Hallo Bastian,
zu punkt eins Trockentraining, es gab da mal ne initialzündung, ich ( wir, mein Zahntechniker ) haben mal wieder am Griff gebastelt, und Abends zum Fernsehen Halteübungen gemacht, und den Moderator der Sendung mehrfach erschossen.
Nein im Ernst, habe dabei festgestellt wenn ich auf einen hellen Hintergrund ziehle ohne festes Ziel, stand das Korn ruhig, nur die ganze Waffe bewegte sich leicht, und das deutlich weniger agressiv wie beim Scheibenschießen.
Ich habe dann lange daran gearbeitet, bis mir bewusst wurde, das ich immer den Haltepunkt am einfangen war. Ist der Arm nach rechts gedriftet, ist das Handgelenk nach links und umgekehrt. Oben und unten genau so. Ich habe immer unmerklich die Unruhe korrigiert, und so die Halteruhe ins Absurdum geführt.
Ich habe dann verschiedenes probiert, scharf / trocken / weisse Scheibe, in direkter Folge und Eindrücke gesammelt und ausgewertet. Bis ganz klar war, was es bedeutet ein festes Handgelenk zu haben. Das war eine wesentliche Erkenntnis auf dem Weg nach oben.
Ab da hab ich die Waffe driften lassen, es akzeptiert und hatte doch nur noch insgesamt einen Bruchteil der Bewegungen.
Das war übrigens mit der Senfter LP, hab ich dort schon mal, aber nicht so ausführlich beschrieben.
Wer Trockentraining macht und die BEDEUTUNG erkennt, lernt schiessen. Dem Schützen geht es um eine gewisse Perfektion, und nicht vorder Gründig um das Ergebnis, das kommt dann
automatisch.
Trockentraining wiederwillig ist Sinnlos!
Rückblickend Stand heute, muss ich erkennen das die Handruhe mit das zentrale Element ist.
Wenn ich heute in's SH gehe und eine Waffe nehme um zu schiessen, habe ich dieselben Voraussetzungen wie vor 3 Jahren, vor meiner Schulterverletzung.
Der Umgang die Wahrnehmung das Gefühl zur Waffe ist noch genau so wie früher, alles, nur die Handruhe nicht, sprich der Aktions Radius ist deutlich größer.
Und die Schüsse kommen kontrolliert wie eh und je, aber innerhalb dieses Bewegungs Radius. Daraus resultiert ein viel größeres Schussbild, teilweise mit 8er.
Was ich damit sagen will, die beste Waffe und alles wissen und ausführen einer guten Technik nützt nix, wenn mann auf der ,,ganzen,, Scheibe unterwegs ist.
Munition ausschiessen,Züngel anpassen, Gewichte anbringen, alles Käse wenn den Apparat nicht ruhig bekommst.
Die Kondition muss her, Zehnistzehn hat da schon recht, nur ich wußte ja von einigem voran gegangenem das es nicht Deins ist.
Dann kommt noch hinzu das ich bei meinen Jungen immer große Spielräume eingeräumt hab. Ob Sinnvoll oder nicht lässt sich streiten. Einige Deutsche Meister sind mir dadurch gelungen....
Ich hatte die aber auch ständig im Auge.
Ohne jetzt persönlich werden zu wollen, denke ich mit 3 mal die Woche 80 Schuss, das reicht nicht für 380 Ringe, vermutlich bei den wenigsten ( Ausnahmen ). Zumindest nicht zum Aufbau, wenn Du mal längere Zeit dieses Niveau hattest, zum erhalten ja und wieder herstellen auch, aber zum erreichen denke ich nicht.
Da gehört für ein Jahr der Tennisschläger oder Golfsack eben in die Ecke gestellt, und alle Freizeit konzentriert auf projekt ,,380 Ringe,, dann kann es gehen der Unterbau ist ja da .......
Die Kondition und Erkenntnisse müssen hart erarbeitet werden.
Die Kondition und Erkentnisse die aktuell da sind, ergeben sich in Deinem aktuellen Ergebnis. Punkt
So nun zu Handruhe Testgerät, wie gesagt Konstrukteuer ein gewisser Herr Pihaule, hat für das DDR Nationalteam dieses Gerät entwickelt. Es war noch programiert in MS Dos, und hatte einen Lasersender ( Rotpunkt) und einen Empfänger, der in zehn Metern Entfernung montiert wurde.
Der Zielvorgang wurde erfasst und graphisch dargestellt ich glaube etwa 10 sec. ( die Messzeit war mit 2 Piep gesteuert )
Dargestellt wurde das Ergebnis in Balkenform, sehr gut ersichtlich , so etwa:
:---- - ----------- - - ---: immer wenn Du auf der 10 warst, gab es den Strich, wenn nicht war er unterbrochen, man konnte sehen wann die Unterbrechung war, wie lange, früh oder späht oder permanent während der Messzeit usw. War einer Früh oder Spähtzünder alles konntest sehen.
Es war total gut und simpl, Du gehst an den Tester holst Dein Ergebnis, ziehst Dein Training durch, gehst an Tester, nach einer, zwei oder vielen Tagen /Wochen und siehst die Veränderungen, auch Tagesverfassungen, Wetter, Vollmond, Biohrytmus, Launen, was weis ich alles. Wenn man das akriebisch gemacht hat, hat man sein Tun und Einflüsse total gut erfassen können.
Noch Fragen ? PS, meine Werte waren bei 90% und drüber.
grüße Bernd
Es gab auch noch einen Senso Kontrol von Pihaule, auch so ein Hammerteil, auch in MS Dos konstruiert.