Beiträge von mikki-

    Entschuldigt das Doppelposting. Aber wie wärmt ihr euren Körper, eure Muskeln auf, wie macht ihr eure Bänder und Sehnen geschmeidig, wie bereitet ihr euren Bewegungsapparat auf die kommende, recht eintönige Belastung vor?

    Einfachstes Gegenmittel (das auch noch Spaß macht):
    die Disziplin Standardpistole üben.

    Kannst du das erläutern inwiefern das hilft? Der Ablauf bei Spopi und Lupi ist doch derselbe?

    @Bastian Ja das Spiel habe ich schon an einer anderen Stelle mal gesehen, finde ich ganz cool, aber da zähle ich ja wieder Ringe haha.

    @AxelA Kannst du mir die Grundfertigkeiten definieren?

    Abschließend zum Thema eigene Waffe: Dass es mit einer auf einen perfekt abgestimmten Waffe mehr Spaß macht ist natürlich klar. Außerdem ist ein Faktor eliminiert, wenn man mal schlechte Ergebnisse hat (Es ist immer die Waffe, nie der Schütze...). Ich werde das ob, was, wann und wie viel in 4 Wochen entscheiden, ja nach Leistungsstand.

    Zum heutigen Training werde ich morgen etwas schreiben, möchte noch Fotos machen. Vorweg kann ich aber schon Mal sagen, dass ich zu selten absetze und irgendwie den Schuss rauseiere mit dem entsprechenden Ergebnis, dass ich beim Absenken in den Halteraum teilweise zu stark ausatme und dann ohne Luft herumwackel (ich habe den Ablauf nochmal verändert nachdem ich das koreanische Technikleitbild gesehen habe), und dass ich nur ein sehr kurze Zeitspanne habe (1-2 Sekunden), während der meine Waffe wirklich ruhig im Halteraum ist.

    Nun, ein persönlicher Trainer ist schon eine tolle Sache, aber das kann ich via INET nicht leisten. Wenn du den Fehler nach einem Schuss benennen kannst, dann ist das der erste Schritt um diesen Fehler nicht mehr zu machen. Ein weiterer Schritt ist es wenn du auf ringlose Scheibe in der Lage wärst die Treffer anzusagen. Probiere mal folgendes, mach einmal 20 Schuss auf eine Scheibe aber ziehe sie nicht ein, sondern lege ein Geschoss auf eine Scheibe die neben dir liegt. Mal sehen wie viele Prozent der Positionen stimmen. Mach von beiden Scheiben ein Bild.

    Die Behebung ist doch "leicht", lass das Korn nicht hängen, sondern setz ab. :)

    Würde ich auch nie im Leben verlangen. Ferndiagnosen sind immer schwierig und Fernberatung ohne direkte Rückmeldung des Schützen noch mehr. Das mit den 20 Schuss werde ich morgen machen und dann berichten. Vielleicht fange ich erst einmal damit an, die Scheibe in 4 Teilbereiche einzuteilen und dann wenigstens die Bereiche korrekt benennen zu können.

    Ach ja, derzeit würde ich im Moment bei dir alle Treffer die schlechter als 8 sind als "Fehlerhaft" ansehen. Deshalb das Ausschneiden des 8er Ringes. Wobei, nur auch damit du es nicht falsch verstehst, vieles funktioniert beim Schießen erst nach zigfacher Wiederholung. Deshalb gilt es auch derzeit möglichst dreimal die Woche zu trainieren. Aber wenn dir doch das Schießen mit der LuPi Spaß bereitet, warum kaufst du dir keine eigene?

    Jop, das mache ich auch. Das mit dem ständigen Wiederholen ist mir natürlich bewusst. Vieles klappt nicht von jetzt auf gleich.

    Das mit der eigenen Lupi ist natürlich wie immer eine Kostenfrage. Ich bin zur Zeit noch im Masterstudium und "mal eben" >1.300 Euro (Neupreis natürlich) ausgeben ist nicht so einfach. Und gebraucht scheinen die meisten (halbwegs gescheiten) Waffen auch nicht viel günstiger zu sein, eine 12 Jahre alte LP10, Restlaufzeit noch 17 Stunden, ist jetzt schon bei 600 Euro auf egun. Klar kann man in den hiesigen Schützenvereinen oftmals ein Schnäppchen machen, aber dafür braucht es halt Geduld.

    Ich möchte am Ende der Leihzeit der Waffe auch erst einmal sehen auf welches Niveau ich mit konzentriertem Training kommen könnte, sofern das abzuschätzen ist. Wenn dann zu sehen ist "okay, mehr als 365 wird es wohl nicht werden" hätte ich schon ein paar Hemmungen so viel Geld zu investieren um 365 statt 355 zu schießen. Das wäre mir der Leistungssprung dann einfach nicht wert.

    Nun, so ist es ja auch nicht gedacht. die Beschreibung zu den Trainingsscheiben muss schon beachtet werden. Seine Zeit wäre im Moment besser in Trockentraining/Training als in Griff Gebastel angelegt. Ergebnisse werden trainiert und nicht erschraubt.

    Also nur um das klar zu stellen: Ich habe nur in den ersten beiden Einheiten am Griff "gebastelt" um halbwegs in die 10/9 zu treffen. Seitdem nicht mehr. Da ich die Waffe sowieso in absehbarer Zeit wieder abgeben muss, wäre zu viel Herumstellerei sowieso nicht sinnvoll.

    Deinen Ratschlag die Schusszahl zu erhöhen habe ich seitdem auch befolgt. Dein Vorschlag war, den 8er Ring aus einer Scheibe herauszuschneiden und darauf zu schießen. Das Schießen auf einen Spiegel ohne Ringe (außer dem 8er) erfüllt denselben Zweck. Das von dir vorgeschlagene Trockentraining habe ich zugegebenermaßen vernachlässigt, mea culpa, habe ich aber heute das erste Mal eingebaut. Werde mir auch die runtergerechneten Trockentrainingsscheiben ausdrucken, aufhängen und damit trainieren.

    Was mir leider noch fehlt ist ein strukturierter Trainingsplan (wenigstens für die nächsten 4 Wochen, 2-3 Einheiten/Woche), sowie eine Möglichkeit meine Fehler zu interpretieren. Was sagen bspw. hängendes Korn oder links geklemmtes Korn aus, welche Fehlerquellen kommen infrage und viel wichtiger: Wie behebe ich sie? Axel hat ja ein paar Dinge angesprochen. Diese zu erkennen traue ich mir schon zu, aber die Interpretation und Behebung nicht.

    Schade.

    mikki- : Am wichtigsten ist ein strukturiertes Training. Einfach X Schuss auf Dreiecke, oder Rechtecke,... zu machen halten ich nur zum Teil zielführend. Ein Teil des Trainings sollte dazu genutzt werden, um Defizite die unter Streß, also unter Wettkampfbedingung, auffallen, systematisch zu beheben . Ich würde dir raten möglichst an vielen Wettkämpfen (Pokalschießen) teilzunehmen. Merke dir was unter Streß nicht so gut lief (am besten aufschreiben) und genau diese Punkte im Training in den Fokus stellen. Zu deinen Schussbildern: Gar nicht schlecht, wenn man dein Level berücksichtigt. Ich würde dir raten dich langsam mit dem Thema Maßgriff/Griffanpassung zu beschäftigen. Hier im Forum hast du zu dem Thema diverse Ansprechpartner.

    Von der sinnvollen(!!) Strukturierung des Trainings habe ich leider -wie von den meisten anderen Dingen auch- null Ahnung. Der Tenor der ersten Seiten lag jedoch auf:

    - der Abgabe von wenigstens 100 Schuss in jedem Training um Kondition und Haltekraft aufzubauen

    - dem Schießen ohne Zählen der Ringe

    .

    Deshalb die Idee nicht mehr auf Wertungsscheiben zu schießen sondern auf geometrische Figuren. Wenn da natürlich jemand bessere Ideen zur Strukturierung hat, immer her damit.

    Wettkampfbedingungen zu simulieren ist natürlich immer schwierig. Ich werde am Sonntag mal nachfragen, ob in erreichbarer Nähe irgendwelche Wettkämpfe stattfinden. In unserem (sehr kleinen) Verein ist das leider nicht der Fall.

    Der Maßgriff wäre natürlich schon interessant. Ich konnte beim letzten Training mal kurz eine Pardini K12 (mit Standardgriff, Größe weiß ich leider nicht) halten und der Griff hat um einiges besser gepasst als der der LP10. Natürlich nicht perfekt, aber 3x so gut wie der jetzige.

    Es ergibt sich dabei nur folgendes Problem: Die Waffe, die ich zur Zeit schieße (Steyr LP10) muss ich in etwa 4-6 Wochen wieder zurückgeben. Mir wurde zwar angeboten, diese mitzubenutzen, die Einstellungen zu notieren und jedes mal auf mich einzustellen. ABER: Derjenige, der sie schießt, hat 3 Dioptrin, siehe hier https://meisterschuetzen.org/attachment/954…20180321-1-jpg/ . Der Schuss rechts oben in der 1 war der erste Schuss. Das sind einfach so unfassbar viele Klicks, da geht bestimme allein dafür eine 1/4 Stunde drauf. Ich müsste weiterhin an der Waffe so extrem viel herumstellen (u.a. Abzugszüngel, seitliche Gewichte, Neigung der Kimme, Höhe/Breite des Korns) und auch wieder zurückstellen, den Griff jedes mal austauschen... Ne, danke. Da investiere ich dann doch lieber in eine eigene Waffe. Deswegen ist das Thema Maßgriff zur Zeit leider nicht relevant für mich.

    Leider keines, außer mit Wasserflaschen auf der Couch. Mittlerweile wurden auf mein Drängen hin entsprechende Trainingsscheiben beschafft (Balken vertikal, Dreieck, schwarzer Spiegel), auf diese habe ich heute angefangen zu trainieren und werde das in der nächsten Zeit auch so beibehalten. Auch deinen Rat der erhöhten Schusszahl werde ich beherzigen. Ob ich wirklich 3x pro Woche zum Training komme weiß ich leider nicht. 2x sollte jedoch in jedem Fall möglich sein. Trockentraining werde ich auch einbauen, warte irgendwie noch auf die Abhandlung zu diesem Thema von no.limits, aber auch Lanfear hat ja bereits darüber philosophiert. Meine größten Probleme sind zur Zeit das seitliche Schwanken und das damit einhergehende Ausbalancieren mit den Zehen/Füßen, sowie hängendes Korn. Das schiebe ich jedoch zur einem großen Teil auf den nicht passenden Griff. Was ist denn deiner Meinung nach der klassische Weg, für den ich mich scheinbar entschieden habe noch bevor ich deinem Kommentar antworten konnte und der mir den Spaß rauben wird?


    Heutiges Training lief aus meiner Sicht sehr gut. Seit der letzten Einheit konzentriere ich mich auf den Aufbau von Kondition und Haltekraft und möchte nicht mehr auf die klassische Scheibe schießen sondern mich auf Quer- und Längsbalken sowie das Dreieck fokussieren. Nach dem Schießen auf die in den Bildern gezeigten geometrischen Formen wollte ein Freund 40 Schuss im Wettkampfmodus schießen. Da ich zuvor nur allein trainiert habe und noch nie wirklich ein Duell mit jemandem anderen geschossen habe, stimmte ich zu. Ich wollte sehen, ob ich mich dazu verleiten lasse auf des Gegners Scheibe zu schauen und ob ich mich von schlechten/guten Schüssen verunsichern lasse. Dies war allerdings nicht der Fall, meine eigenen Scheiben habe ich mir nie genau angesehen, die meines Gegners überhaupt nicht. Also aus meiner Sicht war es erfolgreich. Habe übrigens verloren, aber das war mir vorher schon klar. Wogegen ich unbedingt etwas tun muss sind meine kalten Hände. Bereits nach einer 3/4 Stunde werden meine Hände wirklich zu Eispranken, auch reiben und hauchen hilft da nicht viel, die Heizung ist ebenfalls aus. Hat jemand Erfahrung mit Handwärmern und kann welche empfehlen?

    So, nach ca. dreiwöchiger Schießabstinenz habe ich mal wieder trainiert. Leider waren die Trainingsscheiben noch nicht da, deswegen habe ich 80 Schuss auf die Wertungsscheibe gemacht, die Ergebnisse sowie eine kleine Zusammenfassung sind im Anhang zu sehen. Man beachte auch die Ausreißer in die 4, 5 und 6. Ich habe leider keine Ahnung wie ich diese Ergebnisse interpretieren sollte und woran ich als erstes arbeiten muss. Vorschläge? Anmerkungen? Trainingspläne?!

    Zum Lesen der Tabelle: In der Spalte ganz rechtes sind die "fiktiven Serien", in der Spalte links daneben der entsprechende fiktive Durchschnitt, in der Spalte links von dieser die fiktive Ringzahl. Das habe ich gemacht um eine Tendenz zu sehen: Ab wann werden die Serien schlechter/besser.

    Habe es nie verstanden, warum man Lupi ohne Gehörschutz schießen sollte. Ich werde auch öfter mal schräg angeguckt und gefragt "Schießt du Luftpistole mit Gehörschutz?" wobei das für mich absolut selbstverständlich ist. Das ist eine urplötzlicher metallischer Knall und ich möchte mit 40 gerne noch genau so gut hören wie jetzt, ohne Hilfsmittel. Nach kurzer Recherche hat die Luftpistole eine Lautstärke zwischen 90 und 120 Dezibel, je nach Technik. Ab einer Lärmbelastung von 80 dB muss ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern einen Gehörschutz zur Verfügung stellen. Ab 85 dB ist der AN verpflichtet ihn zu tragen.

    Hallo Harley,

    [...] In der Tat wäre es schön wenn gewissen Dinge hier besser strukturiert wären,[...]

    no.limits

    Das war eine der Ziele dieses threads, da ich mich als Anfänger recht verloren gefühlt habe. Man liest dann viel herum in diesem Forum, Leute die Ahnung haben kristallisieren sich irgendwann heraus (und die Hohlbohrer ebenso...), und man versucht die verschiedenen Dinge in Relation zueinander zu setzen. Wenn in geraumer Zeit wieder ein Anfänger wie der Ochse vorm Berg steht, kann ihm dieser thread ein kleines bisschen als Leitfaden dienen. Irgendwann wird auch der Punkt gekommen sein, an dem ein Inhaltsverzeichnis im Eingangsposting sinnvoll ist.

    Wenn man die verschiedenen Dinge hier besser strukturieren wollte, müsste man irgendwo auf die Seite noch einen Blog integrieren. Ein Forum ist zwar schlechter strukturiert hinsichtlich der Auffindbarkeit von Tipps oder Erklärungen, lebt aber vom Austausch und vom Nichtvorhandensein der "einen" Wahrheit und vom Meinungsaustausch.

    Zurück zum Thema: Bin gespannt auf deinen Zusammenschrieb no.limits . Die Fragen von harleymueller würden mich genauso interessieren.

    no.limits Ich verstehe durchaus die Herangehensweise, nur der Vorteil erschließt sich mir nicht (zumindest bei dem von dir beschriebenen Ziel der sauberen Schussabgabe). Alle Dinge, die du beschreibst (sauberes und unbewusstes! Abziehen, linearer Druckaufbau auf den Abzug ohne wirkliche Bewegung des Abzugsfingers, Beobachten und Interpretieren der Bewegung des Korns --> schnelle, direkte Zuckungen = Handgelenk, langsame Bewegungen = Schulter, pendeln nach links und rechts = unsicherer Stand, etc.), kann ich doch genauso gut im Trockentraining zu Hause auf eine weiße Wand ausführen. Die Höhe, auf der mein Arm ungefähr sein sollte kann ich ausmessen und mir zu Hause einen entsprechenden Bereich auf der Wand markieren. Es erscheint mir sogar besser, weil die Versuchung verschwindet kleine Streukreise zu schießen und immer an derselben Stelle anzuhalten.

    Oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler drin und vergesse einen oder mehrere wichtige Aspekte?

    Irgendwie muss ich da Rakete und harleymueller zustimmen. Ein paar Schüsse habe ich ja auch auf die weiße Scheibe abgegeben und nach dem ersten Schuss habe ich immer versucht, die selbe Stelle wieder zu erwischen, die Einschusslöcher sind ja sehr gut erkennbar. Das ist ja aber nicht der Sinn der Sache, zumindest wenn es um das Abzugstraining geht.

    Bei der Kontrolle der Nullstellung hingegen erschließt sich mir der Sinn der Schussabgabe durchaus. Beispielsweise kann man ja einfach auf die Rückseite einer Zielscheibe schießen um zu kontrollieren, ob man auch ohne markante Punkte wie dem Spiegel im Halteraum zum stehen kommt.

    Lanfear Danke, dass du dir die Zeit genommen hast für den Beitrag und die Auflistung der Trainingsmöglichkeiten. Aber auch hier sehe ich einzig im letzten Punkt der Trainingsanwendungen den Vorzug des "scharfen" Trainings gegenüber dem Trockentraining. Den Aspekt der Druckerhöhung ohne Orientierung (Spiegel) hatte ich noch nicht mit in Betracht gezogen, interessant.

    Nur kurz zu meinem weiteren Vorgehen:

    Ich denke, ich werde die folgenden Punkte nacheinander abarbeiten:

    1. Erarbeiten eines Wettkampfablaufes inklusive Probeschüsse, einrichten um die vorgegebene Zeit einzuhalten.

    2. In Kombination mit 1. das Aufbauen der Kondition. Heißt also 15 Minuten Probe, 50 Minuten (40 Schuss, 4er Serien), danach nochmal 40 Schuss (10er Serien).

    3. Unterstützend Trockentraining um die Kornschwankungen zu minimieren.

    Mathesar  Ritter Ich werde schauen, dass ich mein Trainingspensum steigere auf 100 Schuss ohne großartige Pause zwischen den Serien. Mal sehen, wann meine Leistung einbricht.

    Matze1965 Danke für deine Antwort, ich persönlich kann auf dem Schussbild auch nichts erkennen. Aber es hätte ja sein können, dass jemandem mit Erfahrung direkt etwas ins Auge springt. Deinen Vorschlag der 100 Schuss (10 Serien) werde ich beim nächsten oder übernächsten Training machen und dann hier berichten. Auf was genau schieße ich dann eigentlich? Dreieck? Längsbalken? Querbalken? Zielscheibe? Und was sind dann gute und schlechte Serien?

    @Bastian Ja, darauf wurde ich gestern auch aufmerksam gemacht. Das verschlimmert mein Problem noch. Ich hätte gerne einen Puffer von etwa 5 Minuten um am Schluss nicht in Stress zu geraten. Mal schauen, was ich an meinem Ablauf verändere und wie es sich auf mich auswirkt, wenn ich zwischen den Serien nicht herumlaufe.

    HotShot Danke für deinen Input, habe es beim letzten Training versucht umzusetzen. Ab und an erwische ich mich dabei, doch noch auf die Scheibe zu starren und ich weiß auch warum: Durch die Fokussierung auf die Scheibe mit beiden Augen, sehe ich das Korn doppelt und kann überprüfen, ob ich wirklich die "richtige" Armhaltung habe, also ob mein Korn wirklich in einer Linie mit der Zielscheibe ist. Ist das beim Hochnehmen des Arms nicht der Fall, kann ich das noch vor dem Stillstand über dem Spiegel korrigieren. Durch die Fokussierung auf das Korn entfällt diese Kontroll- und Korrekturmöglichkeit.

    Eigentlich sollte der Anschlag ja auch so sein, dass das Korn IMMER korrekt in den Halteraum gleitet. Das ist bei mir nicht der Fall, der äußere Anschlag stimmt also nicht.

    Das Schließen der Augen dient weniger der Entspannung meines zielenden, als vielmehr des nicht zielenden Auges. Dieses muss ich im Moment noch zu kneifen da ich keine Schießbrille besitze. Zwischen Augen wieder öffnen und Fokussierung auf das Korn liegen sicherlich 7-10 Sekunden, die Anpassung an die Lichtverhältnisse sollte also kein Problem sein denke ich.

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    08.04.2018

    Morgendliche Trainingeinheit am Sonntag nach einer Nacht mit 5 Stunden Schlaf und viel Stehen am Abend vorher. Da unter den Voraussetzungen kein top Ergebnis zu erwarten war (von mir sowieso nicht), wollte ich mal wissen, wie viel Zeit mich mein Ablauf kostet und ob ich damit unter WK-Bedingungen hinkomme. Komme ich leider nicht...

    Wenn ich das richtig gelesen habe, stehen mir im Wettkampf für 40 Schuss 75 Minuten zur Verfügung, inklusive Vorbereitung. Ich habe gestern für 40 Schuss etwa 65 Minuten gebraucht, ohne Einschießen. Zwischen den einzelnen Serien von jeweils 4 Schuss lege ich immer die Waffe ab und gehe etwas herum um wieder etwas Blut in die Beine zu bringen und die Füße zu entlasten. In dieser Zeit (wahrscheinlich etwa 1-2 Minuten) schneide ich Grimassen um die Gesichtsmuskeln zu entspannen, schaue in die Ferne, schüttle die Beine und Arme etwas, etc. Irgendwo in meinem Ablauf werde ich also etwas zeit einsparen müssen.

    Nach etwa 6-7 Serien war ich etwas angenervt, dass ich wirklich noch 3 Scheiben schießen muss, meine Konzentration hat dann wirklich etwas nachgelassen. Habe dann gewisse Aspekte meines Ablaufs vergessen oder nur unzureichend ausgeführt, das mag aber auch der kurzen Nacht geschuldet sein.

    Wie viel Vorbereitungszeit sollte ich während des Wettkampfes einplanen?


    Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die letzten Trefferbilder der letzten drei Trainingseinheiten auf ein Blatt Papier einzuzeichnen (Low budget DISAG).

    Kann man hieraus irgendwelche Schlüsse ziehen? Welche Tendenz habe ich, welche Fehler mache ich, was muss ich korrigieren?

    06.04.2018

    Außerplanmäßig am Freitag trainiert, es hat sich so ergeben. Ich habe versucht, den oben beschriebenen Ablauf zu verinnerlichen, das klappt verständlicherweise noch nicht zu 100%, aber es wird besser.

    Begonnen habe ich mit dem Schießen auf die weiße Scheibe, ich wollte den langsamen Druckaufbau nach dem 2. Atemzug und dem damit einhergehenden Absenken des Arms unter den Spiegel trainieren. Die ersten 4 Schüsse sind umrandet, danach bin ich aus dem Stand rausgegangen und habe komplett neu aufgebaut. Dann konnte ich es nicht lassen auch nochmal auf Scheiben zu schießen. Sämtliche Scheiben habe ich mit Schirmmütze geschossen, bei Scheibe 2 und 3 habe ich mir einen Streifen vor das nichtzielende Auge geklemmt, um dieses nicht schließen zu müssen. Allerdings hab mit das Geflatter bei jedem Atemzug abgelenkt, sodass ich es wieder abgelegt habe und "normal" geschossen habe. Ich schiebe das schlechte Trefferbild bei Scheibe 4 auf das Entfernen der Klappe und dem kurzfristigen ungewohnten Sichtfeld. Was zwischen Scheibe 6 und 7 geschehen ist, weiß ich nicht genau... Es mag der Kälte geschuldet sein, die sich dann irgendwann auf der Anlage eingestellt hat, meine Hände waren irgendwann eiskalt. Vielleicht auch der fehlenden Kraft oder Konzentration.

    Scheibe 8 war eigentlich nur noch ein kleiner "Finisher" um noch etwas die Haltekraft zu trainieren. Nach dem 7er und 8er links habe ich das jedoch auch aufgegeben, meine Hände wurde leider nicht mehr warm. Ich weiß nicht genau, ob man aus den Trefferbildern irgendwelche Schlüsse ziehen kann.

    Zwischen allen Serien gehe ich ein paar Schritte in der Gegend herum, schaue mal in die Lampe, mal in die Ferne bewege meine Beine und Fußzehen, spanne mein Gesicht an und schneide ein paar Grimassen. Das dauert ca. 1-2 Minuten.

    So, nach längerer Abstinenz konnte ich nach der Osterschießwoche am Mittwoch und gestern wieder "trainieren". Nennen wir es lieber "wieder rein kommen".

    @Bastian Im Moment versuche ich, mir eine Routine anzutrainieren, einen immer gleichen Ablauf. Ich arbeite hierbei mit Doppelatmung (siehe unten). In Berührung mit dem Schießsport kam ich vorher leider nicht, ich starte wirklich bei Null.

    Rakete Sehr schönes Video, vielen Dank hierfür. Klar muss man irgendwo anfangen und sich von da aus weiterentwickeln um seine individuelle Technik zu finden, die leicht vom Technikleitbild abweicht. Aber an diesem punkt bin ich (natürlich) noch nicht. Es ist natürlich immer schwierig mit diesen gegenteiligen Antworten umzugehen. Gerade am Anfang möchte man aus dieser Anfängerposition heraus niemandem auf den Schlips treten, viele Leute fühlen sich jedoch bei dem zurückweisen von Ratschlägen oftmals beleidigt, sei es nun hier im Forum oder auf dem Schießstand. Mag ja sein, dass jemand seit 10 Jahren auf dem Schießstand steht und die für sich passende, perfekte Technik gefunden hat. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass dies auch auf jeden anderen Schützen zutrifft. Die vielen unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten sowohl beim Schützen als auch an der Waffe erschlagen einen am Anfang natürlich. Stelle ich mich lieber anders hin? Oder schwenke ich den Griff? Oder drehe ich einfach 2 Klicks nach rechts/links? Als Anfänger ist es mir unmöglich zu sagen, woher nun der Schießfehler rührt. Deswegen wende ich mich fast schon lieber an das Forum, weil man hier einfach viele unterschiedliche Meinungen bekommt und bei einer aufkommenden Diskussion die Argumente abwägen kann und dann selbst entscheidet.

    no.limits Dann kam das bei mir falsch rüber. Ich trainiere immer in den weißen Hallenturnschuhen der Bundeswehr, die haben eine recht flache Sohle und eine große Standfläche. Die Schuhspitze zeigt auch nicht so extrem nach oben wie bei einem deiner Beispiele.

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    04.04.2018

    Erstes (sehr kurzes) Training nach der Osterschießwoche. Ich war leider beruflich etwas eingespannt und konnte deshalb nicht ganz so viel Zeit aufbringen, wie ich es gerne wollte. Da jedoch der Spitzenlupischütze des Vereins da war (hat jetzt nicht viel zu heißen), wollte ich mir ein paar Sachen bei ihm abschauen. Er hat mir zu folgendem Ablauf eines Schusses geraten, das Vorgehen habe ich dann modifiziert und übernommen:

    0.1 Einnehmen des Stands (bei mir sind die Füße parallel, etwas breiter als schulterbreit)

    0.2 Die Waffe in die Hand nehmen und in den Griff finden

    0.3 Blick geradeaus an die Wand, in Richtung der Fußspitzen, Hand+Waffe ruht entspannt auf dem Tisch, Arm gebeugt

    1. Zwei Atemzüge (Bauchatmung), Blick an die Wand

    2. Waffe laden (1-2 Atemzüge)

    3. Waffe ruht noch auf dem Tisch, Blick wieder Richtung Wand, zwei Atemzüge (Bauch), Augen geschlossen

    4. Waffe auf Zuganlage, Arm nur noch leicht gebeugt, aber entspannt

    5. Zwei Atemzüge mit Blick an die Wand

    6. Einatmen, währenddessen Blick Richtung Scheibe lenken, Ausatmen (Brustatmung)

    7. Einatmen, in der letzten Hälfte des Ausatmens Spannung im Arm aufbauen (Brustatmung)

    8. Einatmen, währenddessen Arm mit Waffe über die Scheibe heben (Brustatmung)

    9. Ausatmen, Arm senken bis zum oberen Spiegel

    10. Einatmen, Arm hebt sich leicht, Druck auf Abzugszüngel aufbauen (Brustatmung)

    11. Ausatmen, Arm senkt sich natürlich bis zum unteren Spiegel, weiter Druck auf Abzugszüngel aufbauen

    12. Nach 50-75% des Ausatemvorgangs ist das Korn im Halteraum

    13. Unbewusstes Auslösen des Schusses

    14. Nachhalten (ca. 1-2 Sekunden)

    15. Arm gerade absenken, auf Tisch ablegen

    16. Beginne wieder bei 1.

    Ich weiß nicht genau, ob ich damit zeitlich im Wettkampf hin komme oder ob ich an der ein oder anderen Stelle kürzen muss. Punkt 3 kann ich eigentlich streichen und die Waffe direkt nach dem Ladevorgang auf die Zuganlage legen.

    Califax Vielen Dank, werde ich machen und auf fehler achten, guter Tipp. Spezielle Schuhe werde ich erstmal außen vor lassen, eventuell wird das zu einem späteren Zeitpunkt (und höherem Leistungsstand) interessant.

    @AxelA Danke, ich werde mir mal ein paar Trainingsscheiben über den Verein bestellen lassen.

    @red rabbit Danke für die Auführungen. Beim Lesen sind mir tatsächlich einige Dinge aufgefallen, die bei mir noch nicht automatisch ablaufen (Druckaufbau beim Abzug während des Führens in den Halteraum). Sollte ich mich denn zu Beginn auf das Schießen auf die weiße Scheibe fokussieren? Ich bin im Moment noch unsicher, wie ich das Training der nächsten 4 Wochen aufbauen soll, an welchen Baustellen ich zuerst arbeiten muss. Ich wohne in Südhessen, zwischen Darmstadt und Mannheim.

    no.limits Danke für die Bestätigung. Genau das (Durchdrücken der Knie) fühlt sich viel natürlicher und stabiler an als die leichte Beuge, werde es so beibehalten. Deinen beitrag über Schießschuhe und die größere Auflagefläche der Sohle habe ich gefunden, vielen Dank dafür. Allerdings werde ich mir vorerst wohl keine Schießschuhe zulegen, das geht mir nach 3 Einheiten dann doch zu weit. Aber schauen wir mal, wo die Reise hingeht.

    Carcano Danke für die Blumen. Dass die Haltekraft und Ausdauer noch nicht da ist, habe ich gemerkt. Man sieht es am 21.03. wie die Streuung größer wird bei der letzten Scheibe.

    @red rabbit Ich habe mir soeben das Buch "Olympisches Pistolenschießen" bestellt. Bis zu seinem Eintreffen könnte mir eventuell jemand erklären, wie man beim Training auf die weiße Scheibe korrekt vorgeht. Ich habe doch, wenn ich alleine trainiere, keine Rückmeldung, ob ich etwas richtig oder falsch gemacht habe.

    Zum Thema Ringe zählen: Ich wollte schlicht und einfach sehen, wo ich stehe. Am 14.03. war ein B-Lizenz-Trainer da (natürlich nicht für mich), der mir in einer Stunde im Schnelldurchgang ein paar Dinge gesagt hat. Auch er meint, sie trainieren im Leistungszentrum so gut wie nie auf eine Scheibe, sondern vorrangig auf die weiße Scheibe, Quer- oder Längsbalken.

    Was mich im Moment am meisten nervt, ist, dass ich mein nicht zielendes Auge zukneifen muss und dabei merke wie mein Gesicht verkrampft. Teilweise blinzle ich dann und das Korn wird unscharf. Habe mir jetzt ein Basecap bestellt und werde da völlig amateurhaft einen Streifen über mein Auge montieren, dass ich es nicht mehr zukneifen muss.

    Auch mit meinem Stand fühle ich mich nicht ganz wohl. Laut Trainer soll ich die Knie nicht durchdrücken sondern leicht beugen. Allerdings fühlt sich das irgendwie instabil an. Durchgedrückte Knie werden jedoch zum Problem wenn ich anfange zu schwanken.

    21.03.2018

    Erstes Training mit der Leihwaffe Steyr LP10. Gleich ein ganz anderes Gefühl als mit der LP65 (logischerweise). Der Griff ist nicht wirklich passend für mich wie mir scheint, aber das ist ja verständlich. Inwiefern ich an der Lupi herumstellen darf muss ich noch eruieren. Ich habe ziemlich viel an der Pistole selbst herumgestellt um ein halbwegs ordentliches Trefferbild zu bekommen und wenigstens ab und an mittig zu treffen. Der Kollege hat leider 3 Dioptrien, das sieht man wohl auch an der ersten Scheibe.

    Hallo Leute,

    ich habe mich dazu entschlossen ein kleines Trainingstagebuch zu führen. Ich bin bei meinem Verein leider größtenteils auf mich allein gestellt, da kein Trainer vorhanden ist. Somit muss ich mir mein WIssen durch Youtube, Bücher und Foren aneignen. Weiterhin soll dieser Thread auch für andere Anfänger ein Sammelsurium an Tipps und Tricks beinhalten.

    Ich habe das letzte (halbe) Jahr unregelmäßig Spopi geschossen, allerdings ohne wirkliche Überprüfung der Technik. Mehr aus Spaß am ballern. Irgendwann will man jedoch bei den Vereinsmeisterschaften nicht mehr ständig im unteren Drittel sein und somit begann ich damit den Schießsport etwas zielstrebiger zu bestreiten. Seitens eines Vereinsmitglieds darf ich bis etwa Juni seine Luftpistole benutzen (Steyr LP10) und möchte in dieser Zeit meine Schießtechnik verfeinern. Ich habe heute mein 3. "Training" absolviert, welches jedoch hauptsächlich aus dem Einstellen der Lupi bestand (siehe unten). Ich werde für jedes Training meine Trefferbilder einstellen sowie ein kurzes Resümee ziehen und erhoffe mir durch diesen Thread Ratschläge und Tipps.

    14.03.2018

    Erstes Lupi Training mit der Vereinspistole FWB LP65. Das Korn ist leider zu schmal, ansonsten ging es erst einmal darum eine Routine beim Aufbau zu erarbeiten (Stand, Atmung, etc)...

    21.03.2018

    Erstes Training mit der Leihwaffe Steyr LP10. Gleich ein ganz anderes Gefühl als mit der LP65 (logischerweise). Der Griff ist nicht wirklich passend für mich wie mir scheint, aber das ist ja verständlich. Inwiefern ich an der Lupi herumstellen darf muss ich noch eruieren. Ich habe ziemlich viel an der Pistole selbst herumgestellt um ein halbwegs ordentliches Trefferbild zu bekommen und wenigstens ab und an mittig zu treffen. Der Kollege hat leider 3 Dioptrien, das sieht man wohl auch an der ersten Scheibe.

    25.03.2018

    Zweites Training (Steyr LP10). Bis zur Scheibe Nr. 4 habe ich immer mal wieder 2-3 Klicks hoch und runter bzw rechts und links gestellt, Mittlerweile sollte es allerdings passen. Ich werde beim nächsten Training nochmal 10 Schuss auf eine Scheibe machen um eine Tendenz herauszufinden.