Beiträge von CoolMint

    Als der Karl vor einigen Jahren mal erklärt hat wie man sich das schießen mit beiden Augen angewöhnt erklärten ihm jüngere Trainer dass man das heute nicht mehr macht sondern einfach eine helle Abdeckung vor das nichtzielende Auge bringt.

    Dann habe ich da wieder mal die neuesten Entwicklungen versäumt. Bin ja auch schon alt. Beim GK- Schießen habe ich normalerweise beide Augen geöffnet. Bin eindeutig Rechtshänder mit einem stark dominanten linken Auge. Gezielt wird mit dem rechten Auge. Angewöhnt hatte ich mir die offenen Augen auf Anraten eines Spitzenschützen, der meinte, das wäre die auf Dauer bessere Variante, wegen des räumlichen Sehens für dynamische Bewerbe.

    Die Steuerzentrale (Gehirn) kann auch das lernen, auch wenn es etwas dauert. Der Schädel ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. Oder so.
    Gerade im Freien bei wechselnden Lichtverhältnissen oder wenn ein Schlagschatten über die Scheibe wandert, möchte ich die Vorteile nicht mehr missen.

    Naja, nicht jeder Bundesligatrainer im Fußballist ein Fußballgott wie Ronaldo!

    Ich glaube die eigene Schießfertigkeit ist eher Nebensache, so lange die Ratschläge, Anleitungen und Techniken fachlich korrekt sind und dem Schützen der sie bekommt auch dabei hilft seine Leistungen zu verbessern.

    Diese Ansicht scheint mir sachlich richtig. Aber hier zählt die Sicht des zu schulenden Schützen. Der Wurm muß dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

    Auf jeden fall finde ichDdein Video gelungen und passend. Aber es hat eben auch Gründe, daß sich die Ratgeber nicht in Massen finden und geradezu abgewehrt werden müssen.

    Das Grundproblem ist und bleibt nicht wirklich das Fehlen von Inhabern solcher Lizenzen, sondern das Problem ist und bleibt das Fehlen von willigen Personen, die sich bereitwillig den Anfängern und auch Fortgeschrittenen annehmen und sie in den Sport heranführen und die Basics beibringen.

    Vielleicht hat es ja doch am Rande auch etwas mit einer Trainerlizenz zu tun, die etwas "Offizielles" hat und die dabei hilft, von den rangniedrigeren oder gleichrangigen Männchen als "fachlicher Vorgesetzter" halbwegs akzeptiert zu werden. Nach den ersten zwei Schießstandbesuchen ist fast jeder Schütze "Fortgeschrittener", weil er das Klo alleine findet. Auf gar keinen Fall ist er mehr "Anfänger". Warum sich also von einem anderen "Fortgeschrittenen" was erzählen lassen?

    Um ohne offizielle Lizenz oder klaren Auftrag vom Vereinsvorstand eine Art Ratgeberfunktion wahrnehmen zu können, muß von den anderen Schützen unbestritten der fachliche Vorsprung des "Trainers" anerkannt werden, sonst endet das blamabel in einer Abfuhr und spätestens dann stellt sich sicher niemand mehr freiwillig als Ratgeber zur Verfügung. So viel zu einer gruppendynamischen Erklärung des "Trainernotstandes".

    Ich sage dann meinen Schützen: "Ist genau das Gleiche, nur etwas anders!"

    Ich sehe das ungefähr: "Ist eigentlich ganz anders, aber doch irgendwie ähnlich".

    Vielleicht sollte ich ja versuchen, mehr das Verbindende als das Trennende zu sehen. Was auch ein schöner Satz für eine Weihnachtspredigt wäre. Ich bespreche das mal mit mir selbst. Mal sehen, ob ich mich überzeugen oder wenigstens überreden kann.

    Ich stehe zusammen mit meiner Frau jede Woche 3x auf dem Stand (insgesamt netto 6 Stunden, also ohne drumrum wie Vorbereitung, Nachbereitung, Wettkampfbegleitung, Spezialtraining OSP ...) allein für die DSB Jugendarbeit. Dann noch "just for fun" das Fitmachen der Willigen für BDS-Wettkämpfe (Speed, Fallscheibe sowie Standardprogramme in "kurz" und "lang"...). Nebenbei arbeite ich Vollzeit in einer Berufsschule.

    Da habt Ihr Euch eine schöne und anspruchsvolle Aufgabe vorgenommen. Bravo! Und Gratulation zur Familie, die da geschlossen mitmacht.

    Wenn Du eine Kopie davon brauchst: AP20 Anleitungen

    Abzug einstellen ab Seite 22.

    Da es sich um eine stark vereinfachte LP400 handelt: lieber 3x mehr den Abzug überprüft als beim Wettkampf geloost!

    Danke für den Link! Da wird klar, warum Google nichts ausspuckt, so wie ich gesucht habe.

    Was Reparaturen / Umbauten betrifft, bin ich je Fachgebiet / Waffe zur Suche nach dem "Büchsenmacher des geringsten Misstrauens" übergegangen. Nicht jede Suche ist aber erfolgreich. Leider...

    Wobei wenn ich richtig informiert bin, ist bei Euch in Österreich der Schießsport in einem Verband organisiert. Ich würde jetzt mal von meiner heutigen Sicht aus sagen wenn das so ist dann hat das auch gewisse Vorteile. Die Verbandsquerelen und der nutzlose Futterneid der durch die ewige Reibung entsteht, fällt weg.

    Aber du kannst uns ja mal aufklären wie es in der, Euerer Realität ist. Und ob ich richtig liege.

    Also ohne Anspruch auf eine "abschließende Wahrheit" würde ich sagen, daß der Futterneid nicht wie in DE zwischen unterschiedlichen Verbänden sondern innerhalb eines Verbandes zwischen den Disziplinen auftritt. Bei uns gibt es den ÖSB, in dem so ziemlich alles zusammengefasst ist, und wo auch die historisch bewaffneten Trachtengruppen dazugehören. Das ist wohl das Gegenstück zum DSB. Die einzelnen Vereine sind ganz unterschiedlich ausgerichtet je nach Interessenlage und vorhandenen Schießmöglichkeiten. Ob das besser ist als in DE? Ich weiß es nicht.

    Richtiges Großkalibertraining ( DSB ) ist nur mit viel eigeniniziative zu betreiben. Ein großer erfahrungsaustausch unter den Schützen findet kaum statt.

    So ungefähr kenne ich das auch. Im Gegensatz zum Luftschießen ist bei GK durch den Scheibenwechsel und durch die wirkungsstarke Munition schon aus Sicherheitsgründen ein ganz anderes Maß an Abstimmung und straffe Disziplin der Schützen nötig. Normalerweise geht man da nicht einfach mal alleine auf den Stand und trainiert ein wenig. Dann gibt es so gut wie keine Jugendarbeit, weil es fast keine GK- Jungschützen gibt.

    Meist kommen die GK- Einsteiger über den Gedanken des Selbstschutzes zu einer GK- Waffe und der Bewerb FFWGK ist bei uns auch ganz offiziell dafür vorgesehen, die Besitzer von Gebrauchswaffen hinter dem Ofen vorzulocken, damit sie den Umgang mit ihrem Werkzeug in einem Verein unter geordneten Umständen üben.

    Wer als Neuling höflich fragt, bekommt meist auch Auskunft. Ob die wirklich hilfreich ist, steht aber auf einem anderen Blatt. Und davon hängt es ab, ob sich ein sportliches Interesse entwickelt, weil der Neuzugang bemerkt, daß er auch eine echte Chance hat, was dazuzulernen und dann besser zu treffen.

    Hat zur Folge, und das ist mein Eindruck wer es im GK geschafft hat, gibt kaum was preis. Man trifft sich auf LM oder DM Basis, hat auch nette höfliche Gespräche untereinander, aber keiner lässt sich gerne in die Karten schauen.

    Und wieder sind wir an der Spitze bei den selbstmotivierten, analytisch denkenden Einzelkämpfern, die sich selbst alles zusammensuchen und in allen Einzelheiten aufbauen, was sie brauchen. Bei GK sind so viele Fehlinformationen unterwegs, daß jeder aufstrebende Schütze ohnehin ständig probieren und für sich selbst entscheiden muß, was nützlich ist und was auch in sein persönliches Konzept passt. Mit diesem Erkenntnissen dann die eigenen Wettbewerber zu füttern, ist vielleicht etwas viel verlangt.

    GK ist keine Olympische Disziplin, noch nicht mal International, da wird niemand investieren. Als ich seiner Zeit eingestiegen bin, habe ich auch Quellen dazu gesucht. Die gibt es offiziell bis heute nicht.

    Der Makel "nicht Olympisch" wurde mir von einem regionalen Funktionär wörtlich entgegengehalten, als ich ein paar (kostenlose) fördernde Aktivitäten anregte. Da hab ich was wichtiges für das Leben gelernt: Seither können die mich auch...

    Es geht um den Kampf um Fördergelder und talentierte zukünftige Sieger für die eigenen Disziplinen. Und wenn man andere ausmanövrieren kann mit dem Argument "nicht olympisch", dann wird es genutzt. Aber einen echten Drang zur Olympiade im örtlichen Verein habe ich noch nicht festgestellt. Ich weiß aber auch nicht, ob ich darüber wirklich unglücklich sein soll. Es gibt Wichtigeres als nur die Ringzahlen für die Jungschützen zu lernen. Beispielsweise in Talentsuche geht es nach meinem persönlichen Empfinden weniger um die Förderung von Jungschützen sondern um das Aussieben künftiger Sieger, die ihre Jugend dem Ehrgeiz eines Vereines oder Trainers oder ihrer Eltern opfern. Würde ich meinen Nachwuchs dort abliefern? Ich weiß nicht recht.

    Offizielle Quellen gibt es bis heute wirklich nicht. Aber es gibt Eigeninitiative und das Internet und wer ausreichend gut Englisch kann, findet fast jede Info zum GK- Schießen. Damit wird GK von der "Ballerei" gewissermaßen zur Sportart für eine "sprachgewandte Bildungselite". Und die GK- Disziplinen organisieren sich parallel zu den traditionellen Verbänden seit Jahrzehnten in IPSC, PPC, Bianchi usw. weltweit. Da gibt es einen regen internationalen Austausch mit Bewerben bis zur WM. Spitzenschützen leben da auch von ihrem Sport und das meist ohne staatliche Programme. Es ist also nicht so, daß für GK die Welt stehengeblieben ist, weil die traditionellen Verbandsstrukturen sich anders orientieren. Man geht nur andere, eigenständige, flexiblere Wege.

    Insofern ist ein lizenzierter DSB-Trainer zwar ganz nett ausgebildet, aber eben nur Schmalspur. Für die olympischen Disziplinen in erster Linie. Aber das ist ja nicht unbedingt das, was in den Vereinen als Breitensport gewünscht ist.

    Als Schütze, der beide Extreme (LuPi und GK) schießt, ist mir klar, daß die Disziplinen unterschiedlicher gar nicht sein könnten. Mit einer Trainer- Ausbildung wie oben beschrieben, steht man bei GK auf verlorenem Posten.

    2. Viele gute Schützen würden zwar gerne Ratschläge annehmen, aber selber selten welche geben und ihre Erfahrungen für sich behalten. Jeder ist sich selbst der Nächste.

    Stimmt genau. Man könnte ja die so schwer erkämpfte Stellung in der vereinsinternen Hackordnung gefährden. Ich selbst wurde schon verwundert gefragt, wer mir denn das Schießen beigebracht hätte. Über die Jahre hatte ich zwar äußerst vereinzelt Tips von einem Spitzenschützen (WM- Niveau) bekommen, die durchaus wertvoll waren. Am Ende ist man bei GK aber fast alleine auf sich selbst gestellt, wenn man nur schon über das Mittelfeld in der Vereinsmeisterschaft hinauswill. Daher kommen vielleicht auch die eher etwas anders als bei LuPi gearteten typischen Persönlichkeiten bei den erfolgreichen GK- Schützen.

    https://www.youtube.com/watch?v=0xG3hYmWX44

    Was/wie denkt ihr darüber ?

    Ich denke, der kennt sich aus.

    Ich selbst habe im GK- Verein anderen Schützen Grundwissen vermittelt, damit der Bereich nicht ganz ausstirbt und ich als letzter Mohikaner das Licht ausknipsen muß. Das hat sehr gut gewirkt und ich bin jetzt nicht mehr der Einzige, der Lametta heimbringt. Aber da muß man erst mal Interessierte und Aufnahmebereite finden. Bezeichnend für die innere Einstellung war aber auch die Frage an mich, wie ich denn damit umgehen würde, wenn man mich in den Ergebnissen überhole, da ich ja nun alle meine "Geheimnisse preisgegeben" hätte?

    Bei LuPi, wo ich ehrlich gesagt wenig persönlichen Ehrgeiz entwickle, waren da zu Beginn zwei Nachwuchsschützen, die sich so ohne jedes Grundwissen abmühten, daß ich mal wieder den Mund nicht halten konnte. Die Tips fanden Gefallen und es kam richtig Schwung in die Sache. Man hat mich im Verein einfach durch Applaus zum "Kurzwaffentrainer" bestimmt. Das habe ich jetzt davon. Aber ich selbst freue mich über die Fortschritte und daß es jetzt schon drei sind, die sich informieren und helfen lassen und durch die Unterstützung eine Perspektive im Sport erkennen. Und ich bekomme sogar Lob dafür, daß bei LuPi jetzt die Teilnehmerzahl und das Stimmungsbarometer nach oben zeigen. Was will man mehr vom Schützenleben?

    Habe ich eine Trainerlizenz? Nein.

    Will ich für die Unterstützung Geld? Nein.

    Wäre ich bereit, einen Kurs zu machen, um das oben Beschriebene offiziell tun zu dürfen? Ich glaube nicht.

    Ich betreue einige Nachwuchs- Luftpistolenschützen im Verein. Zwei davon schießen mit Hämmerli Luftpistolen. Eine AP20 und eine etwas ältere - besser ausgestattete mit Holzgriff. Beide Waffen gehören etwas nachjustiert und eventuell gepflegt. Als an der AP20 am Abzug etwas zu befestigen war, wollte ich das nicht angreifen, obwohl ich Techniker bin. Als die Waffe vom Walther- Stützpunkthändler zurückkam, ließ sich der Spannhebel nur noch knirschend bewegen. Dann war am Ende doch wieder ich dran und jetzt läuft sie wieder.

    An beiden Waffen wäre mal eine Durchsicht / Wartung und eine vernünftige Einstellung des Abzuges nötig. So weit ich das verstanden habe, sind das Grundbausteine einer Walther LP400, deren Wartungsanleitung eigentlich passen müsste. Eigentlich sollte die Walther- Vertretung damit auch perfekt umgehen können. Ergebnis aber siehe oben...

    Somit suche ich nach Informationen, ob und wie die Wartung / Einstellung sinnvoll und zuverlässig selbst im Verein erledigt werden kann. Hat jemand entsprechende Erfahrungen und kann mit Ratschlägen weiterhelfen?

    Danke vorab.

    1.) der leistungsorientierte und ambitionierte Sportschütze, der sogar ein online-Tagebuch schreibt und jede Gemütsregung bei jedem Schuss im Nachgang noch haargenau analysieren kann. In diese Rubrik fallen auch Leute, die alle Abläufe derart perfektionieren wollen, daß sogar die Schnürung ihrer Schießschuhe derart eine Rolle spielt, daß es ein Thread im Forum wert ist.

    2.) der Hobby-Sportschütze, der dann zum Schießen geht, wenn er Lust drauf hat, für sich selbst schießt und sich freut, wenn er sein selbstgesetztes Limit erreicht hat. Der nach zwei Stunden Spaß am Stand noch weitere zwei Stunden Spaß bei Speis und Trank mit seinen Schützenkumpels hat.

    Beide Kategorien wollen doch nur ganz harmlos kommunizieren.

    • Das online- Tagebuch im Forum ist der einzige Ausweg, mit solchen Themen dem strafweisen Teeren und Federn am Stammtisch zu entkommen. Es findet sich die passende Gruppe virtuell. Vorteil: Keiner muß das über sich ergehen lassen. Man liest einfach nicht mit und gut ist. Das ist Soziale- Medien- Kompetenz.
    • Der Hobby- Sportschütze tut das Gleiche am Stammtisch mir leicht verdaulichen Themen und verstellt sich erfolgreich so, als interessierten ihn im Gegenzug die Erzählungen der anderen Schützen. Das nennt man Sozialkompetenz.

    ...und Friede auf Erden und ein Wohlgefallen den Menschen.

    Ja ja, Zeit Totschlagen ;)

    Man kann sie auch mit der Suche nach Verborgenem verbringen.

    Hab mal aus lauter Neugier abgeschossene Hülsen eines Munitionstests im Nachhinein auf die Güte der Krimpungskonzentrizität getestet.

    Ich glaube, jetzt wird es wirklich mühsam: Wenn Du feststellen willst, woher die Maßabweichungen kommen bzw. was sie ihrerseits bewirkt haben könnten, wird man um ein solches Diagrammhttps://idw-online.de/de/newsimage?id=89508&size=screen nicht herumkommen. Dazu muß der Radius abhängig vom Drehwinkel aufgenommen werden. Natürlich nicht mit so einem Luxusinstrument wie die Forscher. Aber eben doch ausreichend genau, um die Charakteristik der Form zu verstehen. Dann wird auch klar, ob es eine Delle, außermittiger Lauf oder nur Rauhigkeiten sind. Und man wird mehrere Messungen mitteln müssen...

    Aber Vorsicht: "Wer viel mißt, mißt Mist"

    Kritisch wird es doch dann wenn einer dieses Modell kauft, mit dem wissen, so nach dem Prinzip Hoffnung, rationale andere Überlegungen können es doch nicht mehr sein, oder ?

    Du gehst von davon aus, daß Kaufentscheidungen rational getroffen werden? Dann bitte zurück bei DKT (oder monopoly) auf das erste Feld und drei mal aussetzen mit Würfeln. Das ist die ganz große Ausnahme. Für diese kleine Minderheit kann man keine cooooooolen Produkte entwicklen.

    Laut Verkaufspsychologie läuft das so: Normalerweise wird zuerst im Bauch ein Bedürfnis- Gefühl erweckt, das den Kaufwunsch entstehen und immer noch dringender werden läßt. Und erst unmittelbar vor dem Kauf findet dann die "Rationalisierung" statt, um die Geldausgabe hauptsächlich vor sich selbst zu rechtfertigen.

    Man (er)findet "Vernunftgründe", warum es beispielsweise unausweichlich war, den ach so preiswerten Revolver für EUR 5.300 zu kaufen. DIE günstige Gelegenheit durfte man nicht auslassen. Immerhin ist für den Preis ja schon ein Mehrdistanz-Korn mit dabei. Man baut dann dessen perfekten aber ungewohnten Abzug um, bis er sich endlich so ähnlich anfühlt wie bei einem S&W 686, der als perfekte Schrankwaffe so um die EUR 700 kostet. Vom Anwachsen des Kaufwunsches bis nach dem Abklingen der Kaufreue sind die Käufer für Vernunftsargumente von außen nicht zugänglich. Und nur wenige geben sich selbst gegenüber oder gar vor anderen zu, einen Fehlkauf getätigt zu haben. Das wird bei einer Luftpistole nicht anders sein. Und wenn von der LP 500 eine "Platinum Special UltraMag" mit einem aus Meteor- Eisen geschmiedeten Lauf vorgestellt wird, findet sich auch ein Käufer dazu. Aber nur, wenn das Typenschild in 3D- Schrift ist mit einem platinumfabenen Originalkoffer.

    Danke trotzdem beiden,

    CoolMint

    @Karl 

    da predigt man und predigt, und es gibt eine nicht unbeträchtliche Zahl derer die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

    Das wächst der Zweifel, und Wallung nebst einigen anderen Begleiterscheinungen kommen auf, aber alles gut, Botschaften sind angekommen!!!!!

    Was noch dazukommt und was auch Karl angedeutet hat: Sehr viele Schützen müssen nicht unbedingt gewinnen, um schöne Erlebnisse mitzunehmen. Sie sind hoch erfreut, wenn sie sich nur schon für einen Wettbewerb qualifiziert haben und mitmachen dürfen. Dabei lernen sie die Wettkampfatmosphäre kennen, lernen oft viel für die eigene Weiterentwicklung im Sport und nicht zuletzt gewinnt man neue Kontakte, die alleine schon wertvoll sein können und manchmal sogar zu Freundschaften heranwachsen.

    So ging es jedenfalls mir bei den ersten Bewerben und ich nahm immer viel Motivation für ein ganzes Schützenjahr mit, es bei der (hoffentlich) nächsten Teilnahme etwas besser zu machen. An Lametta für mich war nicht zu denken. Aber an das Wettkampferlebnis denke ich heute noch zurück.

    Erst viel später ging es mit systematischer Arbeit deutlich aufwärts und jetzt darf ich mich gelegentlich auf ein Podest stellen. Das ist natürlich auch sehr schön. Aber mit den Ergebnissen kommt der Erwartungsdruck nicht nur im Verein. Man fühlt sich den anderen Mannschaftsmitgliedern verpflichtet. Ja und wo früher die reine Freude über einen schöne Zehn war, zählt man jetzt die Fehler und analysiert. Und man bekommt gesagt: "Ein Schütze, der mehrfach hintereinander 49 Ringe pro Serie bringt, der kann eigentlich auch mehrfach 50 schießen". Das kam weniger als Lob und Aufmunterung, sondern als Aufforderung mit anklingendem Vorwurf. Daß das nicht jeder in der Freizeit haben möchte, ist nachvollziehbar.

    Und um zum Thema zurückzukommen: Wenn sich ein Schütze eine LP500 einfach aus Spaß an der Freude kauft, so soll es recht sein, auch wenn der persönliche Ehrgeiz und Einsatz vielleicht den Möglichkeiten der Waffe nicht ganz entspricht.

    Auffällig ist dies bei Teilnehmern welche sich im unteren/mittleren Leistungsfeld bewegen. Diese "Sportler" sollten doch lieber ihre Zeit und Energie auf etwas mehr Trainig ausrichten anstatt zu meinen dass das Regelwerk nur für die anderen gilt.

    Das kenne ich bei händischer Auswertung: Da finden sich vier Treffer gleichmäßig auf der Scheibe verteilt und nur der Schütze alleine sieht ganz genau, daß die einsame Zehn eigentlich zwei Treffer in einem Loch sind. Wegen Protest geht das dann weiter bis zur Kommission, die aber alle blind sind, weil sie den Doppeltreffer auch nicht sehen. Dabei geht es um die wichtige Frage, wo im letzten Drittel der Schütze dann landet.

    Darum gibt es jetzt sehr kurze Einspruchsfristen und eine Protestgebühr von EUR 50,- , die bei erfolglosem Protest verfällt.

    es ist frustrieren zu erleben wie wenig von guten Beiträgen umgesetzt wird.

    (...)

    Wir haben hier fachlich sehr kompetente Leute im Forum in vielen Bereichen. Die Frage ist wie ist das zu gestalten, zu kanalisieren. Es kommt von guten Beiträgen nix bis wenig beim gemeinen Schützen an. Und je weiter es nach unten geht je schlimmer wird es, hab ich den Eindruck.

    (...)

    Solchen Leuten ist nicht zu helfen, und die gibt es auch hier auch zu hauf.

    Man darf nicht zu viel erwarten von einem "Bildungssystem", wie Du das Forum hier in Ansätzen sehen möchtest. Vor Allem ist es nicht sinnvoll, alle Empfänger einer Botschaft möglichst auf die gleiche Ebene hinaufheben zu wollen. Das ist das idealistische aber weltfremde Bildungsziel öffentlich finanzierter Schulen: Wenn am Ende alle Schüler gleich viel (oder gleich wenig) wissen, ist scheinbar Gerechtigkeit hergestellt. Das ist aber nur möglich, wenn der Stoff so eingeschränkt wird, daß auch die Dumpfbacken mitkommen.

    Chancengleichheit ist das aber keine, weil im Interesse des "gemeinsam Erreichten" die Mittel- und Hochbegabten systematisch unterfordert werden und sich nie entfalten können. Ein gutes Bildungssystem erzeugt maximale Differenzen, weil es jeden Teilnehmer nach seinen Möglichkeiten so weit wie möglich bringt. Nur traut sich keiner mehr, den Eltern der Faulpelze oder Dödel diese Erkenntnis zu vermitteln.

    Was dieses Forum betrifft, finde ich es schon sehr gut, so wie es ist. Der Ton ist weitgehend sachlich und korrekt. Man kann Wissen und Erfahrung abgreifen oder darlegen und anbieten. Ob diese angenommen und genutzt werden, entscheiden alleine die Empfänger. Und sie entscheiden auch, welche der manchmal widersprüchlichen Erfahrungen sie ausprobieren wollen. Freu Dich am gelegentlichen Erfolg, der Deine Beiträge bestätigt und denk über die restliche Masse nicht weiter nach. Das ist wie bei einer Meisterschaft: Freu Dich am eigenen Lametta oder dem Deiner Schützlinge, aber zerfließe nicht in endloser Trauer über das traurige Schicksal der hunderten Teilnehmer, die es nicht auf das Podest geschafft haben oder der tausenden, sich nicht einmal qualifizieren konnten oder wollten.

    Darunter befindet sich ein Metallstab der mit einer Feder nach oben gegen den Deckel gedrückt wird.

    Nun wie kann man sich aber die Wirkung der schrägen federbelastete Gewichte vorstellen? Falls der gerade nach hinten wirkende Anteil des Rückstoßes die Stäbe dazu bringt, auf der 20 Grad geneigten Rutschbahn gegen den Federdruck zu gleiten, wird dabei etwas Bewegungsenergie durch seitliche Reibung aufgezehrt. Wenn die Stäbchen von den Federn wieder nach oben gedrückt werden, stützen sich die Federn dazu am Gehäuse ab und drücken es samt Mündung wieder nach unten. Das wäre eine Rückstellbewegung zum Hochschlag, die mit dem Einschlag der Stäbe an den Schraubdeckeln plötzlich wieder enden würde. Der Hochschlag der Mündung würde den genau gleichen Vorgang bewirken nur ohne nennenswerte seitliche Reibung.

    Wenn wir annehmen, daß die ca 20 Grad Winkel etwa der resultierenden Richtung des Hochschlages der Mündung entsprechen, wäre seitliche Reibung und damit Verzehr von Bewegungsenergie so gut wie nicht gegeben. Damit bliebe nur die reine Rückstellbewegung der Mündung nach unten übrig. Eigentlich muß ja auch nichts verzehrt werden. Wenn nur die Bewegungsenergie zwischen Mündung und Ausgleichsstäbchen hin- und zurückpendelt, findet eine Rückstellbewegung trotzdem statt.

    Wenn man noch die eingeschlossene Luft berücksichtigt, die durch die Ausgleichsstäbchen umgepumpt werden muß, haben wir zusätzlich noch eine pneumatische Feder und Dämpfung durch Strömungsverluste. Daher gleich die Frage: Wie eng sind denn die Stäbchen im Gehäuse geführt? Ist eine nennenswerte Dämpfung anzunehmen?