Beiträge von CoolMint

    Na dann danke an alle, obwohl ich jetzt doch noch ein mal betonen will, das ich die zweite GSP nicht für irgendwelche Selbstverteidigung beantragen will, sondern für die Ausführung meines Schiess- Sports nach den Regeln des DSBl

    Hallo Peter,

    die rein sportliche Ausrichtung Deines Bestrebens geht wohl sonnenklar aus Deiner Fragestellung hervor. Ich denke, das zweifelt doch auch niemand an. Also bitte entspanne Dich.

    Dazu kommt, daß eine Sportpistole für wie Du das bezeichnest "irgendwelche Selbstverteidigung" völlig ungeeignet ist. Schon deshalb wird niemand mit auch nur ansatzweise Sachverstand Deine Bemühungen als einen Versuch zur "Aufrüstung" mißdeuten.

    Dafür gibt es robuste, billige, zuverlässige Gebrauchs- Kurzwaffen mit viel mehr Magazinkapazität und ausreichender Geschoßenergie. Und selbst die wollen unter Stress korrekt bedient sein, was einige Übung voraussetzt. Und weil das bei uns auch den Menschen mit plötzlich erwachtem Sicherheitsbedürfnis klar ist, waren bei kurze Hahn- Doppelflinten (Kutscherflinten) DER Renner. Das ist auch sinnvoll, weil eine Schrotladung in der Nähe gut wirkt, aber die Schrote nicht weit fliegen, was die Gefährdung Unbeteiligter herabsetzt.

    Den gegenwärtigen Zulauf von neuen Mitgliedern mittleren Alters und ihren Motiven sehe ich eher mit gemischten Gefühlen.

    Darf ich fragen, welche Motive Du bei den "neuen Mitgliedern mittleren Alters" unterstellst?

    Na dann mal ein kurzweiliger Vergleich der deutschen und österreichischen Waffengesetze bei „Let‘s shoot“:

    https://www.youtube.com/watch?v=zsxJaJgCL7g&app=desktop

    Danke - hatte ich nicht gekannt.

    Wobei der Gesetzestext in AT alleine nicht alles beschreibt: Vor Jahren war die Polizei erstmalig angewiesen, bei der Waffenkontrolle in einem Fragebogen auch das "Bedürfnis" abzufragen. Als ich "Selbstverteidigung" angeben wollte, meinte der Beamte, daß diese Spalte am Formular nicht vorgesehen wäre. Ich regte an, diese doch gesetzlich vorgesehene Begründung einfach als Anmerkung zu erfassen, was er aber nicht durfte. Grund: Österreich wäre sicher und Selbstverteidigung trotz Gesetz somit kein echtes Bedürfnis mehr, das also auch nicht angegeben werden dürfe. Somit stand ich plötzlich mit einem langen Gesicht aber ohne offizielles Bedürfnis da, bis man mich mit einer hilfreichen Frage auf die passende Begründung brachte. "Tu Felix Austria".

    Spätestens mit dem massenhaften Durchzug diverser Karawanen hat sich diese schöne Illusion der Sicherheit jedoch in Luft aufgelöst. Es gibt seither besonders in den damaligen Durchzugsgebieten einen anhaltenden starken Drang zum legalen Waffenbesitz. Als offensichtlich wurde, daß der Staat einigermaßen hilflos ist und seine Bürger nicht annähernd schützen kann, änderten sich sogar die Mehrheitsverhältnisse in der Politik und das wirkt trotz bislang noch unveränderten Gesetze bis in die Verwaltung durch. Die Frage nach dem "Bedürfnis" wird bei den Kurzwaffen- Kontrollen nicht mehr gestellt. Man wird neuerdings sogar darauf hingewiesen, daß eine Kontrolle von Langwaffen NICHT vorgesehen wäre und man diese NICHT vorweisen müsse.

    Die Entwaffnung gesetzestreuer Bürger scheint nicht mehr vordringlicher politischer Wille zu sein. Diese Änderungen erscheinen als der geänderten Sicherheitslage angemessen und somit begrüße ich sie auch. Andererseits vermisse ich das wohlige Sicherheitsgefühl aus der vor-EU-Zeit. Wir sind eben keine "Insel der Seligen" mehr.

    Und wenn Du die Jagdkarte erwirbst bekommst gibt es dann noch mal zwei WBK - Plätze für KW und unbeschränkte Plätze für HA Langwaffen?

    Braucht Ihr für Schwarzpulver KW und FP jetzt auch keine WBK mehr?

    Psychotest für alle ist wenigstens gerechter und zur Waffenkontrolle meldet sich die Behörde auch an.

    Ich bin keine Anwalt - das ist also keine Rechtsauskunft: Also bei Erstausstellung wird eine WBK immer auf 2 Stück ausgestellt. Das ist der Bedarf, der von der Behörde laut Gesetzgeber ohne weitere Bedarfsprüfung anzunehmen ist. Vorher braucht es einen Befähigungsnachweis (Kurs beim Büchsenmacher) oder Jagdkurs, bei dem das KW- Grundwissen ebenfalls vermittelt wird. Auch benötigt man einen Psychotest oder man ist Jäger, was einem Nachweis psychischer Gesundheit gleichkommt.

    FP = Freie Pistole = Kurzwaffe und belegt einen Platz auf der WBK

    Schwarzpulver Kurzwaffe - weiß ich nicht.

    Mit einer Waffenbesitzkarte dürfen die Waffen transportiert aber NICHT geführt werden. Dazu wäre ein Waffenpass nötig, der an einen Bedarfsnachweis gebunden ist.

    Mit dem kommenden Gesetz kann dann ohne weitere Begründung alle zwei Jahre um zwei zusätzliche Waffen bis auf maximal 10 Stück erhöht werden. Davon abgesehen gibt es die Möglichkeit, Erweiterungen wegen Sport oder Sammeltätigkeit zu beantragen. Für einen aktiven Sportschützen mit Ergebnislisten ist das eher harmlos. Es gibt keine Kaliberbeschränkungen, Voreinträge, und was auch immer. Man begründet vernünftig, verhält sich vernünftig und die Behörde handelt mit Augenmaß im Sinne des Bürgers.

    Jagd: Bislang war das Führen von Waffen der Kategorie B (Kurzwaffe und alle Halbautomaten) bei der Jagd nur mit Waffenpass erlaubt. Ab dem neuen Gesetz wird das "im Rahmen der Jagdausübung" allgemein erlaubt werden. Zusätzlich fallen die Verbote für "Schalldämpfer" und "Gewehrscheinwerfer". Damit wird es hoffentlich wieder möglich, in die Sauen- und weitere Wildbestände im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen einzugreifen.

    Waffenkontrollen erfolgen unangemeldet alle 5 Jahre. Die Kontrolle ist kostenlos für den Bürger und kann auch nicht beliebig oft angesetzt werden. Hab ich gerade hinter mir und erfolgte äußerst höflich, korrekt, mit angenehmen Umgangsformen. Einfach vorbildlich.

    Die umfänglichen Vorschriften über Sicherheitsklassen von Tresoren und getrennte Verwahrung der Munition bestehen hier nicht so wie in DE. Es reicht ein Hotelsafe mit Zahlenschloß, der festgeschraubt ist.

    Nein, es geht hier um den Dachverband, der muß bei jeder neuen Kurz- Waffe (Pistole) das Bedürfnis des Schützen gegenüber der Behörde bestätigen. Ohne diese Bescheinigung des zuständigen Schiesssport- Verbandes, in Deutschland, dem Landesverband, bekommt der Sportschütze keine WBK und keine nachträglich erneut beantragte Pistole (Halbautomat) in eine vorhandene Waffenbesitzkarte eingetragen. Den Voreintrag braucht er Sportschütze um die Waffe kaufen zu dürfen. Nach dem Erwerb muß der Sportschütze dann erneut die Waffe beim Amt in die WBK eintragen lassen mit Hersteller und Waffennummer.

    Hab ich doch gemeint: https://www.youtube.com/watch?v=wAoUNTRFgvM

    Hier in Ösiland erhält man eine Waffenbesitzkarte. Die benötigt man aber nur für Waffen der Kategorie B (Kurzwaffen oder Langwaffen- Halbautomaten). Sonstige Langwaffen sind erlaubnisfrei. Mit WBK marschiert man zum Händler, kauft was einem zusagt und meldet das dann zeitnah der Behörde, die das einträgt. Ende der Durchsage.

    Ich habe beispielsweise drei Pistolen in .45 ACP: Wettkampfwaffe, Reservewaffe, ehemalige Wettkampfwaffe, mit der mich noch Erinnerungen verbinden. Und noch drei Plätze auf der WBK frei. Und was ich mit denen mache, liegt in meinem Ermessen.

    Munitionserwerb: Mit einer WBK kann man hier ganz ohne irgendwelche Zusatzgenehmigungen rechtmäßig Kurzwaffenmunition kaufen. Einfach so. Warum auch nicht? Was soll ich mit einer Waffe ohne Munition? Ich brauche ja zu meinen Auto auch keine Treibstofferwerbserlaubnis beschränkt vielleicht noch auf Normalbenzin.

    Regelungen ändern sich im Laufe der Zeit und jedes Land entwickelt sein Rechtssystem nach eigenem Gutdünken weiter. Soll so sein. In diesem Fall empfinde ich im Vergleich zum Bundesdeutschen so eng wie irgend möglich geschnürten Vorschriftenkorsett so etwas wie einen Hauch von wohltuender Freiheit. Selbstverständlich schätze ich Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Die haben wir hier aber auch... Und in der Schweiz werden die Soldaten sogar ermuntert, ihre persönliche Waffe (Sturmgewehr) nach Dienstende privat zu erwerben. Das kosten unter sFr 100,- Verwaltungsgebühr. Und die Schweiz ist noch sicherer trotz oder vielleicht wegen der vielen Waffen in Privathand. Das nur als Gedankensplitter aus dem Nachbarland.

    Die Befürworter in den Landesverbänden haben ihre Richtlinien, an die sich sich halten müssen!

    Mir wurden z.B. in den ersten 18 Monaten nach Sachkundeprüfung
    .22

    .357 Mag
    .44 Mag

    .45 ACP

    9mm
    bewilligt, aber einen .22er Revolver gibt es nicht!

    Also bei uns in Österreich ist vor der Ausstellung einer Waffenbesitzkarte üblicherweise ein Psychotest zu bestehen. Dabei wird wohl die Frustrationstoleranz abgefragt, um künftigen Missbrauch der Waffen unter psychischer Belastung zu vermeiden.

    In DE wird wohl erst die Waffenbesitzkarte ausgestellt, die für sich alleine gar nichts besagt. Dann folgt ein endloser Marathon von Bittgesuchen, Behördenwegen, Voreinträgen Wartezeiten, Munitionserwerbsberechtigungen... Von Außen gesehen ist das wohl auch eine Art Test auf Frustrationstoleranz. Es erinnert mich ein wenig an das Haus das Verrrückte macht.

    Hallo Parallax

    das Scatt montiere ich bei meiner MG2E-RF so wie die Fotos im Thread:

    Adapter für Scatt an PARDINI SP und andere Sportpistolen

    #2

    Gruss

    Sorry für die grosse Schrift, habe den Titel kopiert....

    Adapter für Scatt an PARDINI SP und andere Sportpistolen

    Hallo helfe,

    Dein Hinweis ist super. Aber: Wenn Du in dem Beitrag auf den Du hinweisen möchtest auf das blaue #2 klickst, kommt ein Fenster und Du kopiert einfach den ersten Link, der da drin erscheint und setz ihn in Deinem Post ein. Das sieht dann aus wie die Zeile oberhalb und springt direkt zum Beitrag.

    Die Idee mit dem Adapter- Umbau finde ich übrigens genial. Wäre ein Grund mehr, die RF- Version zu nehmen.

    Das ist entscheidend, alles was sie nicht kann, muss zum Teil mit erheblichem Aufwand ausgeglichen werden, im Nachhinein.

    Zum Beispiel (...) (...) lässt sich so etwas mit erheblichem Aufwand anpassen, nicht immer aber oft.

    Letztendlich ist es immer ein Mehrwert so eine flexieble Waffe zu besitzen, nicht zu letzt auch beim Wiederverkauf, weil die für jeden Interessenten attraktiv sind.

    Ein zeitgerechtes Musterbeispiel dafür, daß es mühsam wird, die in der Weltspitze beliebteste Waffe zu schießen, wenn sie doch zur eigenen Hand nicht recht passen will:

    Auch wenn die angesprochenen Abrundungen schön und sachgerecht ausgeführt werden, hat die Waffe danach doch kaum noch einen Wiederverkaufswert. Sie ist unweigerlich "verbastelt".

    Wenn ich das so lese: Was bin ich doch wieder mal zutiefst froh, daß ich keine Vereinsfunktion mehr habe!

    Es war eine interessante Zeit, die ich nicht missen möchte, trotz all der endlosen Diskussionen um Nichtiges, dem Hickhack und dem Gezerre um Kleinigkeiten, die Intrigen und Ränke. Dann reihum der Auftritt der Wadenbeißer und Stuhlbeinsäger auf den Versammlungen. Das ist wie die Taiga im Sommer, wo man die Schönheit der Landschaft vor lauter Mückenschwärmen auch nicht mehr sieht.

    Irgendwann reicht es, man tritt zurück und wird wieder einfaches, konsumierendes Mitglied. Das Gezänk verhallt in der Vergangenheit und langsam kommt die Freude am Sport selbst wieder auf, für den man sogar wieder Zeit findet, weil man nicht mehr mit der Abwehr "lästiger Mücken" beschäftigt ist.

    Zum Glück finden sich immer wieder Idealisten, die trotz Undank und Schelte einen Verein einige Zeit weitertragen, bis auch ihre Geduld erschöpft ist. Von meiner Seite darum ein herzliches "Danke" an alle Vereinsfunktionäre.

    Da es nun etwas ernster wird mit den Gedanken an eine Sportpistole in Form einer MG2E, stellt sich die Frage, ob man mit oder ohne "RF" möchte. Zwar habe ich (noch) nicht vor, bei OSP mitzuschiessen, aber wenn ich mich an die früheste Kindheit zurückerinnere und an die ersten SW- Olympia- Fernsehbilder, dann war es der OSP- Wettbewerb, der mich tief beeindruckte. (Also SW = Schwarz- Weiß und nicht S&W)

    • Spricht (außer dem Mehrpreis) etwas dagegen, sich gleich die RF zu nehmen?
    • Hat / kennt jemand die MG2 mit und ohne RF und kann vielleicht aus eigener Erfahrung die Unterschiede beim "Schießgefühl" darlegen?

    Das mit dem Klemmen im Patronenlager stimmt zwar oft, liegt aber m.E. an der anderen Hülsenmaterialmischung des Messings, nicht am Crimp (der "Würgung").
    Besonders wüst klemmt z.B. ältere russische Munition mit Messinghülsen, die hat fast keinen Rückspringeffekt nach der Anfangsliderung. Remingtonhülsen hingegen springen tadellos zurück; sie sind dementsprechend oft auch beschmaucht.

    Carcano

    Geht es hier um Kleinkaliber- Munition oder Großkaliber?

    Die "Ballermunition" CCI-SV halte ich für mein Präzitraining geeignet- siehe Schussbild. Für Fallscheibentraining und -Wettbewerbe sowieso. Für mich kein wahrnehmbarer Unterschied - auch bzgl. Zünd- und Zufuhr/Auswurfverhalten.

    Das wird so schon zutreffend sein und geht bei den Kosten in eine Richtung, die mir natürlich gefällt. Man muß ja nicht jeder Werbemasche aufsitzen.

    Wobei mir auffällt, daß Dein Beitrag bezüglich Munition die erste qualitative Aussage ist, die ich so in diesem Forum gefunden habe und die ich direkt für die Entscheidungsfindung verwenden kann. Danke.

    Offen bleibt aber noch, ob das jetzt ein "ausgeschossenes" Los ist oder einfach der Griff ins Regal beim Händler.

    Der Büchsenmacher meinte auch, daß deutliche Unterschiede sich wohl erst bei 50 bzw. 100 m zeigen würden. Der Mann war kompetent und ohne jeden Verkaufsdruck unterwegs. Wäre ich in der Nähe von Nürnberg, hätte der Laden einen Stammkunden an mir.

    Wenn ich mir das Trefferbild so ansehe, ist die Zufallsstreuung augenscheinlich erheblich kleiner als die Schützenstreuung und damit lassen sich klare Aussagen ableiten, welcher Art die Schützenfehler sind. Wobei mit steigender Ringzahl die Streuung kleiner werden muß, um sinnvolle Schlüsse aus dem Schaubild ziehen zu können. Wenn das also noch mit Billigstmunition geht, dann auf zu neuen Ufern!

    Letzte Woche beim Büchsenmacher fragte ich wegen der Qualitäten bei KK- Munition für Pistole nach. Er nahm zwei GSP Expert aus dem Regal und zeigte die Schußbilder, die ohne Munitionsanpassung (Ausschießen) erstellt wurden. Er meinte, daß man im Werk bei Walther grundsätzlich Lapua- Munition verwende, die bei hoher Qualität zu hohen Preisen verkauft würde.

    Auf Rückfrage zur allgemeinen KK- Munitionslage meinte er, daß es da einen US- Amerikanischen und einen Europäischen Ansatz gäbe: In USA würde Kleinkaliber hauptsächlich als billige Munition zum Ballern (Plinking) gesehen. Alles was einen Treffer auf 10m auf die sprichwörtliche Coladose hergäbe, wäre gut genug. Bessere Qualität wäre unnötig aber dafür könne die Muni gar nicht billig genug sein und würde zum Teil als Schüttgut in Kübeln angeboten. Qualitätsmunition wäre die Ausnahme.

    In Europa würde fast nur Qualitätsmunition für Sportzwecke aufwändig gefertigt und qualitäts- geprüft. Dafür seien aber auch die Preise etwas höher aber für die Qualität auch angemessen.

    Hier ein Film über die Fertigung von Lapua in Deutschland: https://www.youtube.com/watch?v=hbEHP5qwo2E

    Da wird klar, wo der Unterschied zu CCI liegt: https://www.youtube.com/watch?v=_rCZHG_eEak&t=446s

    Nicht schlecht, wenn man mal Gelegenheit hat, einen Büchsenmacher zu sprechen und nicht nur Verkaufspersonal.

    Generell kann man sagen dass eine Vorsortierung (je nach Marke) nach Exzentrizität (also aussermittigem oder schrägem Geschoßkopf) zu 30-40% wichtig ist. Ein weiterer wichtiger Anteil (30-40%) stellt die Betrachtung des Geschosses und der Krimpung dar. Die evtl. restlichen 20-40% der Streuungsrelevanten Faktoren der Munition liegen im Verborgenen. Hinzu kommen evtl. Waffen bzw. Lauftechnische Faktoren.

    Also diese Diskussion finde ich eben so interessant wie nützlich. Danke für die Einblicke.

    Von außen sichtbar wären also ungefähr 60 bis 80 % der Streuung durch Abweichungen im Geschoßsitz und Geschoßform aufzufinden. Das ist doch ein sehr guter Anfang.

    Wenn ich das richtig verfolge, werden die Auswirkungen hauptsächlich auf die Gewehrdisziplinen bewertet. Sind Abschätzungen auch zu den Auswirkungen bei Sportpistole vorhanden?

    Die Lauflänge ist bei den meisten gleich= 152mm. Steht vermutlich in der Sportordnug, Match Guns schreibt auf der Webseite " mit der maximal zulässigen Lauflänge von 152mm"!

    Die Maximallänge 152 mm wären die 6", die auch im US- Raum gelten. Bei der Tesro ist der Lauf 113 mm lang (oder kurz) und bei der GSP Expert 115 mm. Bei den kurzläufigen Waffen liegt das Magazin vor dem Abzug, was nur einen verhältnismäßig kurzen Lauf erlaubt.

    Ist bei empfindlichen Waffen wie der MG und der SSP sehr Sinnvoll, auch bei jeder anderen wenn man schon weis, das sie nicht alles frißt.

    ich versuche gerade, etwas Struktur in die Waffenauswahl zu bringen. Wie ist das nun mit der Lauflänge wirklich? Die MG2 hat ja einen längeren Lauf als andere Waffen, die das Magazin vor dem Abzugsbügel haben. Die kurzen Läufe benötigen, so weit ich das bis jetzt verstanden habe, stärkere Ladungen, um zuverlässig zu repetieren. Die MG mit ihrem etwas längeren Lauf sollte da unempfindlicher sein und auch mit weniger starken Ladungen zuverlässig funktionieren.

    Kann man das so sehen?

    Inwiefern wäre die MG dann doch empfindlich? Geht es da um Waffenstörungen oder um starke Veränderungen im Trefferbild?

    Wer die Frage so stellt, zeigt meiner Meinung nach nur wir wenig Grundwissen zum Thema da ist.

    Ich beispielsweise halte mich an den Grundsatz: "Frage, und du stehst vielleicht einmal dumm da. Frage nicht, und du bleibst ein Leben Land dumm" und hoffe auf Antworten, die mich weiterbringen, auf daß mein Grundwissen ansteige.

    In diesem Sinn bedanke ich mich mal zusammenfassen für alle bisherigen Beiträge.

    Da ist jetzt noch die Frage, ob das die Muni zu 0,07 oder 0,30 pro Schuß ist. Eine Messinghülse und ein verkupfertes Geschosses wären doch (nehme ich an) Merkmale einer höhenwertigen Ausführung.

    So wie die Geschosse aber behandelt werden und wie der Mensch am Filmbeginn die Zündpaste hochmotiviert und voller Freude immer ganz genau gleich in die Träger hineinschmiert, so gleichmäßig und eng wird auch das Trefferbild sein.

    Vielleicht ist das aber auch die Ware, die zu 17mm Streukreisen führt?

    Erst hatte ich gedacht, das Ausschießen wäre verfeinerte Auswahl perfekt abgestimmter Qualitätsware auf die eigene Waffe. Nach dem Video beschleicht mich das Gefühl, daß es um das Erkennen und Ausschließen besonders minderwertiger Lose geht. Qualitätssicherung durch den Endverbraucher gewissermaßen.

    Man entscheidet sich schon im Vorfeld über gewisse Kriterien wie Preis, Funktion etc. für eine oder 2 Modellreihen und holt von der dann 4,5,6 verschiedene Päckchen mit unterschiedlichen Losnummern, dann geht das testen los.

    Das hieße im Umkehrschluß, daß man eine bestimmte Munition Marke/Type als für eine bestimmte Waffe geeignet erkennt und diese dann über verschiedene Lose beibehält?

    - Wie geht man also beim richtig Munitionstest vor und was ist das Ergebnis?

    - Und wie findet man möglichst eine Waffe, die ein unempfindlicher Allesfresser ist?

    Da war ich wohl etwas zu schnell mit der Anfrage hier im Forum - Auf der Seite von Meyton gibt es eine Anleitung zum Herunterladen von Daten. Die hab ich gefunden und mal studiert. Demnächst probiere ich das mal aus.

    Zur weiteren Verwendung sollen Daten: Gibt es jemanden hier, der Auswertungen über die Ausdruck der Meyton- Systeme hinaus fährt oder nutzt?