Beiträge von 75reinhard

    Von der Centra Duplex halte ich persönlich gar nichts. Ein paar aus unserem Verein haben die und sind nur am basteln weil sich das Teil immer wieder verstellt wenn das Gewehr im Koffer liegt.

    Wie bereits in einem anderen Thread erwähnt, komme ich mit der Duplex recht gut zurecht. Verstellen ist, sofern man die Feststellschrauben (siehe beigefügte Bilder) bemerkt und blockiert hat, eigentlich unmöglich. Das Gemeine bei den Feststellschrauben ist, sie fallen einem kaum auf und die Einheit wird mit blockierten Schrauben und ohne Beschreibung geliefert. Wenn man sich dann über den festen Anfangswiderstand der Einstellschrauben wundert, kann es eventuell schon zu spät sein...

    Mit dem Centra Mirror bin ich einfach nicht klar gekommen. Da war ich immer irgendwie auf der Suche nach der Pupille, oder halt dass ich mein Auge mittig platziere. In Summe für mich zu viel der Ablenkung und weil meine Schussleistung damit nur schlechter wurde, nach rund 200 Schüssen (Scatt trocken + am Stand) wieder runter genommen. Danach einen Versuch mit dem LG Diopter, inkl. Duplex. Mit dieser Kombination fühle ich mich gleich viel wohler und die Schussgruppen sind damit auch wieder auf Anhieb besser. Ich denke die grobe Ausrichtung hätte ich vorerst einmal gefunden. Jetzt wird einmal das Werkzeug zur Seite gelegt und mehr an meinem Rhythmus und dem inneren Anschlag geschraubt.

    Hallo Liane,

    ich habe mir kürzlich erst die X-Bionic Energy Accumulator Evo zugelegt. Die soll, gemäß Hersteller, die Körpertemperatur konstant halten. Wärmen, wenn sie frieren. Kühlt, wenn sie schwitzen. Also mir wärmt sie bei den aktuellen Temperaturen ein wenig zuviel, ansonsten ist die Wäsche sehr angenehm zu tragen und die Feuchtigkeit wird gut vom Körper abtransportiert. Irgendwie denke ich mir halt, dass meine Schiessjacke den im Prospekt beschriebenen Kühleffekt behindert - keine Ahnung ob das die ein oder andere Funktionswäsche besser hinbekommt, aber bei wärmeren Temperaturen ziehe ich die X-Bionic nicht mehr an.

    Du siehst das schon richtig. Der Korntunnel selbst ist der Träger für die Zusätze. Der Score hat halt die Verkantungsstifte dabei und du kannst dir ein Glasringkorn, verstellbar oder auch nicht, dazu reinschrauben. Die Stifte beim Score kannst du auch aber auch herausnehmen. Das Adlerauge kannst du zusätzlich vorne (mündungsseitig) hineinschrauben.

    Wenn du noch nichts hast, also kein Ringkorn, Filter, etc., dann sind die diversen Duo Ausführungen preislich schon sehr interessant, weil du halt alles in einem großen Bereich variieren und einstellen kannst. Wenn du schon was in der richtigen Größe herumliegen hast, ja das Zeug vermehrt sich in der Tasche wie Karnickel auf Viagra, dann macht das Duo Vario vom Preis her natürlich weniger Sinn. Bei der Tunnelgröße würde ich dir auch eher zu 22mm raten.

    Hallo Andreas,

    https://www.carl-walther.de/fileadmin/uplo…M_2814439_a.pdf

    also grundsätzlich hast du schon alles richtig verstanden, die untere Schraube im Griff (Nr.61), also für die Griffdrehung, ist auch nicht mit der oberen Schraube (Nr.54), die für die Griffverschiebung, verbunden. Nur so nebenbei, du versuchst die Schraube eh nicht in die flasche Richtung zu öffnen - wegen dem Überkopf und so? Wenn nicht, dann möge die Kraft ruhig mit dir sein.

    Das mit dem Tape scheint recht praktikabel zu sein, mal ausprobieren. An den Mirror für den Diopter hätte ich auch schon gedacht, so für die zusätzliche Kontrolle. Es würde mir zumindest anzeigen, ab wann meine Nackenmuskulator schwächer wird und ich mir bewusst oder auch unbewusst eine bequemere Lage suche. Mein Wunsch nach einer entspannteren Position wird halt damit nicht gelöst, aber ich habe auch keine Ahnung, ob mit einer Vorderschafterhöhung sich hier eine Verbesserung ergäbe.

    Am Freitag und am Samstag habe ich nun einmal die im Keller ausprobierte Grundeinstellung am Stand getestet. Am Freitag ca. 100 und am Samstag ca. 120 Schuß abgegeben. Die Hand hat es recht gut weggesteckt, Probleme gibt es allerdings bei der Kopfhaltung, hier wechseln sich Schußgruppen in der 10 mit Gruppen in der 8 ab, die 8er sind tendentiell auf 4-5 Uhr (toll gruppiert, oft überdecken sich sogar die Treffer). Scatt zeigt mir als Halteraum auch genau den Bereich bei der 8 an, es scheint also wirklich an meinem gesehenen Zielbild zu liegen und mit entsprechender Korrektur, bin ich danach wieder in der 10. Aber halt nur solange bis sich die Nackenmuskulatur anders anspannt und/oder ich die Kopfhaltung ein wenig ändere. Irgendwie habe ich noch keine Methode gefunden, wie ich den Kopf entspannt(er) und reproduzierbar auf die Wangenauflage ablegen soll. Vor allem wird mir der Kunststoff durch den Schweiß sehr rutschig und das macht es mir dann auch nicht einfacher. Hier werde ich mir einmal einen dünnen Moosgummistreifen raufkleben und mal schauen ob es dadurch besser wird.

    Wünschenswert für mich wäre ein möglichst gerader Diopter-Einblick, weil ich über die Nasenwurzel gepeilt nicht so gut sehe. Dazu müßte meiner Ansicht nach das Gewehr höher kommen, damit ich mehr "Durchbiegung" in der Lenden- und Brustwirbelsäule schaffe und dieses nicht mit dem Hals erledigen muß. Steilere Winkel mit dem Handstopp sind nicht mehr drinnen - einerseits stehe ich schon fast am Abzugsbügel an und andererseits hält meine Hand diesen Winkel nicht aus.

    Deswegen meine Fragen, hat wer Erfahrung mit dem MEC Push-UP Teil? Könnte das was bringen? Welche Ausführung wäre ratsam? Gibt es was anderes/besseres? Brauche ich mehr Geduld mit meiner Halsmuskulatur?

    LG Reinhard

    Ritter: Wie bereits im Beitrag #5 geschrieben, gehen durch die Bewegungseinschränkung meiner linken Hand einige Winkel gar nicht mehr. Die Schmerzen sind dann so stark, dass ich mitunter gar nicht zum Schießen kommen würde. Fotos von meinem Anschlag werde ich mal bei nächster Gelegenheit machen lassen.

    FrozenBarbie: Danke für die Bilder, die sind sehr interessant. Der Hinterschaft ist bei mir sehr ähnlich aufgebaut, ebenso habe ich den Hinterschaft nach rechts ausgeschwenkt. Mit dem Handstopp bewege ich mich derzeit in deinem Bereich, eher noch eine Markierung weiter hinten und damit ich mit dem Abzugsbügel nicht in Konflikt komme, habe ich diesen auf die hintere Stellung zurückgeschraubt. Die Ausschwenkung vom Handstopp geht bei mir jedoch genau in die andere Richtung, damit eben kein Druck auf meinen Daumen kommt. (wieder wegen der Bewegungseinschränkung/Schmerzen). Die Visierlinie ist bei mir jedoch höher, ich verwende die originale Erhöhung ohne die Zylinderdistanzen. Die Wangenauflage ist bei mir recht weit oben, die Schaftkappe ist bei mir auch höher. Ich habe den Anschlag einmal komplett ohne Visiererhöhung versucht, aber sofort wieder verworfen. Da meldet sich bei mir sofort der Nacken.

    Gestern habe ich im Keller hauptsächlich an der Riemen- und Handstoppeinstellung gearbeitet. Mit dieser Einstellung ergibt sich jetzt eine erträglichere Handstellung, das Gewehr ist dabei ein wenig nach links gekippt und dadurch kommt mein Kopf auch ein wenig unverkrampfter an die Wangenauflage, die im vorderen Bereich zusätzlich nach links verschoben ist.

    Nach gefühlt 1001-mal in den Anschlag gehen war ich gestern dann schon zu müde um mit der Scatt MX2 noch einige Serien zu probieren, aber das werde ich heute oder morgen mal nachholen - schau ma mal wie es mir dabei ergeht.

    PS: Vielen Dank für eure Hilfestellung.

    Beim Armwinkel kommt es mir nicht auf die Schönheit an, da geht es mir rein um das schmerztechnische Überleben. Das mit der Schaftbacke werde ich einmal versuchen, danke für die Anregung.

    Nicht wie ein Irrer an der Waffe rumschrauben, auch wenn die Möglichkeiten verlockend sind, solange man nicht weiß, was bei verschiedenen Einstellungen passiert. Auch mal ohne zu schrauben mal ein paar Schuss machen, sonst weiß man nicht wo man dran ist.

    Ich würde mich viel lieber auf das Schießen als auf das Schrauben konzentrieren, aber irgendwie fehlt mir die richtige Grundeinstellung. Ich gebe dir schon recht, nur herumschrauben bringt nichts und ich würde auch viel lieber mit einer Einstellung schießen, wenn es für mich nur irgendwie über 2 bis 3 Zehnerserien auszuhalten wäre.

    Das Training am Samstag war ein wenig durchwachsen, Licht und Schatten gleichzeitig. Mir ging es ähnlich wie du es bei dir oben beschreibst. Zuerst war die Handstellung und der Schwerpunkt für mich in Ordnung, das Gewehr war leicht nach links gekippt, aber ich hatte ein stabiles Gefühl und optisch ein gutes Zielbild. Bei der 3. Serie dachte ich mir kurz, dass nun der Knopf aufgegangen wäre. Eine schöne und zusammenliegende Gruppe im Zehnerbereich, ich glaube es waren 6 Treffer, aber danach kamen die Probleme mit dem Zielauge, alles wurde ein wenig verwaschen. Die nächsten Treffer landeten gerade noch im 8er Ring. Ich machte danach eine kurze Pause, aber im Grunde änderte sich auch bei den darauffolgenden 3-4 Serien nichts mehr. Die Handstellung war zu ertragen, aber ich bekomme den Kopf leider nicht hoch genug, die Nackenmuskulatur verhärtet sich und ich brauche dann nach 2 Schüssen eine Pause, damit ich danach wieder klarsehen kann.

    Momentan trete ich auf der Stelle. Passt es für die Hand, dann muss der Kopf zu sehr in den Nacken gepresst werden. Passt es für den Nacken, dann halte ich keine 3 Schuss mit der Hand aus. Irgendwie blöd, die Hand will einen flacheren Winkel und somit einen tiefen Oberkörper, der Kopf/Nacken will das Gegenteil.

    Bei unserem Verein mangelt es mir leider an erfahrenen Schützen, welche nebenbei auch noch gut erklären könnten. Mitunter hat man sogar den Eindruck, dass die keine Neuen wollen und lieber unter sich bleiben. Beim KK Schießen in Wien gehört meiner Ansicht nach einiges geändert, oder man nimmt halt billigend den Untergang in Kauf.

    Aber gut, das ist eine andere Sache, ich habe ja hier das Forum, indem ich schon einige interessante Threads zum Liegendanschlag gefunden habe und zu Hause meinen Keller, indem ich zumindest unabhängig von Betriebszeiten Trockentraining betreiben kann.

    Die Hand behindert mich, wenn ich die richtige Einstellung finde, vermutlich gar nicht. Wie ich mir hier drinnen schon erlesen habe, soll ja die Hand in gerader Linie mit dem Unterarm verlaufen und der Schaft soll ohne Druck auf Finger und Daumen auszuüben, in der Hand ruhen. So betrachtet habe ich sogar eine hypersensible Anzeige, wenn ich was falsch mache, da jeglicher Druck auf Daumen und/oder ein überstrecktes Handgelenk sofort mit einem stechenden Schmerz quittiert wird.

    Gestern hab' ich mal mit der Visierlinie experimentiert, nur um mal zu sehen, was sich daraus für Kopfhaltungen und Stützhandwinkel ergeben. "Try and Error" Methode sozusagen, mühsam, aber auch wichtig um zu erkennen, welche Wege bei mir in einer Sackgasse enden.

    Freue mich schon auf Samstag. Zuerst mit meinem Kleinen LG trainieren und am Nachmittag werden meine neuen Kellereinstellungen am KK am Stand getestet.

    LOL! Ich habe mir auch ganz kurz Vorwürfe gemacht, dass ich das Liegendschiessen nicht vor dem Kauf meiner Ausrüstung ausprobiert habe. Bei mir kommt noch dazu, dass meine linke Hand, hier vor allem der Daumen, nach einem Trümmerbruch im Handgelenk nicht voll beweglich ist. Das ist zwar schon 10 Jahre her, aber auch nach der 2. Operationen ist eine Bewegungseinschränkung zurückgeblieben. Wenn mein linker Daumen voll durchgestreckt wird, alleine mit Muskelkraft geht das sowieso nicht mehr, dann klemmt sich bei mir ein Nerv zwischen Sehne und dem Knochentrümmerfeld ein. Der Knochen ist halt leider auch mit 10 Schrauben und einer Titanplatte nicht mehr gerade zusammengewachsen. Nach meinem ersten Liegendschiessen verschwand das Taubheitsgefühl in den Fingerkuppen erst 1,5 Tage später. Aber mittlerweile dürfte ich eine für mich bessere Handstop-Einstellung gefunden haben - per Zufall. Der Handstop war nicht richtig fest und hat im Anschlag in der Neigung nachgegeben. Das fühlte sich gleich besser an und ich werde die Einstellungen heute am Abend beim Trockentraining im Keller nochmal ausprobieren.

    Das mit der Luft nach oben ist mir auf Anhieb recht gut geglückt, damit kann ich durchaus zufrieden sein. Aus diesem Grund werde ich mir für die Zukunft noch sehr oft neue Zwischenziele setzen können

    Ja, das 500er ist bei mir angekommen, ebenso Schießjacke und Riemen. Zu meinem Glück hat sich ein Vereinskollege geopfert und mir gezeigt, wie man das alles einstellt und auch wie man in Position geht. Ich denke ich hätte das sonst nicht unfallfrei hinbekommen.

    Ich rede nie von der Jagdkarte sondern immer vom Kurs bzw. Prüfung. Eventuell ist es hier auch den Anmeldungen geschuldet, dass hier vorher schon gesiebt wird.

    Du schreibst auch oben direkt zum "Zweck der Jagd". Wenn du andere Foren liest wirst du feststellen, dass nicht jede Behörde gleich agiert (- - > siehe Erweiterungen) . Wenn deine Behörde dir die Glock für die Jagd ausstellt ist das schön nur ist dies definitiv nicht der Maßstab der für alle Behörden gilt.

    Der Kampfrichter ist ein anderes Thema. Der verfällt nämlich irgendwann mal...

    Ich auch. Du brauchst für Kurs und Prüfung keine Aufhebung. Die Landesjagdverbände können nur bei der Prüfung sieben, aber nicht prüfen, ob alle Voraussetzungen zur Erlangung der Jagdkarte vorhanden sind. Das tun sie auch nicht. Das macht die Behörde nach dem gestellten Antrag. Wenn du als Zivi im Vorfeld eine Aufhebung haben willst, dann kann die Behörde natürlich dieses auch ablehnen, weil für die Ausbildung keine Aufhebung notwendig ist. Nach der Prüfung bekommst du aber mit Sicherheit die Aufhebung, das ist fix und rechtlich Niet- und Nagelfest.

    Bei Sportschützen kann die Behörde natürlich Anforderungen stellen, hier gibt es den Ermessungsspielraum, bei einem reicht eine Mitgliedschaft im Verein und der Nachweis des regelmäßigen Trainings aus, andere fordern eben die Kampfrichterausbildung. Aber es ist völlig egal, ob eine Kampfrichterausbildung irgendwann einmal verfällt, die Aufhebung bleibt und verfällt nicht.

    Was soll ich euch nur sagen? Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass ich das KK liegend ein wenig unterschätzt habe. Es ist ja nicht zu fassen, wie sehr ich dabei schwitzen, wie sehr ich mir dabei die Hand quetschen und wie unpackbar gar nicht ich den Nullpunkt finden kann. Nach gefühlt ewig langer Nullpunktsuche und 3 Schuss auf die Meyton, habe ich mich mal aus der unbequemen Lage befreit, weil meine linke Hand nicht mehr mitspielen wollte.

    "Jabistdudendeppat" (österr. für - ich hätte es mir ein wenig anders vorgestellt), dachte ich mir und begann einmal am Gewehr herumzuschrauben. Ok, man kann wirklich viel einstellen ohne eine passende Einstellung zu finden. Der Griff war abwechselnd für mich zu weit vorne, zu weit hinten, zu schräg, nicht schräg genug, zu geneigt, nicht genug geneigt, der Abzug war immer an der falschen Position, usw. Jedes Mal hinlegen, einige Schüsse, wieder auf, herum schrauben und wieder hinlegen, einige Schüsse,..

    Pfff, es hatte im Übrigen so an die 30° und irgendwann nach rund einer Packung Munition konnte ich nicht mehr. Die Funktionswäsche war völlig durchnässt, die linke Hand taub, der Ellbogen geschwollen, die Schüsse wurden im schlechter, aber trotz allem war das Wollen mehr als zuvor in mir. Sonntags habe ich noch im Keller den Liegendanschlag geübt, am Gewehr geschraubt, wieder geübt und am Montag ging es schon zum 2. Mal zum Stand. Das Schlussbild war zwar in etwa gleichbleibend, aber langsam beginne ich zu verstehen, wie es für mich klappen könnte. Dienstag wieder Anschlagübungen im Keller, schrauben, blutenden Ellbogen verbinden und wieder schrauben. Das mit der linken Hand wird zwar schon besser, aber wie ich 60 Schuss in 50 Minuten abgeben soll, das ist mir noch ein Rätsel. Spätestens nach 10 Schuss brauche ich eine Pause, damit ich wieder konzentriert ans Werk gehen kann. Naja, wird schon noch werden.

    Habe ich euch übrigens schon gesagt, dass ich mir das mit dem Liegendschiessen ein wenig leichter vorgestellt habe? ;)

    Da wird es vermutlich in NÖ anders sein als in anderen Bundesländern. Meines Wissens musste doch der eine oder andere Aspirant das Waffenverbot vorher ablegen um zum Kurs zugelassen zu werden.

    Die Ausnahme gilt dann auch nur für jagdliche Zwecke. Die Glock für SV fällt dann da nicht darunter.

    Das ist in allen Bundesländern gleich, mit Sicherheit. Für die Jagdkarte braucht man auch keinen Kurs, man muss letztlich nur die Prüfung bestehen. Eine bestandener Jagdprüfung ist für die Erlangung der Jagdkarte erforderlich. D.h., die Behörde prüft ob alle Voraussetzungen für eine Jagdkarte vorhanden sind und wenn ja, dann wird die Karte ausgestellt. Ein Zivildiener holt sich mit der bestandenen Prüfung die Ausnahmebewilligung, der muss also letztlich nur ein Formular zusätzlich ausfüllen und ggf. einige Tage länger auf seine Karte warten. Ist im Prinzip nicht anders als bei einem Minderjährigen (ab 16J). Ausnahmegenehmigung erst nach bestandener Jagdprüfung.

    Die Ausnahme gilt generell, auch für genehmigungspflichtige Waffen (Kat. B).

    Auszug aus dem Beispielantrag (http://www.noeljv.at/files/zdgantrag.pdf) :

    Ich stelle daher gemäß § 5 Abs. 5 ZDG neu den ANTRAG, mir mit Bescheid für den Zweck der Ausübung der Jagd eine Ausnahme vom Verbot des Erwerbes und Besitzes genehmigungspflichtiger Waffen und vom Verbot des Führens von Schusswaffen zu erteilen.

    Mit der positiven Jagdprüfung wird der Antrag anstandslos durchgehen und das Waffenverbot wird aufgehoben. Danach kann man auch eine WBK für Kat. B beantragen und für die Begründung selbstverständlich auch Selbstverteidigung angeben. Warum auch nicht, bei der Zivildiensterklärung hat man ja auch wie folgt erklärt:

    Ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass ich die Wehrpflicht nicht erfüllen kann, weil ich es von den Fällen der persönlichen Notwehr oder Nothilfe abgesehen aus Gewissensgründen ablehne, Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden und daher bei der Leistung des Wehrdienstes in Gewissensnot geraten würde.

    Wenn man als Zivildiener die Jagdkarte nicht machen und als Sportschütze trotzdem Kat. B Waffen besitzen will, dann hat sich bisher die Ausbildung als ÖSB Kampfrichter für die Ausnahmegenehmigung bewährt.

    Kann sein das wir eine unterschiedliche Sichtweise haben. Die Ausnahmegenehmigung wird nach Abschluß der Ausbildung recht problemlos erteilt, sag ich jetzt einmal. Wenn diese Genehmigung im Vorfeld erwirkt werden will, kann es mühsam werden - je nach zuständiger Behörde, das ist richtig.

    Ich schreibe auch vom Istzustand, keine Ahnung wie das noch vor einigen Jahren gehandhabt wurde:

    Eine Änderung des Zivildienstgesetzes führte auch zur Prüfung des alten § 5 Abs. 5 ZDG. Dort ist ein Waffenverbot für Zivildienstpflichtige ("ex lege") festgehalten, das 15 Jahre lang ab der Zivildienstfeststellung gilt. An diesem Waffenverbot wird nicht gerüttelt, jedoch kann jetzt – seit 1.11.2010 – durch die neue Rechtslage jeder Zivildienstpflichtige für Zwecke u.a. der Ausübung der Jagd von der Sicherheitsdirektion auf Antrag in begründeten Fällen mit Bescheid eine Ausnahme vom Verbot des Erwerbes und Besitzes genehmigungspflichtiger Waffen und vom Verbot des Führens von Schusswaffen erteilt erhalten.

    Bezüglich Jagdkarte und dem gefährlichen Wild. In Österreich benötigst du, wenn du Kat. B Waffen im Revier führen willst, einen Waffenpass. Einen Waffenpass für die Jagd muss man sich, mit Ausnahme vom Aufsichtsjäger und Hundeführer mit eingetragenen Revierhund, derzeit eher vor Gericht erstreiten. Das ist gilt aber für alle Jäger und hat wieder nichts mit dem Zivildienst zu tun.

    Leicht ist etwas anderes...

    Die Jagdprüfung hätte er gar nicht machen können.

    Doch, kann man. Die Jagdprüfung hat nur bedingt mit der Erteilung der Jagdkarte zu tun. Die Ausnahmegenehmigung bekommst du du mit der Vorlage der bestandenen Jagdprüfung. Bei uns im Kurs waren einige Zivildiener und bei denen hat das genau so funktioniert.

    http://www.noeljv.at/aus-und-weiter…uer-zivildiener

    " Für die Jagdverbände bedeutet das, dass jene Prüfungskandidaten, die Zivildiener sind, sich nach erfolgreicher Jagdprüfung und nach einem solchen Bescheid der Sicherheitsdirektion auch tatsächlich eine NÖ Jagdkarte lösen können. Zivildiener können ganz normal die Jagdprüfung ablegen und vorher am Jagdkurs teilnehmen (auf behördlichen Schießplätzen kann nämlich das praktische Schießen durchgeführt und abgenommen werden)."

    Ist es auch nicht, aber was genau willst du mir mit dem Link mitteilen? Er hat eine Ausnahmebewilligung erhalten, obwohl noch keine abgeschlossene Ausbildung vorliegt, er keine Jagdkarte besitzt und nur in Aussicht stellt, dass er zukünftig der Jagd nachgehen will?

    Ja, anscheinend geht das auch. Mit einer abgelegten Jagdprüfung, oder abgeschlossenen schulischen Fachausbildung hätte er erst gar nicht vor Gericht gehen müssen.