Beiträge von Johann

    Warum unterhalten wir uns immer über an den Haaren herbeigezogene Konstrukte, die noch keiner erlebt hat? Wieso soll der gemeine Polizist nicht genauso im Waffenrecht bewandert sein wie ich oder ihr? Wer von den Usern musste denn schon mal den Waffenkoffer auf Anweisung öffnen? Und wer würde denn schon bestraft, weil er das Zahlenschloß nicht verstellt hat.

    Ich wurde mal kontrolliert, weit ab von meiner Heimat und wurde explizit nach Waffen und Drogen gefragt. Mir schossen ganz schnell, die vergessenen zwei Schachteln Munition im Handschuhfach ein. Also gab ich sie an, mit dem Hinweis WBK liegt gleich darunter. Ich erntete ein Schmunzeln und den Hinweis, wenn der Hund daran nichts erschnüffelt interessiert sie das nicht. Gründe Munition zu transportieren gäbe es genug.

    .... Und Johanns Darstellung mit der Waffensachkunde beim schießen Luftdruckwaffen ist auch nur teilweise richtig. beim Schießen wird sie nicht benötigt, aber bei der Aufsicht. Denn diese ist auch bei dem Schießen mit Luftdruckwaffen nicht ausgeschlossen.....


    Es lohnt sich eventuell, über diesen Satz noch einmal nachzudenken. Denn es ist erschreckend wie oft Unwissenheit so manches mal hier im Forum zum Besten gegeben wird.

    Allen ein schönes Wochenende

    Claus-Dieter

    Da muss ich dir jetzt mal voll recht geben. Es ist wirklich erschreckend, wie manche, in dem Fall du, Falsches weitergeben und auch noch darauf beharren.

    In den

    Richtlinien des Deutschen Schützenbundes e.V.

    für die Qualifizierung von Aufsichtspersonen

    (Standaufsicht)

    (§10 Abs. 6 AWaffV )

    Beschlossen in der Gesamtvorstandssitzung vom 13. November 2004

    heißt es unter B

    B. Voraussetzungen

    Die„verantwortliche Aufsichtsperson“ als Standaufsicht muss

    – volljährig,

    – zuverlässig,

    – persönlich geeignet und

    – sachkundig


    sein. Sachkunde bezeichnet in diesem Zusammenhang nicht die für den Erwerb von Schusswaffen erforderliche Sachkunde nach § 7 WaffG, sondern die auf die Tä- tigkeit als Standaufsicht erforderliche Sachkunde. Der Inhaber einer waffenrechtli- chen Erlaubnis erfüllt die ersten drei Voraussetzungen ohne weiteres. Die verant- wortliche Aufsichtsperson auf Schießstätten für Feuerwaffen (Anlage 1 Abschnitt Nr. 2 WaffG) soll die Sachkunde nach § 7 WaffG nachweisen.

    Das heißt eindeutig, dass für die Aufsicht bei Luftdruckwaffen keine Waffensachkunde benötigt wird.

    Den Rest der Frage hat ja Nullpunkt;-) schon beantwortet. Es geht hier nicht um die Übernahme der Aufsicht, sondern um das Alleine Schießen auf einem Stand. Und das bestimmt nur der bei der Erlaubnisbehörde gemeldete Betreiber, da er die alleinige Verantwortung hat.

    Eine andere Frage ist natürlich die alleinige Nutzung des Standes in Bezug auf Schlüsselgewalt. Wer war es, wenn was kaputt geht? Meist war es dann niemand.

    Natürlich darf ein Trainer bezahlt werden. Das haben wir auch gemacht, als wir noch keinen im Verein hatten. Aber warum soll ein Trainer im eigenen Verein Geld verlangen, wenn er nicht will. Macht er deshalb schlechtere Arbeit? Ist ein FWB Evolution top schlechter, nur weil es Jugendliche kostenlos benutzen dürfen? Ist die Gemeinschaft schlechter, nur weil Getränke beim Training nichts kosten?

    Ich kenne bei uns keinen Verein, bei dem Geld knapp ist, wenn er in sich funktioniert. Hier müssen sich nur die Verantwortlichen im klaren sein, dass sie einen solch funktionierenden Verein auch an Jüngere weitergeben müssen und nicht eine Sintflut kommt, wenn man keine Lust mehr hat.

    Aber jeder Verein und jede Gegend ist anders, darum kann man nur Ratschläge geben, oder mitteilen, wie es bei einem selbst zugeht. Was der Fragesteller daraus macht, ist sein Ding.

    PS:

    Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt eine adäquate weibliche Form gleichberechtigt ein

    ... Alle Achtung da ist Speed drin, und offensichtlich funktioniert es. Die verkaufen sich nicht unter Wert. Auf dieser Ebene hab ich das so noch nirgends erlebt.

    Ich finde es gut, das hat Qualität und Wertigkeit, das passt in die Zeit und ist allemal mehr angemessen als 30€ Jahresbeitrag.

    grüße NO.LIMITS

    Jetzt weiß ich wenigstens, was du immer mit dem "unter Wert verkaufen" meinst. Nur was teuer ist ist auch gut. Ja das ist eine weitläufige, aber schon oft widerlegte Meinung.

    Mir tuts echt leid, dass ich das Thema offtopic geführt habe. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass mit dem gleichen Aufwand im Verein oft mehr Geld zu holen ist, als von Sponsoren. Jetzt diskutieren wir wieder um die richtige Vereinsstruktur und -führung, die nie gleich sein kann.

    Ja und das geht schon beim Kompressor los. Wir @Karl schon schrieb, ist mir die reine Atemluft des Kompressors der Feuerwehr auch lieber, als die eines evtl. schlecht gewarteten eigenen Kompressors. Und die Feuerwehr kann ich auch noch fürstlich für die Luft belohnen. Gute Luft darf ja auch teuer sein.

    Ja Bernd, da hast du schon recht.

    Es ist ein Fluch und ein Segen zugleich, wenn man von der Kommune untergebracht wird. Im Unterhalt zuerst mal recht günstig, aber oft fehlen dann Einnahmemoglichkeiten.

    Wir waren früher auch in einer Gastwirtschaft untergebracht. Da bleiben Mitgliedsbeiträge und Spenden. Alles recht dürftig.

    2001 mussten wir da raus und bauten in einem alten Lagerhaus 4 Stände ein mit einem Tisch und einem Holzofen als Aufenthaltsraum. Ab da ging es sportlich aufwärts und gesellschaftlich auch.

    Ist jetzt zwar viel OT, aber ich will damit sagen, dass man Geld schneller mit Veranstaltungen oder Bewirtung in Eigeninitiative verdienen kann, als mit der genauso zeitintensiven Sponsorensuche.

    Sponsorensuche? Wie schaut es denn mit Zuschußanträgen aus? Sind die denn alle ausgereizt?

    Als ich noch bei uns im Landkreis im Sportausschuß war, haben z.B. nur 28% der ansässigen Schützenvereine die Vereinspauschale beantragt. Bei den anderen Sportvereinen waren es 87%. Zwei Seiten Formular ausfüllen war schon zu viel Arbeit. Ist aber einfacher, als Sponsoren zu gewinnen.

    Hierzu braucht man ein gutes Konzept. Viele verwechseln Sponsoring mit Spenden, wie Bernd in #5. Für Sponsoring gibt es keine Spendenbescheinigung, da gibt es eine Gegenleistung. Was aber eine gleichzeitige Spende mit Spendenbescheinigung ja nicht ausschließt.

    Gerade, wenn ein Verein nur einen Luftdruckstand zu verhalten hat, sollte keine Finanznot aufkommen. Mein Luftdruckheim macht jedes Jahr ca. 6000€ Gewinn. Ich schimpfe aber ja auch nicht über den Bier trinkenden Stammtisch. Der ermöglicht uns, dass jeder Nachwuchsschütze sein eigenes Gewehr und Kleidung hat. Bis er sich selbst was kauft.

    Der Stammtisch sorgt aber auch dafür, dass bei Ligawettkämpfen Stimmung in der Bude ist. Er isst und trinkt gerne für unsere Aktiven und die zeigen ihm gerne, was sie können.

    Ach ja, das Umfeld. Ein Dorf mit 650 Einwohnern, Blaskapelle, die angeblich viele Schüler schon wegnimmt, und ein Jahresbeitrag von 30/15€, mit dem man ja keinen Verein aufrecht erhalten kann. Wir leisten uns dazu noch 2 C-Trainer und 5 Vereinstrainer.

    Wie schaut es bei meinem Feuerwaffenverein aus? Genauso, nur mit noch mehr Geld auf dem Konto, aber auch mit teureren Preisen.

    Edit: @Karl Strom, Wasser, Gas, Versicherung, usw. bezahlen wir selbst.

    Da brauchst du nicht vorsichtig nachfragen, der Umbau muss vorher bei der Genehmigungsbehörde angezeigt werden, da dies eine wesentliche Änderung in der Beschaffenheit darstellt. Nach dem Umbau kann auch nicht bis zur nächsten Regelabnahme warten, sondern benötigt eine Neuabnahme durch den Sachverständigen. Ich kenne keinen Luftdruckstand, um den geht es dem TE ja, der beim Umbau auf elektronische Anlagen unter den von SebastianL zitierten Maßen bleiben durfte.

    Wir sollten doch zuerst mal klären, ob wir von Verein oder Kader reden. Im ersten Post war von Kreis die Rede, also Kader?
    Das sind doch zwei ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. Ein Kaderschütze hat Lust auf Verbesserung, den muss ich nicht mit anderen Waffen locken, das kann man sicher mal einbauen, aber Vorrang hat doch die Disziplin, wo er im Kader ist.
    Dann war meine Frage nach dem Trainerschein. Da ist doch Kaderarbeit Lehrstoff.

    @Achhillis vielleicht erzählst du uns ja mehr über deine Trainingsgruppe. Welche Trainer, welches Leistungsspektrum, welche Ziele, welche Ausrüstung, usw.

    Das Thema hatten wir schon mal, da war der Konsens, eine Hospitation bei erfahrenen Trainern sollte Pflicht sein.

    Als erstes solltest du den gemeinsamen Beginn klar stellen. Ein kurzer Theorieteil schadet nie, kommt aber auf die unterschiedliche Leistungsstärke und einen unterschiedlichen Wissensstand der Teilnehmer an. Das kann für einige schnell langweilig werden. Das interessant rüber zu bringen liegt am Trainer. Auch in der Schule gibt es Lehrer, die den gleichen Stoff langweilig oder interessant lehren.
    Du sollst die Leute nicht bespaßen, sondern trainieren, da ist Konzentration gefragt, auch bei Jugendschützen. Der gemeinsame Spaß kommt zum Schluß mit Schießspielen oder sonstigen gemeinsamen Unternehmungen.

    So, wie du schreibst, kommt ihr zusammen um zusammen zu schießen, das hat nichts mit Training zu tun. Hast du oder ihr einen Trainerschein? Wieviel Trainer seid ihr? Bei 10 Jugendlichen können zwei Trainer schon eine Menge ausrichten. Was ist das Ziel des Trainings?

    Für nächstes Jahr ja. Aber dann?
    Wenn es eine Trendsportart ist, entwickelt sie sich bestimmt schnell. Und noch schneller kommt dann die Auflage ins Rennen, nicht weil das Sportgerät so schwer ist, sondern die Ergebnisse besser werden. Oder warum wird in manchen Regionen Auflage unter der Seniorenklasse geschossen?
    Ich habe doch nichts gegen Auflageschießen für Senioren.
    Sorry fürs OT, aber es war halt eine Steilvorlage.