Wie sieht es mit dir aus? Wie bist du mit einem Motivationstief umgegangen?
Hallo Bastian,
sorry hat etwas gedauert.
sehr unterschiedlich, ich habe beruflich und privat endlos viele Lehrgänge und Seminare besucht. Über sehr viele Themen. Die ja teilweise ineinander greifen wie Zahnräder. Zeitplanung mit Prioritäten, Motivationsseminare wie man sich und andere motiviert, Transaktionsanalyse, Körpersprache, Mentaltrainings weis der Teufel was noch alles.......
Es ist richtig was Du schreibst man muss sich den richtigen Partner suchen für dieses Thema, der gute Kumpel mag ok sein bei beruflichen oder kleineren diversen privaten Scharmützeln, beim Sport in dieser Liga sind so Küchentisch Lösungen weniger Zielführend.
Am Anfang hab ich auch so gerudert, mit der Zeit haben die Seminare ihre Wirkung gebracht. Nicht jedes, kann auch nicht sein, denn nicht jeder Referent passt auf einen, siehe auch den Beitrag von Cool Mint. Es ist auch nicht jeder Schuss ne 10,9 und trotzdem macht man den nächsten. Wenn mal ein Seminar oder ein Buch nicht passt, sollte einen der Frust nicht übermannen. Es muss ne neue Analyse her und ne neue Ausrichtung , professionell halt.
Ich kann Dir aber sagen zu dem Zeitpunkt wo ich auch noch nicht soweit war, 1998 und mich die zwei Deutschenmeistertitel und die Deutschen Rekorde dazu regelrecht überollt haben, war ich hernach auch total ausgebrannt.
Im Vorfeld hatte ich aber wirklich alle Register gezogen professioneller konnte man sich kaum vorbereiten.
Jeden morgen Lauftraining oder Radfahren, den Tag über ( ich hatte ein Homeoffice ) da lag eine Pistole auf dem Schreibtisch für mehrfache Einheiten Trockentraining ( ich war ein Trockentrainings Junkee ) jeden Abend Schiesstraining von der ersten bis zur letzten Minute, meistens Freie Pistole und Duell, und die 10sec Serie aus der Standard Pistole. Das ganze war so different das immer irgend etwas gelöst werden musste. Die Umstellungen dieser schwierigen Spreizungen und die unterschiedlichen Anforderungen der Waffen so kurz hintereinander zu schiessen haben mir Ansporn gegeben da war kein Raum für negative Gedanken es waren immer Defizite da die es zu lösen galt.
Also nach 98 war die Luft komplett raus, ich kannte das so auch nicht war konfrontiert damit und genau so allein gelassen wie Du jetzt, allerdings mit den Nachteil es gab noch kein Internet, es war insgesammt auch eher unproffesionell seiner Zeit.
Die Schulungen kamen auch erst danach. So war ich dann auch ein Opfer der Unkenntnis, allerdings hab ich mir das Ziel gesetzt 89 nochmal die Titel zu wiederholen. War in Teilen von der geistes Haltung schon auch diletantisch, die Zielsetzung als solches nicht, nur die Details, die Rekorde nochmals zu versetzen. Das Training hab ich dann langsam sehr proffesionell hoch gezogen, am Schluss war ich um Klassen besser als das Jahr zuvor, allerdings im Kopf nicht reif, es kam wie es kommen musste mit 9mm hat es nochmal gelangt, mit 45er nicht, auch die Ergebnisse waren schon niederer wie ein Jahr zuvor. In den Vorbereitungen waren die Ergebnisse deutlich besser.
Das ist auch das was ich hier immer wiederhole coachen lassen, von Profies. Die Parolen wo zu diesem Thema in den Vereinen herum schwirren sind letzlich noch diletantischer wie die Schießtipps, so nach dem Motto die Hand passt sich dem Griff an.
Es ist auch alles viel persönlicher und spezifischer so das es nicht ohne face to face geht. Da gehören zum coaching Gefühle, Eindrücke, die optische Wahrnehmung wie Körpersprache und so einiges mehr dazu. Selektiere mal Sami Molcho oder Vera Birkenbihl oder Jütgen Höller, das ist oberste Liga, schau Dir im Internet die Trailer an. Erfolg ist das was Du erfolgen läst, die Spielregeln sind in allen Bereichen dieselben bruflich und privat. Wer geistig abriegelt hat verspielt, in unserer Gesellschaft allemal.
no.limits