Beiträge von Wilhelm

    Hallo Murmelchen,

    da ich auch weder schizo noch Träumer bin, Sportschießen nichts mit Gewalt zu tun hat, ärgern mich diese Berichte über Gewaltanwendung durch Schusswaffengebrauch maßlos. Ich bin ohnmächtig, wenn ich mir vorstelle, wie ich dazu beitragen kann deratige Taten zu verhindern bzw. gegen derartige Handlungen etwas zu unternehmen.

    Solche hirnrissigen Handlungen müssen aufgeklärt werden. Sollten Sportschützen die Handlungen ausgeführt haben, würde ich für den sofortigen Vereinsausschluss derartiger Täter plädieren. Sie haben in einer Sport- und Vereinsgemeinschaft nichts verloren. Sollten es "Nichtschützen/innen" sein, muss in der Öffentlichkeit die Distanz zu derartigen Handlungen/Personen seitens der Vereine kommuniziert werden.

    Abwarten und nichts unternehmen hielte ich in beiden Fällen für falsch.

    Tage allgemeiner Arbeitsruhe

    Die Sonntage und die staatlich anerkannten Feiertage sind Tage allgemeiner Arbeitsruhe.
    Dies ( in § 3) und die Bestimmungen des in § 5 des Niedersächsischen Gesetzes über die Feiertage (NFeiertagsG): sollen dafür sorgen, dass während der Zeit von 7 bis 11 Uhr morgens folgende Veranstaltungen und Handlungen verboten, soweit sie nicht nach Bundesrecht besonders zugelassen oder nach Landesrecht gestattet und unaufschiebbar sind:
    a) öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel und öffentliche Aufzüge, die nicht mit dem Gottesdienst zusammenhangen; das Grundrecht der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 Abs. 2 des Grundgesetzes) wird insoweit eingeschränkt;
    b) die der Unterhaltung oder dem Vergnügen dienenden Veranstaltungen, bei denen nicht ein höheres Interesse der Kunst, der Wissenschaft oder der Volksbildung vorliegt;
    c) Veranstaltungen und Handlungen, soweit sie religiöse oder weltanschauliche Feiern stören oder den Besucherinnen oder Besuchern dieser Feiern den Zugang erschweren.
    (2) Die vorstehenden Einschränkungen gelten nicht für den 1. Mai und den 3. Oktober.

    Wir im Schützenkreis bemühen uns darum, bei Sportveranstaltungen, diese Regeln zu beachten.

    Bei der Organisation von Veranstaltungen wird aber nach meiner Erfahrung dieser Aspekt kaum umgesetzt, aus verschiedenen pragmatischen Abwägungen der Organisatoren und Teilnehmer sogar umgangen.

    Wird das Thema in den Vereinen andernorts konsequent beachtet?

    Ja, Carcano, Selbstbesinnung ist ein Prozess, eine Entwicklung, die nicht damit abgeschlossen ist, sich selbst genug zu sein (aus Schützensicht)! Es ist die Aufforderung an alle, gemeinsam für eine Profilbildung in einer geänderten Zeit zu arbeiten um so einer Fremdbestimmung, Stigmatisierung zu entkommen. Die Zeit ist knapp geworden, die Menschen werden weniger, die sich über ihren eigenen Horizont und dem Geschwätz hinaus für andere einsetzen, insbesondere für die Jugend.

    Meinem "Landesvater" würde es übrigens helfen, etwas über das Profil seines/unseres Landesverbandes zu erfahren. Würde ihm das Profilbild zugänglich sein, müsste er auf Delegiertentagen nicht auf die Besinnung "unserer Stärken" hinweisen. Auf meine anschließende Frage nach den Stärken, die uns ja eine hoffnungsvolle Zukunft bescheren sollen, habe ich bis heute keine Antwort erhalten, außer Ignoranz.

    Einen schönen Sonntag
    wünscht
    Wilhelm

    Aus der mit den Zahlen des DSB zusammengestellten Tabelle stelle ich die Entwicklung der Mitgliederzahlen, der Altersbereichstrukturen sowie deren Entwicklung von 2005 bis 2010 dar.

    Was alle wissen, nämlich den permanenten Mitgliederrückgang seit 1997, insbesondere in den Nachwuchsklassen, die Überalterung, die Strukturveränderung in den Altersbereichen soll mit der Auswertung verdeutlicht, differenzierungen ermöglicht werden.

    Jeder Verein kann seine Mitgliederentwicklung mit den hier dargestellten Entwicklungen abgleichen.

    Der von Dir angesprochene Qualitätsanspruch ist in nur wenigen Landesverbänden in der Realität vorhanden und könnte sich schwerpunktmäßig auf die regionale Traditionspflege beziehen. Die Traditionen sind von Verein zu Verein sehr unterschiedlich und individuell. Die Pflege der Traditionen sollte daher allein den Vereinen überlassen bleiben

    Ein Bundesverband soll auch nicht das Vereinsleben organisieren - das würde ich selbst nicht zulassen. Den Schießsport organisieren ja, die nationalen Themen ja, höhere Leistungsfähigkeit (Professionalität), da stimme ich dir auch zu, einheitliche Ausbildungsrichtlinien, z. b. auch eine anerkannte Jugendleiterlizenz (ungleich Jugendbasis-Lizenz).

    Den letzten Satz "Ich meine die Verbandsmitglieder sollen allerdings selbst entscheiden welche angebotenen Leistungen sie nutzen möchten und welche halt nicht. Das schafft einen gewissen Qualitätsanspruch." solltest Du vielleicht noch ein wenig begründen und erläutern.

    Ich würde durchaus sofort zustimmen, dass der Deutsche Schützenbund als Schützenverband nicht unbedingt auch regionale Unterverbände benötigt und zahlreiche Aufgaben selbst übernehmen könnte. Nur ist die Entwicklung des Schießsports halt deutlich anders abgelaufen. Die einzelnen Vereine schlossen sich irgendwann zu kleineren Verbänden zusammen um gewisse dafür geeignete Aufgaben gemeinsam noch effizienter zu erledigen.
    Man könnte auch deinen Vorschlag noch weiter treiben und grundlegende Entscheidung der International Shooting Sport Federation überlassen. In meinen Augen der falsche Weg: Grundlage ist immer der lokale Schützenverein. Verbände übernehmen nur vereinzelte Aufgaben.

    Der DSB benötigt m. E. schon regionale Unterverbände. Jedoch benötigt er mit einer entsprechenden Satzungsvorgabe ein Direktionsrecht um in bestimmten Angelegenheiten wie z. B. bei der Mitwirkung und Auslegung des Waffenrechts, praktischen Hilfen, rechtlichen Auslegungen, einheitlichen, wirtschaftlichen Organisationsaufgaben, Vorgaben für die Öffentlichkeitsarbeit notwendige Arbeiten zentral, wirtschaftlich effizienter und maßgebend für alle Landesverbände zu erledigen. Das spart in den LV nicht nur Kosten sondern ermöglicht den Landesverbänden auch die praktische Unterstützung der Vereine, die wahrscheinlich zu 100 Prozent von Ehrenamtlichen geführt werden. Das Waffenrecht muss innerhalb des DSB nicht 21 mal unterschiedlich ausgelegt werden. Kommen dann noch die anderen Verbände dazu, gibts weitere Meinungen und Auslegungen. Am Ende wollen alle auch noch Recht haben und füllen mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen die unterschiedlichen Foren und schaffen in der Öffentlichkeit ein diffuses Bild vom Schützenwesen insgesamt.

    Es ist schön zu lesen, dass sich die Vereine zu Verbänden zusammengeschlossen haben um effizienter bei bestimmten Aufgaben zu sein. Das war mal und ist überlebte Vergangenheit! Die Gegenwart verlangt eine Veränderung nich mehr zeitgemäßer , ja hilfloser, unwirtschaftlicher Verbandsstrukturen.

    Der richtige Weg wäre ein staker Verband mit Untergliederungen, die den Vereinen effektive Unterstützung bieten und Ressourcen freisetzen für professionelle Öffentlichkeitsarbeit und verstärkte Ausbildung der Vereinsfunktioner sowie Sportler.

    Das habe ich bereits getan, bevor ich die Frage nach "welcher Spaltung" gestellt habe.

    Mir scheint, dass für die Antwort noch nachgedacht werden muss. Ich kann warten; würde mich aber auch nicht wundern, wenn es ausser propagierten Spaltungsabsichten real keine Spaltung gibt.

    Aus meiner Sicht sind die Zahlen aber trotzdem auch mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. Da die Einstiegsklasse eben auch Durchreichklasse ist, wissen wir nicht, wie hoch die Fluktuation wirklich ist. Wie viele Einsteiger wenden sich nach kurzer Zeit wieder ab und wie viele gehen in die nächst höhere Klasse? Hinzu kommen noch die krassen Unterschiede bei den Absolutzahlen. 16 000 gegenüber 100 kann man nur schlecht vergleichen. Wenn da jeweils 50 fehlen, fällt das bei den einen gar nicht auf, bei den anderen ist es schon die Halbierung des Bestands.

    Das von den Verbändenen erhobene Zahlenmaterial ist in der Tat vollkommen unzureichend um die unterschiedlichen Entwicklungen zu beobachten um daraus ggf. zeitnah zu reagieren.

    Wer allerdings nicht die Absicht hat zu agieren, wird auch keine Hilfen oder Indikatoren haben wollen.

    Eine professionelle Aufarbeitung zur zahlenmäßigen Entwicklung setzt zum Beispiel auch die Angabe von Gründen für einen Austritt voraus.

    Der Zeitaufwand für die zusätzlichen Informationen/Meldungen hält sich in Grenzen.

    Hallo Frank,

    die jetzt angedeuteten Unterstellungen sind haltlos, so schlau bist auch Du. Sie werden somit auch keine Änderung meiner Aussagen zum Erhalt des Schießsports in seiner bisherigen Form führen.

    Leg bitte den Tunnelblick ab. Mit Angst und Verbots- Stillhalte- und Verleugnungsparolen schwächen wir unsere eigene Position als LWB und Sportschützen.


    Selbst die Waffenhersteller haben erkannt, dass das Lichtschießen weiter ausgebaut werden muss.

    Hallo Frank,

    nein Frank, ich "darf" meinen Sport nicht betreiben - ich betreibe ihn jetzt und auch morgen. Und morgen ist die Zeit, in der unser Nachwuchs unser Hobby weiter betreibt - und wahrscheinlich auch darum kämpfen muss, den Schießsport zu erhalten.

    Anstatt Energie damit zu vergeuden in bester Verbots-Manier unserer "Widersacher" auch unseren Kindern den ihnen noch möglichen Schießsport zu verwehren, schlage ich vor, die positiven Energien vor Ort - wie es zum Beispiel Kogge verantwortungsbewusst als Vereinsvorsitzender macht - einzusetzen und z. B. Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

    Es bringt wirklich mehr als sich hier z. T. in sinn- und ergebnislosen Diskussionen zu verlieren.


    Hallo Karl,

    nach meinen Gesprächen mit Vertretern des LV Oberpfalz kann ich deine Vermutung teilweise bestätigen und ergänzen. OPf ist ländlich strukturiert. Die Konkurrenz zwischen den Vereinen ist nicht so groß wie in städtisch geprägten Regionen.

    Der LV hat ein zentral gelegenes LLZ. Die Nachwuchs- und Jugendarbeit wird schwerpunktmäßig gefördert. Dabei kommt das breite Angebot der Disziplinen LD, KK, Bogen, Feldbogen und jetzt auch verstärkt das Lichtschießen den Eltern und Kindern entgegen. Talente werden schnell gesichtet und durch gute Trainerarbeit gefördert. Der Ausbildungsstand der Jugendleiter und Trainer wird als gut beschrieben.

    Die Sonderwirkung "junge Mitglieder aus den Spielmanns- und Musikzügen" kommt hier nicht zum Tragen.


    Der permanente sportliche und finanzielle Vorteil des BSSB und seiner Mitglieder hinsichtlich Nähe und Qualität der DM-/Olympia-Anlage in München-Hochbrück ist unstreitig. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit die sportlichen Spitzenleistungen aus anderen LV grundsätzlich weniger oft vorkommen. Der DM-Austragungsort beeinflusst m. E. nicht die Schülerquote in den einzelnen Vereinen/Landesverbänden.


    Zahlen erklären Sachverhalte - Stärken/Schwächen. Wenn man dann etwas verändern will, kann man unter Abwägung von Chancen/Risiken Maßnahmen ableiten und umsetzen. Zahlen als Zwischenziele/Endziel ermöglichen den Handelnden ihren Erfolg/Misserfolg zu messen.

    Eine sichere Zielerreichung gelingt, wenn mann Null Erkenntnisse hat, nicht aktiv wird und dabei immer auf der Null-Linie bleibt - Das Ergebnis kann man dann nicht mal kaputtreden : 0 (i. W. NULL)

    Viel interessanter ist jedoch die nicht geschriebene und doch kommunizierte Behauptung, dass die Lichtpistole im Modernen Fünfkampf wieder abgeschafft wurde. Dazu würde ich gerne die Quelle und die Hintergründe wissen.

    Hallo Frank,

    o.K., ich bekenne mich schuldig. Nur bin ich eigentlich nur neugierig, um dich, mich, uns alle ein bisschen besser zu verstehen und von einander zu lernen. Dass aus Fragen gleich Probleme gemacht werden, die sich als Dubletten über beinahe jeden Thread legen lassen, ist wirklich nicht meine Absicht.

    Mitunter ist mehr Disziplin und Konzentration auf spezielle Themen zielführender und lässt mehr Geschlossenheit aufkommen - trotz unterschiedlicher Meinungen - aber einem gemeinsamen Ziel.