mehr trainiert hätte, obwohl die halt meinetwegen 35mm Streukreise produziert statt 20mm.

    @OP: Testen müsstest du schon, da jede einzelne Waffe anders mit der gleichen Munition funktioniert. Ob es bei 350 Ringen (= öfters mal ne 8 dabei) sinnvoll ist, sei dahingestellt. Ich wage es zu bezweifeln.

    Ich finde es ja interessant, wie es hier keine 10 Beiträge braucht, um von der eigentlichen Frage zu irgendwelchen Anfeindungen und Anschuldigungen zu kommen. Ist ja schlimmer als bei den Amiforen...

    Zum Hintergrund, warum ich bereits nach einer Saison die Waffe wechseln "will", ohne mir über Sinn und Zweck Gedanken zu machen - und mir dafür anscheinend irgendwelchen selbstgefälligen Schnark von unbeteiligten Aussenstehenden anhören darf: Ich habe meine LP10 damals selbst für etwas über 600€ gebraucht im grenznahen Ausland bekommen und den Griff noch nicht verbastelt, weshalb ich sie sehr günstig und im Vergleich zu "Neu-Käufern" nahezu verlustlos abgeben könnte. Der betreffende Vereinskollege leidet an einer chronischen Polyarthritis und bekommt jeweils einschiessende Schmerzen im Handgelenk durch Rückstossimpuls von echten Feuerwaffen. Bleibt Lupi. Hat er aber keine, und an Kohle mangelt es wegen der Teilinvalidität auch.

    Ich weiss ja nicht, wie das in Deutschland gehandhabt wird, aber zumindest in unserem Verein schaut man noch aufeinander. Deshalb habe ich ihm die Waffe selbstverständlich für einen symbolischen Betrag angeboten. Heisst aber auch, ich brauche selbst eine Neue -> dieser Thread.

    So, mit dem aus dem Weg, habe ich mich nun vor den Hohen Herren der Frage nach einer neuen Lupi würdig erwiesen oder bedarf es noch einiger Kniefälle und mea culpas?

    An den ganzen Rest: Schon mal vielen Dank für euren Input.

    Guten Morgen allesamt

    Ich schiesse selber erst seit einem Jahr Lupi und bin derzeit mit einer gebrauchten LP10 unterwegs (aufgrund des sehr guten Preises habe ich sie damals blind gekauft). Soweit bin ich damit auch recht zufrieden, in dem Jahr konnte ich mich von ~290 auf ~350 steigern. Ein Vereinskollege hat sich nun ebenfalls entschlossen, mit Lupi anzufangen und wir sind etwas ins Gespräch gekommen. Kurzum, er wäre an meiner LP10 interessiert, wobei ich mir dann vermutlich die Evo E oder eine Morini CM162EI holen würde. Hat jemand einen Vergleichswert zwischen den Lupis, besonders zu der Evo E? Die Morini haben wir mehrfach im Verein, die kann ich also auch mal Probe schiessen, die Evo E halt leider nicht.

    Gut, was den Waffenkauf angeht, ist es auch ratsam, gegen Ende der jeweiligen Saison zu schauen - Wenn jemand aufhört, dann am ehesten Ende Saison (sprich jetzt wäre die richtige Zeit für Feuerwaffen, im Frühling dann eher wieder für Lupis).

    Allerdings muss ich schon sagen, dass gewisse Vereine einfach keinen Verstand haben, wenn es darum geht, was anzuschaffen - sei es jetzt Lupi oder sonst irgendwelche Waffen. Über 1-2 Jahre immer mal wieder eine LP10 oder so für 600-800 ersteigern und Anfang Saison hast du deine 4-5 Jugendwaffen zusammen, die Griffe wären komplett austauschbar (= wieder Geld gespart) und alle wären zufrieden.

    Nö. "Hier hast du 2000.-, bring bis in 2 Wochen was zusammen für 5 Leute". Klar kauft man dann mehrere AP20, viel mehr bleibt einem ja nicht übrig. :stunned:

    Hättest ja was anständiges lernen können.

    Eine Person, welche "was anständiges gelernt hat", sollte über ausreichend Intellekt verfügen, um derart pauschal abschätzige Aussagen zu unterlassen.

    Sagen wir mal so... dieses Forum nennt sich "Meisterschützen" und nicht "Durchschnittsschützen"... insofern könnte man eine gewisse Ambitionierung (Zielsetzung, wenn auch nicht schon aktueller Leistungsstand) schon unterstellen.

    Ich kenne kein anderes deutschsprachiges Forum, welches Leute in ähnlicher Weise im Themenbereich Sportwaffen, ISSF usw. beraten könnte. Übrigens ist Meiserschützen auch das erste Resultat auf Google, wenn man zum Beispiel "Schiesssport Forum deutsch" sucht. Irgendwelche Ambitionen damit zu verbinden, dass jemand auf eines der ersten zehn Google-Resultate klickt und einen Account erstellt, halte ich für etwas gewagt.

    Morini hat aus dem Grunde bei der CM22 das Magazin nach vorne steil angestellt und die Rampe nach oben verlegt. Die sind so glaube ich auf 135mm Lauflänge gekommen, bei freier Griffgestaltung

    Wenn wir gerade beim Thema sind, hätte ich auch gleich eine Frage: Die SPRF ist der CM22M RF ja hinsichtlich des Rückstosssystems überlegen, daher macht es Sinn, die Pardini bei OSP zu schiessen. Bei den Damen, welche kein Schnellfeuer schiessen, ist sie jedoch trotzdem weit häufiger anzutreffen als die Morini. Hat das einen praktischen Hintergrund oder geht es da eher darum, dass Pardini eher bei Wettbewerben vor Ort ist?

    Jaein, das Problem ist der Grenzübertritt zwischen Italien und der Schweiz. Anscheinend gibt es da echt viel Papierkram und Covid hat alles schlimmer gemacht (oder der Händler hat mich angelogen, kann natürlich auch sein). Jedenfalls hiess es aus Parma, dass der Prozess durchaus 6-8 Wochen dauern könne und es deshalb besser sei, dass ich direkt vorbei komme und das Problem am gleichen Tag gelöst würde ( ja ne ok, ne?).

    Jetzt im Moment ist mir das egal, da die Freiluft-Saison sowieso durch ist, aber wenn mitten in der Saison mal was ist, fahre ich lieber am gleichen Tag ins Tessin zu Morini als mir den Mist anzutun.

    So, nach zwei Episoden beim Büma geht meine MG2E nun auch zurück nach Italien. Wenn sie danach immer noch rumspackt, gibt es wahrscheinlich eine Morini CM22M RF als Ersatz (alternativ eine Pardini, nur sitzen die in Italien, was von der Schweiz aus echt mühsam ist).

    Bei Präzision und Duell hast du das Problem nicht, dass du mehrere Schüsse schnell hintereinander abgeben musst - entsprechend ist das Sprungverhalten weniger wichtig und du kannst beruhigt mehrere Modelle anschauen.

    Was die modernen Sportpistolen von den älteren Modellen unterscheidet, ist weniger die Eigenpräzision der Waffe (der immer noch gültige Rekord bei 25m-Standardpistole wurde 1983 von Erich Buljung mit einer Hämmerli 208S aufgestellt), sondern das Schussverhalten und die Anpassungsmöglichkeiten. Diese Anpassungsmöglichkeiten können - müssen aber nicht - zu besseren Resultaten führen, weil du die Waffe besser auf dich selbst einstellen kannst.

    Grundsätzlich: Mit einer Pardini SP oder SP-RF machst du nichts falsch (und bist im Falle der RF auch gleich top ausgerüstet, falls du jemals OSP ausprobieren möchtest. Gefühlt die gesamte Weltspitze schiesst die SP-RF).

    Meine persönliche Perspektive aus der Schweiz (wir schiessen praktisch nie OSP, fast alle Programme auf 25m sind eine Mischung aus Präzision, 5-in-30s oder Duell):

    • SEHR viel Hämmerli, gerade bei den älteren Schützen ist die 208/215 sehr beliebt. Geschätzt würde ich sagen 208/215 am häufigsten, dann SP20 und 280 etwa gleich oft.
    • Pardini SP, SP-RF sieht man bei guter Konkurrenz auch häufig
    • Morini CM22m und Feinwerkbau AW93 sieht man auch immer wieder mal
    • Ab und zu mal eine Tesro TS22