Beiträge von Hugo165

    Geheimnisvolles Getue.

    Kann man so sehen, allerdings ist die Wichtigste Erkenntnis da klar zu lesen. Es gibt keine klare Anweisung: So musst du es machen und dann schiesst du nur noch Zehnen. Jeder muss für sich selber finden, was ihm Erfolg bringt. Vieles lesen, vieles beobachten und am Wichtigsten ist das man sich selber spürt. Beim ersten Auflegen der Pistole habe ich erstmals festgestellt, wie unruhig ich eigentlich stehe. Zusammen mit der Auflage, die als Drehpunkt wirkt, ergibt das Auf- und Ab-Bewegungen. Um die zu minimieren muss ich meinen Stand stabiler hinkriegen. Dazu gibt es im Netz einen Text von Klaus Wiegand. Wenn ich diese Übungen weiter vermittle, ist die Resonanz sehr gering, weil eigentlich kaum Schützen trainieren wollen. Einfacher Beleg: In Zeiten der Pandemie wurden Scatt und 10m-Anlagen gekauft um weiter zuhause Programme zu bolzen. Zum Trainieren braucht es das eigentlich nicht. Da genügt eine weisse Wand. Aber das will niemand hören. Also behalte ich das für mich.

    Allen weiter "Guet Schuss" und bleibt gesund!

    Hallo Albert X,

    Herr der Ringe erklärt das sauber. Seitenfehler rühren - neben Auslösefehlern - von schlechten Anschlägen her. Das heisst, dass nicht sauber eingerichtet wurde und in der Nullstellung eine Spannung ist, die sich bei der Auslösung auf verschiedene Arten auflöst. Das korrekte, saubere Einrichten ist beim Auflageschiessen, wo sehr fein gearbeitet werden muss, absolut zentral.

    Viel Spass!

    Hallo Urs,

    das klingt interessant. Den allgemeinen Lehrgangsinhalt des DSB kenne ich.

    Aus Copyrightgründen ist es ja nicht möglich etwas von den Lehrgangsunterlagen zu veröffentlichen (Ist auch richtig und gut so).

    Aber könntest du mir/uns mal einen Lehrgangsinhalt (Inhaltsverzeichnis) das sich im speziellen mit Pistole-Auflage beschäftigt darlegen ?

    Gruß HdR

    Würde ich gerne. Die Ordnungshexe verrät im Moment nicht in welchem Ordner sie das abgelegt hat. ;)

    OK, meine Beurteilung ist subjektiv. Ich finde ein Buch, dass sich ausschliesslich mit Luftgewehr Auflage auseinandersetzt, für mich nicht interessant. Ich habe das sehr unglücklich formuliert. Die Diskussion über dieses Buch fand schon an anderer Stelle in diesem Forum statt. Ich werde mich wieder etwas mehr zurückhalten, denn ich mag persönliche Angriffe wirklich nicht. Auf der Sachebene setze ich mich sehr gerne auseinander.

    Literatur oder gar ein "Leitbild" scheint es ja auch noch nicht wirklich zu geben.

    Doch gibt es! Der DSB verfügt über entsprechendes Material, das von Fred Keller erarbeitet wurde. Inwiefern das frei zugänglich ist, weiss ich nicht. Ich habe es anlässlich eines Lehrganges in Wiesbaden erhalten. Meine CM200 EI habe ich mit Vordergewichten nachgerüstet, die ich für das "frei" schiessen wegnehmen kann. Ebenso schraube ich die Auflageplatte ab. Auflage schiesse ich in der Schweiz an der Spitze mit. Frei schiesse ich als Training für den Sommer. Bei uns wird Luftpistole fast ausschliesslich im Winter geschossen.

    Ich habe sehr viel Freude mit meiner SSP-E, nachdem die Elektronik gewechselt wurde. Ich benutze sie nur für das Auflageschiessen und Standand. SpoPi schiesse ich mit einer Pardini.

    Wo ist nun das Problem wenn in einer olympischen Disziplin nach ~ 70 Jahren die Regeln tiefgreifend ändern, andere Sportarten sind in der Zwischenzeit in Bedeutungslosigkeit gefallen. Breitensporttauglich muss bei anderen Sportarten auch nicht jede olympische Disziplin sein.

    Ich habe kein Problem damit. Aber die Begründung, dass damit der Materialaufwand reduziert wird, stimmt nicht. Die Spezialisten haben wieder speziell für OSP hoch gezüchtetes Material inklusive Munition.

    Zum Glück hat sich da seit Einführung von .22LR und 1000g Abzugsgewicht Waffentechnisch einiges getan.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Vor der Änderung hatte jeder ambitionierte OSP-Schütze seine spezielle Pistole. Dazu gab es spezielle Munition. Jetzt hat wieder jeder eine spezielle Pistole dafür. Er musste sich allerdings einen neue kaufen! Und auch jetzt wieder gibt es spezielle Munition, die nur für OSP taugt. Mit einer "normalen" Spopi lässt sich mal das Programm just for fun schiessen, aber mehr nicht. Die Waffenhersteller und Büchsenmacher haben sich sicher gefreut!

    Und die Tatsache daß es im Schießsport so wenig Trainer gibt begünstigt diese Haltung.

    Hast du gelesen, was ich geschrieben habe? Wer macht denn schon eine Trainerausbildung für Leute, die nicht trainieren wollen? Wenn eine Gruppe mit einem Trainer arbeiten will, findet sich eine Lösung. Allenfalls muss der Begabteste halt in den süssen Apfel beissen. Nur schon durch die Ausbildung wird sein Niveau markant besser werden. Viel Glück dabei!

    Kann mir das mal einer........

    Kein Problem, kann ich! Ist ganz einfach: Trainieren ist anstrengend! Ich habe mal bei Weinstein gelesen, dass man jeden zu einem guten Schützen ausbilden kann. Ich habe das im Verein versucht. Geht nicht nicht! Ein grosser Teil ballert einfach auf dem immer gleichen bescheidenen Niveau und wundert sich allenfalls, dass er nicht weiter kommt. Ich nehme mir Zeit und investiere Energie in einen internen Kurs mit einem möglichen Aufbau. Ich zeige und erkläre Übungen, die helfen könnten, weiter zu kommen. Kurs abgeschlossen und beim nächsten Training spannen wieder - fast - alle einen Streifen ein, lesen ein Programm ein und es werden Ringzahlen gebohrt und sich über die nicht vorhandenen Fortschritte gewundert. Ich habe einen einzigen Schützen in meiner Sektion, der trainiert. Er ist mit Abstand der Beste! Aber das gibt den anderen nicht zu denken! Was soll's.

    Im Moment schieße ich auf Kugelfänge und verlasse für jeden Spiegel die Nullstellung.

    Das ist doch gut! Der saubere Aufbau der Nullstellung ist eine Trainingsaufgabe, die du so organisch einbaust!Zum Trainieren taugt ein Kugelfang super. Denn beim Trainieren geht es um Technikelemente und nur sekundär um Ringzahlen. Dazu brauchst du keine Elektronik.