So, nach längerer Abstinenz konnte ich nach der Osterschießwoche am Mittwoch und gestern wieder "trainieren". Nennen wir es lieber "wieder rein kommen".
@Bastian Im Moment versuche ich, mir eine Routine anzutrainieren, einen immer gleichen Ablauf. Ich arbeite hierbei mit Doppelatmung (siehe unten). In Berührung mit dem Schießsport kam ich vorher leider nicht, ich starte wirklich bei Null.
Rakete Sehr schönes Video, vielen Dank hierfür. Klar muss man irgendwo anfangen und sich von da aus weiterentwickeln um seine individuelle Technik zu finden, die leicht vom Technikleitbild abweicht. Aber an diesem punkt bin ich (natürlich) noch nicht. Es ist natürlich immer schwierig mit diesen gegenteiligen Antworten umzugehen. Gerade am Anfang möchte man aus dieser Anfängerposition heraus niemandem auf den Schlips treten, viele Leute fühlen sich jedoch bei dem zurückweisen von Ratschlägen oftmals beleidigt, sei es nun hier im Forum oder auf dem Schießstand. Mag ja sein, dass jemand seit 10 Jahren auf dem Schießstand steht und die für sich passende, perfekte Technik gefunden hat. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass dies auch auf jeden anderen Schützen zutrifft. Die vielen unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten sowohl beim Schützen als auch an der Waffe erschlagen einen am Anfang natürlich. Stelle ich mich lieber anders hin? Oder schwenke ich den Griff? Oder drehe ich einfach 2 Klicks nach rechts/links? Als Anfänger ist es mir unmöglich zu sagen, woher nun der Schießfehler rührt. Deswegen wende ich mich fast schon lieber an das Forum, weil man hier einfach viele unterschiedliche Meinungen bekommt und bei einer aufkommenden Diskussion die Argumente abwägen kann und dann selbst entscheidet.
no.limits Dann kam das bei mir falsch rüber. Ich trainiere immer in den weißen Hallenturnschuhen der Bundeswehr, die haben eine recht flache Sohle und eine große Standfläche. Die Schuhspitze zeigt auch nicht so extrem nach oben wie bei einem deiner Beispiele.
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04.04.2018
Erstes (sehr kurzes) Training nach der Osterschießwoche. Ich war leider beruflich etwas eingespannt und konnte deshalb nicht ganz so viel Zeit aufbringen, wie ich es gerne wollte. Da jedoch der Spitzenlupischütze des Vereins da war (hat jetzt nicht viel zu heißen), wollte ich mir ein paar Sachen bei ihm abschauen. Er hat mir zu folgendem Ablauf eines Schusses geraten, das Vorgehen habe ich dann modifiziert und übernommen:
0.1 Einnehmen des Stands (bei mir sind die Füße parallel, etwas breiter als schulterbreit)
0.2 Die Waffe in die Hand nehmen und in den Griff finden
0.3 Blick geradeaus an die Wand, in Richtung der Fußspitzen, Hand+Waffe ruht entspannt auf dem Tisch, Arm gebeugt
1. Zwei Atemzüge (Bauchatmung), Blick an die Wand
2. Waffe laden (1-2 Atemzüge)
3. Waffe ruht noch auf dem Tisch, Blick wieder Richtung Wand, zwei Atemzüge (Bauch), Augen geschlossen
4. Waffe auf Zuganlage, Arm nur noch leicht gebeugt, aber entspannt
5. Zwei Atemzüge mit Blick an die Wand
6. Einatmen, währenddessen Blick Richtung Scheibe lenken, Ausatmen (Brustatmung)
7. Einatmen, in der letzten Hälfte des Ausatmens Spannung im Arm aufbauen (Brustatmung)
8. Einatmen, währenddessen Arm mit Waffe über die Scheibe heben (Brustatmung)
9. Ausatmen, Arm senken bis zum oberen Spiegel
10. Einatmen, Arm hebt sich leicht, Druck auf Abzugszüngel aufbauen (Brustatmung)
11. Ausatmen, Arm senkt sich natürlich bis zum unteren Spiegel, weiter Druck auf Abzugszüngel aufbauen
12. Nach 50-75% des Ausatemvorgangs ist das Korn im Halteraum
13. Unbewusstes Auslösen des Schusses
14. Nachhalten (ca. 1-2 Sekunden)
15. Arm gerade absenken, auf Tisch ablegen
16. Beginne wieder bei 1.
Ich weiß nicht genau, ob ich damit zeitlich im Wettkampf hin komme oder ob ich an der ein oder anderen Stelle kürzen muss. Punkt 3 kann ich eigentlich streichen und die Waffe direkt nach dem Ladevorgang auf die Zuganlage legen.