Beiträge von Schuetze67

    Handelt es sich aber bei der Taipan und Akah 6.1 um das selbe Basismodell nur von anderen Tunern?

    ganz speziell interessiert mich die ersatzteile beschaffung in der zukufnt, falls es keine reine CZ ist

    Beide Modelle sind sehr ähnlich, wobei die Taipan einen SAO Abzug hat und es die Akah 6.1 als DA/SA und als SAO (zu erkennen am roten Abzug) gibt. Der Preisunterschied bei der Akah mit DA/SA und SAO ist sehr deutlich und kann schnell 300-400€ ausmachen! Als Basis haben beide das Griffstück der SP01. Ob die Schlitten von CZ sind und nur speziell eingepasst (vermute ich) werden kann ich nicht genau sagen. Denke aber. dass Kleinteile wie Auswerfer und Schlagbolzen bestimmt von CZ sind, so dass die Ersatzteilversorgung kein Problem sein sollte.

    Was mich an der Taipan stört, ist die Preispolitik von Frankonia, die man nur als unverschämt bezeichnen kann. Im Juni hatte Sie noch einen Grundpreis von 1.998,-€ inkl. 19% MwSt. Aktueller Grundpreis liegt bei 2.289,-€ !!! Gerade wird sie beim Black Deal für 1.939,-€ angeboten, als fast genauso wie im Juni der Grundpreis war, nur halt mit 16% MwSt. Glücklicherweise bekommt man sie auch bei anderen Händlern oft deutlich günstiger. Habe mir im Juli ein Sport II gekauft und da hätte ich die Taipan neu für 1.650,-€ bekommen können.

    Es gibt sooo viele 1911er von abermals verschiedenenen Herstellern, da verliert man als Anfänger/Neuschütze sehr schnell den Überblick

    Da der Eintrag in die wbk bei 2 Kurzwaffen relativ begrenzt ist, sollte man sich gleich was "gscheits" holen daher die Frage:

    Welcher 1911er von welchem Hersteller, ist qualitativ hochwertig und in 9mm verfügbar? Auch bezüglich Ersatzteile sollte die Waffe so konstruiert sein, dass Ersatzteile auch passen sollten. Habe was über Les Baer gelesen, Sig Sauer hat auch 1911 im Sortiment, dann gibt es auch noch von STP etwas... zu viel :D

    Das der Eintrag auf zwei Waffen "relativ" begrenzt ist, ist ja so nicht richtig, ist nur das Grundkontingent und kann sofern man lediglich zwei Turniere in 12 Monaten nachweisen kann, wozu auch Vereinsmeisterschaften und Rundenwettkämpfe zählen, problemlos überschritten werden.

    Ich hatte mir im Dez. 19 als erste Waffen eine SSP-E und eine Pardini GT45 gekauft. Die Pardini auch mit dem Hintergrund, dass ich mir dafür ein 9 mm Wechselsystem hole, wofür ich keinen Voreintrag benötigt hätte und auch die 2/6-Regel nicht beachtet werden muss. So war der Plan:) Dann habe ich mir aber überlegt, wenn ich mir das Wechselsystem hole, bekomme ich Probleme (zumindest im DSP) ein Bedürfnis für ein weitere 9 Para zu bekommen. Ich habe dann im Mai beim DSP meine Bedürfnisanträge für die 9 Para und eine .357 Magnum gestellt. Als Nachweis für mein erweitertes Bedürfnis (ab der dritten Waffe nötig), habe ich die Vereinsmeisterschaften und einen Rundenwettkampf (danach kam Corona) mit eingereicht und meine Bedürfnisbescheinigungen und Voreinträge auch problemlos bekommen. Habe zwischenzeitlich im Juni dann noch eine VL-Revolver auf gelb eintragen lassen und mir im Juli eine CZ75 Sport II geholt. Wegen der 2/6-Regel muss ich mit der 357er noch bis 10 Dezember warten. Im DSP wäre jetzt noch die .44 Magnum und ein .32er problemlos möglich, je nach Bundesland auch noch eine Ordonanzpistole, bei mir in Hessen leider nicht möglich.

    Wenn ich möchte, kann ich mir jetzt immer noch für die Pardini problemlos Wechselsysteme, entweder kalibergleich oder kleiner ohne Voreintrag holen. Würde mir daher überlegen, ob der Kauf einer Waffe mit Wechselsystem gleich zu Beginn, wirklich so schlau ist.

    Noch ein kurzes Update zu meinem Vergleich vom 08.08.20 / Pardini GT45 vs. CZ75 Sport II

    Habe im Sep. den Abzug der Sport II bei Timo Zindel (ZPW) überarbeiten und eine verstellbaren Vorzug einbauen lassen. Abzug bricht jetzt staubtrocken bei ca. 1100g. Der verstellbare Vorzug ist eher eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. Wenn man viel schießt, wird der Abzug oft noch etwas leichter und kann unter die 1000g fallen. In diesem Falle kann dann der Vorzug einfach etwas höher gestellt werden. Bezahlt habe ich 171,-€ + die Sport II für 1.550,-€, macht 1.721,-€ für eine neue Top-Waffe, mit richtig gutem Abzug (kommt nicht ganz an die Pardini, fehlt aber nicht viel). Ich denke für diesen Preis und auch meist für deutlich mehr, bekommt man (zumindest für DSB 2.53) nichts besseres, sofern einem die Sport II vom Griff und Gewicht her liegt.

    ich habe mir in Dez. 2019 eine Pardini GT 45 II – 6“ und Mitte Juli 20 eine CZ 75 Sport II SA gekauft. Schieße damit DSP 2.59 / 2.53

    Nachfolgend mein subjektiver Vergleich der beiden Waffen. Ich habe eine gut mittelgroße Hand. Griffgröße M, Handballenauflage ganz unten bei meiner SSP-E.

    Pardini GT 45 II – 6“:

    + Flacher Griffwinkel

    + sehr hoher Eingriff, nahe der Laufachse

    + extrem tief liegende Visierung

    + gute Ergonomie von Verschlussfang und beidseitige Magazinverrieglung/Sicherung

    + Die Waffe ist ohne Werkzeug in 5 sek. kpl. zerlegt!

    + Magazin lässt sich leicht laden

    + Top Abzug, einstellbar

    + Wechselsystem 9 Para in 5“ u. 6“ verfügbar (aber teuer ca. 1.300,- / 1.500,-)

    - teuer in der Anschaffung, aktuell neu ca. 2.800 - 2.900,- €

    - Griff recht dick, beim beidhändigen Schießen für mich gerade noch i. O.

    - sehr leicht 1060g (habe Probleme sie sauber im Ziel zu halten, andere mögen es vielleicht)

    - mag nicht jede Munition (z. B. keine SWC)

    - höhere Munitionskosten (ich bin Wiederlader, daher kein so großer Unterschied)

    CZ 75 Sport II – SAO Abzug:

    + ist immer mal zu guten Preisen zu bekommen (habe neu 1.550,-€ bezahlt)

    + Griff für mich sehr gut und passend

    + sehr eng eingepasst (meine hat ca. 100-150 Schuss gebraucht, bis sie sauber lief)

    + gutes Gewicht 1.280g (kann ich deutlich ruhiger im Ziel halten als die GT45, aber Geschmackssache)

    + gute Munitionsverträglichkeit.

    + viel und bezahlbares Zubehör/Ersatzteile.

    - Abzug deutlich schlechter als erwartet (Schützenkollegen haben allerdings gesagt, "guter Abzug"!

    Ich vergleiche hier aber mit der GT45 und da fehlen zwei Klassen!)

    - umständlich und Aufwendig zu zerlegen.

    - Magazin lässt sich deutlich schlechter als bei der GT45 laden.

    - nur 1 Magazin im Lieferumfang (sind aber halbwegs preiswert zu bekommen)

    In der Praxis:

    Mit der Sport II konnte ich auf Anhieb 188 bei Präzi schießen, was ähnlich gut (oder schlecht) ist, wie das was ich mit der Pardini schieße. Höhere Ergebnisse scheitern (abgesehen vom Schützen) am Abzug und bei der Pardini am Gewicht. Deutliche Unterschiede ergeben sich bei der Zeitserie. Mit der Pardini kann ich kurze Serien <15 sek. (mache ich im Training ab und an), dank des super Abzugs recht zuverlässig um/über 190 schießen, obwohl sie deutlich stärker aus dem Ziel schlägt. Der Abzug der Sport II kriecht etwas, was viel Zeit kostet und bei mir eine deutlich größere Streuung verursacht. Da ist dann so bei Mitte 180 Schluss!

    In meinen Augen ist die Pardini die bessere GK-Sportpistole, Preis-Leistungssieger ist aber die Sport II. Wenn man noch mal 120 – 150 € in eine Abzugsüberarbeitung investiert, hat man eine hervorragende Sportwaffe für immer noch recht kleines Geld! Die Pardini ist mein Tipp, wenn man sie günstig gebraucht bekommt. Habe den Mark fast 1 Jahr lang beobachtet und da waren immer mal recht interessante Stücke. Meine hab ich im absolut neuwertigen Zustand, kaum geschossen und noch 6 Monate Restgarantie für 1.800,-€ gekauft. Die GT 9 in 6“ gibt es auch noch mal ne Nr. günstiger, da ist dann der Griff auch etwas dünner. Eine neue Pardini GT 9 oder 45 würde ich mir allerdings nicht holen. Für das Geld würde ich dann eher mal nach einer ZPW Raptor schauen, die fangen bei 2.300,- an. Also gar nicht mal so sehr viel teurer als eine Taipan oder eine Akah 6.1 SA.

    Wenn jemand Interesse an einem Probeschießen hat, gerne mal melden, wäre im Raum Mittelhessen (zwischen Gießen und Alsfeld) möglich.